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22.03.2005


    
Neuer "UFO-Alarm" wegen außerirdischem Besucher

Grünes "Oster-Ei"-UFO in der späten Sonntagnacht über Ostdeutschland

Unverhofft kommt oft. Als ich gerade an einem OCR-Beitrag arbeitete, erreichte mich kurz nach Mitternacht von Sonntag auf Montag Marion K. aus Pirna und berichtete recht aufgewühlt: "Ich machte gerade eine Runde mit meinem Hund um die Häuser, als um etwa 23:30 h eine Art ´himmlisches, grünes Osterei´ gegen Norden hin quer über den klaren, nächtlichen Himmel mit einem knisterenden Geräusch für bis zu drei Sekunden dahinflog, mehr dahinraste." Die Erscheinung sah wahrhaft aus wie eine Art "Ei" und einer nach hinten hin verjüngenden Gestalt die in einen langen prächtigen Funkenschweif verlief. Dann ging es Schlag auf Schlag, immer mehr Leute erreichten mich mit ein und der selben Beobachtungsmeldung nachdem sie bereits einiges herumtelefoniert hatten um herauszufinden was "dieser Feuerball" war - oder sich im Internet schlau gemacht hatten, wohin sie ihre Observation melden können. Egal ob aus Brandis, Chemnitz, Lauchhammer, Bischofswerde, Lobau oder Oschatz sowie Eisenberg, mal wurde die Erscheinung als grünlich, mal als weißlich-grün beschrieben. Der Schweif war toll anzusehen gewesen. Ein Paar aus Lauchhammer will sogar gesehen haben wie die Erscheinung plötzlich in mehrere "kleine Teile zerfiel" die zum nordwestlichen Horizont orangerot ausglühend hin herabstürzten und "binnen Sekundenbruchteilen" vergingen. Doch diese Beobachtungen erfolgten ohne begleitenden Ton, die Bewegungsrichtung war allgemein "nach Norden" oder "Nordwesten" hin angegeben worden. Der Melder aus Oschatz konnte mit Himmeslrichtungen leider nicht dienen ("da kenn ich mich nicht aus"), meinte aber sie sei "mittelhoch gewesen". "In ein paar Sekunden war auch schon wieder alles vorbei", kamm man die Beobachtungsdauer aller Melder zusammenfassen. Dies hörte sich mal wieder nach einem fetten Feuerball-Boliden an, von einem klaren Niedergang berichtete aber niemand.

Nach 1 h setzte ich so die erste Meldung auf der CENAP-Liste ab und schaute mich dann auf den Internetseiten der üblichen "Verdächtigen" um, ob dort schon etwas zu dem himmlischen Ereignis vermeldet war. Tatsächlich wurde ich sofort bei Wetterzentrale.de fündig. ´Jens´ aus Kamenz machte dort eine Meldung "Astronomie: große Sternschnuppe 23.28 h" deren Beobachtung in ihm "eine gewisse Ehrfurcht auslöste": "Auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause konnte ich vorhin zw. Kamenz und Bautzen in nordwestlicher Richtung eine bisher noch nie so große beobachtete Sternschnuppe sehen. Erst ganz knapp über dem Horizont erlosch das grünliche Licht... Sie fiel relativ langsam und trotzdem geht ja alles so schnell...man ist ja nicht drauf gefasst... Die Entfernung ist natürlich für mich nicht einzuschätzen...könnte aber recht nah gewesen sein." Weitere Beobachtungsmelddungen hierzu waren aus Naumberg, Berlin-Neukölln sowie dem Altenburger Land (1) eingetragen. Die Aufrufe der User dort schoßen sofort auch in vergleichsweise astronomische Höhen. Im AKM-Forum sowie Astronomie.de bzw Astrotreff.de war dagegen noch nichts vermeldet worden. Thüringen, Sachsen und Brandenburg waren sonach also ´Gastgeber´ eines himmlischen Schauspiels geworden - schon wieder. Das Feuerkugelnetzwerk wurde unterrichtet.

(1) = "War gerade draußen im Garten eine rauchen und bestaunte den klaren Nachthimmel. In den Augenwinkeln vernahm ich plötzlich recht helles Leuchten. Es sah im Prinzip aus wie eine sehr sehr (so noch nicht gesehen) große Sternschnuppe, zog einen entsprechend dicken wunderschön leuchtenden Schweif hinter sich her und war bestimmt für gute 3 Sekunden sichtbar. Kurz vorm Verglühen (grobe Schätzung: 1-3 km über Erdboden, kann mich aber auch täuschen...) zerfiel das Teil in mehrere kleine Stücke welche ebenfalls noch für Sekundenbruchteile sehr deutlich am glühen waren. Farbe: hellgelb. Blickrichtung: grob Nord. Fallrichtung: fast gerade von oben, so ca. aus dem großen Wagen(Bär) heraus."

Eine am Montagvormittag ausgegebene Pressemitteilung verpuffte wirkungslos.

Bild hier ist nur eine Vergleichsaufnahme aus Belgien von 2004.


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