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10.06.1999 |
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1999: 52 Jahre UFO-ForschungWas haben wir daraus gelernt? Am 8.Juni 1999 verschickte Jerry Black (einer der amerikanischen MUFON-`Rebellen` aus Ohio ob des Flops um den Fall Ed Walters und seither einer der schärfsten Kritiker der UFOlogie aus ihr selbst heraus) über die Email-Liste UFO Updates - Toronto seinen nachdenkenswerten Beitrag "5oth Anniversay Of UFOlogy: What Have We Really Learned". Ausgangspunkt hierfür war ein Gespräch, welches er in der ersten Juni-Woche 1997 mit einem UPI-Reporter anläßlich des 50.Jahrestages der UFOlogie und Roswell führte. Dabei hatte der UPI-Mann ihn gefragt, ob er nun dieses runde Jubiläum feiern werde, da er selbst zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Jahre lang in der UFOlogie aktiv gewesen war. Black hielt inne und antwortete nicht sofort, sodaß der Reporter nachfragen mußte, warum er nun mit einer Antwort zögere. Anstelle in feierliche Stimmung zu verfallen, wurde Jerry Black nachdenklich und sagte schließlich dem verblüfften Journalisten: "Nein, für mich gibt es deswegen nichts zu feiern. Was haben wir denn in diesen 50 Jahren wirklich erreicht? Solange ich dabei bin habe ich nur gesehen, daß die UFOlogie Jahr für Jahr jeweils einen Schritt zurück macht. Unser selbsternannten `leaders of ufology` haben die ganze UFO-Gemeinschaft in die Niederungen geführt. Scheinbar ist es ihnen wichtiger Bücher zu schreiben, Veranstaltungen und Seminare durchzuführen, Talkshows zu besuchen usw. Und überall verkünden sie, daß sie nur nach Antworten auf das UFO-Phänomen suchen, während sie hintenrum die Antworten doch schon längst geliefert haben. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Leute wirklich den Menschen vor der Türe der UFOlogie die Wahrheit erzählen. Ja, warum sollte ich da die UFOlogie befeiern?"
Nun, zwei Jahre später ist Black weiterhin kritisch seiner eigenen Zunft gegenüber und machte sich zum 52.Jahrestag der UFOs weitere Gedanken. "Meiner Meinung nach liegt es in der Verantwortung der UFO-Gemeinde sich diesen öffentlichen Selbstdarstellungen der ufologischen Spitzen zu stellen und kritisch mit deren Veröffentlichtungen umzugehen. Denn wo sind nur die immer wieder vorgetragenen `objektiven Untersuchungen` geblieben? Zudem ist das Feld von zuvielen Schwärmern besetzt, die hier ihren Tagträumen nachgehen. Ich weiß, daß derartige Worte nicht den Geschmack der ufologische Masse finden, daß habe ich mit einigen wenigen Leuten gemeinsam. Ich werde mich dafür nicht entschuldigen", erklärte Black nun und wir können uns voll nicht hinter, sondern neben ihn stellen.
Fälle wie die Behauptungen von Whitley Strieber oder Ed Walters wurden niemals ernsthaft den den Führern der Bewegung angegangen, weil sie ganz andere, kommerzielle Interessen haben und sich wechselseitig das Thema nicht kaputtmachen wollen. Jerry Black sah genauso eine neue und gefährliche Entwicklung in der UFOlogien aufkommen, nämlich der Trend hin aus dem Thema Geld schlagen zu wollen. Unter diesem Gesichtspunkt, klagt Black zu recht, kann niemand mehr wirklich objektiv sein, auch wenn er sich nach außen gerne so verkaufen will. Schein und Sein sind zwei differente Wahrheiten. Seit ein paar Jahrzehnten gehört plötzlich Trommeln zum Geschäft, was der seriösen Erforschung des UFO-Phänomens nicht gut tut und sie daher zum Problem werden läßt. Man braucht sich nur anschauen, welche "Experten" auf den UFO-Konferenzen auftreten und bewußt eingeladen werden, zudem gibt es den starken Hang aus UFO-Veranstaltungen wegen mangelnder Publikumsmasse Misch-Konferenzen mit starkem Esoterik- und New Age-Einschlag und mancherlei Showeffekten zu machen (jeder die die UFO-New Age-Spektakel namens "Dialog mit dem Universum" hierzulande kennt, weiß von was hier Black spricht). Dazu gehört eben auch, das Bruce Maccabee das Vorwort zu Walters "Klassiker" schrieb und Strieber das Vorwort für Stanton Friedman´s letztes Werk verfaßte und dies aus PR-Zwecken noch extra auf dem Buchdeckel ausgewiesen wurde. Damit geben sie sich gegenseitig öffentlichen Schub. Für einen echten Forscher sind solche Sachen nicht vorstellbar und unakzeptabel.
