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22.10.2003


    
Weitere Geheimnisenthüllungen rund um UFOs

UFOs: Regierungsgeheimnisse?

Zunächst einmal greife ich das Heft UFO Universe für den Herbst 1994 auf, wo Kevin D.Randle die Feder ergreift.

Randle wurde stundenlang von Cliff Stone in Beschlag genommen, um über dessen Spezialgebiete Project Moon Dust und Operation Blue Fly eingewiesen zu werden, die angeblich auch konkret dazu eingesetzt wurden, um UFOs aus dem Weltraum zu bergen. Im Newsletter Just Cause der Gruppe "Citizens Against UFO Secrecy" (CAUSE) vom September 1994 (# 41) deckten die Verantwortlichen unter Barry Greenwood einen neuen Skandal auf. Bereits seit geraumer Zeit kuriserten immer wieder "Dokumente" mit denen nachgewiesen werden soll, dass die US-Air Force eine geheime Politik betreffs der Bergung von abgestürzten Fliegenden Untertassen und ihren außerirdischen Piloten betreibt. Zumindest wollen UFOlogen damit beweisen, dass die amerikanische Regierung (oder eine ufologisch-eingeweihte geheime Schattenregierung) viel mehr über außerirdische Besucher auf Erden weiß, als sie nach außen hin eingesteht. Zumindest seit dem "Roswell Incident" und der Diskussion darum, lebt dieses Thema wieder auf, weil damit der Finger nicht mehr auf die UFOlogie selbst gerichtet wird, sondern von ihren Behauptungen weg auf das Pentagon oder Weiße Haus (synonym dafür steht z.B. auch die Area 51). Zu dem kleinen Bündel von "Beweisen" gehört auch ein Papier, welches am 3.November 1961 vom Department of the Air Force, im Washingtoner Hauptquartier, erstellt wurde und Geheimaktivitäten im Rahmen der Projekte Moon Dust (Mondstaub) und Blue Fly (Blaue Fliege) gegenüber Luftwaffen-Geheimdienstchef Colonel Betz darlege - übrigens wurde das Papier bereits im August 1979 ganz offiziell unter der Freedom of Information Act (FOIA) freigegeben und kam keineswegs durch "geheime Insider-Quellen" in die Hand der UFOlogie. Diese beiden genannten Projekte sollen der ufologischen Deutung nach verdeckte UFO-Bergungs-Operationen beinhalten. Das Dokument vom 3.November 1961 enthält in seiner originalen FOIA-Freigabe eine wichtige und alles entscheidende handschriftliche Notiz von seinem Verfasser Lt.Col. Norman M.Rosner, die von den UFO-Freunden des Phantastischen mit Tipp-Ex entfernt worden ist, um ihr Spiel überhaupt treiben zu können: "Dieser Konzept-Entwurf wurde nicht genehmigt und tritt somit nicht in Kraft." Die § 5f und 5g über die Missionen, die Blue Fly und Moon Dust ausführen sollten, wurden im Original im eckigen Klammern gesetzt, aber auf diesem Entwurf dann mit einem handschriftlichen NEIN versehen. Dies besagt, dass das Luftwaffen-Ministerium die von Lt.Col. Rosner angedachten Aufgaben für diese Projekte nicht genehmigte und damit auch nicht umsetzte.

Kurz gesagt: Moon Dust ist ein Projekt des amerikanischen Air Defense Command, um feindliches Personal, Ausrüstung und Gerät zu orten, zu bergen und abzutransportieren. Moon Dust wurde zur Zeit des Korea-Kriegs (also weit nach Roswell!) ins Leben gerufen und hat seine Basis auf Fort Belvoir, VA. Randle mit seinen eigenen Worten: "Leider wurden die Nachrichtenteams dieses Projekts bis 1957 nicht gefordert, um dann mit verschiedenen Friedenszeit-Aktivitäten ausgelastet zu werden, darunter die Untersuchung von glaubhaften UFO-Berichten in den USA." Klartext: Moon Dust hatte bis zehn Jahre nach Roswell nix zu tun. Um es noch deutlicher zu machen: Projekt Mondstaub hatte deutlich die Aufgabe, die Bergung von Objekten zu gewährleisten, die als Rückkehrer von irdischen Unternehmungen im Weltraum den atmosphärischen Durchgang überlebten. Randle: "Blue Fly assistierte das Projekt bei der Bergung von Ausrüstungen des sowjetischen Blocks". Sprich: Blue Fly diente der logistischen Unterstützung. Soweit ist eigentlich alles klar und logisch, jetzt setzen aber die gewohnten ufologischen Verdrehungen und Halbwahrheiten ein.

