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13.02.2006


    
UFO-Vortrag in Radebeul (b.Dresden) - ein Riesenerfolg ´Dank´ BILD

Aber wie... - mehr dazu hier:

Am Samstagabend des 11.Februar 2006 erfolgte um 20 h ein weiterer meiner öffentlichen Vorträge aus der Reihe ´UFOs - Wunderzeichen am Himmel, wirklich?´ zum 30-jährigen CENAP-Jubiläum. Dieses Mal beim Astroclub Radebeul e.V. und dessen städtischen Sternwarte am Rande von Dresden. Radebeul - übrigens die Stadt Karl Mays. Passt ja irgendwie. Der Untertitel hätte lauten können: UFOs zwischen Faszination und Inspiration, das Problem der INSPIRATION für UFOlogie, Medien und UFO-Fans. Am Montag, den 6.Februar, verschickte ich dazu entsprechende Medieneinladungen, PMs und Bitten um Vorankündigung für den ´Event´ in die Großregion, die quasi einen Medien-´Fettfleck´ wegen Chemnitz, Dresden, Halle und Leipzig darstellt. Verschiedene Regionalausgaben der ´Sächsischen Zeitung´ (Riesa, Großenhain, Freital und Dresdner Land) griffen kurz dies am nächsten Tag auf - was alleine schon zu 30 Voranmeldungen bei der Sternwarte führte. BILD Sachsen zeigte ebenso Interesse und Jürgen Helfricht schickte mir sogar einen Fotografen der Mannheimer BILD-Redaktion vorbei, um ein Konterfei von mir zu erhalten. Am Tag der Veranstaltung entstand so der etwas schräge unübersehbare Artikel "UFO-Alarm" in Sachsen. Vorab: jener war eindeutig "BILD-typisch" gesetzt und ob der Veranstaltung ganz schön aufgeblasen, zwei Nummern kleiner hätten auch gereicht. Die totalen Übertreibungen eigentlich fast schon peinlich. Egal, aufgrund dieser ´Berichterstattung´ hatten die Veranstalter an Ort zweifelsohne die ´Bude´ übervoll. Hier der Artikel:

>UFO-ALARM! Über Sachsen wurden im letzten Jahr 14 UFOs gesichtet. Heute tagt dazu ein UFO-Kongreß in Radebeul von Jürgen Helfricht

Radebeul. Mysteriöse Dinge spielen sich seit Monaten über Sachsen ab. Am 12. November 2005 beobachteten zwei Dresdner Taxifahrer einen blau-weißen Feuerball. Wie ein Blitz schoß er durch die Nacht. Geheimnisvolle Flugobjekte auch über der Lausitz und Riesa. Was ist da los? Muß Sachsen Alien-Alarm geben? Haben die Außerirdischen gar eine Basis bei uns? "Allein 2005 erreichten uns aus Sachsen 13 UFO-Meldungen", so Werner Walter (58) [richtig: 48.] vom "Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene" (CENAP) Mannheim. "Die Menschen sind verunsichert!" Klarheit muß her. Deshalb startet heute 20 Uhr in der Sternwarte Radebeul ein UFO-Kongreß. "Experten und Interessierte werden die neuesten Beobachtungen diskutieren", erklärt Walter. Er selbst ist Deutschlands UFO-Forscher Nr. 1. Seit 30 Jahren beschäftigt er sich mit Unbekannten Flugobjekten. "In der Zeit haben wir 1.200 Meldungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz überprüft, Zeugen befragt, Fotos analysiert", so Walter. Fazit: 95 Prozent der UFOs waren Heißluft-Ballons, Disko-Scheinwerfer, Sternschnuppen, Raumstationen. Doch 60 Phänomene bleiben rätselhaft. Wie das vom 27. Juni 1997 über Leipzig. Tom Klemm (40) beobachtete es damals mit seiner Frau vom Balkon seiner Wohnung aus, filmte alles auf Video: "Hell blinkende Lichter zogen geräuschlos über den Himmel." UFO-Forscher Walter: "Ich bin sicher, daß es außerirdisches Leben gibt." Der Kongreß ist öffentlich. Und es wird spannend, denn die Forscher zeigen noch nie veröffentlichte Dokumente zu UFO-Sichtungen.<

Neben diesem Text drei Bilder:

1. Digitalbild einer "Fliegenden Untertasse" vor Morgen- oder Abendröte, Text dazu: "Fliegende Untertasse im Landeanflug".

