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28.03.2001


    
Jubiläum: 25 Jahre ehrenamtliche UFO-Forschung in Deutschland

CENAP-Gründer:Mannheimer Amateur-Astronom zieht ein Fazit

Mannheim, den 28.3.2001. Seit nun genau 25 Jahren stellt sich eine bundesweite private, ehrenamtliche Forschungs-Initiative bestehend heute aus etwa 30 Amateur-Astronomen, Luft- und Weltraumfahrt-Interessenten dem faszinierenden Phänomen angeblich unidentifizierter Flugobjekte (UFOs). Werner Walter, 43-jähriger Einzelhandelskaufmann aus Mannheim, gehörte zu den Gründern der deutschen "UFO-Jäger", die sogar ein zentrales UFO-Meldetelefon (0621-701370) als Bürger-für-Bürger-Service einrichteten. "Ich habe als junger Amateur-Astronom und Begeisterter für die Eroberung des Weltraums 1976 die UFO-Phänomen-Studien- und Nachforschungs-Organisation CENAP (Centrales Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmels-Phänomene) mitbegründet um zu schauen, was an den damals wie heute vieldebattierten himmlischen Wundern und Zeichen wirklich dran ist", führte Walter nun aus. Ein Viertel Jahrhundert später haben er und seine Kollegen knapp 700 Meldungen zu UFOs recherchiert, untersucht und analysiert.

Das Fazit der bodenständigen Forscher um Walter: "Die allermeisten Ereignisse sind von banaler Natur, weil Discostrahler, kleine Party-Heißluftballons, Feuerball-Meteoriten, zurückkehrender Weltraumschrott wie die MIR und sogar besonders helle Planeten wie die Venus imstande sind die Zufallsbeobachter zu täuschen und zu irritieren. Dabei ist es egal ob Schüler, Hausfrauen oder Fluglinienpiloten zu den Beobachtern gehören. Schnell kommen hier wahrnehmungsbedingte Illusionen zustande, für die die meist grundehrlichen Betrachter nichts können. In all den 25 Jahren hat sich daran nichts geändert und nach wie vor werden z.B. in die Venus am Himmel fantastische Phänomene hineininterpretiert. Daher meinen wir, dass die Chancen, in den UFOs ein exotisches Phänomen oder gar Besucher aus dem Kosmos anzutreffen, sehr gesunken sind. Da machen wir uns auch nichts mehr weiter vor und haben keinerlei sonderlichen Erwartungen mehr, man muß diese Erkenntnis akzeptieren und hinnehmen. Auch wenn es die ufologische Gemeinde nicht gerne hören mag. Gut, es gibt zwar 50 UFO-Behauptungen die nicht eindeutig aufgeklärt worden sind, aber dies sind leider Ereignisse bei denen sogar teilweise spektakuläre Firmament-Phantome aufgetaucht sein sollen - dennoch aber nur von einer einzigen Person gemeldet wurden, obwohl von der Natur dieser Wahrnehmungen her viele andere Zeugen existieren müßten. Die gibt es aber nicht. Und dies gibt jenen Sichtungen einen fahlen Beigeschmack über ihren Realitätsgehalt."

Daher bleibt die Frage bestehen, ob die sogenannten "echten UFOs" wirklich physikalische Erscheinungen sind oder nur "Kopfgeburten" darstellen, entweder als Fantastie, eine Art unheimliche seelische Halluzination oder einfach nur als Scherz da man nicht immer die Motive der UFO-Berichterstatter klar erkennen kann. "Dies ist auch der Grund, warum Generationen von UFO-Nachspürern vor uns zu keinem Schluß gekommen sind, und dies gilt wohl auch für künftige Generationen, wenn man keinen Schnitt machen und weiterhin dem sagenhaften ´Kupferkessel voller Gold am Ende des Regenbogens´ sinnlos nachjagen will. Schließlich ist aus meiner heutigen Sicht das UFO-Phänomen nurmehr eine Sache philosophischer Betrachtungen, die man anstellen kann - oder auch lassen", schließt der Mannheimer UFO-Forscher etwas enttäuscht sein Fazit ab, auch wenn er weiterhin der Öffentlichkeit mit Rat und Tat zur Verfügung stehen wird, um dort Aufklärung zu ermöglichen wo es möglich und erwünscht ist.

Werner Walter´s Feststellungen über den UFO-Mythos und dem damit verbundenen "visionären Impuls" hin zum kosmischen Aberglauben über Besucher aus dem Kosmos und anderen fantastischen Möglichkeiten stellt er Ende Mai in dem Buch "UFOs: Die unmögliche Wahrheit?" aus dem Würzburger Alibri-Verlag der Öffentlichkeit vor, um einen psycho-soziologischen Einblick in die verborgene Welt fantastisch anmutender Phantome des Himmels (und anderswo) zu geben und viele damit verbundene Fragen vielleicht sogar abschließend zu beantworten. "So eine Studie und Analyse hat richtiggehend gefehlt, um den sprichwörtlichen Sack zuzumachen. Zuviele spekulative UFO-Literatur über den angeblich physikalischen Aspekt zirkuliert, bringt aber niemanden wirklich im Verständnis des UFO-Spuks weiter, weil der Faktor Mensch als Berichterstatter mit besonderen Wünschen und Bedürfnissen in einem besonderen psychologischen Klima des Zeitalters der Weltraumeroberung unberücksichtigt blieb. Dabei ist der Mensch das entscheidente Element in der ganzen Frage um die UFO-Erscheinungen, wie ich jetzt nach 25 Jahren faszinerender und spannender Verfolgung von UFOs feststellen muß. Egal wie toll angebliche UFOs sein mögen, am Schluß steht und fällt doch alles mit dem menschen, der diese UFOs darstellt - und da klemmt´s eben bei den ungelösten paar Vorfällen mächtig. Nicht irgendwelche potentiell physikalischen Nachweise sind der Schlüßel zur Aufklärung der UFOs, sondern die seelische Innenwelt von uns Irdischen."

-Ende-


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