. Zurück C E N A P

03.03.2004


    
"Unheimliche Begegnung am Himmel der Samstagnacht"

UFO-Forscher gibt Entwarung: Mond und Jupiter stehen nahe beieinander

Mannheim. Werner Walter, Amateurastronom und Betreiber der deutschen UFO-Meldestelle, ist wieder einmal nervös. Er erwartet eine Flut neuerlicher Berichte über ein UFO-Phantom am Himmel und nahe des Mondes in der Samstagnacht. "Immer wieder sorgen besondere astronomische Konstellationen für unnötige UFO-Aufregung, letzthin am Rosenmontag als der Abendstern knapp über der Mondsichel stand und die ganze Schau schon seltsam für den Laien wirkte", so Walter der noch eine Woche nach dem aktuellen Geschehen "UFO-Meldungen" deswegen erhielt.

Nun steht ein noch etwas spektakuläreres Phänomen ab 19 h langsam aufziehend von Osthimmel für nur die Nacht des 6.März an, "wenn der Himmel sauber ist". "Es ist geradezu eine unheimliche Samstagnacht-Begegnung am Himmel - und wunderschön anzuschauen wenn der Mond plötzlich einen grellen Lichtpunkt als völlig ungewohnten Begleiter bekommt", so hat der Himmelssachverständige Walter mittels eines astronomischen Planetariums-Programms errechnet.

Doch weder UFO, noch "Lichtschiff" von anderen Völkern im Universum noch heimliche Geheimsonden irdischer Mächte haben sich hier dem "Bleichen Gesellen" für eine Nacht angenommen. Es ist der größte Planet unseres Sonnensystem, der Jupiter, der zufällig "nach himmelsmechanischen Gesetzen", weit weit hinter der Mondbahn scheinbar genau in dieser Nacht dem Mond zu begegnen scheint "und eine fantastische Illusion hergibt". Kein Grund also, um deswegen die UFO-Hotline zu bemühen... - jedenfalls wünscht sich dies der Mannheimer UFO-Sachverständige um selbst mal ein ruhiges Himmelsbeobachtungs-Wochenende zu erleben.

Selbst die NASA wies auf diese "close encounter"-Situation soeben unter http://science.nasa.gov/headlines/y... hin. Der Megaplanet Jupiter (weil er 11 x größer als die Erde ist) ist zur Zeit "nur 400 Millionen Meilen" von der Erde entfernt. Nahe im Sinne der Betrachtung der Größe für das gesamte Sonnensystem. Schon mit einem kleinen Teleskop können "Himmels-Spechtler" den "Roten Fleck" auf Jupiter ausmachen, die rostfarbenen Wolken-Gürtel des Planeten und mit ein bißchen Glück sogar bis zu vier der größten Jupitermonde: Io, Europa, Callisto und Ganymede.

Externe Links

http://science.nasa.gov/headlines/y2004/03mar_jupiter.htm?list486092

Views: 1573