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08.09.2005


    
Himmelsschaupiel zu erwarten, keine UFOs - Polarlichter

Krönung des 3.Astronomietag erwartet - wenn das Wetter mitspielt

Heftige Sonnenaktivitäten sorgen für "Polarlicht-Alarm" in den nächsten Nächten

Mannheim. Der am Samstag stattfindende Astronomietag wird wahrscheinlich eine ungewöhnliche Krönung für alle Sterngucker und Himmelsphänomen-Begeisterte mit sich bringen. Wie Werner Walter von Mannheimer Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) mitteilt ist sind am Mittwochnachmittag auf der Oberfläche der Sonne heftigste Eruptionen beobachtet und angemeßen worden. Dabei wurden von dem so genannten "X17.1 flare" starke energiehaltige Partikel ausgestoßen, die in der Nacht zum Wochenende hin als "Sonnensturm" das Erdmagnetfeld erreichen, mit ihm in Wechselwirkung treten "und dann wunderbare Polarlichter versprechen die bis nach Mitteleuropa durchschlagen". Man kann sich also nur schönes Wetter und freie Sicht zum Nordhimmel wünschen, um dieses grandiose Naturschauspiel "der gespenstisch-wallenden bunten Himmelsvorhänge" erleben zu können. Sonnen-Forscher erwarten weitere intensive Sonnenausbrüche in den nächsten zwei Wochen, deren Emmisionen ebenso über der Erde sichtbar werden.

3.Astronomietag: Der Weltraum rückt uns näher - Mannheimer horchen ins All, nach Polarlichtern und lassen "UFOs" fliegen

Am Samstag veranstalten Deutschlands Astronomen den 3.Astronomietag mit über 200 Veranstaltungen bundesweit. Auch in Mannheim sind die Himmelsfreunde aktiv und haben ganz besondere Attraktionen anzubieten, die einfach aus dem Rahmen fallen. Der "European Radio Astronomy Club" (ERAC) und das "Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene" (CENAP) haben sich zusammen getan und laden Sternen- und Weltraumbegeisterte zum freien Besuch der radioastronomischen Sternwarte mit ihrem 3-Meter-großen ARGUS-Radioteleskopspiegel als "E.T."-Horchposten ins Universum ein.

Völlig wetterunabhängig, also auch bei etwa bewölktem Himmel, können die Kosmos-Begeisterten aus Nah und Fern hier dann "die Stimmen der Sterne" hören - und vielleicht ist auch ein Signal von "E.T." dabei, schließlich gehört die Anlage zum internationalen Suchprogramm des SETI-Projektes, welches nach außerirdischen Funksignalen forscht. Mitorganisator Werner Walter: "Wissens-Hungrige können zudem eine Menge technischer Anlagen bestaunen und bekommen von Wissenschaftlern ausführliche Informationen rund um den Weltraum, zur Geschichte und Technik der Radio-Astronomie geboten." In diversen Vorträgen werden nicht nur Technik-Freaks bedient, sondern auch der Laie kommt auf seine Kosten indem er verständlich alles erklärt erhält. Physikalische Experimente an Ort zeigen die Gegebenheiten des Weltraums auf. Aufgrund besonderer Sonnenaktivitäten am Nachmittag des Mittwochs ist sogar mit Polarlichtern als Fernwirkung über der Erde in der Samstagnacht zu rechnen und dies ist dann ein besonderes Schmankerl auch bei bedeckten Himmel wo die visuelle Beobachtung ausbleibt, aber man die Einstrahlungen im Radiospektrum hören kann, was insbesondere Tags über auch möglich ist. Nach Walter "ein Geschenk des Himmels für unsere Veranstaltung".

In einer überdachten Ausstellung werden Bild- und Infotafeln aber auch aufklärende und entmystifizierende Auskunft über das "Fliegende Untertassen- bzw UFO-Phänomen" geben. Zudem stehen verschiedene UFO-Phänomen-Forscher vom CENAP bereit um über ihre Nachforschungen betreffs außergewöhnlicher Himmelserscheinungen zu berichten und entsprechende Fragen zu beantworten. Schließlich gehen sie seit 30 Jahren den Meldungen über angebliche "UFO-Sichtungen" nach und erklären hier nüchtern, was hinter diesen Phantomen des Himmels wirklich steckt. Als besonderer Gag werden die Besucher jeweils gegen 22 und 23 Uhr in dieser Nacht sogar jeweils einen "UFO-Demonstrationsflug" vom meistgemeldeten himmlischen Fremdobjekt Nr.1 miterleben und sogar mitgestalten können, wenn es nicht gerade ausgesprochen schlechtes Wetter wie Regen und Sturm gibt. Was dahinter steckt - bleibt bis dorthin ein Geheimnis.

Mannheims "Ohr ins All" befindet sich am Rande des Mannheimer Bürgerparks, der ADAC-Routenplaner kann Sie beispielsweise für "Mannheim-Wingertsbuckel" dorthin führen. Der Astronomietag beginnt um 16 h und sein Ende "steht in den Sternen", ist also mit einem offenen Ende belassen. 2004 wurde beim damaligen Astronomietag die Mannheimer Anlage zeitweise von mehreren Hundert Besuchern "dicht gemacht".


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