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15.06.2004


    
Und dann ging es mit den Kornkreisen wieder los...

Kreise ins Kornfeld gewalzt

Von MARTINA WINDRATH

Landwirt Hanns Courth ist ein bodenständiger Mann - und so findet er die großen Kreise in seinem Kornfeld ganz und gar nicht so geheimnisvoll wie die, die ihn in diesen Tagen auf mysteriöse Zeichen von „Außerirdischen“ hinweisen wollten. „Das ist doch Unsinn“, sagt er und deutet die Flächen ganz anders: „Das haben Unbekannten mit der Walze oder mit Brettern platt gemacht. Das war Weizen für Brot, das es morgen nicht mehr gibt“, sagt Courth mit Blick auf die Schäden im Getreidefeld. Daran sollten die Leute denken, wenn sie vermeintliche Spuren von Ufos aus dem All in die Natur stanzen und dann Fotos davon ins Internet stellen, findet er und appelliert an die Vernunft.

Der Bauer hat es sogar „amtlich“, dass es sich nicht um extraterrestrische Zeichen auf unserem Blauen Planeten handelt, die in den vergangenen Jahren in aller Welt immer mal wieder für Aufsehen und Spekulationen sorgten. Denn im Internet kursierende Fotos mit einer anonymen Mitteilung führten jetzt auch selbst ernannte Sachverständige der „Forschungsgesellschaft für Kornkreise“ zu dem Hof in Esch. Der Kölner Waldemar Czarnetzki, von Beruf Designer, befasst sich schon seit Jahren mit dem Phänomen, an dem sich allerdings die Geister scheiden. Was für die einen Aberglaube und grober Unfug, ist für manch andere eine ernst zu nehmende Erscheinung. Für die gibt es Erklärungsversuche, aber keine wissenschaftlich eindeutigen Beweise. Czarnetzki stattete Courth einen Überraschungsbesuch ab und begutachtete das akkurate Muster im Weizen. Die drei Kreise in Köln seien ein Werk von „Hoaxern“, von Fälschern, ist er sich hundertprozentig sicher.

„Die meisten Halme sind gebrochen oder beschädigt und darauf befand sich Erde, die wohl von Fußstapfen herrühren“, führt er seine Indizien dafür an. Spezifische Merkmale „echter“ Kornkreise wie etwa in Polen oder England seien unversehrt und sauber zu Boden gedrückte Halme, „oft mit aufgeplatzten Wachstumsknoten“. Hinzu kämen bei „echten“ Kreisen manchmal Aussagen von Anwohnern über mysteriöse Flugobjekte, die über den Feldern schwebten, oder eine Art leuchtender Laserstrahlen. Bauer Courth hat nichts gesehen - außer dem Schaden, den die unbekannten Subjekte in seinem Kornfeld angerichtet haben.

Quelle RG: Kölner Rundschau vom 15.6.04

Mehr zu den Geheimnissen der Kornkreisse unter: http://cenap.alien.de/kornkreise.htm sowie http://www.circlemakers.org/ und http://www.kornkreise.de/

Externe Links

http://cenap.alien.de/kornkreise.htm
http://www.circlemakers.org/
http://www.kornkreise.de/

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