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11.01.2007


    
UFO-Forschung: Neues UFO-Lesefutter mit dem CENAP-Newsflash Nr.23

Super: Ab sofort steht der UFO-Forschungsgemeinde ein neues und kostenloses pdf-UFO-Dokument bereit

Unter dem Link http://cenap.alien.de/fltwentythree... ist der neue CENAP-UFO-Newsflash - leider knapp einen Monat verspätet - downloadbar.

Aus dem Inhalt:

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Nach obigem ersten (wenn doch schon sehr weit vorangeschrittenen) Ansatz- und Ausgangspunkt hoffe ich zu einer weiteren abrundenden Ergänzungs-Analyse der Kausalitäten beim kritisierten Wunderglauben mit Hilfe des skeptischen Denkens zu kommen - ohne ästhetischen Rhetorik-Wettbewerb für mich als Mannheimer Bub in Sachen ´künstlerisch wertvoll´ aus meiner kargen Schreibwerkstatt heraus aufmachen zu müssen. Schließlich soll dieser Beitrag auch zu einer kreativen Auseinandersetzung mit den Glaubens-Kunstwerken führen. Der Künstler Max Liebermann bemängelte einmal: "Die meisten Leute sehen nicht, die gucken bloß." Genau darum geht es auch in Sachen "(Aber-)Glaubens-Kunst". Der Kunst an Dinge zu glauben, die es wahrscheinlich so wie überall populistisch in ihrer inhaltlichen Ausführung als alter oder neuer Mythos dargestellt zum Glaubens-Erhalt gar nicht gibt, aber auf den sich etliche Menschen einzulassen getrauen und ihren ´eigenständigen´ Zugang dazu finden, um selbst schließlich ein produktives Mitglied der Gruppe zu werden, welches den jeweiligen Mythos hinaus trägt, weil das Bedürfnis vorhanden ist, die erfahrenen eigenen ´sinnlichen Qualitäten´ fast schon lustvoll weiterzugeben und anderen Interessierten das vertiefte Erleben mit dem Mythos zu ermöglichen oder sie dafür zu sensibilisieren. Sinnlichkeit und Spiritualität sind da ein Hauptmotiv, damit wird der Glaube auch zum Joker für Nichtwissen. Aber dies geht wohl sowieso Hand in Hand. Gleichauf mit der Entwicklung der erstaunlichen Fähigkeit von Selbstimmunisierung gegen Kritik. Bis hin zum bewussten Wegschauen in Anbetracht dieser Kritik oder skeptischer Argumente. Und dies gehört auch zur Psychologie der Konspirations- und Verschwörungstheoretiker, weswegen wohl die UFOlogie sich so 1:1 dort einpasst - oder umgekehrt. So haben beide ´Zonen´ gemeinsam eine gute Zeit, auch weil die Menschen dahinter so nett verschroben sind. Jede spezielle Glaubensvorstellung oder Legende hat ihre eigene charismatische Glaubenswelt für den jeweiligen Gläubigen mit seiner ureigenen Lebensgeschichte und Lebensphilosophie (die dabei ja ein wichtiges Wort wegen den Prägungen durch die individuelle Autobiografie im gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld mitzusprechen hat). Dazu zählt auch noch eine Portion des Hochschaukelns von tollen Ideen, auch wenn sie keinen Anker in der Wirklichkeit haben. Der Glaube wird in allen Brechungen und Spiegelungen zum Teil der eigenen geistigen Lebensqualität. Deswegen ist das vertiefte Erleben in der ihr eigenen Dramatik möglich, um einen Anteil am eigenen Leben zu erfahren. Ein Stück weit macht Glaube auch die Identität des Individuums aus, in krassen Fällen sogar völlig das ganze Selbst. Vergessen wir auch nicht: Religiosität/Glaube gibt Kraft, was auch nicht zu unterschätzen ist. Womit wir bei den klassischen Fanatikern gelandet wären, die sich mit ihrem aggressiven Verhalten hervortun. Aber um jene soll es hier in dieser Informationseinheit nach meiner Begriffswelt eigentlich nicht gehen, sondern um die Alltags-Fans des Glaubens als Gruppenphänomen mit gar einer Art von mächtigem "Sozialisierungspotenzial" - welcher Art auch immer in der jeweiligen Bedeutungsgeschichte. Meistens steckt aber keine Geisteskrankheit dahinter und Ausnahmen bestätigen die Regel. Paranoide Persönlichkeitsstörungen sind da auch selten.

