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09.06.2003


    
UFOs und Fliegende Untertassen im MDR-Fernsehen

Dienstag, 10.Juni 2003, 14:30 h bis 15:30 h - eine Stunde lang dreht es sich im Lexikon-Fernsehen rund um UFOs, so rund wie Untertassen

Auf seiner gleichnamigen Internetseite http://www.lexi-tv.de gab es hierzu bereits Ausblick: "Gibt es solche Fliegenden Untertassen wirklich? Warum nicht? Irgendwie müssen die Aliens ja auf die Erde gekommen sein, die Hitler´s UFO-Flotte bauten..." Und dann konnte man sich schon weiter mit dem Thema befassen: UFOs - Fliegende Untertassen. Für viele Irritationen sorgen schon seit biblischen Zeiten seltsame fliegende Objekte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab man der Sache einen Namen: Ufo. Der sagt nichts anderes, als dass man so gar nicht weiß, was es eigentlich ist. Den Medien scheint das Thema Ufo heute tauglich für die beste Sendezeit: Wie alles Mysteriöse fesselt es die Zuschauer. Motto: Mancherlei Augenzeugen haben allerlei gesehen. Solide ist so gut wie nichts. Wer sich Ufos nicht vorstellen kann, hat wenig Phantasie; wer an Ufos glaubt, hat zu viel Science-Fiction gesehen. Gelehrte, die echten und die selbsternannten, liefern sich einen telegenen Kampf um Aufmerksamkeit und Macht. Und das Rätselraten geht weiter: Stammt die Technik eher aus den Special-Effect-Labors Hollywoods, oder ist sie fernab der Öffentlichkeit in den Rüstungs-Schmieden entstanden? Mischen die Aliens dabei etwa fleißig mit und waren sie einst mit den Nazis verbündet? Auch wir wissen, dass man so gar nichts weiß...

"The Truth is out there – Die Wahrheit ist irgendwo da draußen." Für Fox Mulder, FBI-Agent aus der beliebten TV-Serie Akte X, gibt es in dieser Hinsicht keine Zweifel. Doch welche Wahrheit meint Mulder? Bekannter- weise beschäftigt sich der Agent ja mit paranormalen Phänomenen. Verbirgt sich hinter seiner geheimnisvollen Aussage vielleicht konkretes Wissen über die sogenannten Unbekannten Flugobjekte - kurz Ufos? So mancherlei Mysterien stecken hinter diesen drei Buchstaben. Zweifelsfrei wurden Ufos schon beobachtet: Doch ob es sich dabei um Objekte von Außerirdischen handelte, ist fraglich.

"Marsgott" als Ufo-Lenker? Bereits die Definition für Ufos unterscheidet zwei Erscheinungsformen: Im weiteren Sinne versteht man darunter Flugobjekte, die vorerst für die Beobachter unidentifizierbar sind, sich jedoch von Experten auf bekannte Phänomene zurückführen lassen. Im engeren Sinne sind Beobachtungen gemeint, die auch von Spezialisten nicht erklärt werden können. Von Außerirdischen ist in diesem Zusammen- hang überhaupt nicht die Rede. Dennoch verbinden viele Menschen das Phänomen der "fliegenden Untertassen" automatisch mit Aliens. Kein Wunder, irgend jemand muss die Flugobjekte ja lenken. Und der Glaube an Lebensformen aus dem All ist auch nicht so neu. Ob im alten Ägypten oder im Mittelalter, die Geschichtsschreiber der Zeit spekulierten schon damals über Besuche aus dem All. Wandmalereien in Höhlen und Bodenbilder in Wüsten dienen Ufo-Anhängern als Beweise für die Existenz auch alien-gesteuerter Flugkörper. So finden sich in der peruanischen Wüste bei Nazca mehrere Tier- und Figuren- zeichnungen im Boden. Wegen ihrer Größe wurden die mysteriösen Bilder erst Anfang des 20. Jahrhunderts vom Flugzeug aus entdeckt. Sollten das Botschaften für Freunde aus fernen Galaxien gewesen sein? Auch in den Bergen der algerischen Tassili N´ajjer befindet sich eine Zeichnung von einem großen Wesen mit einer Art Helm auf dem Kopf: "Alientheorie-Anhänger" Erich von Däniken gab der Gestalt den Namen "Marsgott". Blickt man nur gezielt genug hin, lassen sich auch im alten Testament Geschichten über graue Männchen aus dem All finden: "Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer. Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten; die waren anzusehen wie Menschen. Und jede von ihnen hatte vier Angesichter und vier Flügel...," heißt es beim Propheten Hesekiel.

Aliens statt Engel... Für den Ufo- und Alien-Skeptiker Paul Kurtz, Gründer der Organisation Committee for the Scientific Investigation of Claims of the Paranormal - kurz CSICOP - sind die Alien-Theorien Hirngespinste. Für ihn ist die Ufologie "die Mythologie des Weltraum-Zeitalters". Nur, dass wir jetzt statt der Engel Aliens hätten, meint Kurtz. Paul Kurtz ist Gründer und Vorsitzender von CSICOP: Die Forschungsorganisation will die wissenschaftliche Untersuchung scheinbar übernatürlicher Phänomene vorantreiben. Ufologie sei das Produkt kreativer Phantasie. Sie strebe danach, dem Menschen tiefere Wurzeln und eine bessere Orientierung im Kosmos zu verschaffen. Die Götter des Olymp seien zu Weltraumreisenden geworden, die uns in unseren Träumen in andere Welten transportieren. So weit so gut.

Externe Links

http://www.lexi-tv.de

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