Randle geht in der Geschichte zurück. Am 3.Januar 1953 wurde die 4602d Air Intelligence Squadron (AISS) durch den Befehl 24-4 des Air Defense Command ins Leben gerufen. Acht Monate später wurde am 26.August 1953 die 4602d mit der offiziellen Untersuchung der UFOs unter Air Force Regulation 200-2 betraut. Das war billiger und schien effektiver als die 1952 diskutierte Idee zu verwirklichen, wonach man an speziellen Standorten mit besonderer UFO-Sichtungs-Frequenz noch zu entwickelnde Filmkameras mit besonderen Spektralfiltern zu installieren, um endgültig einmal wissenschaftlich auswertbares Beweismaterial in Händen zu halten. Geplant war nach den green fireball-Sichtungen in Neu Mexiko Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre Videokameras für die UFO-Beobachtung einzusetzen. Diese sollten der Planung nach von einer Einheit betreut werden, die aus 20-40 Einsatzteams bestände, um diese umfangreichen Ausrüstungen dorthin zu bringen, wo es Konzentrationen von UFO-Meldungen gab. Schließlich aber wurde das Projekt wegen der Sprunghaftigkeit, den negativen Erfahrungen mit UFO-Beobachtungsposten während der Welle von Grünen Feuerball-Sichtungen und auch wegen den damit verbundenen ungeheuren Kosten wieder verworfen. Es wäre dem Steuerzahler nicht zuzumuten gewesen, für nichts sehr viel Geld auszugeben. Randle: "Dieser Befehl sorgte dafür, dass alle UFO-Berichte aus den USA zunächst über die 4602d liefen, bevor sie ans Projekt BLAUBUCH gingen." Und dies sei nun ein gewaltiger Schritt in der Verschwörungs-Hypothese und ein Beweis. Gähn! Nach Randle ist also die 4602d Air Intelligence Squadron die wahre UFO-Forschungseinrichtung der US-Regierung und BLAUBUCH vorgeschaltet. Klipp und klar: die Fort Belvoir-ansäßige AISS sei die echte und wahre UFO-Station der US-Regierung! Über die 4602d würde nun entschieden sein, was ans ATIC auf Wright-Field weiterging - Cover-Up!!! Randle, am Rande seiner Roswell-Argumentation: "Die primäre Verantwortlichkeit für UFOs hatte also Fort Belvoir." Quatsch: Das personell völlig unterbesetzte Projekt BLAUBUCH rief nach externer Hilfe für Fall-Ermittlungen und die AISS wurde wegen Unausgelastetheit berufen, Blaubuch zu unterstützen! UFOlogen drehen den Spieß einfach um. Während die AISS dazu diente, Vorab-Untersuchungen zu leisten und Blue Book zu entlasten, wird der 4602d nun ein weitaus höherer Grad an Verantwortung zugeschaufelt. Die Arbeit der 4602d AISS war nur jene einer Zuträgertruppe!

Blue Book soll nur eine vorgeschaltete PR-Einheit gewesen sein, um die wahrhaft interessanten UFO-Fälle an anderen Orten zu bearbeiten. Insider von Blue Book würden sich deswegen im Grabe umdrehen! Und: Die PR-Arbeit lief übel. Jetzt stürzt sich die ganze UFOlogen-Herde auf eine Abschlußfeststellung von Brigadier General Bolender, welcher zum Niedergang von Blaubuch anno 1969 ein Memo verfaßte und erklärte, dass weiterhin Berichte über UFOs, die die nationale Sicherheit betreffen, entsprechend JANAP 146 oder Air Force Manual 55-11 behandelt werden. Auch hier hören die Verschwörungs-Taktiker überdeutlich hin und empfangen Signale aus dem Kosmos. UFO steht nach wie vor für unidentifiziertes Flug-Objekt, die wahrhafte Domäne jeglicher Flugraum-Sicherung und -Verteidigung. Dies muß nicht sofort etwas mit unserem Thema zu tun haben! Es wäre geradezu gefährlich und leichtsinnig, wenn die USAF mit Niedergang von Blue Book den eigentlichen UFOs keine Beachtung schenken würde - der Ost-West-Konflikt machte zu jenem Zeitpunkt überall die Menschen heiß. Es ist vielleicht an dieser Stelle zu betonen, dass der UFO-Begriff für die Militärs ein anderer ist, als für UFOlogen! Was die Militärs unter UFOs verstehen {unidentifizierte feindliche Flugzeuge} und was die UFOlogen {Fliegende Untertassen als Besucher aus dem Kosmos} darunter versinnbildlichen, ist ein himmelweiter Unterschied. Genau daran krankt die ganze Diskussion.

