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19.01.2002


    
Akte X wird eingestellt und zwei neue Umfrageergebnisse zu Aliens und Geister

"Dramatische" Meldungen jagen sich derzeiten

Der Januar 2002 brachte zwei neue Umfragen-Ergebnisse mit sich. Zuvor jedoch noch ein Meldung, die wir von Jörg Böhme am 18.Januar erhielten und die die verbliebenen Akte X-Fans schockieren wird: »Los Angeles (Reuters) - Der US-Fernsehsender Fox will die auch in Deutschland ausgestrahlte Serie "Akte X" einem Zeitungsbericht zufolge einstellen. Wegen sinkender Einschaltquoten wolle Autor Chris Carter für die Serie keine weiteren Folgen schreiben, berichtete die US-Zeitung Daily Variety am Donnerstag. "Wir wollen aufhören, wenn´s am besten läuft", wurde Carter von dem Blatt zitiert. Nach dem Ausstieg von Serien-Star David Duchovny alias Special Agent Fox Mulder hatte "Akte X" viele Zuschauer verloren. Die Produktion fiel von Platz 72 auf Platz 162 der beliebtesten TV-Serien in den USA. Die ersten Folgen von "Akte X", in denen Beamte der US-Bundespolizei FBI besonders mysteriöse Kriminalfälle lösen, wurden in den USA 1993 ausgestrahlt. Die in Deutschland bei "ProSieben" (ProSieben Sat.1 Media AG) zu sehende Serie erreichte schnell Kultstatus. Sie gewann 15 Emmys. Einer der Fernseh-Oscars ging an die weibliche Hauptdarstellerin Gillian Anderson alias Special Agent Dana Scully. Der Kabelsender Fox gehört zur Fox Entertainment Group, die wiederum Teil des US-Medienunternehmen News Corporation ist.«

Die Hälfte der Deutschen glaubt an Außerirdische - Frauen sind skeptischer als Männer

»Stuttgart (dpa, 18.Januar 02) - Fast die Hälfte aller Deutschen glaubt an Außerirdische. Und jeder zehnte Erwachsene in Westdeutschland an Gespenster. 49,7 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass es außerhalb unserer Erde intelligente Lebewesen gibt. Das ergab eine Emnid-Umfrage für das Magazin Bild der Wissenschaft. 43,4 Prozent der Befragten glauben nicht daran, 6,9 Prozent hatten keine Meinung darüber. Außerirdische Zivilisationen konnten sich vor allem höher gebildete Männer unter 50 Jahren vorstellen. Frauen verneinten die Existenz anderer intelligenter Lebewesen eher. Nur 45,3 Prozent glaubten an sie (Männer: 54,5 Prozent). Ostdeutsche konnten sich Marsmännchen oder ähnliche fremde Lebewesen insgesamt schlechter vorstellen als Westdeutsche. Nur 42,9 Prozent der Ostdeutschen beantworteten die Frage nach ihrer Existenz mit Ja. Im Westen stimmten 51,4 Prozent dafür. Der Glaube an fremde Lebewesen war auch an Einkommen und Schulabschluss gekoppelt. Bei einem Haushaltseinkommen über 2000 Euro (3912 Mark) stimmten 58,2 Prozent mit Ja, unter 2000 Euro waren es nur 46,8 Prozent. 61,4 Prozent der Umfrageteilnehmer mit Abitur/Studium glaubten an die fremden Lebewesen, aber nur 48 Prozent mit mittlerem Bildungsabschluss und 31,7 Prozent ohne Ausbildung. Dass sich eher Männer als Frauen außerirdische Lebewesen vorstellen können, erklärt der Düsseldorfer Soziologe Karl-Heinz Reuband mit dem stärkeren Interesse der Männer für Naturwissenschaften. Die unterschiedlichen Meinungen der West- und der Ostdeutschen begründet der Kölner Soziologe Michael Wagner mit der Erziehung. "In der DDR hat der Staat versucht, die Bürger weltlich zu erziehen. Esoterische Theorien und alternative Religionen, die im Westen blühen, konnten dort nie Fuß fassen´´, zitiert ihn die Zeitschrift.« Parallel einher erschien die Nr.2/02 der Bild der Wissenschaft am Kiosk und machte als Titelthema diese Umfrage auf, ohne dabei wohlweislich UFOs auch nur irgendwo zu erwähnen und die Umfrage alleinig bei der bekannten Frage zu belassen.

Jeder Zehnte glaubt an Gespenster

»Allensbach, AFP, 18.Januar 02 - Der Glaube an Spuk und böse Geister nimmt zu, und zwar nicht nur bei jungen Harry-Potter-Fans: Jeder zehnte Erwachsense in Westdeutschland glaubt an Gespenster, teilte das Allensbacher Institut für Demoskopie am Freitag mit. Besonders ausgeprägt ist der Glaube an die Existenz der Spukwesen demnach bei Frauen: Während in einer bundesweiten Erhebung nur fünf Prozent der befragten Männer Gespenster für reale Wesen hielten, waren immerhin elf Prozent der Frauen dieser Überzeugung. Zudem machten die Demoskopen beim Gespensterglauben ein deutliches West-Ost-Gefälle aus: In Ostdeutschland hielten lediglich drei Prozent die Spukgestalten für Realität. Laut Allensbach bestätigt die Repräsentativbefragung von insgesamt 2030 Deutschen ab 16 Jahren die Ergebnisse früherer Erhebungen. "Wir verzeichnen seit Jahren eine deutliche Zunahme des Glaubens an das Irrationale", sagte ein Sprecher. So fänden beispielsweise auch esoterische Lehren um Pendel und Orakel zunehmend Anhänger. Ebenso wachse der Glaube an Engel als heilbringende Geistwesen.

Ähnlich verhielt es sich in der aktuellen Umfrage freilich auch mit dem Glauben an böse Geister: Vier Prozent der Männer und zwölf Prozent der Frauen gaben sich von deren Existenz überzeugt. Von den jungen Frauen zwischen 16 und 29 Jahren glaubte gar jede Fünfte an böse Geister. Auf die Frage, ob sie sich manchmal auch vor Spukgestalten fürchteten, antworten 37 Prozent der Gespenster- und Geistergläubigen mit Ja; bei den Frauen waren es sogar 43 Prozent.«


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