Black beobachtete nun seit vielen Jahren schon mit unangenehmen Gefühlen, wie die UFOlogie eine Übernahme, ein "crossover", von solchen Leuten wie Richard Hoagland, Colin Andrews und Linda Moulton Howe erfährt. Sicherlich, das Publikum liebt sie und ihre Storys, aber die seriösen Untersucher zucken bei jedem dieser Namen zusammen. Dies alles ist nur deswegen möglich, weil man Leuten wie Maccabee zuviel Spielraum ließ und nicht rechtzeitig ausbremste, ja im Gegenteil, sie sogar förderte und bejubelte. Strieber wieder erklärte solche Leute zu mögen, "weil sie an der Kante leben". Hoagland erwies sich als Spinner, Collins als Opportunist und Howe ist sehr einfältig. Dennoch, sie geben sich bei Art Bell´s Radioprogramm dauernd die Klinke mit anderen Persönlichkeiten des Felds in die Hand, um der amerikanischen Öffentlichkeit die "echten" und aus dem wahren Leben entsprungenen "X Files" vorzugaukeln, hauptsächlich aber auch nur um die Art Bell-Show als Werbeplattform zu nutzen.
Besuchen Sie doch mal Jerry Blacks Internet-Homepage:
http://members.xoom.com/blackshole/
Fazit
Wer da treudoof und naiv glaubte, daß es die CENAPler einzig und allein sind, die da in Sachen UFOlogie und ihre Auswüchse `rebellisch` sind und Stunk machen, hat sich getäuscht. Wir sind vielleicht die erste deutsche Ausprägung der aus der UFOlogie selbst herauswachsenden kritisch/skeptischen Bewegung gewesen, aber wir stehen nicht in der Ecke und schon gar nicht auf weltweitem Level einsam da. Die kritische Seite wird immer größer und lautstärker. Dies hat nichts damit zu tun, daß diese Menschen "UFO-Feinde" sind, sondern nur Gegner der vorherrschenden UFOlogie, die immer schneller in den letzten Jahren verkommerzialisiert worden ist - und damit vor die Hunde ging sowie eine große öffentliche Irreführung stattfand. Pardon, aber das stinkt uns, weil der Forschungsgedanke dabei auf der Strecke bleibt bzw deswegen völlig wirre Ausprägungen und Ideen erzeugt wurden. So ist es wenig verwunderlich, wenn immer neue UFO-Dissidenten verstärkt gerade auch in den letzten Jahren z.B. beim CENAP an der Tür klopfen, um für uns tätig zu werden. Eine so offenkundig lautstarke Opposition hat es (nicht nur hierzulande) noch nie gegeben. Und wohlgemerkt: Dies sind keine a priori-Neinsager, sondern Menschen die von UFO-Phänomen schon fasziniert sind und die damit verbundenen Narreteien nicht mehr mitmachen wollen, sondern fordern, wieder back to the roots zu kommen. Darüber hinaus ist auch zu beobachten, wie die neue Generation der UFOlogie immer kritischer wird, weil sie in Wechselwirkung z.B. mit dem CENAP steht.
Externe Linkshttp://members.xoom.com/blackshole/ |
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