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26.08.1999


    
UFOlogische Nachrichten aus den USA

Die letzten Entwicklungen auf dem Sektor amerikanischer UFOlogie

Der neue Stern am ufologischen Himmel Amerikas, der Computer-Millionär Joe Firmage, lieferte Phil Klass für seinen Skeptics UFO Newsletter (SUN) # 59 (September 1999) neue Munition, nachdem Firmage auf der MUFON-UFO-Konferenz in Arlington, Va., aufgetreten war (bei der von 13 Rednern sieben sich auf UFO-Entführungen bezogen und zwei selbst Entführte waren). Hier hatte es Firmage weniger von der Erforschung des UFO-Phänomens, sondern begeisterte die große Zuhörerschaft mit seinen "sehr esoterischen Visionen über unsere Zukunft". Für ihn ist klar, dass seit Jahrtausenden ein wirklich unbekanntes Phänomen an unserem Himmel erscheint und man dieses erst gar nicht weiter prüfen müsse. Deswegen ist er auch gar nicht daran interessiert, weitere UFO-Untersuchungen zu finanzieren, für ihn ist es viel wichtiger "Projekte zu finanzieren, die die Auswirkungen betreffs dem Erscheinen der Ausserirdischen studieren und erkunden, wie wir unsere wissenschaftlichen und technischen Fähigkeitkeiten dadurch erweitern können". Für Firmage ist wichtiger sich nun "jenseits der Beweisführung und Dokumentation zu bewegen und sich zu fragen, was bedeuten sie für die Menschheit? Wie werden wir künftig unter ihrem Einfluss leben? Können wir mit ihnen handeln? Wie viel können wir von ihnen lernen? Wie können wir mit den Wesen von anderen Welten auskommen? Dies sind die faszinierenden Fragen, die mich beschäftigen und weswegen ich die International Space Sciences Organization (ISSO) gründete."

Auf einer Pressekonferenz wurde Firmage von jemanden gefragt, was es nun mit der von ihm berichteten Konversation mit einem "Alien" auf sich habe. Er wurde deswegen etwas ungehalten und erklärte: "Ich sagte, ich hatte eine Konversation mit einem Lichtwesen. Ich habe nie von einem Ausserirdischen gesprochen. Ich sagte nie etwas von einem organischen Körper..." Damit entrückt diese Sache schnell in die Gefilde religiöser Mystik!

Wie auch immer, Klass führte kurz vor der MUFON-Konferenz ein Email-Interview mit Firmage durch. Hierbei gestand Firmage ein, das er keine Falluntersuchungen durchführte und er auch für keinen UFO-Zeugen die Hand ins Feuer legen könne, die er so gut wie mit keinem sprach. Ihm geht es nur um die Quantität der vielen UFO-Berichte, nicht darum `was` sie beinhalten, sondern `warum` sie geschehen und was sie bedeuten. Firmage schließt auch nicht aus, dass die "Abducion"-Ereignisse irgendetwas von eher nicht-physikalischer, ätherischer Natur darstellen: "Ich bin mir über die Parallelen zwischen dem modernen UFO-/Kontakt-Phänomen und Geschehnissen sicher, die in vielen spirituellen Traditionen beschrieben werden, da verschiedene Mystiker und Heilige ihre Erfahrungen mit den Worten wie `Entführung` beschrieben."

Da gerade der Lieferant der `neuen` MJ-12-Dokumente, Tim Cooper, mittels Lügendetektor geprüft worden und durchgefallen war, fragte Klass Firmage auch, ob ihm dies bekannt sei. Ja, gab dieser zu und gestand ein nun zu glauben "Tim Cooper fabrizierte die Dokumente". Dennoch verblieb er offen über den wahren Sachverhalt von Majestic-12, weil er selbst manche Zeugenaussage kenne, "wonach wir im Besitz sehr exotischer, nicht-menschlicher Technologien sind". Na, dann...