Gut, irgendwo mag der Aufgabenbereich der 4602d AISS sich mit Mondstaub überschnitten haben, aber die Vorab-Auswägung von UFO-Berichten in den USA und der Blue Fly/Mooon Dust-Einsatz im Ausland sind zwei verschiedene Dinge! Ein FOIA-freigegebenes Papier vom November 1961 wird überdeutlich: "HQ USAF hat Projekt Mondstaub dazu berufen, ausländisches Raumfahrtmaterial auszumachen, zu bergen und zu sichern." Die hierfür eingesetzten Teams bestehen, in aller Regel, aus drei Mann: Einem Linguisten, einem Techniker und einem Geheimdienstler, "der dazu geeignet ist, Geheimdienstteams schnell ans Ziel zu führen, Verhöre von feindlichem Personal durchzuführen". Randle wird nun tollkühn und setzt sich außerhalb der vernünftigen Diskussion. Moon Dust sei ein USAF-Projekt, um UFO-Material von unidentifizierter "und außerirdischer Herkunft" zu sichern.

Argument: Die USAF habe nach dem vom CIA gesponserten Robertson-Forum vom Januar 1953 eine Reihe von Spezialeinheiten einberufen, um die Blaubuch-Aktivitäten zu umschiffen. "Blaubuch war seither nicht mehr wirklich verantwortlich für die UFO-Untersuchung", lesen wir da. Der historische Kontext wird übersehen. BLUE FLY war der logistische Teil, Moon Dust die operative Einheit. Die 4602d (dann die 1006th AISS und dann die 1127th USAF Activities Group) unterstützte zunächst die Arbeit des USAF-Stabs in Kriegszeiten, während "Friedenszeiten" wurde sie herangezogen, um verschiedene USAF-Projekte zu unterstützen, dies in Form von "schnellen Eingreif-Einheiten" - heutzutage hat man hierfür die beweglichen Einheiten der Fort Bragg-Gruppe Delta Force oder die Navy Seals. Um in Friedenszeiten die 4602d zu beschäftigen, ließ man sie auf die UFO-Untersuchung los, sozusagen eine Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme, aber erst sechs Jahre nach Roswell. "Mondstaub wurde vom HQ der USAF dafür ins Leben gerufen, um ausländisches Raumfahrtmaterial ausfindig zu machen, zu bergen und uns bereitszustellen", heißt es in der USAF-Anweisung vom November 1961.

In einem klassifizierten Dokument des US-Außenministeriums vom 26.Juli 1973 (ausgegeben an "alle amerikanischen diplomatischen und konsularische Posten") wurde erklärt, dass das Projekt MONDSTAUB bereitstehe, um eingesetzt zu werden, sobald es um "Fälle von nicht-amerikanischen Raumobjekten oder Objekten von unbekannter Herkunft geht". Damit waren aber Satelliten, Raketen, Booster-Stufen, Treibstofftanks und sonstige Raumfahrt-Technologie-Teile gemeint - wie der International UFO Report im Mai/Juni 1994 in einem Report von Christopher D.Allan verdeutlichte! Dokumente die Clifford Stone erhielt, weisen auf, dass die Mondstaub-Operation einige Male anlief. In der Nacht vom 25.auf den 26.März 1968 gingen im Gebiet von Nepal vier Objekte nieder. Die amerikanische Botschaft in Kathmandu alarmierte am 23.Juli die 1127th USAF Field Activities Group in Fort Belvoir, obwohl der Botschaft bereits klar war, um was es sich bei den Teilen handelte. Drei dieser Objekte wurden dann von den USA untersucht und später wieder an Nepal zurückgegeben.

Moon Dust wurde ebenso am 17.August 1967 eingesetzt, als man Material im Sudan barg: Teile von einem Satelliten in Röhrenform mit drei Tonnen (?) Gewicht. Die bisher geborgenen Dokumente über MONDSTAUB, so geben die Autoren in Bezug auf diese Affäre zu, "weisen darauf hin, dass die zunächst als von unbekannter Herkunft ausgegebenen und geborgenen Objekte, schließlich doch auf irdische Maschinen zurückgingen". Dennoch, die US-Regierung habe also spezialisierte Teams im Einsatz, "welche auch dazu dienen könne, etwas zu bergen, was von einem anderen Planeten hier abstürzt". Klar, aber das könne stört doch gewaltig. Wie auch immer, General Arthur Exon, der 1965 Basis-Chef der Wright-Patterson AFB war, erklärte gegenüber Randle: "Gelegentlich erhielten wir einen Anruf aus Washington, DC um eine Maschine bereitzustellen. Mal ging es dann nach Montana, dann nach Wyoming und in die nordwestlichen Staaten; zwei oder drei Mal ging es nach Arizona." Hierbei handelte es sich jedoch nicht um die dreiköpfigen Teams von MOON DUST, sondern um Einheiten mit acht bis fünfzehn Leuten. Nach Exon´s Interpretation handelte es sich dennoch um Moon Dust-Einheiten, die zu Bergungen von Raumobjekten aufbrachen. Dennoch, es gibt keinen Beweis dafür, dass damit automatisch Fliegende Untertassen als Raumschiffe vom anderen Planeten gemeint sein müßen. Die Historie belegt dies durchaus. Colonel Mattingley, USAF, gestand zwar zu, dass die Einheiten Moon Dust und Blue Fly ehemals existierten, aber wegen mangels Einsatzmöglichkeiten aufgelöst wurden. Wörtlich: "Obgleich Raumobjekte und Trümmer gelegentlich von Bürgern der USA gemeldet und geborgen werden, um schließlich in die Hände von USAF-Personal zu gelangen, läßt dies es nicht zu, hierfür ein spezielles Geheimdienst-Team einsatzbereit zu halten."

