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18.04.2006


    
Alien-Autopsiefilm - ein dickes Osterei gesetzt!

Santilli´s ´Alien-Autopsie´-Film und erstaunliche Nachrichten dazu

Am 5.April 06 begann die Diskussion um Ray Santilli´s angebliches Filmmaterial zu einer "Alien-Autopsie" neu. Im britischen Fernsehen strahlte der Sender SKY ONE eine Dokumentation unter demTitel "Eamon Investigates - Alien Autopsy" zur Primetime aus. Hierbei kam auch Santilli zum Auftritt und erklärte dazu: Er und sein Kollege Gary Shoefield hatten sich zwei Jahre lang darum bemüht das Originalfilmmaterial zu erwerben und als es schließlich in London ankam, waren 95 % davon unbrauchbar aufgrund seines Alters und die verbleibenden 5 % waren von recht schlechter Qualität. Deswegen entschloßen sie sich, Material zu "rekonstruieren" - und zwar nach den Angaben, die der angebliche Kameramann gemacht hatte, was auf den Filmrollen im Einzelnen zu sehen sei. Deswegen heuerten sie den britischen Bühnen-Dekorations-Künstler und SFX-Designer John Humphreys an, was ja eindeutig der Versuch einer Ausrede und Schönfärberei ist! Dieser packte im Fernsehen nun aus, wie er ein Schafhirn in Geele und Lamm-Beine einsetzte, um die "Autopsie" an einer Puppe umzusetzen und gleichzeitig zuzugeben einer der "Mediziner" im Film zu sein. Der Alien-Dummy wurde in 3 1/2 Wochen entwickelt und zusammengebaut. Ein Kollege von Shoefield mimte den Mann, der in der Autopsie-Inszenierung hinter einem Glasfenster dahinter zuschaut, es ist Gareth Watson. Auch Santilli gehörte zu den Darstellern. Die Autopsie wurde in einer Privatwohnung in Camden Town, London, gefilmt. Die angeblichen "Trümmerteile" sind ebenso von John Humphreys entworfen und umgesetzt worden. Der Dummy wurde schließlich in viele kleine Einzelteile zerlegt, die jeweils in Müllsäcken verpackt und quer durch London an Abfallsammelstellen entsorgt wurden. Zudem konnte Ray Levine für die Sendung interviewt werden - Herausgeber des britischen Massenblatts "News of the World". Jener gestand zu, das Santilli 1995 auf ihn zugekommen war und der Zeitung den Film für £ 50,000 angeboten hatte. Doch dann tauchten neben Santilli andere komische Typen auf, die alle ebenso ihren Reibach damit machen wollten, wodurch die ganze Geschichte verkompliziert wurde und scheiderte. Zudem forderte das Blatt, eine wissenschaftliche Verifizierung des Filmmaterials, was Santilli aber nicht bieten konnte. Santilli gestand hier einmal mehr zu, rein aus kommerziellen Gründen dies alles in Umlauf gebracht zu haben.

Philip Mantle, der Mitte der 90er Jahre zu den Unterstützern des Falls gehörte erklärte so noch am Abend nach der Sendung bei UFO Updates Toronto: "After watching this tonight I can honestly say that I do not believe one word of either Santilli or Shoefield and I have no doubt that the film is nothing more than a complete fake. There is and never was any original film and there is and never was any US military cameraman."

Alsbald (am 6.4.06) berichtete auch die ´The Manchester Evening News´ unter der Headline "Salford Man Admits Alien Autopsy Fake" hiervon. Hier ging es natürlich um John Humphreys, der zugab Santilli ehemals versprochen zu haben, betreffs seiner künstlerischen Tätigkeit rund um die "Alien-Autopsie" zehn Jahre lang zu schweigen. Aufgrund der gerade in England gestarteten amerikanischen Filmkomödie "Alien Autopsy" beschloss er jetzt klaren Tisch zu machen, da diese Komödie grob auf Santilli´s Geschichte aufgebaut ist. Mehr zu Humphreys künstlerischer Arbeit unter http://www.john-humphreys.com . Am 16.April 06 berichtete die ´The Sunday Times´ ( http://www.timesonline.co.uk/articl... ) in einem Artikel von Marc Horne unter der Schlagzeile "Max Headroom Creator Made Roswell Alien" ebenso hierzu.

Historische Note: In Deutschland vertrieb Michael Hesemann das von Ray Santilli herausgegebene Video exklusiv über das ´Magazin 2000´ - siehe Nr.106 mit der Titelstory "Autopsieaufnahmen eines Außerirdischen". Zudem wurde Hesemann Geschäftsfreund von Santilli, um dessen Interessen "bei deutschen Presseorganen zu repräsentieren". Als die DEGUFO plötzlich das Video ebenso als Wiederverkäufer anbot, gab es den ganz großen Krach zwischen beiden. Man erinnere sich an den Eklat in Sulzbach vom 23.September 1995. Damals hatte die DEGUFO eine Veranstaltung namens "UFOs - hier werden Sie nachdenklich" als Verkaufsausstellung und Vortragsreihe durchgeführt. R.Nühlen wollte als Höhepunkt eine Videovorführung der Videokassette zum Eintrittspreis von 15 DM bieten.

Externe Links

http://www.john-humphreys.com
http://www.timesonline.co.uk/article/0,,2087-2136617,00.html

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