Das Phantastische zwischen ´Überweltpropheten und Diesseitigkeitsapostel´ - irgendwie darum geht es auch hier bei der deutschen "Zentralstellen-Informationsschrift für ufologische Weltanschauungsfragen" ohne der Malerei mit Worten um der menschlichen Sehnsucht nach Mythen und Legenden entgegenzukommen. Doch nun ernsthaft. Stimmen wir darin überein, das Glaube/Aberglaube all das darstellt, was wissenschaftlich nicht wirklich verifiziert ist? Klar ist, es gibt das Grabtuch - nur ist es wirklich das von Jesus Christus von vor 2000 Jahren? Klar ist auch, es gibt Aufnahmen und Bilder von >Fliegenden Untertassen< (ja gar "Aliens" aus der ´Anderenwelt´) genauso wie von den sagenhaften ´Zwischenweltwesen´ der Kryptozoologie - und den himmlischen Wesen in den religiösen Welten (1)! In den diversen Mythologien wimmelt es ja von den ´Anderen´ geradezu - und in der Summe sollten wir also eine Invasion von JENEN erfahren, wenn es sie wirklich gäbe. Nur sind sie auch das, was sie angeblich zeigen? Wir haben zwar die Behauptungen und den Glauben daran, wonach dies Beweise sind, nur diese Beweise sind nicht im wissenschaftlichen Sinne bestätigt. Glauben dagegen kann man ohne weiteres daran wie an einen Trauminhalt der sich der Vernunft und echten Verstandessteuerung entzieht und sie für sich (subjektiv) als Beweise für die jeweilige ´Kirche´ (Fachrichtung) nehmen. Ist doch keine Frage, gerade auch schon allein deswegen, weil es praktisch so seit Ewigkeiten auch gehandhabt bzw so getan wird. Deswegen lebt ja auch das visionäre Gerücht um all diese Dinge - trotz ihrer Unschärfe hinsichtlich der Trennungsmöglichkeit zwischen ´Traum´ und Wirklichkeit. Gleichsam schärfen sie die Rätselqualität - und Rätsel und Geheimnisse ziehen immer die Neugier der Menschen magisch an, insbesondere bei mystischen Untertönen und Einfärbungen aufgrund einer Überforderung mit der kühlen Wirklichkeit. Wichtig ist doch nur die persönliche Ausdeutung und Bedeutung, den persönlich eingebrachten scheinbar für sich selbst bedeutsamen Bezugsgeflechten, die in unmittelbaren und konkreten Bezug zum eigenen Lebenszusammenhang stehen. In der UFOlogie fehlte es schon immer an Mut und Interesse nach nicht nur "mehr Modernisierung", sondern grundsätzlich überhaupt nach "frischer Luft". Dazu bedurfte es schon immer einer Wertedebatte, die wurde aber nie und nirgends wirklich geführt. Was schon viel aussagt. Schließlich geht es hier um den "Willen-zum-Glauben" - und nicht wegen mangelnder Willenstärke um nüchterne und sachliche Betrachtungen mit einer gewissen Abgesetztheit zu den Glaubens-Gegenständen. Offenbar ist eine solche Angehensweise vielen Menschen zu abstrakt und wahrscheinlich selbst zu rätselhaft unter den gegebenen Umständen rund um sie selbst. Daher ergeben sich zwangsläufig immer wieder ganz spezielle mentale Vorgehensweisen auf ihrer Spielwiese des Glaubens und der Fantasie. Würde man dagegen bewusst agieren, schwänden die Glaubenskräfte bis hin zur Lähmung des Glaubens. Wer weiß, vielleicht würde dann daraus Antriebs- und Orientierungslosigkeit entstehen - ein inneres Vakuum? Wie auch immer, (Aber-)Glaube an dieses oder jenes beeinflusst so oder so das willendliche Denken. Bis hin zur gesteuert gehaltenen Ahnungslosigkeit. Den Predigern dagegen ist nichts fürcherterlicher als wenn ihre Gemeinde ihrer Kontrolle entgleitet, sobald der ´Wachrüttel-Impuls´ sie aus dem wissenschaftlichen Lager oder von der Skeptiker-Seite erfassen sollte - dies entzieht der Glaubens-Verkündern nähmlich Nahrung. Daher versuchen sie auch eher, alles im toten Winkel zu halten. Für die Glaubensgemeinde ensteht so ein Tunnelblick, allein schon weil die Glaubens-Meister als ´Gatekeeper´ fungieren.

