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03.03.1999


    
Schon wieder neues Satelliten-UFO-"Foto"

Immer mehr Satelliten-Ortungen von unerklärten Foto-Images

Gerade haben wir im CR 257 über ein seltsam anmutendes Foto berichtet, welches am 17.Juli 1992 vor der chilenischen Küste vom 36.000 km hoch stationierten GEOS-8-Satelliten übermittelt worden sein soll, werden wir schon wieder mit einem ähnlichen Bild konfrontiert. Am 2.März 1999 bekamen wir über UFO Updates - Toronto die Nachricht von Adriano Forgione vom italienischen UFO-Kiosk-Magazin Notiziario UFO, daß der meteorologische Satellit "Meteosat 3" um 18:30 h des 3.September 1993 eine verblüffende Aufnahme zur Erde schickte, die der Funkamateur Vittorio Orlando von dem Satelliten empfing. Man sieht darauf den Gulf von Mexiko nahe dem amerikanischen Kontinent und links oben am Himmel über der Erdkrümmung ein linsenförmiges Gebilde. Nachdem das Foto auf der Email-Liste mit rüberschickt worden war, meldete sich am 3.März Fabrizio Monaco, der selbst mal beim italienischen meteorologischen Dienst arbeitete und weiteres zu Meteosat 3 mitteilen konnte, seine Bilder sind Infrarotaufnahmen, weswegen unterschiedliche Temperaturen in verschiedenen Farben dargestellt werden. Je höher die Temperatur eines fotografierten Objektes, zu heller fällt sie aus. Dies würde bedeuten, wenn die Erscheinung auch auf diesem Satelliten-Bild `echt` ist, daß das abgebildete Objekt obenauf wärmer ist als an seiner Unterseite. Auf dem Bild von GEOS-8 dagegen wäre es genau umgekehrt. Monaco versprach sich um das Originalfoto zu kümmern und es zu beschaffen.

Am 3.3.hatte aber auch Neil Morris von der Physik-Abteilung an der Universität von Manchester (England) einige Einwände einzubringen. Auch während seiner Arbeit dort nutzt Morris den dortigen MeteoSat-Empfänger, wie er an vielen Einrichtungen verwendet wird, um das europäische Wettergeschehen zu verfolgen. Die Meteosat-Vögel verwenden keine optischen Kameras und liefern auch keine herkömmlichen Bilder, sondern sie besitzen "scanning radiometer", einen rotierenden mechanischen Senor, der die Erde abtastet und auf drei Kanälen einen Datenstrom an die Kontrollstation weitergibt, wo schließlich in Echtzeit eine optische Umsetzung stattfindet. Sofort wird dieses nun entstandene Bild wieder zum Satelliten hochgeschickt, der dieses dann auf 1200 MHz an die interessierten Empfänger wie Sternwarten, Planetarieren, Wetterämter, Fernsehsender oder engagierte Amateure abschickt. Das entsprechende "UFO"-Bildmaterial entsteht also erst auf diesem Punkt der Kette, warum aber haben die vielen Empfänger darauf nicht reagiert, wenn plötzlich eine derart seltsame Erscheinung auftauchte - ganz zu schweigen von der MeteoSat-Bodenkontrolle, die das optische Bild erst zustandebringt?


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