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13.01.2005


    
Bei Passau: UFO abgestürzt

Feuerwehr und Polizei im Such-Großeinsatz...

Rätselraten um geheimnisvollen Feuerball über dem Neuburger Wald

"Mehrere Anrufer melden abgestürztes Flugobjekt - Stundenlange Suche ohne Erfolg" von Roland Holzapfel.

>Der vermeintliche Absturz eines mysteriösen Flugobjekts über dem Neuburger Wald hat gestern Abend einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Mehr als 80 Mann machten sich auf die Suche nach dem Flieger, den Zeugen wechselweise als brennenden Heißluftballon oder Motorgleiter beschrieben hatten. Finden konnten die Einsatzkräfte nichts - nach mehr als drei Stunden wurde die Aktion ohne Erfolg abgebrochen. Gegen 16.45 Uhr ging ein Notruf in der Einsatzzentrale der Polizei ein. Der Anrufer sagte, er habe beobachtet, wie ein »brennender Feuerball« über dem Neuburger Wald abgestürzt sei. Sofort rückten Polizei, Feuerwehr und Notarzt aus. Kurz darauf meldeten sich weitere Anrufer. Auch sie sprachen von dem ominösen Feuerball, der aus mehreren hundert Metern Höhe senkrecht vom Himmel gefallen sein soll. Die Einsatzkräfte schlugen ihre »Kommandozentrale« beim Kohlbrucker Trimm-dich-Pfad auf. Von dort aus durchkämmten sie systematisch den Neuburger Wald südwärts, also in Richtung Neuburg am Inn. In diesem mehrere Quadratkilometer großen Gebiet sei das brennende Flugobjekt nach Aussage der meisten Zeugen abgestürzt, erklärte spätabends Polizeioberkommissar Gerhard Gillmaier.

Das massive Aufgebot und der konstant über dem Wald kreisende Rettungshubschrauber des BRK sorgte für Unruhe und Besorgnis bei vielen Anwohnern im Raum Kohlbruck. Im Einsatz waren neben rund 20 Polizeibeamten auch 55 Feuerwehrmänner der Passauer Hauptwache, aus Neuburg am Inn, Neukirchen am Inn und Kleingern. Nachdem die Suche - inzwischen persönlich unterstützt durch einige Anrufer, die den Feuerball gesehen haben wollten - ohne Erfolg blieb, forderte die Polizei einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera aus München an. Er traf gegen 18.30 Uhr ein. Doch am Ergebnis änderte sich nichts: keine Spur von dem abgestürzten Heißluftballon bzw. Ultraleichtflugzeug. Auch Recherchen bei der Luftaufsichtsbehörde, bei verschiedenen Flugplätzen und Ballonflug-Unternehmen führten nicht weiter. Nirgends wurde eine entsprechende Maschine vermisst.

Gegen 20 Uhr gab die Polizei die Suche schließlich auf. Worum es sich bei dem »brennenden Feuerball« tatsächlich gehandelt gehandelt haben könnte, bleibt rätselhaft. »Wir haben auch mit einigen Wetterwarten gesprochen«, sagt Gerhard Gillmaier. »Womöglich war es ein Naturphänomen, eine Art Wetterleuchten. Aber auch das ist nur eine Vermutung.«<

So die "Passauer Neue Presse" am Samstag, den 8.Januar 2005. Dann die Fortsetzung:

Ufo abgestürzt?

Blinkende Polizei-Hubschrauber mit Scheinwerfern suchten systematisch den Neuburger Wald ab/BRENNENDER BALLON.

>Flug-Experiment löst Großalarm aus. Junger Forschergeist löste eine der aufwändigsten Suchaktion im Raum Passau aus. Fast alle verfügbaren Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Notärzten rückten aus, um nach den Opfern eines angeblich abgestürzten Heißluftballons zu suchen. Erst tags darauf klärte sich auf: Die verschiedenen Augenzeugen, die den Alarm ausgelöst hatten, sahen offensichtlich das missglückte Experiment von Kindern, die einen unbemannten Miniatur-Heißluftballon in den Himmel schickten. Die Aufregung wurde geschürt durch fünf Anrufer, die unabhängig von einander die Polizei alarmierten: „Im Neuburger Wald ist etwas abgestürzt. Es sah aus wie ein in Brand geratener Heißluftballon!“. Der erste Anrufer, der sich gegen 16.40 Uhr meldete, hätte noch vermuten lassen, dass dieser einer optischen Täuschung durch den rot glühenden Sonnenuntergang erlegen ist. Aber kurz darauf gingen die weiteren Notrufe ein.

Die Beschreibung der Absturzstelle war so vage, dass im Umkreis von fünf Kilometern Waldgebiet und Wiesen abgesucht werden mussten. Feuerwehren rückten im Einbruch der Dunkelheit mit Suchscheinwerfern auf morastigen Feldwegen vor, zwei Hubschrauber mit Wärmebildkameras stiegen auf und auf den Staats- und Bundestrassen stellten sich Sanitätswagen zum Abtransport möglicher Schwerverletzter bereit. Nach dreieinhalb Stunden wurde die Suche abgebrochen. Ein Polizei-Einsatzleiter: „Anfragen bei allen Flughäfen und Ballonfahrt-Betreibern der Umgebung – auch im benachbarten Österreich – sind ergebnislos verlaufen. Niemand wird vermisst.“

Am Tag danach, als Rundfunk- und Zeitungen über das Phänomen berichteten, meldete sich bei der Polizei ein Anwohner (44), der die Lösung parat hatte: Er sah vier, fünf Kinder, die auf einer Wiese einen Heißluftballon mit etwa einen Meter Durchmesser aufstiegen ließen. In 50 Meter Höhe sei das Fluggerät in Flammen aufgegangen und abgestürzt. Verrußte Alufolie, die Polizeibeamte auf der beschriebenen Wiese entdeckten, bestätigen diese Angaben. Wer die Kinder waren, ist bislang unbekannt.<

So die Sonntagsausgabe der Zeitung vom 9.Januar 2005.

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