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19.05.1999


    
STAR WARS-Hype: Day One

The Force is finally with us

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Am Sonntag, den 16.Mai 1999, gab es dann in den US-Metropolen eine exklusive Benefiz-Preview für die Reichen und Schönen des Landes zum Eintrittspreis zwischen $ 500 und $ 1000 für eine gute Sache. Die alte und die neue Generation der STAR WARS-Fans begegnete sich. Väter, die damals selbst noch junge Männer waren und die erste Triologie verschlangen, gingen mit ihren Söhnen ins Kino - und alle kamen mit glänzenden Augen nach über zwei Stunden wie aus einer anderen Welt zurück! Kritiker hatten gewarnt, daß der Film ein typisches Produkt der 90er Jahre sei, ein Aktions-Feuerwerk ohne brilliante Geschichte. Kommentare des Publikums gefällig? Hier sind ein paar Stimmen, die wir am 17.Mai bei Sat1-BLITZ und den Pro7-Nachrichten auffingen: "Ein Scheiß was die Kritiker geschrieben haben!" - "Ich weiß nicht, welchen Film die Kritiker sahen, aber es war garantiert nicht dieser!" - "Großartig, phantastisch!" - "Es gibt auch andere Dinge im Leben, aber STAR WARS ist jetzt immer in meinen Gedanken..." - "Es ist der der beste STAR WARS bisher, großartige Spezialeffekte, mehr Spannung." Natürlich muß man sich erst daran gewöhnen, daß die meisten bekannten Charaktere und Schauspieler der ersten drei Staffeln nicht mehr vorhanden sind - schließlich spielt EPISODE I viele Jahrzehnte vor der Spielhandlung der bereits bekannten Triologie. Auch wer sich darauf freut, die Rätsel aus den ersten drei Teilen hier nun komplett aufgelöst zu finden, wird enttäuscht sein, weil noch zwei weitere Teile anstehen, die damit auszufüllen sind - es gäbe ja sonst keinen Reiz sich die beiden noch bis in nächste Jahrtausend hinein zu verfilmenden Folgen anzuschauen. Sicher ist, daß man von der Story her nicht zu viel erwarten darf - EPISODE I ist ein erschlagendes Bilder-Kino.

Am Mittwoch, den 19.Mai 1999, war dann an der US-Ostküste um 0:01 h Einlaß zur Mitternachts-Premiere des Streifens für das gesamte Publikum. Freilich wurden die Kinos gestürmt, viele die da mit aller nervlichen Anspannung gewartet hatten, erschienen gar in STAR WARS-Kostümen. Das Fandom der "Die Hard-Star Wars-Enthusiasten" (so CNN in "American Edition" am 19.Mai) marschierte auf und jubelte. STAR WARS ist nicht nur für viele ein Film, er ist eine Philosophie, eine Religion. So einen Rummel hatte es in Amerika um einen Film noch nie gegeben, in den letzten Stunden wuchs die Hype und Hysterie unerträglich für viele an. Solch blockweite Schlangen vor den Kinos hatte es mitten in der Nacht noch nie gegeben. Fast ganz Amerika ist also im STAR WARS-Rausch und RTLs "Punkt 12"-Moderator meinte gar, daß das öffentliche Interesse selbst die Mondlandung und die Clinton-Affäre toppen mag. Vor den Kinos standen jedoch nicht nur die Massen der Sternenkrieger, sondern auch ganze Horden von Reportern und TV-Teams, um die Eindrücke des Publikums einzufangen. Aber auch die die nicht der Premiere beiwohnen konnten feierten und machten vor den Kinos Party. Und in den Lichthäusern selbst? Party goes on! Man hat kaum den Eindruck, daß die Leute im Kino waren, sondern die Stimmung und der Jubel war wie bei einem Live-Konzert. Niemand störte, daß die Handlung eine Generation vor der ersten Kampagne damals vor 20 Jahren spielte, noch auf der Straße hörten die Reporter während der laufenden Vorstellung, wie die Leute tobten. Da muß die Kritik, wie z.B. jene der Entertainment Weekly, die "eine zusammenhanglose und verwirrende Handlung" reklamierte, wohl tatsächlich einen anderen Film gemeint haben. Die meisten Zuschauer mit dem Kind im Manne waren der Meinung: Es hat sich gelohnt, "its great". Selbst Studenten des MIT modellierten ein Kampus-Gebäude zu einem gigantischen R2D2 um. Als um 19:55 h CET CNN in "American Edition" das STAR WARS-Fieber in einer Live-Schaltung nach Los Angeles (10:55 h morgens Ortszeit!) aufgriff, konnte Reporter Jim Moret vor einem dortigen Kino berichten, daß da immer noch 1200 Leute auf der Straße standen, um vielleicht eine Karte für irgendeine Vorstellung in den nächsten Tagen zu ergattern, mancher von ihnen gehörte bereits zur `Next Generation`, also jenen, die den Film gleich nochmals sehen wollen. Die Folge: Immer mehr Abspielhäuser bieten nun rund um die Uhr den Film an. Einer CNN-Umfrage unter den Erwachsenen des Landes ergab, das nur 25 -1074012104en Film nicht sehen wollen. Verbleibt ein gigantisches Potential. Damit ist dem Film eine große Zukunft zu bescheiden... Der US-Wirtschaft entstand allein am ersten Tag ein Schaden von $ 600 Millionen, weil so viele Mitarbeiter schwänzten.


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