Hopkins wird immer abgehobener

Der Maler und Bildhauer Budd Hopkins ist bekanntlich einer der großen UFO-Entführungs-Spezialisten Amerikas. Während seines Vortrags bei der bereits genannten MUFON-Konferenz erklärte dieser "während meiner frühen Zeit in der UFO-Entführungs-Forschung zu skeptisch gewesen zu sein". Nun, als er am 10.April 1999 in New York eine Veranstaltung seiner Intruders Foundation abhielt, war alle Skepsis deutlich von ihm abgefallen. In Bezugnahme auf David Jacobs vertrat Hopkins hier die Ansicht, dass es deswegen keine Fortschritte in der ET-Forschung gäbe, da die Ausserirdischen die Fähigkeit besitzen nach eigenem Wunsch sich für die einen Menschen sichtbar und für die anderen unsichtbar zu machen. Dies sei eine der größten "Entdeckungen" der Entführungs-Forschung. Er nahm Bezug auf UFO-Entführungen die aus New York, Tokio, Rom, London, Paris und Istanbul ihm berichtet wurden. Hierbei handelt es sich um Fälle bei denen Menschen entweder bei Tag oder bei Nacht entführt wurden während es eigentlich hunderte von Zeugen hierfür geben müßte. Doch da sich die UFOs unsichtbar machen können, haben die Ausserirdischen freie Hand und können vom Rest der Welt unbemerkt handeln. Darüber hinaus besitzen die ETs die Fähigkeit auch ihre Opfer unsichtbar zu machen... Dies nannte er nun die "selektive Unsichtbarkeit".

Bleiben wir noch bei Entführungen und bei der Arlington´er MUFON-Konferenz 1999. MUFON State Director for Iowa ist Beverly J.Trout, die seit ihrem 4.Lebensjahr entführt wird. 1993 begegnete sie so wieder ihren ETs in einem Motel-Zimmer in Nevada. Laut Trout trugen die ETs keine Schuhe und besaßen orangefarbene, entenartige Füße. Als Trout später ihren ETs in Iowa wieder begegnete hatten sie Western-Klamotten und Western-Stiefel an, weil sie gerade "Country Western-Tanz" lernen wollten, um unter den Menschen nicht aufzufallen...

John F.Schuessler übernimmt Mitte 2000 MUFON

Nach dreißigjähriger hauptamtlicher Dienstzeit wird Walt Andrus Mitte 2000 das Amt des International Director of the Mutual UFO Network (MUFON) an John F.Schuessler abtreten.

Das "Secret of the Millennium" vor den Kongress gebracht

In Amerika geht es zum Jahrhundertwechsel hoch her. Neuerlich werden diverse Anstrengungen unternommen, um den US-Kongress dafür zu gewinnen, um das Geheimnis des Jahrtausends zu knacken. Offene Anhörungen über UFOs unter Teilnahme von ehemaligem Militär- und Regierungs-Personal sollen dazu führen, dass die angeblichen UFO-Geheimnisse der US-Regierung bekanntgemacht werden. Irgendwie ist es seit Jahren immer wieder die selbe Gebetsmühle - und schon fast langweilig. Larry Bryant (MUFONs Direktor für Regierungs-Affären) und Robert Bletchman (MUFONs Direktor für öffentliche Angelegenheiten) führen MUFONs sogenannte "UFO Ballot Initiative" an, um in 16 US-Bundesstaaten Unterschriften zu sammeln, damit eine Gesetzesinitiative eingebracht wird, um den Kongress aufzufordern ein offenes Hearing in Sachen UFOs durchzuführen bei dem ehemalige Militär- und Regierungs-Angehörige sich ihres Geheimhaltungs-Schwurs entledigen können und frei sprechen.

Stephen Bassett will in Washington Lobbyarbeit leisten, um sein jüngst gegründetes "Extraterrestrial Phenomena Political Action Committee" (X-PPAC) in die Gänge zu bringen und Gelder für politische Kandidaten zu sammeln, die sich für das Ende des Regierungs-Embargos betreffs der bestätigten Tatsachen über die Anwesenheit von ausserirdischen Lebensformen auf unserer Welt einsetzen und eine Partnerschaft zwischen der Regierung dem dem amerikanischen Volk aufbauen wollen, um mit diesen Tatsachen umzugehen.

Peter Gersten von Citizens Against UFO Secrecy (CAUS) rief Anfang des Jahres seine Mitglieder auf ihn zu fördern und mit Spenden zu unterstützen. Leider reagierten nur 10 einer Leute darauf, weswegen der "UFO Lawyer" nun seine meiste Zeit als Reisebüro-Leiter verbringen muß.

Erinnern wir uns daran, das vor mehr als zwei Jahren Dr.Steven Greer als International Director des Cenbter for the Study of Extraterrestrial Intelligence (CSETI) bereits eine Kampagne startete, um im Kongress ein UFO-Hearing abzuhalten. Optimistisch hatte er eine solche Anhörung für das ufologisch wichtige Jahr 1997 (50 Jahre UFO-Phänomen) bereits angekündigt. Tatsächlich war die letzte Kongress-UFO-Aktivität aber in einem eintägigen "UFO-Symposium" am 29.Juli 1968 gelaufen, welches der Republikaner J.Edward Roush einberufen hatte. In Folge dessen war Roush nicht wiedergewählt worden und wurde Stabsmitglied beim NICAP, wo man alsbald nichts mehr weiter von ihm hörte.


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