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06.02.2004 |
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Schon wieder UFO-Sichtung über SachsenUnerklärliche Untertasse - Ufo-Alarm: Olbersdorfer beobachtet angeblich unbekanntes Flugobjekt über dem Töpfer Die Ausgabe der ´Sächsischen Zeitung´ (Lokalredaktion Löbau) vom Donnerstag, den 5.Februar 2004, hatte diesen Beitrag aufgesetzt, den uns Roland Gehardt zukommen ließ und der sich durch seine humoristische Note auszeichnet: >Unerklärliche Untertasse - Ufo-Alarm: Olbersdorfer beobachtet angeblich unbekanntes Flugobjekt über dem Töpfer - von Matthias Klaus. Vergessen Sie das mysteriöse Stonehenge, die geheimnisvolle Osterinsel und das sagenumwobene Bermudadreieck! Die wahren Rätsel dieser Welt liegen ganz nah: im Zittauer Gebirge. Nach dem seltsamen Licht, von dem bis heute niemand weiß, warum es von einer Töpferfichte in Richtung Zittau blinkerte, gibt es nun anscheinend eine neue Attraktion für Liebhaber des Obskuren. Siegfried L. hat sie schon gesehen. Es war ein Ufo, ist der Olbersdorfer aus tiefster Seele überzeugt. Am vergangenen Sonntag wars, als er einer Eingebung folgend noch ein paar Schritte vor die Türe machte. Gegen dreiviertel neun richtete Siegfried L. seine Blicke gen Himmel. Und da kam es. Oder soll zumindest gekommen sein: ein etwa 20 Meter langes Etwas, diskusförmig mit Kuppel drauf. Letztere zwar erleuchtet, aber nicht so hell strahlend wie die Positionslichter an den Rändern. In etwa anderthalb Kilometer Entfernung zog die fliegende Untertasse ihre Bahn, erzählt Siegfried L. Wohl flogs auch ziemlich zügig. Für fünf Kilometer habe das unbekannte Flugobjekt gerade mal zehn Sekunden gebraucht, hat der Olbersdorfer mitgestoppt. Geräuschlos, ohne Kondensstreifen zu hinterlassen, düste der Diskus von dannen, entschwand in den Wolken. So berichtet es zumindest Siegfried L. Wahrscheinlich sah er das Fluggerät jedoch als Einziger. Weder dem Polizeirevier Zittau noch der Direktion in Görlitz liegen Meldungen über Ufo-Sichtungen vor, sagt Polizeisprecher Uwe Horbaschk. Allerdings, wenn Siegfried L. recht behielte: Was will ein Ufo, wollen Außerirdische überm Zittauer Stadtwald? Das Blinklicht am Töpfer einschalten, als eine Art extraterrestrische Leuchturmwärter? Noch interessanter: Wie geht wohl der Landkreis mit den neuen Möglichkeiten um? Kommt jetzt ein visionäres kreiseigenes Ufo-Forschungszentrum? Wen wird der Kreistag zum Geschäftsführer machen? Erich von Däniken? Trampeln bald Millionen von Ufo-Gläubigen durch den geplanten Naturpark Zittauer Gebirge? Bedeutet das alles den großen wirtschaftlichen Aufschwung? Wird die EU um den Mars erweitert, samt Feier am 1. Mai in Zittau? Fragen über Fragen. Die Antworten kennt kein Mensch. Aber vielleicht die Außerirdischen in ihrem Raumschiff über Olbersdorf.< Unser Kollege Jens Lorek aus Dresen (120 km vom Beobachtungsort entfernt) ermittelte daraufhin sofort Adresse und Rufnummer des Zeugen. So rief ich um 20:45 h dort an und landete einen Treffer, wenn auch nur die Frau Mama des 55-jährigen Berichterstatters zu erreichen war, aber da kam schon etwas Interessantes rüber. Ihr Sohn war gerade nicht da, und "in der Kneipe". Trotzdem fragte ich mal nach was es ihrer Einschätzung nach mit der Beobachtungsmeldung auf sich hatte. Zum Staunen gab es dann genug Anlass, weil sie durchgab, ihr Sohn "hoffe durch die Meldung reich zu werden" und ansonsten sie die Geschichte nicht glaube. Zudem beschäftige sich ihr Sohn "seit Jahren mit solchen Sachen". Ansonsten hatte die Meldung kaum größeres Interesse hervorgerufen, nur eine andere Dame habe angerufen die "vor zehn Jahren auch mal was gesehen habe". Ich hinterließ meine Rufnummer und bat um Rückruf des Sohnes... Tatsächlich rief der Melder gegen 22 h zurück und über das was er mitzuteilen hatte, staunte ich nicht schlecht. Der Mann hatte am 8.Februar 1991 bereits eine UFO-Sichtung bei der ihm "Mitteilungen von Gott übermittelt" wurden, wonach der Mann der "Endzeit-Prophet und Oberbefehlshaber der Weltveränderung" sei. Damals schon wurde ihm angekündigt eine weitere Beobachtung nach "dramatischen" Ereignissen zu machen und dies würde darauf hindeuten, dass das ´Armageddon´ nicht mehr allzuweit sei und er sich dann "bereit machen solle". Danach wurde er arbeitslos und schließlich Frührenter, "weil mich das Amt als psychisch krank einstufte, ich sei Schizophren". Aber dies stimme natürlich alles nicht, weil er "einfach nur die Wahrheit verbreiten will" und "die Welt dazu nicht bereit ist". Daraufhin hat er "alle UFO-Bücher gelesen" die er vom Kopp-Verlag beziehen konnte und dort "alles bestättigt bekommen, was Gott ihm am 8.Februar 1991 durchgab". Das Ganze endete in einem wilden Mischmasch zwischen Alien-UFOs und Nazi-UFOs mit religiösen Einflechtungen als Überzeugungssystem des Herrn. |
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