(1) = Der große Rahmen und das ´big picture´. Meiner nicht ganz so schlichten Denkweise nach führt dies zu einem sehr bemerkenswerten Punkt, der gut zu ´Heilig Abend´ - dem Tag des großen Auspackens passt: Die Schöpfungsfrage. Das Wunder der Schöpfung; das Wunder des Lebens überhaupt (und den Wundern die im Leben sich scheinbar ereignen, mal jenseits der ´wunderlichen Leute´ die einer ganz anderen Gattung angehören). Gott, das Leben und Aliens. Wissenschaft - Religion - Pseudowissenschaft. Gott ist der Schöpfer von ALLem, mit seinen ganz großen Wundern - die auch sein "Sohn" Jesus bewirkte. Die irdische Wissenschaft hat viele Rätsel geklärt. Doch das der Schöpfung, wie entstand das Leben auf Erden, nicht. Gleichsam ist auch die Frage nach Leben im Universum für sie interessant. Die UFO-Alien-Fans beschäftigen sich damit auch am Rande, aber im Grunde ist die Frage nach außerirdischem Leben durch das Erscheinen der >Fliegenden Untertassen< für sie erledigt. Bemerkenswert jedoch ist der Umstand, wie viele esoterische UFO-Vereinigungen es gibt - und UFO-Sekten mit pseudoreligiösem Hintergrund (die sich aus der Religionsgeschichte bedienen!). Die Kultführer sind Propheten mit der kosmischen Offenbarung. Seltsam, aber wohl begründet darin das wissenschaftlich sie als UFO-Nachweis in Wirklichkeit gar nichts anzubieten haben. Deswegen klappt es auch bei ihnen, wenn sie als Menschenfischer religiös angehaucht unterwegs sind und eine Alternativ-Religion des Kosmos bieten (also Historie und Zikunftserwartung miteinander vermischen, um den Gläubigen - ihren Gläubigen - mehr ´Gegenwart´ zu geben, so wie es auch in der Prä-Astronautik geschieht und praktiziert wird). Fast BIZARR ist es in diesem Spannungsfeld zu sehen, wie inzwischen Astrophysiker selbst auf die Konzeption kamen: DAS LEBEN KAM EINST DURCH KOMETEN AUS DEM ALL AUF DIE ehemals absolut lebensfeindliche ERDE in ihrer ´Geburtsphase´. Damit wären wir tatsächlich irgendwie ´Außerirdische´... Wahnsinn, gell? But - why not? Ich kann damit leben (und es ist mir aber auch genauso wurscht wenn wir nun vom Affen abstammen {dazu habe ich mich schon oft genug nach Ansicht nicht weniger UFO-Freunde des Phantastischen selbst zum Affen gemacht - oder etwa nicht?}). Hallo Leser - "WW, der Alien" (auch wenn es einigen schon immer so vorkam, wonach ich ein Fremder in der UFOlogie bin)!

