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10.09.2006


    
Achtung, UFOs unterwegs!

Wie Sie selbst das Rätsel knacken können!

Überall können unidentifizierte fliegende Objekte auftauchen und Meldungen diesbezüglich Eingang in Ihre Tageszeitung oder in irgendein TV-Bouelevard-Format finden. Dies bringt natürlich auch die Frage auf, ob auch Sie sich als praktischer UFO-Investigator, als UFO-Vorfalls-Untersucher, der realen Forschungsarbeit zuwenden möchten. Ob Sie über das dumpfe Literaturstudium (welches mehr oder minder nur eine ideologische Konditionierung darstellt, da kein gleichgewichtiger Pro- und Kontra-Austausch darin stattfindet) hinausschreiten möchten, ob Sie mehr als nur bunte UFO-Bildchen wie Briefmarken sammeln wollen und weit über das Niveau von typischen UFO-Stammtischrunden hinaustreten möchten, ist hier eine Kernfrage, die Sie sich selbst beantworten müßen. Nur die allerwenigsten UFO-Interessierten sind dazu bereit und wer viel in der Gegendherumreist, um sich mit UFO-Freunden auf teuren Konferenzen oder Seminaren zu treffen, muß noch lange nicht wirklich ein aktiver "Feld-Forscher" sein. Die prakisorientierte UFO-Fall-Untersuchung erfordert zudem einiges von Ihnen und ob schlußendlich Ihnen jemals Danke gesagt wird, ist recht zweifelhaft. Der aktive UFO-Forscher muß Ehrgeiz aufbringen, Ausdauer, Willensstärke, Energie und zudem noch eigene Mittel wie Zeitinvestitation und Geld für seine Arbeitsleistung, weswegen allein schon die anstehenden Aktivitäten regionalen Charakter haben werden. Andererseits werden Sie sicherlich nicht jeden Tag mit den UFOs, ihren Zeugen und ihren Gutgläubigen herumschlagen müßen. Eine spannende Tätigkeit kann hier zu einem interessanten Hobby werden, welches durchaus ernsthaft durchgeführt wird und nach und nach an Professionalität gewinnt, je länger man am Ball bleibt. Ach ja, ein UFO-Fragebogen wie den unseren (kann gegen DM 5,-- angefordert werden), ein durchdachtes Archivierungssystem für Zeitungsberichte, Telefon (mit Anrufbeantworter am besten) und Fax (vielleicht auch einen Internetanschluß) gehören schon auch dazu, um die entsprechende Infrastruktur bereit zu haben. Sie müßen den Dingen nachgehen, sie kommen nicht auf Sie zu! Werden Sie selbst aktiv!

Mit diesem Beitrag will ich Ihnen dann einige Tips, Ratschläge und Hilfestellung geben - basierend auf meiner eigenen fast fünfundzwanzigjährigen praktischen Erfahrung in der Untersuchung von hunderten Vorkommnissen regional, überregional, deutschlandweit und gar über die Grenzen von Old Germany hinaus. Auch bei Ihren eigenen Aktivitäten bin ich gerne bereit Ihnen weiterzuhelfen, sodass Sie mich gerne unter der UFO-Hotline-Nummer 0621-701370 anrufen können, um gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen und um einen Datenabgleich vorzunehmen. Hier gilt die Faustregel: Nur ein gut beratener, ein gut informierter sowie gut gerüsteter Untersucher kann wirklich effektiv arbeiten und ist ein guter Untersucher, der zum Ziel kommt, was nur heißen kann: Feststellen, was es mit dem einzelnen Fall auf sich hat und wie dieser zu bewerten ist. Da Sie wahrscheinlich ein Neuling sind, helfe ich Ihnen gerne weiter.

Grundsätzlich einmal zur Begriffsdefinition:

U.F.O. steht weder für "unbekanntes"- noch "unidentifizierbares" Flug-Objekt, geschweige für eine hollywoodmäßige Fliegende Untertasse, sondern schlicht für "unidentified flying object", für ein unidentifiziertes fliegendes Objekt. Also für eine Erscheinung bzw Wahrnehmung durch irgendjemand zu einem subjektiv nicht erkannten Phänomen, seltsamen Vorgang am Himmel oder einen merkwürdigen Lichtgebilde am Himmel. Die kleinen grauen Männchen müßen in ihren kosmisch-komischen fliegenden Kisten damit noch lange nichts zu tun haben. Auch muß damit noch lange kein Zeitreise-Maschine-User unterwegs sein oder gar irgendeine mysteriöse neue Geheimwaffe irgendeiner Großmacht dahinterstecken. Und was für die eine Person eine seltsame Himmelserscheinung ist und angeblich "völlig unerklärlich" und "noch nie gesehen" wurde, muß für andere, informierte und eingeweihte Personen noch lange kein Grund für kalten Schweißausbruch oder der Griff zu den Herztropfen sein. Der Untersucher muß sich dringlichst mit allen Facetten von Himmelserscheinungen auskennen, sonst kann er gleich das Handtuch werfen und wird überfordert sein. Aus diesem Grunde sind grundsätzlich Amateurastronomen und Himmelsbeobachter aus naturwissenschaftlichen Gebieten noch am ehesten geeignet, schneller sich mit der Materie zu befassen und sich auf das Problemfeld einzustellen. Zudem: Es wird immer wieder neue Auslöser für UFO-Meldungen geben, die selbst "alte Hasen" verblüffen. So kommt es auch, das selbst Menschen, die seit zwanzig Jahren an der Sternwarte hinter dem Teleskop hocken, plötzlich für sie unerklärliche Himmelserscheinungen sehen.

Damit fängt das Problem auch schon an, der Ärger ist schnell vorprogrammiert, wenn man als UFO-Phänomen-Untersucher nicht über den verhängnisvollen Faktor namens I.F.O. bescheid weiß. IFOs sind die "identified flying objects", die identifizierbaren Flug-Objekte. Wie Sie alle wissen, sind zwischen 90 und 95 Prozent aller ehrlich als UFOs gemeldeter Himmels-Phantome in Wirklichkeit nicht-erkannte IFOs wie Feuerball-Boliden, die Planeten Venus oder Jupiter, prominente Sterne am Himmel, externe Lichteffektgeräte namens Skytracker oder Skybeamer und Skyflower an Großveranstaltungsorten, kleine Miniatur-Heißluftballone von Typ "Party-Gag" am Silvesteraband und zur schwülen Sommernachtszeit, sogenannte Solar-Zeppeline bei wunderschönem Sonnenwetter, Stratosphären- und Wetterforschungs-Ballons zu allen Tages- und Nacht-Zeiten quer übers Jahr, in der Erdatmosphärer verglühender Weltraumschrott (sogenannte Re-Entrys) oder nicht als solche erkannte Befeuerungsanlagen von nächtlich dahinziehenden Flugzeugen (die immer wieder wie sogenannte "Fliegende Dreiecke" ausschauen). Wir nennen diese Dinge "Auslöser für UFO-Phänomene", Stimulis, da Zeugen von ihnen stimuliert werden, sie als UFOs zu betrachten. Natürlich werden diese natürlichen Phänomene oder künstlichen Produkte und Erscheinungen des Luft- oder erdnahen Weltraums nicht als solche von Hausfrauen, Lehrern, Polizisten, Ingenieuren, Astronomen oder Flugzeugführern frei nach dem Motto "Ich habe gerade einen Mini-Heißluftballon gesehen!" in die Öffentlichkeit getragen, sondern eben als sogenannte UFO-Phänomene. Deswegen setzt sich als einzig daran interessiertes Personal die UFO-Forschung mittels ihrer Fall-Untersucher für die Tatsachenermittlung in diesen Meldungen ein, um die sprichwörtliche "Spreu vom Weizen zu trennen", um vielleicht auf das "Fleisch zu stoßen, welches ein exotisches UFO-Phänmomen" verursacht.

