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25.05.2002


    
Teil I: Wenn außerirdische Erscheinungen wie Venus & Jupiter am Nachthimmel zu UFOs werden

Beispielsfall: Deutschland, Europa und die Welt am 23.Februar 1999 - einer der größten UFO-"Hämmerfälle" überhaupt

"Wissen Sie, wie viele Male wir bereits der Venus Landefreigabe gegeben haben?" - so ein Kommentar eines FAA-Beamten am Detroit Metropolitan Airport gegenüber CUFOS-Chefuntersucher Allen Hendry, "The UFO Handbook" (1979), S.27. Wenn es um das UFO-Rätsel geht, sind oftmals die Menschen verunsichert. Viele wissen diesbezüglich einfach nicht mehr weiter und Tor und Tür für Interpretationen, Spekulationen und wilden Auslegungen wird in solchen Fällen geöffnet. Egal ob Privatmensch, Journalist oder auch als Behörden-Vertreter. Wie wir wissen, herrscht oftmals aus der Unwissenheit heraus eine Art Notstandslage, wenn z.B. Polizei, Flugsicherung, Sternwarten und Planetarien mit UFO-Reporten ob bestimmter ungewohnter Himmels-Phänomene konfrontiert werden. Im ersten Moment stehen sie dem vielleicht hilflos und ohnmächtig gegenüber. UFOs stehen nämlich nirgends auf den Lern-, Einsatz-, Notfall- und Stundenplänen. Aus der unerwarteten Konfrontation mit diesen Objekten heraus können unvermittels kautzige, neunmalkluge und gar dumme Reaktionen erfolgen, die die Verwirrung nurmehr steigern. Aufgrund der in Sachen UFOs aufgeheizten Stimmung in Zeiten des Mystery ist es schnell geschehen, wenn falsche Vorstellungen nur noch weiter genährt werden. Deswegen ist es kein Wunder, wenn mit "Ah´s" und "Oh´s" selbst die Reflektionen der Projektionen von Lichteffektgeräten an Wolken begleitet werden, wenn die Zeugen darin endlich mal selbst UFO zu sehen glauben und ihnen deswegen ein leichter Schauder über den Rücken läuft. Immer wieder sind die Menschen dann enttäuscht, wenn ihnen gesagt wird, dass die vermeintlich echte UFO-Erscheinung nichts weiter als eine Narretei war. Wie oft haben wir schon von Zeugen den Satz "Und ich dachte, jetzt bekam ich endlich mal UFOs zu Gesicht" gehört?

Es gab einige Aufregung in Deutschland betreffs zwei hell-strahlenden Lichtobjekten am Himmel in der späten zweiten Monatshälfte im Februar 1999! Ab dem 19.jenes Monats erreichten etwa zwei bis drei Anrufe quer durch Deutschland jeden Abend die UFO-Hotline, der Höhepunkt der Ausbruchs von UFO-Meldungen war der Abend des 23.Februar. Alle Zeugen sahen ein und das selbe Phänomen am Himmel kurz nach Sonnenuntergang, gegen 19 h bis 19:30 h: Am Westhimmel erschien "in 500 Meter Höhe" eine ungewohnte Erscheinung. Zwei mysteriöse Lichtobjekte standen da schräg versetzt übereinander und mit einer "Handbreit" bis "zwei Finger" Abstand zueinander, die im Zuge der Zeit herabsanken. Die Meldungen liefen aus der Nähe von Hamburg, aus Izehoe ("Es sieht schon komisch aus, war noch nie da, was kann das nur sein?"), aus Baden-Baden, Karlsruhe ("Kommen die, um nach unserem Hochwasser zu schauen?" - eine 50-jährige Lohnbuchhalterin), Leverkusen, Bocholt (ein Taxifahrer beim Abholen eines Kunden an der Peripherie der Stadt: "Ich spinn doch nicht, das ist dort oben nicht normal!"), Kaufbeuren und bis nach Schleswig ein. Die Zeugen: Ein Architekt, eine Lohnbuchhalterin, ein Polizist in Urlaub, ein Bundeswehr-Soldat auf dem Weg in seine Stube, eine Hausfrau, ein Student und mehrere Jugendliche. Teilweise hatten sie diese Erscheinung über 60 Minuten hinweg gesehen und fanden sie "völlig außergewöhnlich", auch wenn ein paar Leute sagten, dass das "eine Ding irgendwie an den Abendstern" erinnert, aber ein Mann fragte sich schon "ob dies ein Zeichen zum Jahrtausendwechsel sei". Hellweiß bis gelblich, in einem Fall "wie ein Diamanten-Funkeln" von einem Brillenträger beschrieben, seien sie gewesen, ansonsten stationär "noch nicht einmal habhoch am Himmel". Jeden Abend näherten sich die Erscheinungen immer mehr an, eines der Objekte (das Obere in der Formation) war wegen seiner geringen "Lichtabstrahlung" als kleiner beschrieben worden. Am 23.Februar dann der spektakuläre Höhepunkt.

Deutschland lag geraume Zeit grau-in-grau da und oftmals war im Februar der Himmel bevölkt gewesen und es gab Niederschläge, als dann ein paar Tage lang der Himmel teilweise oder ganz, gerade auch erst in die späten Nachmittagsstunden hinein, aufriß, erschien dann in Richtung Sonnenuntergang das wunderliches "Gebilde". Es handelte sich um eine seltene astronomische Konstellation: VENUS & JUPITER standen "gebündelt" am Himmel beieinander. Während man normalerweise den "Abendstern" (Venus) kennt, war in diesem Fall der ´Verfolger´ (Saturn) ungewohnt hinzugekommen und mystifizierte diese Erscheinung, gerade auch, weil sich optisch gesehen die Venus durch ihren unmittelbaren Begleiter Jupiter sozusagen "aufblähte". Diese astronomische Konstellation (eine Konjunktion) rief mal wieder mit mächtiger Kraft die Phantasie hervor. Während jeweils die Venus ("Queen of the IFOs" genannt) und der Jupiter für sich individuell hervorragende UFO-Stimulis sind, war ihr gemeinsamen Intermezzo am selben Fleck des Himmels selbstverständlich Anlaß für eine UFO-Hysterie sondersgleichen, wenn sich ihr UFO-Melde-Potential plötzlich aufsummiert. Es setzte eine Berichtewelle wie selten ein.


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