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15.02.2004 |
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Kosmische Mysterien...UFO 1956 über dem Mond fotografiert?
Am 13.Februar 04 meldete sich Veteran-UFO-Spuren-Sucher Ted Phillips über die Liste UFO Updates - Toronto nachdem er aus seinen Akten einen alten Fotofall ausgegraben hatte. Soweit er sich dazu erinnerte hatte ein ihm bekannter Astronom, Professor an einem amerikanischen College, einmal ein Foto gegeben, auf dem ein "UFO" entlang des Mondterminators zu sehen sei. Die Aufnahme wurde damals mit einem Refraktorteleskop des Observatoriums aufgenommen. Zu sehen ist ein rundes, helles Licht, welches damals von dem Astronomen durchs Glas gesehen wurde und dann extra aufgenommen wurde, als in der Terminatorzone erschien um damit den maximalen Kontrast für die Ablichtung zu bekommen. Der Mann machte aus Furcht vor Spott damals kein weiteres Aufhebens um das Bild, wie es heißt. Mehr konnte Phillips nicht dazu besteuern. Das Bildmaterial ist unter diesem Link aufzufinden: http://www.virtuallystrange.net/ufo... Ray Stanford meldete sich dazu alsbald zu Worte und vertrat die Ansicht, dass das Vollbild jenseits des hier angesprochenen hellen Lichtflecks Hinweise darauf liefert, um was es sich bei dem fraglichen Gebilde handelt. Zu sehen sind da zur rechten Bildseite hin viele kleine weiße Flecken. Phillips gestand zu, deswegen nochmals das vorliegende Abzugsbild genauer angeschaut zu haben und festgestellt zu haben, dass da tatsächlich eine schwache, festgefressene Staubschicht diese Flecken verursachten und bei dem gescannten Bild daher mit auftauchten. Alsbald schickte ich das Ausschnittsbild und die Story dazu mal auf die NAA-Liste, um zu sehen ob jemand dort etwas hierzu beitragen könne und um festzustellen, ob ein Mondfotograf ähnliches schon mal feststellte. Tatsächlich meldete sich sofort Daniel Fischer von der SKYWEEK, der mir verdeutlichte, dass das Foto in einem ganz anderen Zusammenhang steht: "Es handelt sich um eine berühmte Aufnahme von 1953 (nicht 1956), die viel Wirbel machte, selbst in der Fachliteratur, und nie ganz erklärt worden ist; die Hypothese eines Impakts auf der Mondoberfläche scheint aber durch neue Untersuchungen widerlegt." Und er schickte mir gleich einen interessanten Link zur I-Net-Ausgabe von der bekannten amerikanischen Astronomie-Zeitschrift SKY & TELESCOPE betreffs dem wahren Hintergrund mit: http://skyandtelescope.com/news/cur... SKY & TELESCOPE berichtete so im März 2003 unter der Schlagzeile "Lunar Flash Doesn´t Pan Out" (Autor J.Kelly Beatty) von einem kontroversten Foto, welches am Abend des 15.November 1953 von Leon H.Stuart (einem anerkannten Radiologen in Tulsa, Oklahoma) mit seinem selbstgebauten 8-Inch f/8-Newton-Teleskop aufgenommen worden war. Für ihn war das fotografierte Objekt KEIN sogenanntes UFO, sondern er betrachtete die Erscheinung als einen aktuellen Meteoriteneinschlag bzw dessen dadurch entstandenen Lichtblitz auf dem Mond! Die Erscheinung wanderte auch nicht über den Mond, sondern war einfach nur 8 Sekunden lang an Ort aufgetaucht und wurde von ihm dabei fotografiert. Seither ist die Geschichte ein Thema in der astronomischen Welt. Das Interessante dabei ist der Umstand, dass durch die Mondsonde Clementine 1994 genau dieses Gebiet überflogen und fotografisch kartografiert worden ist. Bonnie J.Buratti vom JPL (Jet Propulsion Laboratory) entdeckte dort mit einem Kollegen tatsächlich einen kleinen, frisch-wirkenden Krater von 1 1/2 km Breite. Im wissenschaftlichen Journal ICARUS wurde dies dann mit der Schlagzeile "NASA Solves Half-Century Old Moon Mystery" im Januar 2003 hinausgeblasen. Doch es zeigte sich, dass das hier aufgefundene Kraterobjekt keine Bestättigung der Stuart-Aufnahme ist, weil schon auf Mondbildern vom Mt.Wilson-Teleskop weit vor dem Bild von Stuart dieser Krater zu sehen ist - wie John E.Westfall von der Association of Lunar and Planetary Observers feststellte. Dieser Krater wurde so bereits 1919 fotografisch festgehalten. Auch das Lick-Observatorium konnte 1937 den Krater aufnehmen. Ein "deep impact"-Phänomen hatte also Stuart nicht aufgenommen. Neuere Berechnungen ergaben zudem, dass das Bild von Stuart 30 km vom betreffenden Krater entfernt entstand. Bekannt ist noch, dass das Bild von Stuart 1967 beim Lunar and Planetory Laboratory an der Universität von Arizona untersucht wurde, aber man nichts was in Richtung eines Emulsions-Defekts oder einer Streulicht-Reflexion ging. Bemerkenswert ist der Umstand, dass das hier diskutierte Objekt ziemlich genau in Bildmitte der Aufnahme erscheint und irgendwie überbelichtet wirkt. Viele Amateur-Astronomen haben in der einen Nacht jenes Ziel, in der nächsten Nacht ein anderes Ziel am Himmel. Mal wird der Mond aufgenommen, mal ein heller Planet. Es ist zweifelsfrei eine Spekulation: Aber könnte es nicht sein, das Stuart damals aus Versehen eine Doppelbelichtung vornahm? Er zunächst so einen hellen Planeten aufnahm und dann den Mond auf das selbe Bild? Schaut man sich nämlich das "Mond-UFO-Bild" an, dann könnte die Objektgröße durchaus auch mit einer Aufnahme von einem besonders hellen Planeten übereineinstimmen. Verblüffender Weise, so habe ich es rückwirkend überprüft, stand damals gerade der Mega-Planet JUPITER himmelsbeherrschend am Abendhimmel. Ein überaus beliebtes Astro-Objekt für nächtliche Himmelsfotografie. Auch diesen Himmelskörper würde man bei einer Aufnahme in Bildmitte halten...
Externe Linkshttp://www.virtuallystrange.net/ufo/ufoupdates/listers/ted/56moonufo.htmlhttp://skyandtelescope.com/news/current/article_890_1.asp |
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