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13.06.2002


    
5.UFO-Phänomen-Forschungstagung 2002 in Cröffelbach (b.Schwäbisch Hall)

Tagungsbeginn: Samstag, 28.September, 13:30 h/Tagungsende: Sonntag, 29.September, 12:30 h

Soeben wurde das Programm der diesjährigen Arbeitstagung deutscher UFO-Forscher im Hotel-Gasthof Ochsen (Telefon: 07906 - 9300) an Ort bekannt. Hier die Programm-Vorstellung für potentiell Interessierte:

Samstag, 28.9.: 13:30 - 14 h: Retrospektive der vorausgehenden Tagung und Überblick zum Verlauf der aktuellen Veranstaltung - Rudolf Henke. 14 bis 15:15 h: Über Gewißheitsbehauptungen* referiert Ulf Harendarski, Sprachwissenschaftler an der Carl von Ossietzky Universität (Oldenburg). Grenzgebiete im Blick/Berichterstattung zu UFOs und anderen Themen aus dem Bereich der Anomalistik im SPIEGEL und BILD** - Gerhard Mayer, Dr.phil., Psychologe und Mitarbeiter beim IGPP in Freiburg. 17 - 18:15 h: Die Augen der Aliens. Wie sehen Kinder und Jugendliche Außerirdische und UFOs? - Roland Gehardt. 20 - 21 h: Videobummel durch das Cape Kennedy-Raumfahrtzentrum - Reiner Wisser. 21 - 22 h: Neues UFO-Videomaterial aus dem Archiv Werner Walter´s. Zwischendurch immer wieder Pausen und danach "open end".

Sonntag, 29.September. 9:15 - 11 h: Das "Hinterhof"-Phänomen Kugelblitze - ein Thema für die UFO-Phänomen-Forschung? Rudolf Henke in zwei Berichteteilen (Übersicht und Ergebnis eigener Studien). 11:15 - 12:30 h: 30 Jahre Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V. in Lüdenscheid - Hans-Werner Peiniger.

Anmeldung für die Veranstaltung bei Organisator Rudolf Henke unter eMail: [email protected]. Teilnehmen können alle Personen, die bereit sind, sich an die üblichen Diskursregeln zu halten. Ausführlichere Informationen zur Veranstaltung können via PDF-Dokument beim Veranstalter angefordert werden. Eintritt, wie immer kostenlos, Übernachtung (etwa 50 Euro per Einzelzimmer im "Ochsen") und Verpflegung sind selbstverständlich von jedem Teilnehmer selbst zu tragen.

*= Details: Wer überzeugt glaubt, ein UFO beobachtet zu haben – vielleicht schon vor vielen Jahren - wer glaubt, durch Außerirdische entführt worden zu sein, wird wissen, daß anderen schwer fallen kann, ihren Erzählungen Glauben zu schenken. Eine gelungene Strategie des Erzählens besteht darin, die Beobachtungen so zu erzählen, daß an der Wahrheit des Erzählten möglichst überhaupt nicht erst zu zweifeln ist. Das mag psychologisch noch verständlich und für viele auch notwendig sein. Ein ernsteres Problem erzeugt sich allerdings durch zahlreiche Werke sachliterarischen Anspruches der UFO-Logie, deren Autoren selbst für sich nicht glauben, derartiges erlebt oder beobachtet zu haben. Gerade sie zeigen sehr oft über ihren Sprachgebrauch vermittelt, wie stark sie felsenfest überzeugt sind, daß die ihnen (und meist leider nur ihnen) vorliegenden Geschichten auf jeden Fall wahr sind. Dessen sind sie gewiß oder geben sie sich gewiß, auch wenn sie überwiegend keine Kriterien nennen, woher eigentlich die Gewißheit zu beziehen ist. Ich möchte in Cröffelbach an einigen Textbeispielen auflagenstarker UFO-Literatur zeigen, wie dort Gewißheit behauptet wird, welche sprachlichen Mittel dazu dienen. Die Frage lautet also: Wie macht man das, Gewißheitbehaupten?

**= Details: Themen aus dem Bereich der Grenzgebiete der Psychologie besitzen für die Medien eine besondere Attraktivität. Während der Reiz für die Sensationspresse in dem Ungewöhnlichen und Seltenen liegt, werden sie häufig von naturwissenschaftlich orientierten Journalisten als Provokation eines rationalistischen Weltbild empfunden. Als Teilergebnis einer Studie, die die Presseberichterstattung zu Themen aus dem Bereich der Anomalistik in den Printmedien Der Spiegel, Bild und Bild am Sonntag untersuchte, wird der spezifische Umgang der Wochenzeitschrift Der Spiegel mit solchen Themen dargestellt. Er lässt sich durch zwei Strategien kennzeichnen, die zum Zweck der Entschärfung des Unerklärlichen im „Kampf gegen die Anti-Aufklärung“ eingesetzt werden, einer modellbezogenen und einer kontextbezogenen Strategie. Neben der allgemeiner gehaltenen Darstellung soll in einem weiteren Teil des Vortrags eine Analyse des diachronen Verlaufs der Berichterstattung zum Thema „UFOs“ im Laufe der letzten 50 Jahre vorgestellt und die Zusammenhänge der Erklärungsmodelle und Argumentationsstrukturen mit zeitgeistbedingten Faktoren aufgezeigt werden.


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