Es gibt da aber Schwierigkeiten, mit denen sich der UFO-Phänomen-Untersucher auseinandersetzen muß, um effektiv und sorgsam arbeiten zu können. Nur vielleicht jede 20ste als UFO vorgebrachte Meldung mag ein soweit wirklich nicht ad hoc erklärbares Phänomen bedeuten, d.h. klipp und klar: Wenn Sie sich aktiv in die UFO-Forschung einschalten wollen, dann werden Sie wohl 20 x mehr Zeit mit IFO-Belast in der Praxis verbringen, als sich mit "echten UFOs" beschäftigen zu können! Ich sage Ihnen dies vorab, damit Sie später nicht frustriert sind, weil sie mit einer falschen mentalen Vorstellung an die Sache herangetreten sind. Natürlich ist mir klar, dass diese Mentalität auf eine ufologische "Gehirnwäsche" zurückgeht, weil die populären UFO-Bücher nur so UFO-Fällen der vorgeblich authentischen Art überquellen. Das hier vermittelte Bild kann selbst nach traditionellster Art nie und nimmer stimmen. Zudem ist es meine, und die meiner Kollegen, Erfahrung, dass die UFO-Literatur von IFOs durchweg kondaminiert ist. Was da also als UFO im engeren Sinne etc vorgestellt wird, ist meinst schon als ein von den verantwortlichen Autoren (bewußt?) nicht-erkanntes IFO anderswo erkannt worden. Egal, wie hoch Sie selbst den vorgeblichen Forschungsstand der betreffenden Autoren einschätzen mögen. Grundsätzlich sei deswegen manche Parole mit dem auf holprigen Weg gegeben: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" und "Der Fisch stinkt vom Kopf her", oder zusammengefaßt: "Im UFO-Gebiet ist nichts so wie es zunächst scheint."

Verkompliziert wird natürlich das Feld der objektiven UFO-Stimulis von subjektiven Wahrnehmungen bis hin zum bewußten Betrug, Spaß, Scherz oder Schwindel. Man muß als UFO-Phänomen-Untersucher immer damit rechnen, bei geradezu phantastischen Geschichten wie konkrete Raumschiff-Sichtungen, Alien-Beobachtungen, Kontakten mit Außerirdischen und herbeigeschlepptem Foto- oder Filmmaterial aus dieser Gattung, verwirrte Menschen, komische Kautze, Spinner, Geisteskranke, Publizitätssüchtige, Egomanen, Geschichtenerzähler, Missionierer und Abzocker zu begegnen. Je nach deren Motiv muß man seinen gesunden Menschenverstand einschalten, um neben Vernunft und Logik der Affäre UFO gerecht zu werden.

Tatsache ist, dass die meisten UFO-Berichte überhaupt nichts mit konkreten apparativen Objekten, Raumschiffen und Fliegenden Untertassen-Körpern zu tun haben, sondern amorphe Lichterscheinungen am nächtlichen Himmel sind. Und Lichter am Nachthimmel können alles oder nichts sein. UFO-Meldungen vom Tage gibt es eher selten. Fotos und Filme grundsätzlich eher selten bis gar nicht, und wenn, dann sind fast alle Foto- oder Videografen ungeübt Fernaufnahmen in der Nacht zu machen. Was uns Forschern die Sache zusätzlich erschwert. Auch dies muß jedem bewußt sein, wenn er in die aktive UFO-Phänomen-Untersuchung einsteigt. All das, was ich Ihnen hier dabringe hat mir bis zu meinem Einstieg 1973 niemand gesagt und es stand auch in der Folgezeit meiner sich entfaltenden Aktivitäten leider in keinem UFO-Buch, ich mußte mir dies alles autoditaktisch über zweieinhalb Jahrzehnte selbst erarbeiten - Sie dagegen bekommen diesen Wissensvorsprung hier quasi gratis und kompakt auf einen Schlag mit auf den Weg! Und wie schon anfangs gesagt: Scheuen Sie sich nicht, mal bei mir anzurufen, wenn Sie in der Klemme stecken, Hinweise und Ratschläge zu einem aktuellen Geschehen suchen und brauchen. Bauen auch Sie auf meiner theoretischen und praktischen Erfahrung...

Haben Sie keine Scheu und gehen Sie ohne Arroganz und dafür neugierig die Affäre namens UFO-Meldung an, sehen Sie die Ermittlung als intellektuelle Herausforderung und lassen Sie keine Zeit vergehen, um darauf zu reagieren. Verzögerung bedeutet Informationsverlust! Zudem läuft man in der heutigen, schnellen und kurzlebigen Welt Gefahr, dass die für die Ermittlungen notwendigen Quellen einfach verstopft oder inzwischen überfordert sind, bis Sie anklopfen wie jener aus den Schwarzen Wäldern hinter den fernen Bergen... Wenn Sie verstehen, was diese Metapher bedeuten soll.

Natürlich, das UFO ist in aller Regel weg, bis Sie in der Zeitung oder im Radio von der Beobachtung erfahren. Ein UFO selbst an Ort anzutreffen ist mehr als unwahrscheinlich, sollten Sie diese Idee haben, vergessen Sie diese schnell. UFOs sind flüchtige Phänomene, dennoch kann man anhand der Zeugendarstellungen und der damit verbundenen Informationen ein "Bild" des gesichteten Phantoms der Lüfte aufmachen und mit bekannten Erscheinungen des Luftraums abgleichen, in den meisten Fällen werden aus den UFOs dann identifizierte fliegende Objekte (IFOs) - dies liegt nun einmal in der Natur des Komplexes und ist einfach nicht zu ändern, wir haben es schon vorneweg erklärt. Diese Situation müßen sich verinnerlichen und auch akzeptieren, sonst verrennen Sie sich in Wahn- und Scheinwelten, was sowieso eine schlechte Ausgangslage für eine faktenorientierte und auf dem Boden der Welt stehende ernsthafte Ermittlung wäre. Eine ideologische Blockade, eine Scheuklappen-Mentalität und ein Wunschdenken hilft garantiert nicht weiter. Deswegen: Alles über Bord, was Sie über UFOs zu glauben wissen. Starten Sie neu und engagiert durch! Nur so kann es Progression geben.

Was können Sie selbst tun?

Wie bereits festgestellt, die Konfrontation mit dem UFO-Phänomen kommt nicht immer direkt auf Sie zu, Sie müßen schon selbst die Feder in die Hand nehmen. Verfolgen Sie intensiv die Presse, mindestens ein Dauerabo ihrer Heimatzeitung sollte drin sein, zudem hat man immer mal wieder Gelegenheit, beim Zeitungshändler schnell und ordentlich die UFO-trächtigen Seiten der überregionalen Presse durchzuschauen, da die entsprechenden Kolumnen sich unter "Buntes aus aller Welt", "Panorama" und "Weltspiegel" etc finden. Ein UFO-Bericht war noch nie unter Tagespolitik und im Wirtschaftsteil zu finden. Die "Bunten Seiten" sind zudem oftmals in den Tageszeitungen so eingebracht, dass sie jeweils den Abschluß einer Zeitungsstrecke bilden und somit mit zwei Griffen aufzuschlagen und zu überfliegen sind. Da auch Nachforschungen von älteren regionalen Meldungen oftmals sinnvoll und möglich sind, wäre vorab schon einmal der Gang ins Zeitungsarchiv nützlich, um sich dort einmal die Ordner mit den Namen "Fliegende Untertassen", "UFOs" oder "Weltraumfahrt" herauszuholen und sich die dort bereits vorweg sortierten und abgehefteten Berichte komplett herauszukopieren, damit haben Sie schon einen netten Anfang für Ihre Aktivitäten gefunden. Parallel einher bekommen Sie natürlich auch einen Überblick, über all das, was bisher bei Ihnen in der Zeitung zu unserem Thema stand. Derart unabhängig erarbeitetes Grundlagenwissen kann nie schaden und wird späterhin auch den Vorteil einbringen, das Sie als kompetender Gesprächspartner gelten.

