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19.03.2005


    
Raumfahrt: Kosmonaut Leonow glaubt nicht an Aliens im Sonnensystem

Vor vierzig Jahren: Erster Ausstieg in den Weltraum

Raumfahrt: Erster Ausstieg in den Weltraum

so oder ähnlich waren am 18.März 2005 verschiedene Presseberichts-Schlagzeilen ausgefallen, die auf einer Meldung von dpa basierten. Hier der Inhalt:

>Außeneinsätze im All sind längst Alltag in der bemannten Raumfahrt. Doch der erste Ausstieg eines Menschen in den Weltraum vor 40 Jahren brachte den sowjetischen Kosmonauten Alexej Leonow in große Gefahr. Für 24 Minuten verließ Leonow am 18. März 1965 die Raumkapsel „Woschod 2”. Im luftleeren Raum ließ der Sauerstoff im Raumanzug diesen so stark anschwellen, daß Leonow fast nicht wieder durch die Luke gepaßt hätte. „Meine Handschuhe, Stiefel, der ganze Anzug blähten sich so weit, daß ich darin schwebte”, erinnert sich der Ex- Kosmonaut heute an diese Schrecksekunde. „Mir brach der Schweiß aus, denn in dieser Form paßte ich unmöglich wieder in die Luke hinein.”

In 40 Jahren etwa 240 Außeneinsätze. Der damals 30 Jahre alte Raumfahrer mußte Druck aus dem Anzug ablassen, bevor er sich wieder in die Station hineinzwängen konnte. „Ich weiß bis heute nicht, wie ich mich mit einem 1,90 Meter großen Anzug in der nur 1,20 Meter großen Schleuse gedreht habe”, sagte Leonow kürzlich russischen Medien. In 40 Jahren und etwa 240 Außeneinsätzen seit jenem nervenaufreibenden Tag haben sich Technik und Material verbessert. Die beiden jetzigen Bewohner der Internationalen Raumstation ISS, Leroy Chiao und Salischan Scharipow, haben kaum etwas zu befürchten, wenn sie am 28. März ihre Raumanzüge anlegen und ins All aussteigen.

Zehn Mal schneller als eine Pistolenkugel. Größtes Risiko der mittlerweile bis zu neun Stunden langen Außeneinsätze ist die Kollision mit körnchengroßem Weltraumstaub oder Weltraummüll. Die Teilchen fliegen zehn Mal schneller als eine Pistolenkugel und können den Anzug mit tödlichen Folgen durchschlagen. „Es ist unheimlich, zum ersten Mal ins All auszusteigen”, berichtet der russische Kosmonaut Gennadi Padalka. „Es ist, als ob man in einen Abgrund stürzt.” Auch stundenlange Übungen in Tauchtanks könnten die Raumfahrer nur unzureichend darauf vorbereiten. Padalka weist mit sechs Einsätzen außerhalb der Stationen Mir und ISS 22 Stunden Erfahrung auf. Rekordhalter ist sein Kollege Wladimir Solowjow mit 82 Stunden bei 16 Außeneinsätzen

„Etwas Besseres gibt es nicht”. Neben ihren Stationen rasen die Raumfahrer mit 27.000 Kilometern pro Stunde um die Erde. Doch sie spüren die Geschwindigkeit nicht, weil es keinen Luftwiderstand gibt. Ihre Körper schweben in vollständiger Schwerelosigkeit. Einige Kosmonauten berichten, sie hätten sich gefühlt, als ob sie fielen, weil sich die Erde unter ihnen so schnell drehte. Doch für die meisten ist es nach der Eingewöhnung großartig. „Es ist das überwältigende Gefühl zu fliegen, aber nicht wie in einem Flugzeug. Ich selber fliege über die Erde”, sagte die amerikanische Astronautin Peggy Whitson nach ihrem Ausstieg im August 2002. „Man kann sagen: Etwas Besseres gibt es nicht.” Meist sind die Raumfahrer im All durch Metallseile mit der Station verbunden. Bei ihren „Weltraumspaziergängen” hangeln sie sich mit Hilfe beweglicher Griffe an der Station entlang. Falls ein größerer Aktionsradius notwendig ist, kann der Raumanzug mit einer Art Raketenrucksack versehen werden. Mit dessen Düsen kann der Flug der Astronauten gesteuert werden.<

Am 18.März 05 schob die russische Agentur Nowosti diese Meldung nach:

>Kosmonaut Leonow glaubt nicht an Aliens im Sonnensystem

MOSKAU, 18. März (RIA Nowosti). Der russische Kosmonaut Alexej Leonow, der vor genau vierzig Jahren als erster in der Geschichte ins freie All ausgestiegen war, hat in seinem ganzen Leben kein einziges UFO gesehen. Er bezweifelt, dass in unserem Sonnensystem andere Lebensformen existieren. "Wir Erdlinge möchten sehr, dass es jemanden außer uns gibt. Es gibt jedoch keine anderen intelligenten Lebewesen im Sonnensystem, das sage ich mit voller Verantwortung", sagte Leonow am Freitag auf einer Pressekonferenz. "Ich habe eine Kommission für die Erforschung ungewöhnlicher kosmischer Erscheinungen geleitet. Und ich schwöre, dass kein einziger Fall festgestellt wurde", so Leonow.

Ungewöhnliche Objekte am Himmel, die von der Erdoberfläche aus beobachtetet werden, sind laut Leonow entweder auf besondere meteorologische Bedingungen oder auf Raketenstarts zurückzuführen. Die Verbrennungsgase von Raketen nähmen manchmal in den oberen Schichten der Atmosphäre äußerst bizarre Formen an. "Kreuze mit riesigen Ringen um sie herum waren bei Frostwetter in der Umgebung des Startplatzes Plessezk, im Gebiet Saratow und über Baikonur nach Raketenstarts vom Typ Sojus zu beobachten", so Leonow. "Viele Menschen haben sie gesehen. Sie hielten sie für UFOs und erzählten davon. So entstanden diese Legenden." Leonow hatte auch weitere Argumente. "Bisher hat keiner in der Welt ein deutliches Foto gemacht, bei dem man eindeutig behaupten könnte, das sei ein UFO." "Warum gibt es jetzt keine solchen Fotos, obwohl fast jeder eine Kamera in seinem Handy hat?", fragte der Kosmonaut.<

Quelle:

http://de.rian.ru/rian/index.cfm?pr...

Externe Links

http://de.rian.ru/rian/index.cfm?prd_id=567&amp;msg_id=5468051&amp;startrow=1&amp;date=...

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