. Zurück C E N A P

22.08.2004


    
NASA entdeckt alte Bergungstechnik neu

Luftakrobatik: Stuntman soll Raumkapsel "Genesis" vom Himmel holen

Projekt Himmelshaken in neuer Version. Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA schickte vor ein paar Jahren die "Genesis"-Raumsonde los, um mit ihren pfannenförmigen Kollektoren 2 1/2 Jahre lang Sonnenwindpartikel im freien Raum ´einzufangen´. Nun kehrt die Sonde zurück und soll in einer aufregenden Abfangmission am 8.September 2004 über der Wüste des US-Bundesstatts Utah an einem Fallschirm zur heimischen Erde zurückkehren. Um eine möglichst sichere Rückkehr zu ermöglichen, machte sich die NASA Gedanken für eine "weiche Landung" und Bergung des Raumflugkörpers. Schließlich taucht die Kapsel mit 40.000 km/h in die Atmosphäre zunächst als Reentry-Körper ein, um dann in 30 km Höhe einen kleinen Fallschirm freizusetzen um der Kapsel Fahrt zu nehmen und den Behälter sicher herabzubringen. Schließlich öffnet sich ein weiterer Fallschirm um die Kapsel auf 20 km/h zu drosseln. Die NASA-Überlegung an diesem Punkt: Am Besten sei wohl das Objekt im Luftraum schon einzufangen. Doch wie und wer solle soetwas bewerkstelligen können?

Man kam darauf den Stuntman Cliff Fleming aus Actionfilmen wie "xXx" und "Dante´s Peak" einzusetzen, der mit einem Hubschrauber und einer sechs Meter langen Stange sich die niedergehende Sonde (Fachbegriff "Sample Return Capsule") angeln soll. Inzwischen gab es ein Dutzend Übungsflüge mit dem neuen "Himmelshaken". Fleming soll die niedergehende Kapsel mit seinem Helikopter und der daran befestigten Fangstange aufgreifen und sicher zur Erde bringen. Kostenpunkt: knapp eine halbe Millionen Dollar.

Bekanntlich setzte das US-Militär diese "Himmelshaken"-Fangtechnik bereits in den sechziger Jahren ein um Foto-Kapseln von Spionagesonden in Form von Satelliten und mächtigen Stratosphären-Ballons (Skyhooks) noch im Luftraum einzusammeln. Doch mit der digitalen Übertragungstechnik geriet das Kunststück in die Abstellkammer der Geschichte - ebenso wie die Piloten, die es vollbringen konnten. Ein Stuntman, so die Überzeugung der Nasa-Verantwortlichen, sei der Einzige, der über die nötige Erfahrung verfügt.

Mehr zu den ehemals streng-geheimen Operationen rund um das "alte" Projekt Himmelshaken finden Sie im Online-CENAP REPORT Nr.289 vom April 2004 unter http://www.cenap.alein.de/onlinecr....

Externe Links

http://www.cenap.alein.de/onlinecr.htm

Views: 1966