2. Portraitfoto WW, 20cm groß, Text dazu: "UFO-Forscher Werner Walter".

3. Foto des Eingangsbereichs der Sternwarte Radebeul, Text dazu: "In der Sternwarte Radebeul tagen die Experten"

Normaler Weise reagiere ich ja eher ´bullenbeisserig´ über krude Mediendarstellungen, aber in diesem Fall - sorry - konnte ich darüber nurmehr amüsiert reagieren. Der Vortrag selbst war ja klar etikettiert worden und hatte gar nichts mit einem "UFO-Kongreß" zu tun. Und von den "noch nie veröffentlichten Dokumenten" wusste ich selbst nichts. Wie auch immer, trotz attraktiven TV-Programm an diesem Samstagabend (Winter-Olympiade, "Wer wird Millionär?", "24" und "Stirb langsam") und einem Schneegestöber sowie einem abseits gelegenen Veranstaltungsort, der nur via PKW zu erreichen ist - um 19:30 h zeichnete sich bereits ab: die Örtlichkeit ist zu klein. Ab 19:45 h mussten Interessierte abgewiesen werden, weil das Haus aus den Nähten platze! Die Astro-Freunde hatten glänzende Augen bekommen, kein Wunder: dies war allein anhand 103 verkaufter Eintrittskarten die Topveranstaltung in der Historie des Ortes gewesen - der Besuch eines russischen Kosmonauten (Poljarkow) einige Zeit zuvor erbrachte 101 verkaufte Karten. Andere Zeitungsleute waren zur Begleitung des Vortrags nicht erschienen, ein angekündigtes TV-Team tauchte genauso wenig auf. Dafür war Helfricht von BILD nebst einem Fotografen anwesend, um für BILD-Sachsen und die BILD-Bundesausgabe was zu machen, wie er sagte. Schließlich starte Kollege Jens Lorek seinen mitgebrachten Schorr-MHB als Outdoor-Vorführung von "Deutschlands UFO Nr.1" von der Terrasse der Sterwarte mit wunderbarem Elbtal-Panorama davor! Majestätisch langsam zog das Objekt dahin und dem Elbtal entlang. Ein Teilnehmer illuminierte den wunderbar dahinfliegenden Miniatur-Heißluftballon mit einem kräftigen grünen Laserpointer, dies sah wahrhaft gespenstisch aus. Im Großen und Ganzen machte die ganze Sache uns großen Spass. Nebenbei: Trotz der Anwesenheit des BILD-Mannes hatte ich meinen Vortrag keineswegs eingeschränkt, sondern die Macht betreffs der Erzeugung des UFO-Aberglaubens aufgrund des Mitspielens der Boulevardpresse (für Deutschland BILD namentlich immer wieder erwähnt) extra betont.

Am Montag, den 13.Februar 2006, brachte BILD-Sachsen diesen Artikel ins Blatt, welcher wieder ganz grob gehauen war und alles grell überzeichnete:

>Hier jagen Sachsens UFO-Kommissare die Aliens! Von Jürgen Helfricht

Radebeul. Geheimnisvolle Blitze, rätselhafte Feuerkugeln. Seit Monaten häufen sich die Meldungen. Allein 2005 wurden 13 unbekannte Flugobjekte über Sachsen gesichtet. Jetzt soll eine UFO-Kommission diese Erscheinungen genauer untersuchen. Die Mitglieder: Astronomen, Techniker, ein Dresdner Rechtsanwalt und sogar ein Bäcker! [1] Hintergrund: Ein Auftritt von Deutschlands größtem UFO-Spezialisten Werner Walter (49) in Radebeul. Beim "Ufologen-Kongreß" am Samstag bat er um Hilfe. Walter analysierte in 30 Jahren schon 1.200 UFO-Meldungen. Die meisten erwiesen sich als Sternschnuppen, Ballons, Raumstationen. Doch an 60 Fällen biß er sich die Zähne aus.

Achim Grünberg (64), Direktor vom Observatorium Radebeul: "Häufig werden uns rätselhafte Erscheinungen gemeldet. Seit Jahren suchen wir per Radioteleskop nach außerirdischen Signalen." Drei seltsame Fälle: - Am Totensonntag entdeckte der Rechtsanwalt Jens Lorek (41) auf der Autobahnfahrt von Halle nach Dresden am Himmel rötlich blinkende Lichter. [2] - Die Sekretärin Monika Reifenstein (42) beobachtete vom Küchenfenster aus ein geräuschloses Objekt: "Es flog nach oben, war plötzlich weg." [3] - Im Juni 97 filmte der Leipziger Tom Klemm (40) vom Balkon seiner Wohnung aus "drei hell blinkende Lichter", die geräuschlos am Himmel vorbeizogen. [4]<

Neben diesem Text zwei Bilder:

1. rechts ein Bild des Meteoriten vom 4.12.2005, davor ein "Kleiner Grauer" und dazu der Text: "Eine der rätselhaften UFO-Sichtungen vom 28.November 2005. Waren es Aliens?

2. links ein Bild, darauf Hr. Grünberg, ich und ein Besucher der Sternwarte, dazu der Text: "Die UFO-Experten: Sternwarten-Chef Achim Grünberg (64, v.r.), Rechtsanwalt Jens Lorek (41), Elektromaschinenbauer Wolfgang Wagner (54).

Nachsatz Lorek:

[1] Die "UFO-Kommission" ist frei erfunden. Wo der "Bäcker" herkommt, der da angeblich mitmacht, weiß ich nicht. Nachtrag betr. Fotografien: Nach der Veranstaltung ging die Knipserei weiter, wobei der Fotograf einfach weitere Leute, also zufällig noch anwesende Besucher, neben WW und mich stellte und uns dann als "UFO-Experten" knipste.

[2] Meine schon nach 5 Minuten selbst geklärte "UFO-Sichtung" (Antikollisionslichter von Windkraftanlagen)

[3] Keine Ahnung, was der meint.

[4] Die Leipziger "Stroboskop"-Lichter.

Beobachtung Loreks zur Veranstaltung: "Es waren praktisch keine Spinner da. Die Zuschauer wollten echt wissen, was sich hinter dem UFO-Phänomen verbirgt. Ich hab mit Blick zu den Zuschauern im Saal gesessen und konnte deren Reaktionen sehen - anderthalb Stunden atemloses Zuhören. Alles in allem eine gelungene Sache - bis auf die zweischneidige ´Berichterstattung´ durch BILD."


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