Tatsache ist auch, das man ab August 1955 begann diese Ballons als Ziele für radargesteuerte air-to-air missiles zu verwenden, wodurch so manche Story über Raketenbeschuß von einer Fliegenden Scheibe am Himmel erstmals für uns neue Wendungen bekommt. Ab 1960 wurden diese Ballons auch zu Tests von Teilen des ersten US-Fernaufklärungs-Satelliten eingesetzt, wieder von der Holloman AFB aus gestartet. In den 60er, 70er und 80er Jahren wurden derartige Stratosphärenballone von vielerlei Abteilungen der US-Regierung, des Militärs und der Wissenschaft eingesetzt und an den unterschiedlichsten Orten auch weit außerhalb der USA aufgelassen. Ja, selbst viele NASA-Tests mit Teilen von Raumsondern, deren spezielle Eigenschaften bei atmosphärischem Wiedereintritt geprüft wurden, fanden über diese Ballons statt. ´´ Hierfür wurden spezielle "rapid recovery-teams" ausgebildet und bereitgestellt, was ganz besonders für die Arbeiten rund um das erste amerikanische Fernaufklärungs-Satelliten-System unter dem Kodenamen CORONA für das damals offiziell gar nicht existierende NRO galt! Man war ganz heiß darauf, die verbleibenden physikalischen Teile ganz schnell zu bergen und zu untersuchen, die als Payload hochgebracht und dann als Re-Entry zurückkamen. Dies hatte seinen Grund: Das amerikanische Programm hinkte mit zehn Fehlschlägen in den Jahren 1959 und 1960 den sowjetischen Gegen-/Parallel-Entwicklungen nach. Unter diesem Druck ist es sicherlich zu verstehen, wenn sich amerikanische Geheimdienste einen Teufel um internationale Vereinbarungen scherten, wonach man fremdes Fluggerät, welches über eigenem Territorium niederging, der jeweils dafür Besitzanspruch anmeldenden Nation wieder zurückgeben sollte. Ganz schnell holte man die fremden Kastanien aus dem Feuer, gerade auch im freundlich-gesonnenen Ausland, um sich der jeweils noch fremden Technologie (dazu zählen auch Materialkomponenten) anzunähern. Wie sich Fliegen weitgehendst unbemerkt über einen Kadaver hermachen, bekommt dann auch eine anderen ufologische Legende eine neue Kehrtwendung.

Ein Art Roswell-Crash auch in Deutschland?