Ob "echt" oder nicht spielt für den Glauben des Gläubigen in seinem Rahmenkonzept da weniger eine Rolle, Hauptsache der "Echoeffekt" ist für die eigene Art von ´Traumdeutung´ da und die jeweilige Geschichte scheint perfekt und makellos genug, um für sich selbst daraus einen seelischen Gewinn abtragen zu können - und sei es letztlich nur, um dadurch eine praktische Anwendung der kreativen Kraft für die Welt der Interpretation für sich selbst aufzumachen und ausleben zu können. Und ein Echo trägt sich gut in den Kathedralen und Kirchen des Glaubens in der Gemeinschaft einer (gut-)gläubigen Gemeinde. Für die grenzwissenschaftlichen Themen sind die heutigen ´Kirchen´ die diversen Internet-Foren einer virtuellen Wirklichkeit an allererster Stelle zu nennen. Dort gibt es auch den entsprechenden Hall-Effekt unter sich, um den Glauben an was auch immer kräftig zu fördern, zu unterstützen, am Leben zu erhalten. Wer hier Mißtöne gar als Skeptiker und Kritiker erzeugt, der fliegt aus dieser ´theologischen´ Fakultät raus, um den guten Ton nicht mit einer ´kirchenkritischen´ Haltung zu stören. Damit der Irrglaube unter günstigeren Situationen weiterleben kann, und zur Irrlehre werden während die Hauptimpulsgeber und paranormalen Strategen fröhlich weiter wirken dürfen. Irrlehren die durchaus imstande sind, die eigene innere große Leere aufgrund ihrer Spiegelung der verzerrten Weltbildvorstellung mit all ihren unbemerkten Irritierungen auszufüllen. Daraus erwachsen Scheinwirklichkeiten, mit denen man im Alltag durchaus umgehen kann und die eigene ´Dynamiken´ als Spezialeffekte mit Proportionalverschiebungen zur normalen Welt entwickeln bzw freisetzen können. Siehe jene rund um "Das Geheimnis der Fliegenden Untertassen" aus dem grenzwissenschaftlichen Einflussbereich der UFOlogie mit aller Mustergültigkeit; hier gibt es kräftige Verschiebungen der Wirklichkeitsdimension hin in eine "andere Realität und eigenen Wirklichkeit im UFO-Universum" dieses Fandoms mit der Kerngruppe namens die Freunde des Fantastischen! Für einige Hardcore-Gläubige ist es da unter dem entstandenen psychologischen Druck der kollektiv erzeugten Fehlwahrnehmung und der eigenen sowie dadurch bedingten Erwartungshaltung u.U. auch normal, wenn sie dem eigenen Glauben mit einem ´Überzeugungsnachweis´ nachhelfen, weil ihr unerschütterlicher und fast schon nicht mehr normale Glaube (da sind wir schnell beim Fundamentalismus) für sie schon nahe einer religiösen oder spirituellen Bedeutung steht. Für gewisse Menschen und Gruppen von UFOlogen ist dieser ´Wert´ gegeben - und sie machen den Bodensatz der UFOlogie aus. Wie viele katholische ´Reliquien´ wurden und werden bis hin zu den weinenden Madonnen gefälscht, um mehr Glaubensstärke zu verbreiten? Wie viele krytozoologische oder paranormale ´PSI-Fähigkeits´-´Beweise´ wurden zurechtgebastelt, um genau den selben Effekt zu erzeugen? Und wie viele SF-UFO-Storys haben genau die selbe Basis (sogar unter Ausschluß der Kontaktler-Geschichten, in denen gerne der Rückgriff auf Vorbilder und Motivgeflechte aus der Religionsgeschichte genommen wird und sie über die Kontaktler als Propheten einer ´Neuzeit´ daher eher neureligiöse Offenbarungs-Kulte über "das Kommen der außerirdischen Brüder" repräsentieren)? Wobei hier einmal selbst einfach nur Spässe ohne ernsten Hintergrund mal ausgeklammert sein sollen, auch wenn die selbstverständlich ein unerwartetes und ursprünglich nicht beabsichtigtes Eigenleben mit dynamischer Glaubensverstärkungswirkung entwickelten. Klar ist doch, dass diese ´Beweise´ hervorgebracht werden um die Ungläubigen endlich mal zu überzeugen. Was natürlich nicht heißen soll, das z.B. die "Wissenschaftler, die an Fliegende Untertassen glauben" davon ausgenommen wären, ganz im Gegenteil, die bekommen zur ´Stärkung´ (neben deren Veräppelung) nur neue Munition zur Unterstützung geliefert.

