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17.05.2002


    
Landebasis für Außerirdische

Die Bewohner der kanadischen Provinz British Columbia melden überdurchschnittlich viele Beobachtungen von Ufos!

Von Bernadette Calonego

Vancouver – Wer schon immer eine Begegnung mit Außerirdischen erleben wollte, reist am besten in die kanadische Stadt Vancouver. Denn Vancouver ist angeblich die am häufigsten von Weltraum-Bewohnern besuchte Stadt der Welt. Um ein Unbekanntes Flugobjekt (Ufo) zu sichten, scheint die Provinz British Columbia, in der Vancouver liegt, offensichtlich ein günstiger Ort zu sein, rät die britische Zeitung The Guardian ihren Lesern. Nirgendwo in Kanada melden so viele Menschen, dass sie ein Ufo beobachtet hätten, wie in diesem Westküsten-Staat. Das zeigt eine Liste, die der Wissenschaftsautor und Hobby-Astronom Chris Rutkowski von der Universität of Manitoba veröffentlicht hat: Ein Drittel der 374 Ufo-Sichtungen in Kanada fanden im vergangenen Jahr in British Columbia (B.C.) statt. "Hier gibt es riesige Waldflächen und unberührte Wildnis", erklärt Gavin McLeod vom Verein „UFO-BC“, "vielleicht ist das ein guter Ort für Außerirdische, um sich zu ver stecken." Auf der Internetseite von McLeods Verein werden seit Jahren Berichte von Menschen gesammelt, die Ufos oder Außerirdische gesehen haben wollen. "Wir gehen vor Ort und rekonstruieren, was die Leute beobachtet haben dürften", sagt McLeod.

Die 80-jährige Dorothy Izatt muss angeblich aber nicht in die Wildnis gehen, um Außerirdischen zu begegnen. Die Reisenden aus dem All besuchen sie in der Vorstadt Richmond nämlich in schöner Regelmäßigkeit. Davon ist zumindest die alte Dame überzeugt, und sie legt auch Beweise vor: Filmaufnahmen von Raumschiffen und Außerirdischen. Schon seit über 20 Jahren filmt die elegante, geistig rege Urgroßmutter auf Super-Acht-Film, der sich schwerer als Video-Aufnahmen manipulieren lässt, seltsame Erscheinungen am Himmel und in Raumschiffen. Die Filme der Rentnerin sind selbst skeptischen Experten ein Rätsel. Es war der 9. November 1974, als Dorothy Izatt nach eigenen Angaben zum erstenmal ein Raumschiff aus anderen Dimensionen von ihrer Wohnung aus sah. "Ich hatte das Gefühl, jemand starre mich an", erzählt sie. "Ich drehte mich um und sah eine Erscheinung wie einen strahlenden Diamanten am Himmel." Seither werde sie regelmäßig besucht und kommuniziere auch mit den „Lichtwesen“, anfangs mit Taschenlampen-Signalen, heute per Telepathie. "Sie kommen von verschiedenen Planeten und sehen auch unterschiedlich aus", sagt sie. Die Kanadier sind gegenüber solchen Phänomenen sehr aufgeschlossen: Nach einer Umfrage aus dem Jahr 1996 glauben 70 Prozent aller Kanadier, dass intelligentes Leben irgendwo im Universum existiert. Davon glaubt wiederum die Hälfte, dass die Erde bereits von Außerirdischen besucht wurde. Das kanadische Nachrichtenmagazin Maclean’s zitiert Experten, wonach mehr als zehn Prozent aller Kanadier Ufos gesehen haben wollen. Laut Chris Rutkowski steigt die Zahl der Ufo-Berichte jedes Jahr an: Im vergangenen Jahr waren es 42 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Dorf St. Paul in der kanadischen Provinz Alberta hat man sogar eine Landefläche für Ufos gebaut, direkt neben dem Gebäude der Handelskammer. Palmiro Campagna, Ingenieur für Elektromagnetik im kanadischen Verteidigungsministerium, hat sich inzwischen zum Ufo-Spezialisten entwickelt. In seinem Buch über Ufo-Vorfälle in Kanada will er ein Ereignis mit harten Fakten belegen. Der Vorgang nach seiner Darstellung: Im November 1975 meldeten verschiedene Bürger in der Provinz Ontario, sie hätten Ufos gesehen. Auch Polizeibeamte bemerkten mysteriöse Flugobjekte und erstatteten dem kanadischen Verteidigungsministerium Bericht. Das Ganze spielte sich in der Nähe von Falconbridge ab, wo sich eine Radar-Station des Norad (Nordamerikanisches Verteidigungssystem) befand, die den Himmel nach ungewöhnlichen Flugbewegungen absuchte. Die Norad-Zentrale liegt in den USA. Sechs Militärbeamte in Ontario gingen nach draußen und sahen drei Ufos durch ihre Ferngläser, so Campagna. Auf dem Radarschirm verfolgten andere Beamte, dass ein Objekt in wenigen Sekunden von 8000 auf 22000 Meter Höhe stieg. US-Kampfflugzeuge wurden ausgesandt, die Flugobjekte aber waren verschwunden. "Alle sahen dasselbe Objekt: der Radar, die Militärs und die Polizeibeamten", sagt Campagna. Er glaubt nun, Kanada brauche unbedingt eine seriöse Untersuchung solcher Phänomene.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Internet-Ausgabe vom 16.Mai 02, siehe unter -

http://www.sueddeutsche.de/aktuell/...

Anmerkung Werner Walter, CENAP-Mannheim:

So völlig überraschend sind derartige lokale bzw regionale Konzentrationen in isolierten Gegenden nicht und als "flaps" oder "waves" in der UFO-Forschung bestens bekannt. Meistens kann sich solch begrenztes "UFO-Fieber" nur deswegen halten, weil es verschiedene externe Umstände gibt, die dieses fördern. Zwei wichtige Faktoren sind hier meistens bestimmend: 1) Die ersten UFO-Meldungen wurden nicht rigoros aufgeklärt, weil es an kompetenten Untersuchern dort wo es notwendig ist mangelte oder diese Lücken in ihrem Wissen aufwiesen um die Ereignisse sauber handhaben zu können; als Selbstläufer-Mysterium steigert sich dann die allgemeine Unsicherheit über 2) sensationssuchenden Medien und Journalisten, die gerne auch mal in "Akte X" machen wollen und selbst am ohnmächtigsten dastehen - damit verkompliziert sich dies alles zusätzlich. Gerade auch dann wenn Trittbrettfahrer auftreten. Recht schnell, wenn etwas mysteriös gehalten wird, springen dann komische Kautze auf den fahrenden Zug und kommen mit ihren fantastischen Vorstellungen daher. Dadurch ergibt sich im Rückgriff ein völlig nebelhaftes (aber soziologisch interessantes) Konstrukt, was nur mehr schwer neu zu bewerten ist - schon gar nicht aus der Ferne. Die Folge: Es gibt immer weitere neue UFO-Berichte von denen, die bei diesem "großen Spiel" auch mitmachen wollen und sich zu übertrumpfen versuchen. Man kann es den "Loch Ness"-Effekt nennen, der z.B. auch aus dem norwegischen Hessdalen bekannt ist.

Externe Links

http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel3567.php

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