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31.03.2002


    
Update: Himmlische Oster-UFOs 2002

Die Meldeeingänge des Ostersamstag, den 30.März

Herr Karl M. ist ein Naturfreund aus Passion und wandert gerne durch die Wälder rund um Klagenfurt (Österreich), wobei er auch gerne Pilze sammelt. So "um 1990" war er im Spätsommer auf einer Nachtwanderung unterwegs und hatte sich auf einer Bank am Waldrand niedergelassen, um sein verspätetes Vesper einzunehmen. Blickrichtung Klagenfurt. Dabei sah er "etwas, was ich noch nie gesehen habe und seither auch noch nie sah": "Gemütlich stieg da in einer Art Halbbogen ein rot-pulsierendes ´Ei´ in den Himmel, so wie ein Herzschlag. Es war etwa halb so groß wie der Vollmond, der ruhig am Himmel stand. Der Aufstieg dauerte etwa 5 oder 6 Minuten, dann wurde es klein wie ein Stern am Himmel." Auf meine Frage hin führte er weiter aus: "Die Kontur war unscharf und in der Mitte war es deutlich intensiver als zum Rand hin." Später erzählte er Freunden und Bekannten davon, die meinten, dass das wohl ein Flugzeug mit eingeschaltetem Landescheinwerfer vom Flughafen aus gewesen sein mag. Doch diese Erklärung "ist völliger Quatsch", solche Flugzeuglichter hat er "schon hunderte Male gesehen und die sind eindeutig grell-weiß, zudem einiges kleiner als das was ich gesehen habe. Flugzeuge steigen nicht im Halbbogen in den Himmel, sondern sind von der Warte aus, wo ich damals war geradeaus dahinfliegende Lichter, die nach einiger Zeit langsam schräg ansteigen. Gut, mal hört man die Motoren, mal nicht. Meine Sichtung war aber auch völlig geräuschlos. Doch dies war nie und nimmer ein Flugzeug." Erst als er in einer Zeitung von der UFO-Meldestelle in Deutschland erfuhr, meldete er es weiter. Ich klärte ihn natürlich über den Miniatur-Heißluftballon und seinem identischen Erscheinungsbild auf - und der Mann war zufrieden. Ich gab auch ihm den Hinweis auf die Firma Schorr Flugbedarf in Staffelstein, die solche Ballons vertreibt und er will sich im Sommer dann auch einen ordern: "Dann mach ich andere Leute damit narrisch."

Sigurd K. lebt heutzutage in Oldenburg. Am 27. April 1983 befanden er sich und seine Freundin mitten im Bepacken eines Umzugs-Wagens, weil er aus beruflichen Gründen von Nürnberg aus nach Oldenburg für eine große Mineralöl-Firma umziehen mußte. Im LKW lief das Radio mit und so hörten sie gegen Mittag, dass da am Himmel von Nürnberg ein "pyramidenförmiges UFO" stand. Tatsächlich hatten schon Leute auf der Strasse ihren Blick zum Himmel gerichtet, aber die beiden Umzügler hatten nicht weiter darauf geachtet. Nun schauten sie auch dahin, wohin andere Leute blickten und sahen hinter den immer wieder mal vorbeiziehenden Wolkenfetzen "metallische Erscheinung festgenagelt am Himmel stehen". Sie war nicht zu übersehen und sehr auffällig. Doch der Umzug ging vor und so schafften sie Einrichtungsgegenstände die nächsten Stunden über weiter in den LKW, dabei schauten sie immer wieder zum Himmel, weil dort nach wie vor und absolut bewegungslos das UFO stand. Im Radio kam die Meldung hierzu alle Stunde als erster Beitrag. Kurz nach Einbruch der Dämmerung fuhren die beiden dann mit dem abgepackten LKW Richtung Oldenburg los. Da stand die Erscheinung immer noch am Himmel. Mit zunehmender Dunkelheit wurde sie dann plötzlich "gelblich, orange und dann rot - um binnen einiger Minuten wie ausgeknippst zu verschwinden." Für Sigurd und seine Freundin (heute seine Frau) war dies ein "einmaliger Abschiedsgruss aus der Heimatstadt. Da man mich als "wandelndes UFO-Lexikon" in der Szene kennt, blinkten bei mir natürlich sofort alle Alarmanlagen. Damals hatte alle Welt von einem "UFO" über Nürnberg berichtet, es war von der Sternwarte aus sogar fotografiert und vom Bayerischen Fernsehen in einem gemieteten Lear-Jet sogar verfolgt worden. Schlußendlich stellte sich das "UFO" als ein besonders geformter Höhenforschungsballon heraus. Doch davon hatte der Beobachter aufgrund des Umzugsstress in den hohen Norden niemals was mitbekommen und glaubte seither an "sein Abschieds-UFO", an welches er sich heute noch sehr gut erinnert. "Weil soetwas vergisst man niemals..."

Bei nachfolgender Darstellung bin ich mir schließlich nicht sicher, ob die wirklich ernst gemeint war. Herr Ottmar Sch. ist Getränkeauslieferer und "im Sommer 1999" lieferte er gerade ein paar Kästen Bier bei einer Gaststätte am Rande von Greifswald an. Als er in die Strasse einbog und zur Gaststätte vorfuhr, sah er schon wie "etliche Gäste im Biergarten" aufgestanden waren und zum Himmel hochschauten. Neugierig geworden schaute er ebenso empor und sah "eine mattdunkle Wurst" am strahlenden Himmel dahintreiben. Das Gebilde sah "irgendwie sichelförmig aus, wenn auch nicht perfekt" und war keineswegs "gerade gestreckt". Es reflektierte matt die Sonne und zog sehr langsam dahin und kam immer näher. Der Wirt des Restaurants hatte auf den Bierfahrer gewartet und bekam den Rummel seiner Gäste im Biergarten mit. Auch er sah die Erscheinung und hatte inzwischen ein Fernglas darauf ausgerichtet. Sch. bekam das Fernglas gereicht und war während der Phase der größten Annäherung imstande soetwas wie "UFO-Solar" als schwarzen Schriftzug darauf zu erkennen, "kaum hundert Meter hoch". Es drehte sich ganz langsam um seine Längsachse und alle "halbe Minute war der Schriftzug" deutlich im Fernglas zu erkennen. Das "UFO" hatte sich selbst einen Namen gegeben. Ein "UFO", was sich noch selbst namentlich identifiziert und dennoch unverstanden beim Beobachter bleibt hatten wir NOCH NIE. Sch. machte sich deswegen Gedanken um "ein UFO von der Sonne", was ihm aber gleichsam auch "verrückt" erschien und zusätzliche für Verwirrung sorgte. Die ganze Sache erschien ihm schließlich auch wegen des Schriftzugs "total abgedreht" und er schwieg deswegen darüber. Noch nicht einmal seiner Frau und den Kindern sagte er etwas davon. Nun las er die Zeitung und den Artikel betreffs dem UFO-Telefon und war "auf dem Scheideweg". Er erzählte nun seiner Frau von der "verrückten" Sichtung und sie gab ihm moralische Unterstützung sich doch bei mir zu melden. Den ganzen Abend lang zierte sich der Mann und rief dann trotzdem an, nachdem er über die Telefonauskunft meine Nummer erhalten hatte. Ich informierte den Mann selbstverständlich was es mit dem "UFO-Solar"-Zeppelin auf sich hat und dass dies ein Kinderspielzeug in Gestalt eines 3 Meter langen Folienballons ist.


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