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02.10.2000


    
Stimmungsbild unter UFO-Forschern

Zum allgemeinen Zustand der UFOlogie ging der Daumen herunter

Umfrageergebnisse von Jim Klotz vom Computer UFO Network, veröffentlicht am 26.September 2000, zu seiner ufologischen Stimmunslagenumfrage vom Mai 2000 unter den Mitgliedern des Project 1947 und der EuroUFOList, beides UFO-Email-Listen die nur für aktive und langjährige UFO-Feld-Untersucher reserviert sind und auf die man nur über Empfehlung und Einladung gelangt.

Insgesamt nahmen 22 Forscher teil - 12 davon aus den USA und zehn aus anderen Teilen der Welt - alle im Alter zwischen 30 und 70 Lebensjahren und mit mindestens 15 Jahren Forschungstätigkeit auf dem Buckel, manche von ihnen sogar gehören zum ´Urgestein´, da sie bereits seit den 50er Jahren am Ball sind. Diese UFO-Forscher beschäftigen sich im Schnitt knapp 22 Stunden pro Monat mit der UFOlogie (wovon sie etwa 5 Stunden für Falluntersuchungen aufwenden) und sind zusätzlich um 12 Stunden im Netz. In Sachen UFO-Felduntersuchungen sind sie etwa 6 x im Jahr unterwegs. Alle betreiben ausführliche historische Studien und haben UFO-Falluntersuchungen in Journalen und Büchern publiziert, gehörten/gehören UFO-Forschungsorganisationen wie CUFOS/MUFON oder analoge Vereinigungen in ihrem jeweiligen Land an bzw sind selbst deren Gründer.

Für die meisten verbleibt ein kleiner Rest von unerklärten Sichtungen. Diese halten sie für unbekannte, aber nicht-menschliche Aktivitäten bzw für unbekannte Naturphänomene. Von 22 Teilnehmern gehen aber auch 8 Personen davon aus, dass das ganze UFO-Thema ein psycho-soziales Phänomen darstellt und auf die weiterhin bestehende Fehleinschätzung natürlicher Erscheinungen bzw künstlicher Objekte zurückgeht, die man nicht mehr erkennen konnte. Von 22 Forschern hielt nur einer den Fall Roswell entsprechend der ufologischene Mythe darum für echt, alle anderen standen für die Mogul-Erklärung und wünschten deswegen ein Ende der ganzen Debatte darum, entsprechend hielten sie auch die MJ-12-"Akten" für gefälscht. Auf die Frage ob die US-Regierung noch heute in die UFO-Geschichte verwickelt ist, gingen immerhin 17 davon aus, dass dem nicht der Fall ist. Die "Ausländer" waren gefragt worden, ob ihre Regierungen heute noch irgendwie in die Materie verwickelt ist - 4 meinten ja (Italien, Frankreich, Spanien, England), 4 meinten nein weil sie aus anderen Ländern kommen. Gefragt danach, ob die Teilnehmer glaubten, dass das UFO-Entführungs-Phänomen tatsächlich auch ein Teil des gesamten UFO-Phänomens sei, meinten 11 ja, während zwei mit nein antworteten - interessant auch das 9 Personen angaben, immer noch nicht bestimmen zu können, ob es eine Verbindung gibt.

Gefragt danach, was die Top-UFO-Kandidaten der beteiligten Forscher waren kamen immerhin 4 Stimmen auf den Fall Mansfield (1973), je drei für Cash-Landrum (1980) - Zamora (1964) - RB-47 (1957) und Rendlesham Forest (1980) zusammen. Ansonsten zeigte sich eine große weitergehende Uneinigkeit da der Rest aus 40 Einzelfallnennungen bestand.

Die Teilnehmer wurden auch gefragt, in welchem ZUSTAND ihrer Meinung nach sich die heutige UFOlogie befindet. Die generelle Linie war wenig enthusiastisch und negativ besetzt! Man bedauerte, dass die seriöse UFO-Forschung viel zu wenige engagierte Leute mit sich bringt und die meisten UFOlogen dieses Thema nur zur Unterhaltung bearbeiten. Allgemein wurde auch bedauert, dass zuviele UFOlogie-Promoter den Ruf des Themas schädigen - mehr als die Häfte der Befragten war sogar der Ansicht, dass die Situation heutzutage aus Gründen der Kommerzialisierung sogar noch schlechter ist als früher. Verblüffend auch, dass die allermeisten Teilnehmer es für reine Zeitverschwendung halten sich mit Kontaktlern, Rindviehverstümmelungen, Konspirations-Theorien, Kornkreise, Implantaten etc zu beschäftigen da dies alles nichts mit dem UFO-Sichtungs-Phänomen zu tun hat. Wichtig hingegeben hielten fast alle die Einzelfall-Untersuchung von typischen UFO-Meldungen und die Nachuntersuchung alter Fälle aus Fallkatalogen sobald sie als "unidentifiziert" eingestuft sind. Und die Erwartungen zur Zukunft der UFO-Forschung kann man in einem Satz zusammenfassen: "Solange keine wichtige Entdeckung gemacht wird, bleibt alles beim alten. Und das wichtige Entdeckungen gemacht werden ist zweifelhaft." Es wurde auch deutlich, dass die durchgreifenden Veränderungen nur durch das Phänomen selbst kommen können und wir UFO-Forscher selbst wenig dazu beitragen können, außer das Feld selbst sauber zu halten indem wir unseriöse Elemente verbannen und die "geistigen Brandstifter" verbannen, die aus Gründen ihres eigenen Egos oder aus Profit-Gründen allerlei Spinnereien in Umlauf bringen, auf die leider viele, allzuviele UFO-Enthusiasten hereinfallen.


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