Sobald Sie einer Berichterstattung ansichtig werden, reagieren Sie bitte flott, um mit den Beobachtern des Geschehens in Kontakt zu kommen, da nur diese echte Informationen zum Geschehen liefern können und Zeitungsberichte notorisch unzureichend und teilweise widersprüchlich ausfallen, da die entsprechenden Reporter oftmals keinen Draht dafür haben, was uns UFO-Phänomen-Untersucher wirklich interessiert und die Journalisten nur auf ihre Storys aus sind. Dies ist ihr Job und nicht die wissenschaftliche Ausarbeitung, aber oftmals finden sie interessierte Zuhörer in den Redaktionen, die vielleicht gerne bereit sind, mit Ihnen zu koopieren, sobald sie feststellen, dass Sie kein "armer Irrer" sind, einen Ruf den UFOlogen (vermeiden Sie selbst das negativ besetzte Wort) nunmal auch oftmals zu recht weghaben. Wird in der Zeitung der Name genannt, so können Sie vielleicht mittels des örtlichen Telefonbuchs den Beobachter ausfindig machen (ein aktuelles Telefonbuch sowie ein Register mit den relevanten Faxnummern zu Zeitungen und Behörden, Einrichtungen und Instituten sollte für Sie selbstverständlich sein - die dazugehörige Datenpflege auch). Ansonsten fragen Sie bitte in der Redaktion nach und lassen sich den verantwortlichen Redakteur geben, der ja seine Notizen noch vorliegen haben sollte. Natürlich wird nicht jedermann gleich die Unterstützung der Zeitung zuteil, schließlich geht es auch um Persönlichkeitsrechte und deswegen gibt es den Datenschutz. Sie müßen Sich schon als regionaler Untersucher für außergewöhnliche Phänomene, also auch UFOs, identifizieren, den damit haben sie "ein berechtigtes Interesse" und hoffentlich auch Zugang zu den erwünschten Daten. Eine Garantie gibt es aber nie! Die Eile hat ihren Grund: Sobald abgedrehte UFOlogen oder Sensationsmedien aufkreuzen und mit dem UFO-Zeugen sprechen, können diese bewußten oder unbewußten Einfluß auf die originale Erfahrung nehmen und daür sorgen, dass der Zeuge externe Details aus den UFOlogen- und Sensationsgeier-Erzählungen in seine eigene Beobachtung einfließen läßt, dies in der Hoffnung, damit mehr "Glaubwürdigkeit" zu erhalten. Ein heikler Punkt und ein gefährliches Spiel für alle Parteien. Ein gesunder Menschenverstand, analytisches Denkvermögen, Lebenspraxis und Wissen ist notwendig, um diesen "Brandherd" handhaben zu können.

Sind Sie endlich telefonisch beim Zeugen angelangt, stellen Sie sich höflich vor und bringen den Grund Ihres Begehrs vor und lassen sich die Beobachtung nochmals schildern. Vermeiden Sie zur Sicherheit beider Seiten unnötige Interpretations-Debatten und Grundsatzdiskussionen "Pro- und Kontra-UFOs", schließlich geht es Ihnen nur um Fakten, Fakten, Fakten - und nicht um Spekulationen. Da aller Erkenntnis nach elementare Faktoren in Zeitungsberichten fehlen, die aber wichtig und unerkäßlich für jede Interpretation bzw Analyse des Geschehens sind, müßen Sie diese Daten konzentriert nach dem allgemeinen Bericht abfragen, wenn Sie den Beobachter des UFO-Geschehens interviewen, "um mitzuhelfen, vielleicht eine Lösung für seine Sichtung zu finden" (mit dieser Formel öffnen Sie höchst-wahrscheinlich das Herz des Zeugen, der ja auch nach einer Aufklärung sucht). Vorerst wichtige Faktoren sind:

+ Genaue Uhrzeit und die Dauer der Beobachtung! (Ist dies eine Schätzung oder sicher?)

+ Die Himmelsrichtung und/oder die Bahnbewegung des Phänomens durch den Himmel!

+ Äußere Gestalt der Erscheinung, ihre relative Größe (z.B.im Vergleich zum Vollmond)!

+ Welche Farbe hatte das Phänomen? War es stetig in seiner Färbung, pulsierte es?

+ Gibt es Fotoaufnahmen oder Videoaufzeichnungen davon? Können Sie diese haben?

+ Gibt es weitere, namentlich bekannte Zeugen? Ihre Adressen erbitten, um sie nach Möglichkeit seperat zu befragen!

Anhand unseres Fragebogens werden Sie schnell erkennen, was wirklich wichtig ist und nach ein paar praktischen Einsätzen brauchen Sie schon gar nicht mehr die Vorlage haben und werden die Fragen selbst kennen.

Notieren Sie alle Informationen mit, wenn möglich machen Sie Tonbandaufnahmen. Vielleicht können Sie vorab schon einmal Flugsicherung, Polizei und astronomische Einrichtungen (verlangen Sie den Pressesprecher) zwecks dort vielleicht aufgelaufenen Beobachtungsmeldungen zum aktuellen Fall befragen, da bei auffälligen Luftraum-Phänomenen sicherlich weitere Zeugen vorhanden sind und Meldungen an z.B. die genannten Stellen abgegeben haben. So kann vielleicht auch schon festgestellt werden, um was es sich bei dem "UFO" gehandelt hat, je mehr zusätzliche Zeugen, je eher wird auch Ihr Erstzeuge bestätigt - aber auch, so ist es eigentlich immer, je schneller findet sich auch eine Erklärung für das Ereignis. Sind spektakuläre UFO-Beobachtungen dagegen nur von einer einzelnen Person oder einer eng begrenzten sich kennenden Personengruppe gemacht worden und es finden sich keine unabhängige Zeugen, dann spricht dies eher gegen als für ein objektives Erlebnis. Egal wie toll, faszinierend oder spannend die Story sich anhören mag - ohne externe, unabhängige Zeugen ist sie wissenschaftlich nichts wert, auch wenn der Einzelzeuge früher mal 30 Jahre Flieger bei der Lufthansa war. Das Ausfindigmachen weiterer Zeugen hat eigentlich im jedem aktuellen UFO-Fall oberste Priorität und auch der Erstbeobachter kann daran nur interessiert sein, um seine eigene Beobachtung extern bestätigt zu bekommen - die sist im übrigen für viele ehrliche und aufrichtige UFO-Melder auch das Motiv, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Seien Sie übrigens vorsichtig bei UFO-"Wiederholungstäter", also jenen Typen, die immer und überall bei einem Lichtlein am Himmel UFOs sehen und diese nach Strichliste registrieren, es gibt Menschen, die haben ganze Tagebücher voller UFO-Observations-Vermerke.