Durch die Hintertüre machen dann Aktionen wie "Blue Fly" [sic!] in den Operationen von "Moon Dust" auch einen Sinn. Als Kommunikations-Geheimdienst war hier natürlich auch die NSA (National Security Agency) eingeklinkt, welche entsprechende Fundmeldungen von space object-crahs von im Ausland stationierten US-Botschaften handhabte, auch im Interesse der NASA (National Aeronautic and Space Administration). Entsprechende NSA-Dokumente weisen dies überaus deutlich auf! So ein Airgram des Außenministeriums, ausgegeben vom amerikanischen Konsul Monterrey in Mexico City. Konsol Monterrey hatte am 17.Februar 1967 den Bericht über ein unidentifiziertes Objekt, welches nahe General Teran (im Staate Nuevo Leon) nierging, durchgekabelt, um es an die NASA weitergeben zu lassen. Über das frühe NASA-Interesse in dieser Angelegenheit berichteten wir im CR 243, womit das Gesamt-Thema einer deutlicheren Ausleuchtung in ihren Twilight-Zonen erfuhr. Der damalige, wir sprechen konkret von 1967, NASA-Direktor Kurt H.Debus, hatte in seiner "Managment Instruction" auch das Thema "Bearbeitung von Berichten über Sichtungen von Raumfahrt-Fahrzeugs-Fragmenten" aufgegriffen, um die entsprechenden Prozeduren in Gang zu setzen, mittels derer man derartiges Material auch in die NASA-Hände bekommen wollte. Auch wir Deutsche können in diesem Fall mitsprechen, wurde unser Land doch tatsächlich einmal Ziel eines Bergungseinsatzes - und, es ist noch nicht einmal so lange her. Erinnern wir uns an die Silvesternacht 1978 auf 1979, in der auch Lord Gainford "einen leuchtenden weißen Ball mit einer Spur von rot und einem weißen kegelförmigen Schweif" gesehen hatte. In dieser Nacht zog sich ein UFO-Flap von England bis nach Norddeutschland hin, der in Zusammenspiel mit dem ´UFO-Film´ von TV-Nachrichtenmann Quentin Fogarty im fernen Neu Seeland die UFO-Debatte weltweit zu einem neuen Höhepunkt führte, weil in Folge dieser Verwirrung sogar das britische "House of Lords" eine Art UFO-Krisensitzung einberief, weswegen sich dort gar ein UFO-Unterausschuß bildete, der eher unregelmäßig zusammenkam. Wir berichteten bereits. Hinzu kommt noch ein weiterer Faktor: Das Pentagon selbst hatte die UFO-Diskussion genau zu jener Zeit angeregt, weil es bisherige Geheimberichte freigab, wonach UFOs (beschrieben übrigens als "hubschrauberähnliche Gebilde" mit entsprechender und typischer Sound-Begleitung, was das für UFOs wohl waren?) über amerikanischen Atomwaffen-Silos im Jahre 1975 erschienen waren! Wie auch immer, uns interessiert hier zunächst einmal ein Deutschland betreffendes Detail. Agenturmeldungen nach, sei damals ein kegelförmiges UFO-Teil bei Nienburg im schneebedeckten Acker eingeschlagen, nachdem man vorher eine seltsame Lichterformation durch den Himmel rasen gesehen hatte. Die Regionalzeitung Die Harke berichtete am 9.Januar 1979 verblüffende Details, die wir bereits in unserer Dokumentararbeit 1990: UFOs - Das europäische Haus! vorstellten.

Auf dem Feld des Bruchhagener Landwirts Friedhelm Schumacher schlug das UFO-Teil ein, um welches "sich zunächst die Polizei und jetzt andere zuständige Stellen" kümmerten. Gefunden worden war ein teilweise verglühter 10 kg schwerer Metall-Kegel, der von der Zeitung sogar noch fotografiert werden konnte, bevor er für immer aus der öffentlichen Sicht verschwand und man niemals mehr etwas davon hörte. Der Kegel bestand aus dunkelgrauem Metall, welches in einem Stück gegossen wirkte und am oberen Ende stark eingeschmolzen ausschaute: "Der an beide Seiten offene Kegel hat eine Höhe von etwa 110 Zentimetern, unen einen Durchmesser von 77 und oben von 30 Zentimetern. Die doppelte geriffelte Wandung hat einen Durchmesser von etwa fünf Millimetern." Spezialisten der nahen niederländischen Luftwaffe nahmen eine Strahlenmessung vor, "die dem Vernehmen nach negativ verlief". Man brachte das Objekt in der Zeitung sofort mit der damals berühmten amerikanischen Raumstation "Skylab" in Verbindung. Doch zeigte sich in der Ermittlung zu den UFO-Sichtungen, dass das fragliche Objekt zwar Teil eines Raumschiffs war, wenn auch von sowjetischer Seite her stammte: Dem Kosmos 1068! Somit kann man davon ausgehen, dass die "anderen zuständigen Stellen" weder das deutsche Militär noch das Braunschweiger Luftfahrt-Bundesamt waren, sondern militärisch-geheimdienstliche Regierungs-Aktivisten des US-Pentagons.Wie Niels N.von Haken (Reuter) am 15.Januar 1979 in z.B. der Franfurter Rundschau meldete, zeigte sich die Polizei wenig auskunftfreudig. Nachdem der Fund geborgen war, ging er zum Braunschweiger Luftfahrtbundesamt, was nach der dortigen Untersuchung mit dem Teil geschah, weiß seither niemand. von Haken kontaktierte in Bonn das Bundesinnenministerium sowie den Bundesforschungs-Minister über den Verbleib des Objektes, doch in Bonn wußte niemand bescheid. Unter dem Druck der Reuter-Agenturmeldung schob dpa am nächsten Tag die Erklärung aus Braunschweig nach, wonach der kosmische Findling Teil einer "Raketendüse" gewesen sei, was sicherlich auch stimmt. Was aber der Verbleibt des Obejektes anging, ist seither alles im Trüben verblieben. Man kann durchaus davon ausgehen, dass die Amerikaner sich das Teil geangelt haben.