Die kulturellen Phänomene der UFO-Tradition bzw ihrer -Problematik spielen hier also genauso herein, wenn es um die Ausflüge in die Anderswelt geht. Verbunden damit ist ein Ausflippen unter einer Art "LSD-Bewusstsein" welches seit spätestens der 60er Jahre als ´Gegenkultur´ die Gesellschaft mit allerlei mystischen Erfahrungen durchdrang. Die Affinität zwischen Popkultur und ´extraterrestrischen Phänomenen´ wurde schnell klar. Die ganze psychedelische Erfahrungswelt in den späten 60er Jahren war davon erfasst. In London gab es so die total angesagte Indisco "UFO" in Soho, wie später in der Discoära das "Studio 54" in NYC, welches die Popkultur damals gerade auch über mit themenbezogenen Songs von Pink Floyd, Jimmy Hendrix oder Mark Bolan bestimmte. In der direkten Folge davon entstand sogar eine Gruppe namens "UFO" (gibt´s noch heute und war sogar in Old Germany noch vor kurzer Zeit auf Tour!), die auf einem Album sogar eine fette Reihe von "UFO-Fotos" das Cover zieren ließ! Dadurch besiedelten UFOs und Aliens die Köpfe der Menschen zusätzlich, neben der Werbedauerberieselung sowie der populären Comic-Welten mit dem Thema der >flying saucers<. Denken wir an George Clinton and Parliament und seine/ihre "Mothership Connection" in den frühen 80ern, womit dieser Popkult als ´P-Funk´ weitergesponnen wurde - ganz extrem. Mir ist dies nach wie vor in Erinnerung! Bei seinem Ludwigshafener Endlos-Konzert (= für 20 h abgesagt, aber schon vorher begonnen und bis weit über 24 h durchgehend hinaus laufend - was übrigens sehr sehr viel Kraft für den Besucher wie mich kostete, weil da einfach Dauer-Power angesagt war) waren die UFO-Symbole auf der Bühne unübersehbar. Von nix kommt nix. Schon 1947 gab es in den USA den Song "(You Got To Pray To The Lord) When You See Those Flying Saucers" von den ´The Buchanan Brothers´ auf der RCA-Victor-Single 20-2385. Siehe dazu auch: http://www.atomicplatters.com/more.... . Eddie Cletros war so ein Western-Musiker in den USA und brachte 1952 die Single "Flying Saucer Boogie" heraus. Siehe auch: http://nwfolk.com/songlists/ufo.html . Wie auch immer, da kann man direkt gespannt sein, wenn das Buch >Flying Saucerers: A Social History of British UFOlogy< bis Sommer 2007 von David Clarke und Andy Roberts erscheinen wird. Was mir gerade in diesem Rahmen auffällt: Derartige Strömungen in der Popkultur gibt es gar nicht mehr. Genauso wenig wie es keinerlei frische, helle "neureligiöse UFO-Bewegungen" als ´Bewegung der Suchenden´ mehr gibt (die vielleicht durch die Weltverschwörungstheoretiker rund um "finstere Mächte" nach der grauen Ära der ´Akte X´ ersetzt wurden, wo ja Scully und Mulder die Suchenden nach der Wahrheit waren und sie nach dem Motto "...und die Götter landen immer wieder..." die Menschen überzeugen wollten, dass die Aliens wieder hier sind). Oder gar "UFO-Devotionalien" in der Kitschecke der Kaufhäuser und Spielwarenhandel. Alles nur noch Trödel, genauso wie Erich´s ´Lampenladen´ - ähm ´Mystery-Park´ (1), der noch schneller den Bach runter ging als alles andere zuvor.

(1) = Dort, wo laut ´Mysteries´ Nr.1/2007, ja das "World Mystery Forum" 2006 mal wieder stattfand und sich die kreativen, unorthodoxen Querdenker der Offenheit gegenüber Neuem traffen, um Spinner mit Schmetterkingen im Bauch schonzufärben.

