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19.09.2000


    
Hesemann distanziert sich von Magazin2000plus

Ehemaliger Chefredakteur will nicht mit revanchistischen Spinnern in Verbindung gebracht werden

Soeben meldete sich Michael Hesemann mit Email vom 19.September 2000 beim "Lieben Werner" Walter um allen Spekulationen um sein Schicksal in Verbindung mit seinem ehemaligen "Kind", Magazin2000(plus), ein Ende zu bereiten:

Magazin2000 hat nach Hesemann´s Ansicht "sein Planziel" im Jahr 2000 erreicht, geleichsam aber kann er mit den Vorstellungen der Verlegerin über den künftigen Kurs der Zeitschrift nicht mehr überein: "Ich wollte den alten Kurs beibehalten, Frau Schlotterbeck tendierte immer mehr in Richtung einer Mischung aus alternativen Medizin und rechten Verschwörungshypothesen. Zudem geriet sie immer mehr unter den Einfluß von Typen wie Josef Schedel, die mit dem rechtslastigen ´Flugscheiben´-Millieu und rechten und revanchistischen Spinnern in Kontakt brachten". Zudem würde im Magazin2000 "die Wiederherstellung der deutschen Grenzen von 1933 gefordert", wodurch sich für Hesemann automatisch die Zusammenarbeit mit Magazin2000plus verbiete. "Daher distanziere ich mich ausdrücklich von allem, was nach meiner Trennung von Magazin2000plus publiziert wurde, speziell dem katastrophalen Sonderheft vom September 2000", führte er aus und bekannte sich "ausdrücklich zur Verfassung und zum völkerrechtlichen Status der Bundesrepublik Deutschland in ihren heutigen Grenzen".

Der Wunsch von Frau Schlotterbeck aber genau in dieser Richtung weiterzumachen und Hesemanns Themen- und Arbeitsgebiet zu reduzieren "führten zu einer Trennung". Doch nach wie vor wird er "schriftstellerisch, filmemacherisch und journalistisch auf auf dem UFO-Gebiet tätig sein. Ein großer Bildband bei einem der größten europäischen Verlagshäuser wird im Februar 2001 erscheinen, vorher eine neue Videodokumentation zu UFO-Vorfällen in Mexiko. Zudem liegen mir zwei Angebote über neue Zeitschriftenprojekte vor, die ich derzeit prüfe. Weitere Buchprojekte sind im historischen und kirchengeschichtlichen Bereich angesiedelt, was nicht nur meiner Ausbildung als Historiker entspricht sondern auch die logische Folge aus der positiven Resonanz auf mein letztes Buch ´Die Jesus-Tafel´ ist, das sogar von Papst Johannes Paul II. gelobt wurde. Zumindest die nächsten paar Jahre werde ich also noch in Deutschland bleiben, bevor ich mir meinen Lebenstraum erfülle und nach Rom ziehe".

Damit ist also Michael Hesemann weiterhin aktiv, auch wenn er seinen Schwerpunkt nun von der ufologischen Mystik hin zur religiösen Mystik verschiebt und in anderen Bereichen tätig sein wird und sich ein neues "Kind" suchen muß. Und wie wir sehen, er verfolgt mit grimmigem Blick die Entwicklung seines Zöglings...


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