Hinterlassen Sie bei Zeitung, Behörden und Zeugen Ihre Telefonnummer und Ihre Adresse, damit bei neuen Aspekten und neuen Informationseingängen Sie auch informiert werden können. Es kommt immer mal wieder vor, dass die UFO-Meldung sich bereits aufgelöst hat, während Sie noch recherchieren und fleißig Telefonate führen und Briefe schreiben, während u.U. am nächsten Tag die Auflösung des Vorfalls bereits in der Zeitung steht. Was eine überaus peinliche Sache wäre, da Sie Gefahr laufen, Ihren zunächst unbefleckten Namen zu verlieren und es sich damit verschißen haben - was natürlich alle künftigen Unternehmungen unnötig dauerbelastet, da Sie den Eindruck erwecken können, "einer von den UFO-Spinnern" zu sein oder man Ihnen einfach Kompetenzmangel nachsagt. Haben jedoch die kontaktierten Personen und Redaktionen bzw Behörden Ihr Adressenmaterial, dann kann man Sie ebenfalls sofort benachrichtigen und Sie sparen vielleicht für unnötige Tätigkeiten Zeit und Geld. Briefe verschicken und telefonieren ist heutzutage schließlich ein gewichtiger Kostenfaktor! Natürlich läuft man immer wieder Gefahr, mit "Erklärungen" konfrontiert zu werden, die hinten und vorne nicht stimmen können und deswegen weitere Ermittlungen durchzuführen sind. Ein total echtes UFO kann schließlich nur nach Abklopfen aller in Frage kommenden Ursachen und Quellen übrigbleiben, allein schon eine unzureichende Recherche kann zu einem "echten UFO"-Fall werden. Knackt dann jemand anderes den Fall, in einem Punkt wo Sie versagt haben, dann sind Sie der Dumme... Aus diesem Grunde können UFO-Einschätzungen immer nur vorläufig sein und als Newcomer sollten Sie am Ende der Recherchen auf jeden Fall mich vielleicht sofort kontaktieren, um die Sache nochmals durchzugehen und vielleicht Tips zu erhalten, wie man vielleicht auch gemeinsam weiter vorgehen kann, da es natürlich auch für Sie von Vorteil in der Akzeptanz ist, wenn Sie mit einem bekannten, kritischen UFO-Forscher und seiner Organisation in Verbindung gebracht werden. Dies ist quasi ein Vertrauensvorschuß an Sie.

Umgang mit UFO-Zeugen, Informationsgewinnung:

Wenn Sie schnell genug sind und recht früh nach Veröffentlichung der Meldung an ihm dran sind, haben Sie die besten Chancen bei ihm ein offenes Ohr zu finden. Erfahrungsgemäß setzt eine Hetzjagd alleine durch die Medienvertreter auf UFO-Zeugen an und dies ist dann nicht jedermanns Sache, mancher UFO-Zeuge hat dann recht schnell die Schnautze voll und will dem Zirkus entgegen, sperrt sich und mauert. Datenverlust droht! Wie auch immer, versuchen muß man es dennoch, da nur die Originalbeobachter des vorgeblichen UFO-Phänomens dem Ermittler die vollständigen Daten geben kann - je später das Interview einsetzt, je mehr hat er inzwischen vergessen, ja mehr hat er von außen zugetragen bekommen und je mehr fängt die unbewußte Hineindeutelei an, die geradezu stereotyp vorgetragen wird - auch wenn er einen aufrechten und objektiven Eindruck macht. Wichtig: Fragen Sie am Ende auch den Beobachter was er bisher über UFOs weiß, was er gesehen und gelesen hat und wie er dies beurteilt! Hat jemand noch nie etwas von UFOs gehört oder gelesen, dann will er sich bewußt extra-glaubwürdig machen. Kein Mensch unserer Kultur und Zivilisation hat noch niemals Kontakt zur UFO-Thematik in irgendeiner Form gehabt. Hat jemand dreißig UFO-Bücher zu Hause und ist glühender Anhänger irgendeines UFO-Promoters, dann ist er als Zeuge wegen seiner prädisponalen Haltung auf jeden Fall problematisch. Der gesunde Mittelweg dürfte eine Idealsituation für die Kreditwürdigkeit des UFO-Zeugen sein. In aller Regel ist es auch tatsächlich so.

Sichern Sie die UFO-Sichtungs-Parameter und -Details mehrfach zur eigenen Sicherheit und zur Prüfung der Aussagen: 1.) Schreiben Sie alle Informationen mit, die Ihnen der Zeuge bei seiner freien Berichterstattung mit, bleiben Sie faktenorientiert, haken Sie dann in speziellen Sie interessierenden Punkten nach, auch hier notieren Sie die Antworten. 2.) Bitten Sie den Zeugen um die Anfertigung eines Berichts nebst Skizzen zu seiner Observation, bitten Sie um schnelle Übermittlung. 3.) Geben Sie erst danach nochmals den speziellen UFO-Erhebungsbogen aus (von dem Sie vorher natürlich nichts gesagt haben), damit dieser dann sorgsam ausgearbeitet und an Sie retourniert wird. Jetzt haben Sie drei Datensätze unabhängig voneinander, um in den Angaben nach Widersprüchen zu suchen, die ein Hinweis auf Lügen sein können. Natürlich sollten die Angaben aus allen drei Abfragen weitmöglichst identisch und inhaltlich kontinuierlich sein. Damit können Sie im Kern die Glaubwürdigkeit der Aussage festmachen und von einem objektiven Phänomen ausgehen.

Finden sich z.B. durch einen Presseaufruf weitere Zeugen ein, dann ist natürlich zu versichern, dass diese genauso behandelt werden, wie der Originalzeuge. Auch sie erfahren die selbe Prozedur. Vorsicht: Oftmals melden zusätzliche Zeugen ganz andere Erscheinungen am Himmel, die phänomenologisch mit dem eigentlichen Bericht nichts zu tun haben, aber von sich aus ihre Sichtung damit in Zusammenhang bringen. In der Vergangenheit hat dies auch in der Medienberichterstattung zu unnötig verkomplizierten Situationen geführt, weil unterschiedliche Parameter diverser und verschiedener UFO-Stimulis auf ein GESAMTPHÄNOMEN umgelegt werden und dieses dann wunderliche Qualitäten und Fähigkeiten erhält. Hier setzt oftmals eine mühsame Arbeit des "auseinanderpuzzelns" an. Also: Vorsicht!

Der Bewertungsprozess...

...ist der eigentliche Job für Sie als Ermittler. Natürlich kann dies nur klappen, wenn Sie die "Pappenheimer" namens UFO-Stimuli kennen, die am Himmel herumschwirren und wie sie in ihrer jeweiligen Bandbreite erscheinen! Sicherlich, Sie können in meinem Buch "UFOs: Die Wahrheit" nachlesen, ob sich hier Vergleichsfälle finden, oder im CENAP REPORT nachschlagen, natürlich ist es auch sinnvoll eigene Erfahrungen aus Himmelsbeobachtungen einzubringen, aber Sie können davon ausgehen, dass dies in der Summe nicht immer ausreicht, wenn Sie gerade als Neuling einsteigen, da dürfen Sie sich selbst nicht vormachen. In der populären UFO-Literatur werden Sie erst recht keine Lösungsansätze finden, da diese nur zur Mystifizierung da ist und für die UFO-Fan-Gemeinde ein Unterhaltungsprodukt und kein objektiv-ausgelegtes Lehrmaterial oder gar eine Art Fiebel darstellt. Aus diesem Grunde ist das "Fern-Studium" von Materialien aus den Händen erfahrener Untersucher mehr als ratsam, nutzten Sie diese Chance für Ihre persönliche Weiterbildung. Ich empfehle Ihnen wärmstens, natürlich, den CENAP REPORT und (nicht oder) das "Journal für UFO-Forschung" der Lüdenscheider Kollegen von der GEP als Grundlage hierfür zu nehmen. Hintergrundinformationen erhalten Sie zudem in meiner Dokumentarband-Serie "UFOs-Grenzenlos" aus der Bücherliste. Hiermit werden Sie Zug um Zug "sattelfest" gemacht. Scheuen Sie nicht die Ausgaben, für den aktiven UFO-Fall-Untersucher sind diese Grundlagenmaterialien sehr nützlich - zudem ist es auch ihr Sinn und Zweck, weswegen diese für Aktivisten wie Sie unkommerziell erstellt wurden.

