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08.10.2003 |
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Die NASA hat sich gewaltig geirrt!Das Bild von der Mutter aller Feuerbälle ist ein Flop und hat ganz andere Ursachen!
Ein Feuerball, erzeugt von einem sofagroßen kosmischen Objekt, das in die Erdatmosphäre eingedrungen ist und sich dort gerade - stark erhitzt und leuchtend - auflöst: Mit dieser Erklärung hat die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa das Bild in der vergangenen Woche als "Astronomy Picture of the Day" im Internet plaziert. Der 15 Jahre alte Schüler Jon Burnett aus Pencoed bei Bridgend in South Wales/Großbritannien hatte das Foto in der Abenddämmerung des 24. September aufgenommen. Eigentlich wollte er nur mit einer neuen Digitalkamera ein paar Fotos von seinen Skateboard fahrenden Klassenkameraden aufnehmen, als er die auffällige Leuchterscheinung bemerkte. Weil er nicht wußte, worum es sich dabei handelte, rieten ihm seine Eltern, das Bild der Nasa zu schicken. Und dort war man gleich ganz begeistert von dem außergewöhnlichen Schnappschuß. Ein Foto zeigt jedoch nicht immer, was man auf ihm zu erkennen glaubt. Für Forscher, die sich mit Bildern von "fliegenden Untertassen" beschäftigen, ist das eine Binsenweisheit, die bei Ufo-Gläubigen allerdings oft auf Unverständnis stößt. Das Bild des Schülers jedenfalls hat sofort heftige Diskussionen ausgelöst. Es gab sogar Wissenschaftler, die dem Schüler einen Schwindel unterstellen wollten. Diesen Vorwurf haben sie inzwischen fallengelassen. Das Bild ist echt und tatsächlich ungewöhnlich, wenngleich sich die Deutung des Inhalts gewandelt hat. Ein 27 Jahre alter Schotte hat dasselbe Ereignis von einem Standort ganz in der Nähe fotografiert - mit einem viel größeren Blickfeld -, und auf seinem Foto erkennt man recht genau, daß es sich bei der dunklen Spur hinter dem hellen Kopf um den Kondensstreifen eines Flugzeugs handelt. Eindeutige Antwort fehlt noch Auf die Frage, warum der Kopf so breit ist und zu leuchten scheint, gibt es noch keine eindeutige Antwort. Eine Möglichkeit wäre, daß das Licht der untergehenden Sonne von Eispartikeln reflektiert worden ist, die man in der fraglichen Höhe findet. Auf ähnliche Weise kommen die sogenannten Sonnen-Halos zustande. Möglicherweise wurde aber auch aus einem Flugzeug der britischen Luftwaffe Kerosin abgelassen, das sich entzündete, als anschließend der Nachbrenner eingeschaltet wurde. Derartiges ist in einem anderen Fall beobachtet worden. Britische Wissenschaftler wollen das spektakuläre Foto von Jon Burnett zum Anlaß nehmen, eine Tagung über Meteorite zu veranstalten, die für die Erde eine Gefahr darstellen können. Ehrengast der Veranstaltung, so heißt es, soll der 15 Jahre alte Schüler sein.« Daniel Fischer von der Skyweek hatte am selben Tag diesen Artikel auf seiner Homepage aufgespielt: Die Feuerkugel, die keine war: Lektionen aus einem kuriosen Medienereignis, das am 1. Oktober seinen Anfang nahm, hat drei Tage später der niederländische Meteorspezialist Marco Langbroek gezogen - und lernen können und sollten viele etwas daraus. Mehr unter http://www.astro.uni-bonn.de/~dfisc... Externe Linkshttp://www.astro.uni-bonn.de/~dfischer/news/760.html#753 |
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