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28.06.2005


    
Die Alien-UFO-Invasion ist ganz von dieser Welt

Zum Filmstart von "Krieg der Welten"...

Die Alien-UFO-Invasion ist ganz von dieser Welt - Nach 30 Jahren UFO-Phänomen-Untersuchung ein klares Urteil gefunden

Mannheim. Der "Krieg der Welten" soll dieser Tage die Welt einmal mehr zumindest im Kino erobern. Basierend auf einen utopischen Roman aus dem Jahr 1897 von H.G.Wells hat Hollywood-Wunderkind Steven Spielberg nun eine neue "Alien-Invasion" mit Tom Cruise auf die Welt losgelassen. Und dies mit Berechnung: bereits 1938 sorgte zu Halloween eine spektakuläre "live"-Radiosendung in New York unter Orson Welles in Adaption der Marsianer-Pseudo-Invasion für öffentlichen Aufruhr. 1953 wurde erstmals das Thema als "Kampf der Welten" verfilmt - und war damals ein Blockbuster. Genauso wie der Fliegende Untertassen-Film von 1951, den viele Menschen kennen: "Der Tag, an dem die Erde stillstand" von Robert Wise.

"Während Wells zunächst auf weltweiter Ebene literarisch die Aliens auf die Erde brachte, gelang es Wise mit seinem Film die Fliegenden Untertassen als ´Ur-Symbol´ für die UFOs freizusetzen", urteilt nun der Mannheimer Hobby-Astronom Werner Walter, welcher seit 30 Jahren innerhalb des Centralen Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) den vermeintlich geheimnisvollen Himmelsereignissen nachpirscht. "Wells und Wise haben die Aliens und Untertassen aus ihrer eigenen irdischen Welt heraus geschaffen und auf die Popkultur der Welt freigelassen - und damit riesigen Einfluss auf die allgemeinen Vorstellungen der dauerhaften Art genommen", so Walter. Die Abrundung fand 1977 durch Spielbergs Megablockbuster-Film "Unheimliche Begegnung der dritten Art" statt, wo Außerirdische eine glaubwürdigere "Erscheinung" bekamen und damit auch von den Leinwand heruntersprangen um als "die Grauen" das Bild vom neuen Alien aufzumachen. Doch dieser neue Typ von Außerirdischem ist die Idee eines italienischen Designers, auch wenn viele Menschen in den 90er Jahren ihre unheimliche Begegnung mit dem schwarzen Mann aus ihren Alpträumen nun in dieses Hollywood-Bild einpassten und daraus das seelische Abenteuer der "UFO-Entführungen" machten.

"Angst und Furcht der unbestimmten Art wird dann gerne kanalisiert - und zwar auf populäre Vorgaben hin", so Walter. Damit erkläre sich auch der unheimliche Erfolg dieser Versatzstücke aus der Medien-Inszenierung heraus. Und die damit verbundenen unbewussten Wechselwirkungen mit der "Realitätsempfindung" der Menschen in unserer Kultur. Der Untertassen-/UFO-Mythos, der ausgerechnet in diesen Tagen übrigens sein "58.Dienstjubiläum" feiert, rundet dies alles ab. Am 24.Juni 1947 beobachtete ein Privatpilot über dem Mt.Rainier-Gebirge im US-Staat Washington eine Flotte von 9 glitzernenden Objekt "aus 50 Kilometern Entfernung" und ein Journalist machte daraus dann die Fliegenden Untertassen, die uns modern immer noch als UFOs heimsuchen und nicht mehr loslassen. Die "Basis-UFO-Sichtung" von damals steht dringlich im Verdacht zu sein, dass da einfach nur aluminium-hochglanzpolierte US-Düsenjäger aus der Ferne im Sonnenlicht gänzten und nicht erkannt wurden, "weswegen die ganze UFO-Heimsuchung überhaupt begann". Seitdem gab es zwar unzählige UFO-Irritationen, "aber trotzdem waren die meisten ganz von dieser Welt" - wenn auch erheblich beeinflusst durch die Hollywood-Vorgaben.

Der anstehende "Alien-Film des Jahres" jedoch lässt Walter cool. "Wir Medienzeitalter-Menschen sind inzwischen längst abgeklärter als Generationen zuvor, die damit nicht wirklich umgehen konnten. Es wird daher kaum eine Überstrapazierung des menschlichen Geistes geben und keine neue UFO-Hysterie, die schon 1996 mit ´Independence Day´ von Roland Emmerich ausblieb", so Walter der längst schon einen Niedergang des futuristischen Alien-sind-hier-Glaubens sieht. Trotzdem, als alter SF-Fan, wird er sich "Krieg der Welten" begeistert ansehen...


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