Gleichen Sie also die aktuellen UFO-Meldungen mit ihren Details mit bereits bekannten UFO-Stimulis (IFOs) und ihren Parametern ab, erst dann kommt man dem eigentlichen Objekt der Begierde vielleicht näher. Stimmen mehr als 50 Prozent beider "Parteien" miteinander überein, sollten wir den Fall als "gegessen" betrachten - und daraus für spätere Erhebungen und Bewertungen lernen, dies ist ein fortschreitender und immerwährender Prozeß. Die sichere Verifikation fällt nur bei einem Teil "wasserdicht" aus:

Bei Flugzeug-Fehldeutungen kann man vom Fluglagezentrum des nächsten Airports gemeldeten Flugverkehr bestätigen lassen (aber es gibt auch ungemeldeter Flugverkehr, dann schauts trübe aus). Bei Fehldeutungen von hellen Planeten und Sternen kann man freilich aufgrund der UFO-Sichtungs-Uhrzeit, dem Datum der Sichtung, der Winkelgradhöhe und der Richtung des Phänomens schnell selbst mittels eines Computer-Astroprogramms eine sichere Bestimmung ob des Auslösers vornehmen (haben Sie kein Astronomie- oder Planetariums-Programm wie wir, dann helfen wir gerne aus, rufen Sie mich an). Über die Bewegung von Wetterballonen kann Ihnen der Deutsche Wetterdienst Auskunft geben, zumeist verbunden mit der Flugwetterwarte am nächsten Airport. Darüber hinaus lassen auch geophysikalische Züge der Bundeswehr regelmäßig Wetterballone auf.

Problematischer wird es bei Skytrackers, Skybeamern und Skyflowers, obwohl diese zumeist fest installiert sind (es gibt auch anmietbare mobile Einheiten!), aus einem einfachen Grund: Die Betreiber sind je nach UFO-Aufregung ob ihrer Anlage und behördlicher Einschaltung in den UFO-Fall gar nicht so scharf darauf, Schwierigkeiten zu bekommen, indem sie den Einsatz ihres Geräts zugestehen. In verschiedenen Fällen haben uns ganze Zeugengruppen klipp und klar verantwortliche Discotheken oder Kinopalästen genannt, aber aus Angst vor Konzessions-Entzug und vor der Furcht ihre teure Effekt-Anlage abbauen zu müßen, leugnen sie lieber das angerichtete Spektakel! Der Wanderzirkus KRONE veranstaltet zur letzten Veranstaltung gerne das Lichtspektakel (auch diverse Open Air-Rockkonzerte), sodass die UFO-Wellen erst dann durchschlagen, wenn die "Batsignal"-Strahler längst abgebaut und wegzogen sind. Auch Wiedereintrittskörper von irdischem Weltraumschrott sind oftmals definitiv festzumachen, da meist nur das US Space Command als Kontrollbehörde hierzu Auskunft geben kann. Im Gegensatz zu Boliden-Durchgängen von vielleicht zehn Sekunden Dauer (wird aber aufgrund des eindrücklichen Spektakels oftmals länger eingeschätzt; originale Zeugenaussage: "Da werden Sekunden zur Ewigkeit") sind Re-Entrys zwei bis drei Minuten auszumachen, dies ist ein wichtiger Faktor für die Bewertung.

Miniatur-Heißluftballon- und Solar-Zeppelin-Starter dagegen "dingfest" zu machen ist extrem unwahrscheinlich, da diese Ballone ohne jegliche Genehmigung von jedermann nach Lust und Laune unkontrollierbar aufgelassen werden. Meist kriegen die entsprechenden Leute auch gar nicht mit, was sie jenseits ihrer "Aktion" des Starts für einen UFO-Wirbel verursacht haben, eher selten melden sie sich daher, um sich zu bekennen. Deswegen ist wie bei allen Vorgängen des Kapitels "Phantome am Himmel" es extrem wichtig, sich mit Vergleichsmaterial bereits gelärter Fälle einzudecken und sich dieses bewußt zu machen! Woher Sie solches Material bekommen, ist bereits weiter oben klar geworden. In der nachfolgenden Abteilung aber, will ich Ihnen einiges aus dem CENAP-Archiv zur Einsicht geben. Auch mein Beitrag im Dossier der Leseprobe aus dem Werk "UFOs: Die Wahrheit" wird Ihnen ebenso weiterhelfen, wie die Artikel-Sammlung aus dem CENAP-Archiv. Die "Zehn UFO-Forschungs-Prinzipien" sollten Sie ebenfalls als Leitfaden für die Angehensweise als aktiver UFO-Sichtungs-Ermittler beherzigen.

Vergleichsmaterial für den UFO-Praktiker

Planeten und Sterne

Vorspiel: Zunächst überraschte uns ein pfälzisches Korn-Piktogramm in Altrip nahe Ludwigshafen. Die FGK berichtete darüber folgendermaßen: "Die Formation entstand in der Nacht vom 4. auf den 5.Juli in einem Roggenfeld. Sie ist ca 500 m vom Rhein entfernt und liegt auf der linken Seite an der Straße zwischen Altrip und Rheingönheim nach einer scharfen Linkskurve hinter einem Transformatorenhäuschen. Die Formation ist ca 40 m lang" (gefunden im Internet auf http://www.fgk.org/d97.html). So ganz kann zumindest der Entstehungstag nicht stimmen: Erstens wurde Hansjürgen Köhler am Freitag-Abend, den 4.7.97, bereits von einer jungen Dame aus dem Landkreis über die Existenz des Piktogramms informiert und zweitens hatte das RTL-Regionalfenster Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) in einem Nachrichtenbeitrag darüber berichtet. Hj Köhler besuchte daraufhin das Bett im Kornfeld am 6.7. und war wenig davon begeistert, da "zu dilettantisch" angelegt - in einem der Kreise war im Zentrum einwandfrei ein Loch für eine einzubringende Stange zu sehen, von der aus dann an einer Schnur entlang die Leute ihren Kreis ins Korn traten. Unser Heidelberger Kollege Edgar Wunder besuchte das ´landart´-Gebilde am 16.7. unabhängig. Dabei kam folgendes heraus:

"Entgegen den Angaben in den genannten Webseiten handelt es sich nicht um ein Roggenfeld, sondern um ein Weizenfeld! Ebenfalls entgegen den Angaben handelt es sich nicht um 4, sondern um 5 Kreise, die entlang einer Achse angeordnet sind (zusätzlich noch diverse Verzierungen, zu denen auch noch 3 weitere sehr kleine Kreise gehören). Was auf der WWW-Seite von pfalz-info.de als breiterer Verbindungsdurchgang zwischen zwei Kreisen eingezeichnet ist, ist in Wirklichkeit ein kleiner weiterer Kreis. Die ganze Kornkreis-Konfiguration ist nich ´ca 40 m´ sondern 56 m lang. Der größte Kornkreis hat einen Radius von 12 m. Zum Piktogramm führen mehrere Traktorspuren, die nicht von Getreide bewachsen sind. Über diese Traktorspuren lassen sich die Kornkreise problemlos erreichen ohne selbst Spuren zu hinterlassen. Im zentrum aller 8 Kreise finden sich etwa 3 cm breite kleine Vertiefungen, die leider durch den Regen mittlerweile etwas verwaschen sind. Es handelt sich offensichtlich um Einstichlöcher für Pflöcke, die dazu dienten, mit Seilen das Korn auch wirklich kreisförmig niederzuwälzen. Und nun der vermutlich interessanteste Punkt: Nach intensivem Absuchen der gesamten Kornkreis-Konfiguration fand ich an einer Stelle - von dem niedergetretenen Getreide verdeckt - einen etwa 1 m langen Pflock mit einem Durchmesser von 3 cm. Es handelt sich um eine Holzlatte, die an einem Ende frisch mit einem Messer zugespitzt wurde. Die dabei entstandene Spitze ist jedoch auch deutlich abgestumpft und die einzelnen Spänne des Holzes an dieser Abstumpfung sind ´verdreht´, also ganz so, als ob man den Pflock unter Drehen langsam in den Boden gerammt hätte. Ich interpretiere das so, dass die Kornkreismacher dieses Corpus delicti, das ich natürlich ´sichergestellt´ habe, bei ihrer nächtlichen Tätigkeit versehentlich verloren bzw einfach abgelegt und dann in der Weite des Feldes nicht mehr gefunden haben. Es handelte sich um eine Neumondnacht, also ziemlich finster, da muß man genau achtgeben, was man wo hinlegt, sonst ist es weg. An ein Arbeiten mit Taschenlampen war sicherlich nicht zu denken, weil die Kornkreise von einer nicht allzu weit entfernten, ziemlich stark befahrenen Straße unmittelbar einsehbar sind und das aufgefallen wäre. Die Achse der gesamten Kornkreis-Konfiguration zeigt übrigens auf ein ca 100 m entferntes Transformatorenhäuschen, das bei der Ausrichtung der Kreise vermutlich als Orientierungspunkt benutzt wurde. Da in dieser Richtung auch die nicht sehr weit entfernte Großstadt Mannheim liegt und der Himmel dadurch in dieser Richtung deutlich aufgehellt sein dürfte, sind die Konturen des Häuschen vor diesem Hintergrund sicher auch in einer mondlosen Nacht erkennbar."

