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21.03.2007


    
Bevor die UFOs kamen waren u.a. die "Airships" unterwegs

Interessanter Beitrag aus dem Jahr 1915 soll den Weg zum nächsten CENAP REPORT eröffnen

Das Geheimnis der "Airships" hat für den UFO-Phänomen-Erforscher den Aspekt der historischen Betrachtung von unheimlich-anmutenden Himmelsphänomenen aufgemacht, einfach aus einem Grund: unidentifizierte Flugobjekte gab es immer, sie waren immer über uns herum. Sie wurden nur zeitgenössisch anders benannt, um für die jeweilige Zeitepoche einen ´realitätstauglichen´ Mythos zu tragen. Wie Sie wissen ist das 2007er Schwerpunktthema im Online-CENAP REPORT sowie dem CENAP-Newsflash zur sachlichen Hintergrund-Aufbereitung der UFO-Geschichte im Jahr 60 des modernen UFO-Phänomens, welches in der ersten Häfte von den >Fliegenden Untertassen< geprägt wurde. Soweit ich weiß, mache ich dies weltweit in diesem Jahr ganz und gar alleine. Merkwürdig genug, weil nur mit dem Begreifen der Vergangenheit die Gegenwart verstanden werden kann. Für das UFO-Phänomen gilt dies auf jeden Fall.

Die ´Warren Evening Times´ aus Pennsylvania/USA berichtete am 26.Juli 1915 unter der Schlagzeile "Smethport-Airship war ein außergewöhnlich heller Stern" von einer typischen UFO-Sichtung - und ihrem DANACH. Hiernach hatten eine Woche zuvor verschiedene Menschen von der Sichtung "eines großen zeppelinartigen Airships oder steuerbaren Ballons" über Smethport und Umgebung in den Zeitungen ´Smethport Miner´ und der ´St.Marys Gazette´ berichtet. Das Objekt war in der Nacht gesehen worden, wenn auch nur ´indirekt´ wegen seines hellen Lichts. Das Wort über diese stundenlang am Himmel stehenden Erscheinung ging schnell um und immer mehr Leute konnten die Erscheinung so bezeugen, bevor sie zum Horizont hin "weiterflog" und außer Sicht verschwand. Es gab sogar Menschen die eine Art "Motorgeräusch" von ihm hörten. Das "Airship" erschien bei jedem schönen Abend dann immer wieder, was noch mehr Leute auf die Strassen trieb, um es zu beobachten. Es wurde zur aufregenden Sensation und der Autor des ´aktuellen´ Zeitungsartikels konnte das "Airship" daraufhin selbst sehen, weil Zeugen der Erscheinung des "Monstervogels" - wie man es ebenso nannte - aus den Abenden zuvor es ihm selbst und direkt zeigten. So stand er nun mit "a crowd who declared they could see the monster bird" auf der Strasse und guckte mit ihnen hoch - zu "a bright light that made its appearance in the eastern horizon about eleven o´clock". Das Licht bewegte sich dann unmerklich über die Stunden hinweg in westliche Richtung. Der Reporter war erstaunt, und zwar darüber was die Leute um ihn herum sahen - nur er nicht: Zu Boden gerichtete Suchscheinwerfer, Reflexionen dieser in Wasserflächen etc. Für ihn stand einfach nur ein auffällig helles punktartiges Licht - eben ein außergewöhnlicher Stern - am Himmel. Ohne irgendwelche Extras, die die ´Airship-Begeisterten´ ihm antrugen. Ein astronomisch gebildeter Herr in der Gruppe sah darin eher den Planeten Saturn, der in diesen Tagen zu jener Zeit eine prominente Erscheinung am Himmel ausmachte. Doch die Menge wollte ihm nicht zuhören, weil bereits das Gerücht umging wonach aufgrund des "Airships" die Fabriken in der Gegend in die Luft gejagt werden könnten. Man habe bereits auf Baumwollfeldern in der Nähe seltsames Pulver gefunden, was man dem "Airship" zusprach, so ging ebenso das Gerücht deswegen um, auch wenn die Verantwortlichen der Baumwollfelder diese Geschichten um das Pulver als Blödsinn zurückwiesen. Es nützte nichts, die Gerüchte waren mächtiger. Der Artikelschreiber stand also inmitten einer aufgebrachten Menge, in der er nicht wenige fand, die gerne mal mit diesem "Airship" durch die Gegend reisen wollten. Obwohl es nur der Saturn war...