Der Kult (auch mit seinen religiösen Dimensionen beim UFO-Glauben bei den Kontaktlern und dem damit verbundenen ufologischen Euherismus, welcher sich in der Prä-Astronautik niederschlägt) ist einfach vorbei, er führt nur noch im Internet ein Schattendasein mit den dortigen ´Alien-Schattenkriegern´. Wer weiß, vielleicht ist die ganze Alien-UFO-Geschichte am Schluß nur noch für die Religionswissenschaft forschungsgeschichtlich ´fruchtbar´? Dynamisierungen sind ganz objektiv gesehen jedenfalls nirgends am Tellerrand als neue Horizonte sichtbar. FIGU und das Ashtar-Command (1) sind doch genauso wie ´Rael´ ein altes Ensemble der UFOlogie. Selbst für Spötteleien darüber ist dem UFOlogen in aller Regel die Zeit inzwischen zu schade. UFO-Sekten haben doch keine Chance mehr, nachdem ´Raels´ lächerliche Clonaid-Story platzte und man schnell sehen konnte, das es hier auch nur ums Geldverdienen ging. Auch hier heißt es doch schließlich wieder - es war einmal. Was sich sicherlich auch in den Sekten selbst einmal auswirken wird, wenn man sie nicht mehr beachtet. Die dort gepredigte ufologisch-esoterische Vorstellung über Aliens im allgemeinen hat ihre Zugkraft verloren, weil die einst ´undenkbare´ Alien-Idee inzwischen längst das Establishment erreicht hat und die astrophysikalische Wissenschaft mit der ´Weltraumeroberung´ (...ähm...) das Zepter hierfür übernahm. Spiritistische oder Channeling-"Eingaben" über komische Vögel von Mutter Erde hin oder her. Oder auch genau deswegen... Looser mit verrückten Konstrukten also. Ich bin schon gespannt darauf, wann sich Billy´s Kommune auflöst. Zudem ist auch der Ideenpool nach Kontakten mit den ´Alien-Engeln´ und ´Alien-Sexerfahrungen´ erschöpft. Nur mehr jene, die den Schmeicheleien (in Form von teilweise erzählerisch hervorragender ansprechendender Lektüre) der Verkäufer erliegen wollen sehen dies anders, um dem Versprechen zu huldigen Geheimnisvolles angeblich noch entdecken zu können. Wobei es solchen tatsächlich auch noch gibt, siehe z.B. die mysteriösen Gelände- und Landschaftsbilder die Dank ´Google Earth´ gelegentlich durch Satelliten-Schnappschüsse auftauchen - und damit eine wirklichkeitsorientierte Forschung aufmachen.

(1) = Beide sind eh wie die meisten UFO-Sekten praktisch nur als Hauptpräsenz in der Medienverbundmaschine Internet vertreten und fristen dort ihr mehr virtuelles ´Leben´ in Gestalt eines "UFO-Millenarismus". Allein deswegen darf und kann man diese besonderen ´Gemeinschaften´ nicht wirklich erst nehmen und kann sie gut und gerne als elektronischen Irritations-Spuk links liegen lassen. Genauso wie das meiste Geschwätz in den UFO-Foren mit ihren Eschatologien und Kosmologien im ´virtuellen Kosmos´ mit seinen Illusionen über den heimischen Browser im "Netz der Netze" als gigantische ´Akasha-Chronik´ aus dessen Netzwerk man dann ausgesuchte Botschaften auf den Monitor als virtuelle Realität (die andere Realität) channeln kann, wenn man so will. Was hier läuft hat ja noch nicht einmal in der Ferne die Form wie die ´Zeugen Jehovas´ mit ihrer "Von-Haus-zu-Haus-Mission" im wirklichen und praktischen Leben.