Zehn Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Warschauer Pakts stand die Welt gerade mittels einer wahnwitzigen Rüstungsspirale an der Wand und die Isolation des Riesenreichs unter dem russischen Bären war vollkommen wie nie zuvor, sodass natürlich der aktuelle und augenblickliche Entwicklungsstand sowjetischer Raumstreitkräfte Anlaß zur flotten Bergung des space debri gab. Und dabei war es den Verantwortlichen völlig schnurzegal, ob sie damit gegen internationale Verträge verstoßen, wir berichteten bereits im CR 227 darüber: ALLES was mit MiIitär-, Luftfahrt- und Raumfahrt-Technologie im weitesten Sinne zu tun hat, fällt nicht nur in den Vereinigten Staaten unter den Sicherungsschirm der "nationalen Sicherheit", und um diese nationale Sicherheit zu gewährleisten, leistet man sich auch manchen Vertragsbruch, da seit Sputnik (Oktober 1957) das Rennen in den Weltraum nicht nur ein wissenschaftlich ausgetragen wurde, sondern ursächlich strategisch-militärisch vorangetrieben worden ist. Raketen befördern nämlich nicht nur Astronauten und wissenschaftliches Messgerät in den Kosmos, sondern auch Kriegsgerät, sprich Sprengköpfe! Im Zeitalter des Kalten Kriegs war natürlich der nukleare Sprengkopf die äußerste Bedrohung, die mittels Raketentechnologie einem potentiellen Feind den Garaus bereiten sollte und damit die Führungsstäbe in allen Lagern bittere Sorgen bereitete.

In der United Nations General Assemby Resolution No.1962, aus dem Jahre 1963, wird nämlich von allen Teilnehmern festgeschrieben, dass der Besitzanspruch von in den Raum geschoßenen Objekten und ihren Teil-Komponenten, die später dann in einem anderen Land der Erde auf ihrer natürlichen Bahn durch den erdnahen Weltraum und der Atmosphäre niedergehen, von der startenden Nation geltend gemacht werden kann und jene Nation, die die Teile hervon barg, diese zurückgibt. In einem speziellen UNO-Abkommen über die Nutzung des Weltraums wurde dies grundsätzlich noch einmal von den führenden Nationen bekräftigt. Einzige einschränkende Bedingung ist, dass der Staat, welchen den Verlust reklamiert, genau sagen kann, wo und was niederging. Dokumente, welche unter der FOIA aus dem Außenministerium herauskamen, weisen auch die weitestgehende Einhaltung dieser UNO-Entschlüße nach, aber es gibt auch nachgewiesene Ausnahmen, über die man gerne schweigt. Wäre alles klar und sauber, dann bräuchte man z.B. den ATIC auf der Wright-Patterson AFB nicht.