Und dann geschah folgendes zu unserer Überrschaung:

Samstag-Abend, 5.Juli 1997, kurz vor Mitternacht. Die Mannheimer UFO-Hotline wird von einem saarländischen Bürger bemüht, weil man da doch gerade ein "seltsames Licht am Nordhimmel" in Sicht habe und nicht so recht weiß, ob das nun "ein Flieger" ist. Gefragt danach, was daran eigentlich besonders sei, kam die Antwort: "Nun, der Scheinwerfer steht da schon eine halbe Stunde und fliegt nicht weg, komisch ist aber, er hat unten gelegentlich ein rotes Licht aufblitzen." Befremdlich sei auch, dass das Gebilde in Richtung Saarbrücker Airport am Himmel, "aber gar nicht hoch" stehe. Nungut, der selbe Herr rief 24 Stunden später nochmals an und sah das Ding wieder am Himmel stehen und fragte, was er nun machen solle. Ihm wurde geraten, zur weiteren Bestätigung bei der nächsten Sichtung die Polizei herbeizurufen, damit sie es auch sehen kann und von sich aus vielleicht einiges unternehmen werde, um der Sache nachzugehen. Wir baten darum, den Vorfall mal zu protokollieren und mit genauen Angaben einzuschicken.

In den nächsten paar Tagen das selbe Spiel mit Zeugen aus der Pfalz und dem Odenwald. Ein halbes Dutzend Meldungen über ein und die selbe Erscheinung, immer wieder gleich beschrieben, gelegentlich war neben dem roten Licht auch ein grünes Licht ausgemacht worden, naja wenn auch dargestellt als "daran gelegentlich auftauchende Lichtflecken". Ein Zeuge, 30 Kilometer hinter Heidelberg, versuchte die "Himmelslampe" gar via PKW auf der B45 gegen Michelstadt zu verfolgen, gab aber nach einer Stunde Jagd auf: "Es flog vor mir immer weg, das muß doch intelligent gesteuert sein." Komisch sei nur, dass das UFO sich unterhalb bzw mit einer Sternkonstellation am Himmel dahinbewegt, "aber das kann doch wohl kaum sein". Mehrmals wurde die Erscheinung durch Berge verdeckt. Leute, die diese Erscheinung über zwei oder drei Stunden hinweg gesehen hatten, bestätigten uns, dass diese sich von links nach rechts leicht hoch bewegte, aber anders ausschaute als "der Stern da oben auf der anderen Seite" (Süden: PlanetJupiter.)

Dann Freitag, der 11.Juli. Morgens um 8:30 h hatte Hansjürgen Köhler die BILD aufgeschlagen und fand auf Seite 1 die tolle Meldung "Unbekanntes Flug-Objekt in der Pfalz gesichtet..." Der Inhalt glich wie aufs I-Tüpfelchen den vorher eingegangen Berichten. Hier war nun in Weilersbach (Kreis Kaiserslautern) ein hell leuchtendes, blinkendes Objekt nordöstlich in der Luft kurz vor Mitternacht ausgemacht worden und eine dreiköpfige Polizeistreife rückte zur Observation an. Die Beamten schätzten die Entfernung auf "ca 10 km" (also weit weg) und die Höhe auf 400 m (also ziemlich niedrig). Das Objekt blinkte in roten und grünen Lichtern während der amtsmäßig verfolgten Observation von 45 Minuten. "Ein starker, weißer Scheinwerferstrahl bewegte sich", hieß es da und machte die Sache etwas unverständlich und ließ sicherlich für den Leser ungewollte (?) Suggestionen von einem "Lichtkegel" aufkommen. Sofort wurden über Radarleitstellen Ermittlungen aufgenommen, doch auf dem Radar war nichts auszumachen gewesen. Ein Anruf beim Polizeipräsidium Westpfalz, Pressesprecher Herrn Bruhn, klärte die Situation weiter. Nachdem die Beamten sich also das Ding angeschaut hatten, "sah aus wie ein besonders großer Stern, ein besonders helles Licht, wie von einem Flugzeuglandescheinwerfer", und die Ermittlungen liefen, gaben sie nach 45 Minuten auf, "da es ja nicht ihr Job ist in den Himmel zu gucken, zudem gab es keinerlei feststellbares Bedrohungs- oder Gefährtungspotential durch das Licht am Himmel". Bei Abfahrt stand das Objekt nach wie vor am klaren Himmel. Interessant auf jeden Fall die Auskunft der Ramstein Airbase, wonach das gesichtete Objekt etwa ein Heißluftballon gewesen sein könnte.

Verdächtig, verdächtig. Was blitzt da immer wieder stundenlang am Himmel auf? Ein Blick ins Astroprogramm bestätigte den bereits seit Tagen vorherrschenden Verdacht: Der gelbe Riesenstern CAPELLA (nach Sirius der nächstheller Stern am Himmel) ging am Nordhimmel kurz vor 24 h auf und stieg dann nach Osten hin auf. Durch Lichtbrechungen in unserer Lufthülle zeigen sich dann die Spektralfarben des am Horizont stehenden Körpers und das ufologische Spektakel ist in Gang gesetzt. Tatsächlich ist Capella das auffälligste Objekt der aufgehenden Sternkonstellation "Auriga" und befindet sich auch entsprechend Zeugenangaben unterhalb einer anderen Sternkonstellation, nämlich Pegasus. Weshalb wurde dies vorher nicht gesehen, diese Frage beschäftige so manchen Journalisten nach unserer Identifizierung. Ganz klar, erst seit dem 5.Juli haben wir soetwas wie einen Sommer gehabt, vorher war es wochenlang wolkenverhangen, sodass die Sterne nicht auszumachen waren. Und schon mit dem ersten schönen Abend ging dann der UFO-Reigen los... Damit ist der Fall natürlich auf- (und nicht weg-)geklärt. Mittels einer Pressemitteilung an die Polizei Kaiserslautern und an AP machten wir dann die Öffentlichkeit auf den Sachverhalt aufmerksam. Dies führte zu einem aufregenden Tag in der Mannheimer CENAP-Zentrale: Radiosender (bis hin zu Radio RTL Luxemburg) und Zeitungsredaktionen gaben sich den Hörer reihum in die Hand, vielleicht zwei Dutzend Interviews fanden statt.