Saturn als "UFO"? Schaut man sich über ein Planetariumsprogramm die aktuelle Lage für den genannten Ort zur genannten Zeit an, ergibt sich konkret JUPITER als ´Airship´ - genauso wie im UFO-Zeitalter später ebenso als UFO. Neben Venus eine andere "Lampe" zur gegebenen Zeit am Himmel. Jenseits dessen das periphär grobinformierte Journalisten sich irren können, bringt diese 1915er-Erfahrung eine andere Lektion mit sich: Die Zeit der amerikanischen "Airships" war bekanntlich 1896/97, aber sie wirkten in den Köpfen als Synonym für "Geheimnisvolles am Himmel" zumindest in den USA weiter. (1) Genau deswegen geht auch heute die UFO-Debatte in Wirklichkeit auf die >Fliegenden Untertassen< zurück, die ab den späten 80er Jahren eine gewisse Art von Design-Erneuerungen durch die >Fliegenden Dreiecke< erfuhren. Macht aber nichts, die nicht-erkannten IFOs sind zum Teil immer noch identisch.

(1) = Während die "Airships" in den USA bekannt wie bunte Hunde waren, drangen aber Nachrichten damals über sie nicht in die Welt vor, die Kommunikationswege und medialen Verbreitungswege waren damals unvorstellbar ´primitiv´. Deswegen wirkte 1915 noch in den USA der "Airship"-Begriff (1.1.) während in England ungewöhnliche Himmelserscheinungen 1912/1913 unter dem Sammelwort "strange aircraft" oder "ghost flyers"einen eigenen Mythos im Umfeld des 1.Weltkriegs aufmachten und die "Kriegsnerven" der Menschen erreichten, weil man allgemein annahm, dass die Deutschen Flugzeuge und Zeppeline zu Spionagezwecken über England einsetzten, um Kriegsvorbereitungen zu treffen. Je mehr das Gerücht sich verbreitete, je mehr angstvolle Menschen schauten dann Nachts hinaus - und sahen geheimnisvolle Lichter am Himmel. Und damit begannen wie zuvor in der Zeit der amerikanischen "Airships" und im späteren Düsenflieger-Zeitalter mit den >Fliegenden Untertassen< wilde Gerüchte aufzublühen, eigene Legenden voller Wucht entstanden.

(1.1.) = Doch inzwischen waren die "Airships" dort aber auch zum Inhalt von witzigen Cartoons geworden. So wie in der 27.September 1911-Ausgabe in den ´Lincoln News´ zu sehen.

Darüber hinaus gibt es leider eine negative Meldung aus den USA, noch eine. Die von Barry Greenwood herausgegebene "U.F.O. Historical Revue"/UHR ist mit Nr.12 von September 2006 leider mit einem ´Farewell For Now´ eingestellt worden. Grund: Steigende Druck- und postalische Versandkosten während gleichsam die Leserschaft erheblich zurückging, weil es eh schon immer nur ganz wenige Menschen gab, die der UFO-Geschichte auf den Grund gehen wollten. Darüber hinaus hat das Thema als solches "schon weitaus bessere Tage erlebt" und er glaubt auch nicht mehr daran, dass das Thema "wieder zurückkommt". Greenwood sah es nicht weiter ein, die Subvention seiner kleinen gedruckten Zeitschrift zu übernehmen während im Internetzeitalter so etwas eh altertümlich wirkt. In der letzten Ausgabe der UHR erfahren wir aber interessante Sachen. So den Umstand das es 1914 einen Kinofilm (Stummfilm) namens "The Mysterious Airship" in Amerika gab. Plot: Die Sichtung eines nächtlich über Kingston auf Jamaika fliegenden Airships. Darüber berichtete am 12.Dezember 1914 noch eine Zeitung auf Jamaika, wo die Premiere im ´The Palace´ stattfand. Später wurde der Film auch in einem Kino von Frederick, Maryland, gezeigt - danach verlieren sich dazu alle Spuren in den bisher aufgefundenen Zeitungsartikeln aus jener Zeit. Greenwood hat versucht diesen Film irgendwo aufzugabeln, aber da laut Auskunft des American Film Institute 80-90 % aller Stummfilme im Zuge der Jahrzehnte sich aufgrund natürlicher Prozesse auflösten, waren alle Nachforschungen gescheidert.


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