Dies ist der Punkt für Blue Fly und Moon Dust, warum es verborgen gehaltene "UFO"-Abstürze und Bergungs-Einsätze gibt. Es ging um sicherheits-sensitives Material, welches man nicht zurückgeben wollte. Deswegen auch das Schweigen, bitte schön - das Cover-Up. Keine Regierung will ja ihr Gesicht verlieren und zugestehen, internationale Verpflichtungen nicht eingehalten zu haben. Das Dilemma ist deutlich: Hier internationale Beschlüße, die man selbst getragen und ratifiziert hat, dort nationale Sicherheitsinteressen! Verletzungen internationaler Gesetze werden in Kauf genommen, aber nicht an die große Glocke gehängt. Im Fall von Kecksburg (9.Dezember 1965) trug der KOSMOS-96 (gestartet am 23.November 1965) einen speziellen Schutzmantel für seinen Dummy-Sprengkopf, klar: Das Ding war zu wertvoll, um es den Russen im Zeitalter des Kalten Kriegs und der internationalen Hochrüstung zurückzugeben. In den Jahren 1977 und 1978 bereits gab es einige UFO-Forscher, die bei der US-Regierung betreffs Informationen zu einem "Projekt Mondstaub" anfragten. Die meisten daraufhin unter FOIA freigegebenen Unterlagen bezogen sich auf "herabgekommene Raumfahrt-Teile, die zumeist Besitz der Vereinigten Staaten waren". Aber: Es gab auch Operationen zu "ausländischem Raumfahrt-Material und Objekte unbekannter Herkunft". Hieran hat natürlich die Foreign Technological Division (FTD) ein Interesse. Blue Fly-Operationen werden als rasche Reaktionseinheiten, bestehend aus qualifiziertem Geheimdienst-Personal, verstanden, um unidentifizierte Flug-Objekte oder bekanntes Aerospace-Material des Sowjetblocks zu bergen, besonderes Interesse gilt hier natürlich Waffen-Systemen und ihren Komponenten! Am 12.März 1991 gab dann das Außenministerum 280 Seiten betreffs Projekt Mondstaub frei. Hier erfahren wir nun, dass im März 1968 die Regierung von Nepal vier Objekte barg, die vom Himmel gefallen sein sollen, eines davon war ein nasen- oder konusförmiges Objekt. Die amerikanische Botschaft wurde darüber informiert, da die nepalesische Regierung es wünschte, dass diese Teile an ihren Eigentümer zurückgegeben werden, entsprechend der bereits erwähnten UNO-Resolution. Die Amerikaner zogen die Teile ein und unterrichteten die Regierung von Nepal nicht über die Identität und Herkunft der Objekte. Genauso unbekannt blieb auch, wie die nepalesische Regierung in diesem Fall reagierte und unter welchen Umständen die USA das aufgefundene Material bargen. In einem Dokument der Defense Intelligence Agency (DIA) wird eine vermeintliche Satelliten-Bergung am 3.August 1967 im Sudan erwähnt. Hier wurde ein röhrenförmiges Teil von drei Tonnen Gewicht 50 Meilen vor Kutum geborgen. Und wieder war die DIA nicht bereit die Nationalät dieses Fundstücks zu identifizieren und bezog sich auf "das Interesse der nationalen Sicherheit". Freilich hörte auch die deutsche Öffentlichkeit nichts mehr über den Verbleib des geborgenen UFO-Kegels. In zwanzig oder dreißig Jahren könnte dieser für Deutschland fast einzigartige Vorfall zur Ausprägung einer eigenständigen "UFO-Crash von Nienburg"-Legende führen...

Brechen die USA Resolutionen der UNO ?

Schaut, was fällt vom Himmel nieder! Im UFO-Weltbild geht so mancher Fan davon aus, dass da konkrete Hardware herabfiel und in Bergungsoperationen geheimer Dienste und Einheiten abkassiert wurde. Dies geschieht in der Regel in aller Heimlichkeit und wird hauptsächlich von US-Behörden betrieben. Warum offenbart man uns nicht die volle Wahrheit? Erinnerungen an den angeblichen UFO-Crash von Kecksburg (Pennsylvania, 1965) kommen auf, was hat es mit Blue Fly und Moon Dust auf sich? Darüber haben wir schon einiges geschrieben und so manches Geheimnis aufgeklärt. Die UFO-Welt und die Geheimdienstwelt des James Bond sind doch grundverschiedenen, auch wenn gewiße Elemente der UFOLogie dies gerne übersehen und ganz im Gegenteil alles tun, um beide Fraktionen in einem Verschwörungs-Spiel einzubringen. Der amerikanische Spezialist für sowjetische Raumfahrt, Jim Oberg, sah so den Kecksburg-Fall als eine geheime Bergung des sowjetischen KOSMOS 96-Satelliten an. Warum eine geheime Bergung in diesem wie in anderen Fällen?

ALLES was mit MiIitär-, Luftfahrt- und Raumfahrt-Technologie im weitesten Sinne zu tun hat, fällt nicht nur in den Vereinigten Staaten unter den Sicherungsschirm der "nationalen Sicherheit", und um diese nationale Sicherheit zu gewährleisten, leistet man sich auch manche Schweinerei. Entweder testet man Nuklearmaterial an Menschen, führt Drogen-Experimente an Unwissenden aus, schafft im PAPERCLIP-Programm NAZI-Techniker aus Deutschland weg (der Vatikan half mit), oder man bricht internationale Verträge wenn es zum eigenen Vorteil dient. UFOs dienen gelegentlich auch als Mantel zur Verdeckung militär-technologischer Operationen, siehe so einige russische Fälle (Petrozavodsk, 1977). Unserem Vorstellungsbild nach diente auch ROSWELL als Cover für ein fehlgeschlagenes US-Experiment, dem Niedergang eines zur Aufklärungssonde umfunktionierten SKYHOOK-Ballon. Kommen wir aber nun zum Kern unseres Vorwurfs. In der United Nations General Assemby Resolution No.1962, aus dem Jahre 1963, wird nämlich von allen Teilnehmern festgeschrieben, dass der Besitzanspruch von in den Raum geschoßenen Objekten und ihren Teil-Komponenten, die später dann in einem anderen Land der Erde auf ihrer natürlichen Bahn durch den erdnahen Weltraum und der Atmosphäre niedergehen, von der startenden Nation geltend gemacht werden kann und jene Nation, die die Teile hervon barg, diese zurückgibt. In einem speziellen UNO-Abkommen über die Nutzung des Weltraums wurde dies grundsätzlich noch einmal von den führenden Nationen bekräftigt. Einzige einschränkende Bedingung ist, dass der Staat, welchen den Verlust reklamiert, genau sagen kann, wo und was niederging. Dokumente, welche unter der FOIA aus dem Außenministerium herauskamen, weisen auch die weitestgehende Einhaltung dieser UNO-Entschlüße nach, aber es gibt auch nachgewiesene Ausnahmen, über die man gerne schweigt.

