. Zurück C E N A P

21.04.2002


    
Die Kurzgeschichte vom "fliegenden UFO-Rohr"

Außerirdische Erlebnisse in Kallenhardt, einem Dorf bei Rüthen im Kreis Soest, Sauerland

Damit wurden die Lüdenscheider GEP-Kollegen zwischenzeitlich konfrontiert. Am Abend des 9.April 2002 war gegen 21:30 h von einer Familie dort ein himmlisches Ding gesehen worden, "das mit drei Gruppen von jeweils drei roten langsam und stetig blinkenden Lichtern umgeben gewesen war". Das Gebilde soll ein "rohrartiger Flugkörper" gewesen sein, der "sich langsam, mehr schwebend" gen Südosten bewegte und "dabei ein mahlendes Geräusch machte". Einen soliden Körper habe man bei der Dunkelheit nicht sehen können, die Gestalt wurde nur aufgrund der Lichter (drei Gruppen von jeweils drei roten langsam und stetig blinkenden Lichtern) darum herum "projiziert" bzw erahnt (ein wahrnehmungspsychologischer Vorgang, um den Eckpunkten die durch Lichter "markiert" werden eine Gesamtgestalt zuzuweisen - siehe Beispiel "Fliegende Dreiecke" aufgrund von drei Flugzeuglichtern oder zylinderförmige "UFO-Mutterschiffe" aufgrund zerbrechender Feuerball-Boliden oder Re-Entry-Körper). Die Zeugen meldeten sich bei der Polizei, die den Fall dann an die GEP abgab.

In der Folge wand man sich dann an die Westfalenpost, die einen entsprechenden Regionalbeitrag brachte und die GEP dabei so vorstellte: "Es sind keine abgefahrenen Spinner, die sehnsüchtig E.T.& Co.erwarten, sondern echte Spürnasen, die schon seit 1972 seltsamen Ereignissen wissenschaftlich-kriminalistisch nachgehen... Über 700 solcher Vorfälle aus ganz Deutschland füllen die Akten des Vereins... Das scheinbar Unerklärliche ist zu erklären...denn der Großteil merkwürdiger Beobachtungen lässt sich mit viel Spürsinn eben doch erklären. Was bleibt sind eine Handvoll Fälle, die mit dem Wissen von heute noch nicht restlos geklärt wurden: ´Wir kennen noch nicht alle Naturerscheinungen, wir kennen auch nicht alle psychologischen Vorgänge bei denen, die etwas beobachtet haben´ (wurde hier Hans-Werner Peiniger zitiert). Kein einziger dieser deutschen Fälle hat sich bisher, um in der Fachsprache zu bleiben, als so genanntes ´Best UFO´ erwiesen - im Klartext, Beweise für außerirdische Abstecher zur Erde fehlen." Nach dem Zeitungsartikel meldeten sich prompt zahlreiche weitere Zeugen dieser Erscheinung aus der Region - doch diese hatten keinen "rohrartigen Flugkörper" in dem Phänomen gesehen, sondern etwas ganz anderes erkannt: drei Hubschrauber die im Formationsflug flogen; einer vorne, zwei seitlich versetzt. Dies würde auch die roten Lichter und das "mahlende Geräusch" erklären, schrieb die Westfalenpost dann zur Aufklärung, über die uns Peiniger am 17.April bereits informierte. Die Helikopter kamen aus Richtung Graf-York-Kaserne am Möhnesee sagten einige Leute klar aus. Nach den GEP-Zahlen ihrer Statistik sind 14 Prozent aller vermeintlichen UFOs Flugzeuge oder Hubschrauber, beim CENAP in Mannheim nur die Hälfte - 7 %.

Wichtiger jedoch ist etwas ganz anderes: Die in drei Hubschrauber hineingesetzte illusorische Gesamtgestalt als "rohrartiger" Flugkörper in der Zeugendarstellung. Weit weg vom wirklichen optischen Eindruck den reale Hubschrauber hergeben. Wir haben es hier mit einer Wirklichkeitsverfremdung zu tun, auf die Leute eben hereinfallen und sie daher ganz ernsthaft beschwören. Doch was wäre geschehen, wenn der selbe Fall erst nach z.B. 2 Jahren bei der GEP gelandet wäre und da sicherlich die Zeitung nicht bereit gewesen wäre ´mitzuspielen´ und den Aufrug zu starten? Auch wäre es nach dieser Zeit so gut wie unmöglich gewesen rückwirkende Nachforschungen anzustellen, da die Flugbewegungsdaten z.B. bei Luftraumüberwachungseinrichtungen nach 30 Tagen automatisch gelöscht werden. Wie würde der Fall dann dastehen, trotzdem scheinbar ausreichende Daten von dern Beobachtern zur Verfügung gestellt worden sind? In diesem Fall spielte das Glück des Untersuchers mit, auch in Hinsicht auf die Reduzierung von Recherchenaufwand, da andere unabhängige Zeugen die Geschichte problemlos aufklären konnten. So einfach ist es tatsächlich manchmal in Sachen "Nachforschungen" und "Untersuchungen". Aufgrund von als Hubschrauber-Formationen bereits gemeldeten "UFO"-Fällen und den daraus gezogenen Lehren wäre nur der Datenvergleich verblieben und so wohl die Identifizierung als "nahe IFO" oder gar klares IFO erfolgt. Andere UFO-Forscher dagegen, die eben diese Kenntnisse nicht haben, würden dagegen meutern und mosern. Die zahlreichen UFO-Freunde des Fantastischen sowieso. Frei nach dem Motto: Wie können die GEPler nur ein "UFO-Rohr" am Himmel so ´ausgeben´? Von "Wegerklären" wäre wahrscheinlich die Rede etc. Eine staatliche UFO-Kommission z.B. deswegen einzuberufen wäre den "Bock zum Gärtner" gemacht, irgendwie.


Views: 1042