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08.12.2006 |
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Pseudosensation: Mars-Wasser für Marsianer oder Menschen?Leise rieselt der Staub... - schade! Außerirdische Nikolaus-Überraschung war keine...
Helle, nach unten verlaufende Linien Die Penetranz, mit der die Nasa bei jeder Gelegenheit Wasser auf dem Mars und damit mögliches Marsleben ins Spiel bringt, nährt den Verdacht, daß es ihr in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht: Im Kongreß sollen leichter finanzielle Mittel für ihre geplanten Marsmissionen lockergemacht werden. Und davon braucht man noch viel mehr, seit Präsident Bush die Rückkehr von Astronauten zum Mond als Vorbereitung für bemannte Marsflüge zum nationalen Ziel erklärt hat. Die Bilder, die die Nasa jetzt vorlegt, sind allerdings im ersten Moment überraschend. Tatsächlich sind an den Innenwänden zweier Krater helle, nach unten verlaufende Linien zu sehen, die in jüngster Zeit entstanden sind. Die Bilder des Mars Global Surveyor aus den Jahren 1999 bis 2001 hatten etliche Krater mit Rinnen gezeigt, die nach Meinung einiger - aber längst nicht aller - Forscher durch herabfließendes Wasser entstanden seien. Deshalb entschloß sich der Leiter des Kameraexperiments, Michael Malin, Tausende der fraglichen Regionen neu zu fotografieren. Das ist in den Jahren 2004 und 2005 geschehen, und auf diesen Aufnahmen fielen die beiden neu entstandenen Ablagerungen auf.
Gefrorenes Wasser schon entdeckt In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ?Science" werden die Entdeckungen zusammen mit frisch entstandenen Einschlagkratern in einem Artikel vorgestellt. Darin äußern die Autoren die Vermutung, fließendes Wasser könnte die Ablagerungen transportiert haben, sie könnten aber auch durch trockenen Staub entstanden sein, der sich am Kraterrand herabbewegt habe. Auf der Pressekonferenz der Nasa wurde darauf hingewiesen, daß sich eine der Linien unten teile, wie es bei fließendem Wasser zu beobachten sei, das auf Widerstand stoße. Das Wasser habe sich offenbar im Marsboden unter einer Schicht aus gefrorenem Eis, wie sie allgemein dort vermutet wird, angesammelt. Dann sei es bei einem plötzlichen Ausbruch, den ein Marsbeben oder der Einschlag eines Meteoriten ausgelöst haben könne, ins Freie gelangt. Überraschend und damit nicht zu erklären ist, warum die Sedimente in einem der Krater genau in einer vorher schon vorhandenen Rinne liegen - als habe ein Meteorit exakt diesen schmalen Streifen getroffen. Selbst unterstellt, es handele sich um die von Wasser transportierten Sedimente, dann hätte das Wasser - bei der dünnen Atmosphäre und den geringen Temperaturen des roten Planeten - sofort gefroren sein müssen. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, daß flüssiges Wasser unter diesen Umständen flüssig bleiben kann; und gefrorenes Wasser abseits der Marspolgebiete hatte auch schon die europäische Raumsonde Mars Express entdeckt.
Quelle:
http://www.faz.net/s/Rub6E2D1F09C98... Externe Linkshttp://www.faz.net/s/Rub6E2D1F09C983403B8EC7549AB44FA0EF/Doc~E4A6B36AAFB7C4481A7FD72A5D... |
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