Wäre alles klar und sauber, dann bräuchte man z.B. den ATIC auf der Wright-Patterson AFB nicht. Dies ist der Punkt für Blue Fly und Moon Dust, warum es verborgen gehaltene "UFO"-Abstürze und Bergungs-Einsätze gibt. Es ging um sicherheits-sensitives Material, welches man nicht zurückgeben wollte. Deswegen auch das Schweigen, bitte schön - das Cover-Up. Keine Regierung will ja ihr Gesicht verlieren und zugestehen, internationale Verpflichtungen nicht eingehalten zu haben. Das Dilemma ist deutlich: Hier internationale Beschlüße, die man selbst getragen und ratifiziert hat, dort nationale Sicherheitsinteressen! Verletzungen internationaler Gesetze werden in Kauf genommen, aber nicht an die große Glocke gehängt. Im Fall von Kecksburg trug der KOSMOS-96 einen speziellen Schutzmantel für seinen Sprengkopf, klar: Das Ding war zu wertvoll, um es den Russen im Zeitalter des Kalten Kriegs und der internationalen Hochrüstung zurückzugeben. Dazu braucht man aber keine verqueren Spinnereien zu Worte bringen und auch nicht die ufologische Paranoia anzuheizen, es reicht schon aus, die Welt zu sehen und zu kennen wie sie ist...

Clifford E.Stone (Autor des Buches: UFOs: Let the Evidence Speak for Itself) hatte auf dem MU- FON-Symposium 1992, in Albuquerque, etwas über seine Ermittlungen in Sachen Operation Blue Fly kund zu tun, da er sich in den letzten Jahren speziell mit sogenannten Bergungs-Programmen beschäftigt hat, die in UFO-Zusammenhang stehen mögen. In den Jahren 1977 und 1978 bereits gab es einige UFO-Forscher, die bei der US-Regierung betreffs Informationen zu einem "Projekt Mondstaub" anfragten. Die meisten daraufhin unter FOIA freigegebenen Unterlagen bezogen sich auf "herabgekommene Raumfahrt-Teile, die zumeist Besitz der Vereinigten Staaten waren". Aber: Es gab auch Operationen zu "ausländsichem Raumfahrt-material und Objekte unbekannter Herkunft". Hieran hat natürlich die Foreign Technological Division (FTD) ein Interesse. Blue Fly-Operationen werden als rasche Reaktionseinheiten, bestehend aus qualifizierten Geheimdienst-Personal, verstanden, um unidentifizierte Flug-Objekte oder bekanntes Aerospace-Material des Sowjetblocks zu bergen, besonderes Interesse gilt hier natürlich Waffen-Systemen und ihren Komponenten! Am 3.Mai 1990 erklärte die USAF gegenüber Stone, zwei Dokumente des Luftwaffen-Geheimdienstes zu besitzen, diese seien aber im Interesse der nationalen Sicherheit klassifiziert und können nicht freigegeben werden. Am 12.März 1991 gab dann das Außenministerum 280 Seiten betreffs Projekt Mondstaub an Stone frei. Im Anhang wurde erklärt, es gäbe weitere 38 Dokumente, die aber unter der Obhut anderer Behörden ständen.

Hier erfahren wir nun, dass im März 1968 die Regierung von Nepal vier Objekte barg, die vom Himmel gefallen sein sollen, eines davon war ein nasen- oder konusförmiges Objekt. Die amerikanische Botschaft wurde darüber informiert, da die nepalesische Regierung es wünschte, dass diese Teile an ihren Eigentümer zurückgegeben werden. Die Amerikaner zogen die Teile ein und unterrichteten die Regierung von Nepal nicht über die Identität und Herkunft der Objekte. In einem Dokument der Defense Intelligence Agency (DIA) wird eine vermeintliche Satelliten-Bergung am 3.August 1967 im Sudan erwähnt. Hier wurde ein röhrenförmiges Teil von drei Tonnen Gewicht 50 Meilen vor Kutum geborgen. Und wieder war die DIA nicht bereit die Nationalät dieses Fundstücks zu identifizieren und bezog sich auf "das Interesse der nationalen Sicherheit".


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