Dieser Punkt gehört zum UFO-Phänomen genauso dazu, wie die wichtige Frage in der direkten UFO-Fallbewertung zum Wahrnehmungsapparat des Menschen und wie einigermaßen "genau" der Nachforscher arbeitet und wie dann die Interpretation der gesichteten Erscheinung ihren Weg geht. In diesem unsichtbaren Feld findet auch die Übertragung auf reale Bezüge statt, aber leider gibt es schon mal erhebliche Abweichungen. So werden von Zeugen von für sie scheinbar unerklärlichen Himmelsereignissen gerne die Entfernungen zum Objekt und dessen Geschwindigkeiten überschätzt, also als viel größer eingeschätzt als sie eigentlich wirklich sind. Da galt es schon immer: Nerven bewahren um nicht dem "Dimensionswandel" auf der Kirmes eines neuen Zeitalters der ´Mythologen´ zu unterliegen. Die faszinierenden Verlockungen und Lockrufe als Quellenpool mit einer nur schieren ´Unendlichkeitsschleife´ (entlang der aber auch schon alles in vielen exotischen Varianten zwischen Diesseits und Jenseits multifunktional abgenudelt wurde) sind ja mächtig und können einen Interessierten schnell wie bei einem ´Mega-Tornado´ in ein Aberglaubens-Blackhole mitreißen. Ich jedenfalls habe da meinen mentalen Individual-Schutzschirm hochgefahren, um nicht von den ´Andersdimensionalen´ geblendet zu werden. Wer weiß, vielleicht wäre ich sonst wie viele andere auch zu ihrem umgepolten Götzendiener geworden und hätte mich in mystischen ´Dimensionsverfaltungen´ im Erfahrungshorizont des Lebens verloren? So gesehen war für mich gepflegte Naivität, Unkenntnis und Dummheit z.B. in der UFOlogie auch nie von schützenswertem Interesse gewesen. Man muss eben halt auch da wie dort hinschauen, wer eigentlich in welcher Liga spielt. Auf jeden Fall gab es einen öffentlichen Einstellungswandel zum UFO-Alien-Thema als Doppelpaket. Und selbst der britische "Alien-Autopsie"-Komödienkinofilm war in England ein Flop - und bei uns in Old Germany ebenso. Die UFO-Aliens sind also noch nicht einmal mehr für das Publikum für einen Witz gut genug. Wie soll da die UFOlogie - und vor allem mit WAS - ein neues Breiteninteresse generieren, wenn die alten Rezeptionslinien nicht mehr funktionieren? Mit welchen neuen und frischen sowie dynamisch mitreißenden Ansätzen? Es gab nie wirklich welche in der Vergangenheit - abgesehen von Lippenbekenntnissen -, und zu Beginn des neuen Jahrtausends sehe ich die erst recht überhaupt nirgends während man in der UFOlogie geradezu darum kämpft die alten Traditionen zu retten bzw für die "Residualtruppe" zu erhalten. Auch deswegen entwickelte sich die UFOlogie-Kritiker- und UFO-Skeptiker-Bewegung, was man nie vergessen darf. (1) Die UFOlogie dagegen erlebte nie ihre Integration in der wissenschaftlichen Welt. Sie war, ist und wird ´nur´ eine wahre Para- bzw Pseudowissenschaft bleiben und sein. Da braucht man sich ebenfalls nach bald 60 Jahren nichts mehr vormachen. Hier gibt es diesbezüglich keinerlei aufzuwerfenden Fragestellungen mehr. Selbst MUFON-CES (inzwischen selbst ein Mythos) hat es nicht wirklich geschafft, der UFOlogie wissenschaftliche Beachtung zu geben. Wie auch, wenn dort selbst - mal vom formalen Auftreten als Showeffekt abgesehen - noch an den Rändern der ´Protowissenschaftlichkeit´ gekratzt wurde? Aber wie auch immer, auch dies ist alles aufsummiert unter "es war einmal". Nicht-immer-Akademiker die doch laienhaft mit dem UFO-Phänomen umgingen, wodurch es auch zum Problem wurde. Garantiert sieht man es dort ganz anders, was bleibt ihnen auch sonst übrig um wenigstens den Mythos ums sie noch zu retten?

(1) = Und sie hatte es lange Zeit sehr schwer, sich durchzusetzen. Wir beim CENAP können für Deutschland ein Lied davon singen. Doch wir fanden unsere Art zu arbeiten, ehrenamtlich und auf eigener Kappe. (1.1.) In den langen Zeiten des UFOtainments rund um den passgenauen "other space"-Mythos im Raumfahrtzeitalter war es für uns ein langer Weg, wo man geduldig sein musste und wir es nur zusammen schaffen konnten (wenn auch natürlich ein Motor die ganze Geschichte in Gang hielt). Für die breite Medien-Industrie lange uninteressant (gut etliche dpa-Meldungen und einiges mehr waren die Ausnahme von der Regel), weil zu nüchtern und ohne wilde Storys bieten zu können; für die UFOlogie eh schon verhasst genau deswegen. Doch im Herzen trugen wir auch eine Leidenschaft und sagten uns ähnlich wie die deutsche Nationalmannschaft zur Fussball-WM 2006 in der Kabine es Klinsmann als Motivationstrainer zu seinen Spielern sagte: "Rausgehen und die Scheiße weghauen." Zu sehen in der Doku zum großen Spiel: "Deutschland: Ein Sommermärchen." Auch mir war klar: Was ich alleine nicht schaffe, schaffen wir dann zusammen. Natürlich ist ein Heimspiel gut, aber gehasst zu werden, wenn man aufs Spielfeld kommt, spornt einen noch mehr an. Und genau daran hat sich die UFOlogie in uns und mir verrechnet und dies nicht erkannt. Teamgeist und Leidensfähigkeit mitzubringen ist auch ein Faktor der CENAP so lange überleben ließ, um den Weg zu gehen. Keine Muffen haben, sich gegenseitig den Schliff zu geben. Sicherlich staunten darüber viele UFOlogie-Fans und verstanden dies im ufologischen Weihrauchnebel nicht. Was selbstverständlich fundamental auch damit zu tun hat, dass die ´UFO-Päpste´ durch ihre Propaganda die Gemeinde geradezu von uns als Opposition und unseren oppositionellen Publikationen (! - das Wort ist mächtig) im Eigeninteresse wegtrieb, als wenn wir die Dämonen der Szene seien und Teufelszeugs schrieben. (1.2.) Deswegen ist (es im weiteren) von denen auch nie einer bereit gewesen, über seinen Schatten zu springen wie es bei Oliver Kahn geschah, als er Jens Lehmann während eines WM-Spiels die Hand reichte und Mut vor dem wichtigen Spiel zusprach. Das war ja unglaublich, wenn man die Konkurrenzsituation zuvor sah und Kahn zurückgestuft worden war, was ihm sicherlich das Herz gebrochen hatte. Sie kennen das WM-Bild, welches unvergessen gleibt. So etwas gab es in der UFOlogie ja nie und nirgends. In gewisser Weise haben diese Art von Handreichung CENAP/GEP gegenüber DEGUFO/MUFON-CES in der Findung eines gemeinsamen Konsens betreffs UFOs versucht. Doch darauf wurde gespuckt. Was ja schon alles aussagt. Deswegen rufe ich es auch immer wieder gerne in Erinnerung, damit die Frontlinie klar wird und z.B. neuaufkeimende Hoffnungen bei GEP-´Frischlingen´ und Theoretikern mit dem Hang das Rad neu zu erfinden und an ein neues ufologisches "Saturday Night Fever" zu denken, auf den richtigen Grad gesetzt werden.