Tags darauf brachte sogar BILD auf S.3 einen aufklärenden Beitrag, was recht außergewöhnlich für die Gazette ist! Nur die Leser der Rheinpfalz hatten in der Lokalausgabe Kaiserslautern das Nachsehen: Dort wurde ironisierend auf "etwas so Banales wie einen Heißluftballon" hingewiesen. Dumm gelaufen, ein paar Seiten vorher ("Südwestdeutsche Zeitung") hatte es eine Glosse gegeben, in welcher die korrekte Identifizierung von uns dargestellt wurde. Sicherlich sorgte dies für Verwirrung, für unnütze Verwirrung. Hatte doch auch die Lokalredaktion bereits seit 10 h am Vortag unsere Pressemitteilung hierzu vorliegen... Im Lokalteil der Pirmasenser Ausgabe jedoch waren die Leser schlauer gemacht worden, hatte doch zumindest ein Redakteur von dort mit uns gesprochen gehabt und dementsprechend die einzig richtige und plausible Erklärung für den Spuk eingebracht. Da hier und dort auch die Hotline-Nummer abgedruckt wurde, brachte dies einige bemerkenswerte Reaktionen von UFO-Betroffenen zustande.

So rief eine Dame aus Limbacher Hof an und bestätigte genau das diskutierte Objekt ebenfalls "seit Jahren" zu sehen, jeweils über Stunden hinweg. Aber dies könne doch kein Stern sein: "Halten Sie mich für blöde, ich bin doch nicht dumm, ich weiß doch wie ein Stern ausschaut. Sie können sagen was Sie wollen, ich glaube Ihnen das nicht." Nach einer Beschreibung ihres UFOs befragt, beschrieb sie es als "eine helle Leuchte" am Nachthimmel, die ganz gemächlich immer von links nach rechts aufsteigend zu sehen ist und "mindestens drei Mal so hell wie der hellste Stern am Himmel ist". Danach gefragt, ob dieses Objekt immer zu sehen sei, reagierte die Dame gereizt: "Bei Wolken natürlich nicht, aber es gab schon Zeiten wo es ein halbes Jahr weg war und dann wieder kam, oder es steht dann über Wochen hinweg an einer anderen Stelle des Himmels. Sagen Sie mir ja nicht, ich sei blöde..." Sagt ja niemand... Ein Herr aus dem Raum Ludwigshafen gab sich am Telefon mehr als gereizt, weswegen er sich auch nicht identifizieren wollte: "Jetzt reichts mir, Walter, immer im Fernsehn mit so ´ner Sch... und jetzt stellen Sie auch noch die Pfälzer als Deppen hin - da platzt mir doch der Kragen. Ich habe das UFO vor einem Jahr schon mal nächtelang gesehen, ich weiß doch genau, dass dies nicht die Wega war und nicht der Mars, das ist doch alles Blödsinn - Du spinnst wohl. Ihnen gebe ich davon aber nichts weiter, dann machen Sie mich auch zu Deppen, ich schick das alles dem Hesemann." Klick. Ein Jüngling aus dem Heidelberger Raum war ganz aufgeregt und wollte selbst mal nach dem Objekt Ausschau halten, "wissen Sie, ich habe auch schon den Kometen gesehen". Wir gaben ihm die Daten zur Eigen-Beobachtung der Capella durch und konnten somit wieder einmal behilflich sein.

Ein anderer Herr aus Kaiserslautern selbst nannte die Erklärung Capella freilich "Blödsinn, weil ein Stern keinen Scheinwerferstrahl absetzt". Dies bedarf einer weiteren Erörterung: Wie bereits gesehen war der Vergleich mit einem Flugzeuglande-Scheinwerferlicht bei einigen Zeugen durchaus gegeben (und ist auch von anderen Vergleichsfällen dieser Einordnung bekannt), wenn auch kein "Lichtstrahl" oder "Lichtkegel" damit gemeint ist, auch wenn man sich umgangssprachlich so ausdrückt! Da das Kern-Objekt eine helle, weißlich-gelbe Erscheinung ist und bei den gegebenen Verzerrungen (Scintillation) das bewußte Farbspiel auftritt, bleibt dennoch im Groben das auffallende Kern-Licht als "Scheinwerfer" gedeutet erhalten. Damit ist der Lichtpunkt eines Scheinwerferlichtes bei der Schau darauf gemeint und nicht der Fall eines Scheinwerfer-Strahls. Hieraus erklärt sich auch, weil bei roten und grünen "Farbeindrücken" in dieser Situation angenommen werden kann, es handle sich hierbei um die Navigations- bzw. Anti-Kollisionslichter an einem Flugzeug.

Wir machen hier auf den amerikanischen UFO Investigator vom Dez.1970 aufmerksam, wo aus Rhode Island ein fast identischer Fall gemeldet wird, als am Abend des 5.Dezember 1970 Polizeistationen und Zeitungs-Büros mit Berichten über ein brilliantes Licht überschwemmt wurden, welches am östlichen Himmel schwebte. Einige Polizisten konnten daraufhin selbst die Beobachtung vornehmen, aber das Objekt nicht identifizieren. Daraufhin nahm die Polizei-Führung mit den lokalen Militär-Einrichtungen Verbindung auf, die aber genauso naß dastanden und nicht wußten, was da läuft. Erst ein Meteorologe des National Weather Service in Warwick konnte das UFO als Planet Venus erklären, was die NICAP-Untersuchung im weiteren voll bestätigte. Je tiefer ein solches Objekt am Himmel erscheint, je eher wird es als UFO gemeldet und ein astronomisches Objekt nahe des Horizonts kann leicht für irgendein Fluggerät in der Atmosphäre betrachtet werden, schreibt er nieder um so langsam auf seine Sache überzuleiten. Hier muß man als Außenstehender sehr vorsichtig sein, um nicht der Idee von Campbell zu verfallen! Richtig ist zwar, dass von der Erdoberfläche aus astronomische Objekte durch eine dicke und turbulende Atmosphärenschicht betrachtet werden, weshalb zwei verwirrende und verzerrende Mechanismen namens Lichtbrechung und Scintillation Beachtung verdienen.

Um die Affäre "Westpfalz" noch abzurunden, rief am Sonntag, den 13.Juli 97, ein Redakteur der Hamburger BILD-Zeitung an, der reportierte, die ganze Woche über Anrufe von Personen erhalten zu haben, die ein seltsames Lichtobjekt am nordöstlichen Himmel, immer rund um Mitternacht, gemeldet haben und weswegen er sich selbst in der vorausgehenden Nacht auf die Lauer gelegt hatte und tatsächlich selbst das UFO sah! Hierbei sprang es, so hatte er den Eindruck, gelegentlich am dunklen Himmel hin und her, ansonsten stand es aber hauptsächlich ruhig "wie ein übergroßer Stern" am Himmel und da sich nichts weiter tat, brach der Mann dann seine "UFO-Schau" auch ab. Auch er nahm eher verblüfft unsere Lösung des Phänomens an, welches sicherlich in jener Nacht von vielen anderen Menschen beobachtet worden ist - übrigens auch kurz vor 0:00 h von WW und HJ Köhler auf der Rückfahrt von Darmstadt nach Mannheim (aufgrund einer Kulturveranstaltung an der dortigen Medien-Akademie mit UFO-Talk am 12.Juli 97), wobei wir unser Späßchen machten, wieviele nun wieder glauben werden, einem leibhaftigen UFO gegenüberzustehen. [Darüber hinaus tauchte spektakulär ein weiterer, wenn auch seltener, UFO-Stimuli, am westlichen Horizont ab: Die Mondsichel hing da in Horizontnähe, gelb-rot und gespenstisch wolkenverhangen, sodass die absonderlichsten "Gestaltsveränderungen" zustandekamen, die freilich nur eine Illusion waren - wenn auch recht beeindruckend und man mußte schon zwei Mal hinschauen, um darin den Mond zu erkennen.] Capella ist tatsächlich eine auffällige Erscheinung in dieser Zeit gewesen, die sich fast einsam in jenem Himmelssektor abhob und immer wieder rötlich-eingefärbt auch für unsere Augen erschien. [Nebenbei: Auf der späten Autobahn-Rückfahrt von Darmstadt nach Mannheim machten wir gleich mehrere Skytracker- und Lightbeamer-Lichteffekt-Geräte im Einsatz aus, sodass man quasi sagen kann, dass die ganze Fahrt von den Lichteffekten begleitet wurde und eine Disco-Attraktion die andere ablöste. Die Teilnehmer unserer Tagung in Weißenburg werden sich um die Debatte zu einem GEP-Fall dieser Qualität und auf genau dieser Strecke erinnern, den wir aufgrund der Ortskenntnis gleich als sich ablösende Skytracker-Lichtspiele erkannten! Im weiteren sahen wir unseren Liebling Jupiter völlig erhöht am Himmel und abgesetzt davon im nächsten Quadranten, wenn auch auffällig, aber nicht in dem beschrieben "Lichtspiel".]