(1.1.) = Ohne ehrenamtliche Tätigkeit wäre unsere Gesellschaft etwas ärmer. Ich sah meine Tätigkeit immer ergebnisoffen und erwartete auch nicht den großen "Dank", weil zwischen Hobby und Berufung in Form von Eigenengagement und auf eigene Kosten bis heute etwa 50.000 Euro als freie Eigenleistung angesetzt werden müssen. Irgendwie ist dies aber ´verrückt´ genug. Auch wenn das in der UFO-Szene wenig geachtet wird. Obwohl mein persönlicher Einsatz für den Nächsten weder beruflich und ohne Bezahlung erfolgte. Ja, soetwas gehört eben zur Einstellung des Einzelnen. CENAPler waren es von Anfang an gewohnt, Geld und Leistung zur Arbeit selbst mitzubringen. Man spricht nicht darüber - man macht es einfach.

(1.2.) = Im ´alten´ China hatte "der große Steuermann" Mao seine Kultur-´Revolution´ unter Zuhilfenahme seiner ´Mao-Bibel´ betrieben, indem er in den 60ern sein Milliardenvolk verdummte, als er unter Schülern und Studenten erfolgreich den Wahnsinn verbreitete: "Je mehr man liest, je dümmer wird man!" Jeder darf seine Fehler machen und braucht sich nicht vor der Prüfung fürchten, "Hauptsache die Gesinnung stimmt"! Daraus erwuchsen dann die roten Garden, die über den Kontinent zogen und in Folge der ´Revolution´ Millionen Menschen umbrachten, indem man die ´Intelligenzia´ ausrottete. Eine Vorgehensweise, die sich Diktatoren seit jeher hatten einfallen lasssen, um eine intelligente Opposition auszuschalten (die sich politisch entwickeln und damit zur Gefahr für Herrscher werden könnte!). In Moskau war es unter Lenin und Stalin nicht anders gewesen. Bei Hitler war es ähnlich: Erst mal Intellektuelle und Denker weg, wenn sie nicht mitmachten. Aus diesen geschichtlichen Fakten (und den damit direkt verbundenen menschlichen Reaktionen in Sachen MACHTERHALT) lässt sich auch sehr gut was lernen und mitnehmen, wenn man z.B. sieht, wie die UFO-Fahnenträger während ihrer Zeit damals reagierten, als sie die Szene und das Denken dort bestimmten.<

Externe Links

http://cenap.alien.de/fltwentythree.pdf
http://www.atomicplatters.com/more.php?id=127_0_1_0_M6
http://nwfolk.com/songlists/ufo.html

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