Montag, den 14.7.97: BILD hatte tatsächlich in der Hamburger Ausgabe das UFO-Phänomen als Capella erklärt und auch die Mannheimer UFO-Hotline-Nummer abgedruckt! Im Gegensatz zu den ´normalen´ üblen Publikumsreaktionen, fiel die Resonanz dieses Mal anders aus: Es gab keinerlei ´Anscheißerei´ durch UFO-Freaks, sondern nur ganz wenige Reaktionen durch Betroffene - und zwar der positiven Art. Zunächst rief ein Herr aus Hamburg an (nach eigenem bekunden ein "Sterngucker"), welcher bei der Observation des fraglichen Objektes alle Hebel in Aktion setzte, um zu erfahren was Sache ist: Flugsicherung, Planetarium und Polizei wurden alarmiert, um zu erfahren was hier nun läuft. Niemand konnte den Sachverhalt aufklären bzw erklären! Als jener UFO-Zeuge dann die Lösung des Phänomens in BILD nachlesen konnte, war er zunächst wie vor den Kopf gestoßen und machte mit seinen Mitteln einen Gegencheck - und bestätigte schließlich unsere Erklärung vollauf! Aus dem Raum Bremen meldete sich eine Dame stellvertretend für ihre Familie, die ebenso Zeugen des himmlischen Phantoms geworden war und nun sich in Mannheim bedankte, "weil wir deswegen fast schon abgedreht sind, Sie müßen das verstehen: Da sieht man was man Himmel völlig unerwartet und kommt dann zwangsläufig ins Spekulieren. Nun haben Sie mir diese Sache plausibel erklärt und ich bedanke mich dafür, sonst würden wir wohl völlig abgehoben haben und uns weiterhin wie Narren verhalten. Wir haben dies zwei Nächte lang gesehen und uns keinen Reim darauf machen können, irgendwie sah das ganz anders aus als der helle Stern weiter oben und gegenüber."

Auch wenn wir fast ungläubig wegen der Capella-Verwechslung sind, weil da gegenüber der berühmte UFO-Stimuli Jupiter einfarbig vor sich hinstrahlte, wurde aufgrund der himmlischen Position und des gemeldeten Verhaltens nur Capella als Übeltäter außer Frage gestellt. Zugegeben: Wir sind verblüfft...! Dies weist einmal mehr nach, dass das UFO-Phänomen weitaus komplexer angelegt ist, als man gemeinhin denkt. Nur durch unser spezialisiertes Fachwissen wurde die richtige Lösung gefunden. Dies bedeutet aber gleichsam auch: Alle anderen und professionellen Mitspieler haben versagt, wieder einmal! Dies weist einwandfrei unsere eigene, professionelle Qualifikation nach, auch wenn man uns nur (abschlägig) als "wissenschaftliche Laien" bezeichnen mag, wie es am 13.7.97 auf SWF unglücklicher Weise geschah.

? Und noch ein Astro-Stimuli tauchte auf

Es ist manchmal schon irre. Aufgrund der Capella-Berichtigung des westpfälzischen "UFO" meldete sich aus Worms ein Herr (nennen wir ihn Dieter Winkler), der am späten Abend des 11.Juli 97, Freitag, als Wachtmann an der BASF-Kläranlage von Frankenthal, genannt "Am spitzen Busch", eine UFO-Erscheinung ausgemacht hatte, die sicherlich nichts mit dem Stern Capella zu tun hat. Von hier aus hatte der Zeuge freie Sicht "Richtung Westen, Richtung Saarland". Als er so gegen 22:30 h den Himmel überblickte sah er über Worms ein Feuerwerk, welches dort die Amerikaner abfeuerten. Um 23:15 h machte er dann den Mond nochmals aus, ca 30° hoch, aber "eigenartig gelblich und besonders groß". Zu dieser Zeit war der Himmel noch "sternenklar", was nicht ganz stimmt, da Werner Walter genau in jener Nacht auf Achse war und in Mannheim den Regenschirm mit sich herumschleppen mußte (und ihn schließlich in einer Kneipe vergaß und erst am Tag darauf wieder ´bergen´ konnte, weil auch der Samstag mit schweren Regenschauern begleitet war und für die abendliche Veranstaltung in Darmstadt die Bereithaltung des Schirm angeraten schien). Frankenthal liegt genau vor den Toren Mannheims, sodass die Großwetterlage gar nicht extrem anders dort ausgefallen sein kann.

Und dann, gegen 23:40 h, war genau dort ein "eigenartiges Objekt" zu sehen, "während der Mond nicht mehr zu sehen war" (stimmt nicht, er ging erst nach Mitternacht unter). Cirka fünfzehn Minuten lang sah unser Zeuge dann die Sequenz der erstaunlichen Art. Dieses Objekt, welches zunächst wie eine Mondsichel aussah, bildete auf die andere Seite hin einen Lichthof aus, dann verformte sich das Gebilde immer wieder und nahm verschiedene Formen bis hin "zur Kugel mit Kranz außenrum" an, "ähnlich einem Maßband des Schneiders" (wobei es zwischenzeitlich und seltsamer Weise immer wieder in die Kernform der Mondsichel zurückfiel). Immer wieder zogen dann "helle Fetzen oder Flächen" davon "ab" bzw vorbei. Seltsam auch, dass die sich verändernte Lichtgestalt solche "Punkte darauf" zeigte. In der weiteren Aussage des Beobachters wird aus zunächst "sternenklar" für die Sichtgegebenheiten dann "Dunkel wie die Nacht". Die Färbung: gelblich-braun. Schließlich verging das Spektakel "kleiner werdend" am Horizont. Unglaublich, aber wahr (wieder einmal!). Genau dieses Phänomen sahen wir Mannheimer Burschen auf der Rückfahrt von Darmstadt nach Mannheim knapp 24 Stunden später in genau der gleichen Richtung - die in Wolkenfetzen getauchte und untergehende Mondsichel. Wieder einmal war eine Illusion entstanden, auch wenn tatsächlich reale Ereignisse wie der Mondsichel-Untergang (plus atmosphärisch bedingte ´Rötung´ sowie die damit einhergehende Größenüberzeichnung) und vorbeiziehende Wolkenfetzen in ihrer Wechselwirkung dafür verantwortlich zeichneten.

Die ganze Ereigniskette ist schier unfaßbar, aber dennoch aufzuschlüßeln. Total verrückt ist dabei sicherlich der Umstand, inwieweit wir Mannheimer selbst in die Ereignisse involviert waren und an einem Abend alle UFO-Stimulis der Geschehnisse selbst ausmachten, ja unabhängige Zeugen der UFO-Begegnungen mit wirklich echten und außerirdischen Körpern wurden. Und wir sind dabei genauso verblüfft wie vielleicht Sie auch.

Externe Links

http://www.fgk.org/d97.html).

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