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31.01.2000


    
PRALINE-Bericht führte zu UFO-Meldungen

Monster-UFO bei Budapest?

Wie bekannt ist in der "frechen" Wochenzeitschrift PRALINE vom 27.Januar 2000 (Nr.5) ein Report auf S.19 über "UFOs und Aliens: Unfassbare Phänomene im Net" besonders die CENAP-Kern-Homepage unter www.alien.de/cenap hervorgehoben worden. Einige Netler nutzten die Chance um mir entsprechende Observations-Berichte zukommen zu lassen. Darunter auch Alberto Szabo, der bis zum 24.Januar 2000 "an UFOs noch nicht besonders glaubte". An jenem frühen Sonntagmorgen fuhr er um 0:30 h mit seiner Lebensgefährtin von einer Party bei Freunden im ungarischen Budapest kommend Richtung Gyal am südlichen Stadtrand der Hauptstadt auf der Autobahn M5. Plötzlich tauchte in der Nacht links von ihnen und nicht allzu hoch eine Gruppe "einzelner Lichter auf" von denen sie zunächst dachten, es handle sich um Disco-Lichter: "Komisch war nur, dass diese Lichter uns zu verfolgen schienen. Sie haben sich im Uhrzeigersinn langsam gedreht und nach ein oder zwei Minuten sind sie plötzlich mit großer Geschwindigkeit nach rechts verschwunden. Nach ca einer halben bis eine rganzen Minute sind sie aber von links plötzlich wieder aufgetaucht um erneut nach rechts abzuschwenken." Dies wiederholte sich dann die nächsten 15 Minuten immer wieder. Die Formation bestand aus 10-15 Lichtern, die eher "wolkenartig" erschienen und völlig "harmonisch in der Gruppe koordinierten". Die Erscheinung nahm für die Zeugen scheinbar eine Fläche von 300-500 Metern am Himmel ein. Die einzelnen wolkenartigen Lichter schauten gleichmäßig aus und waren kreisförmig wie in einem Ring verteilt.

Die beiden drosselten ihre PKW-Geschwindigkeit auf Schritt-Tempo ab, weswegen sie von anderen Autos überholt wurden. An der Abfahrt nach Gyal fuhren sie dann ab und bald darauf hielten sie an, um das Schauspiel der kreisenden Lichterformation zu verfolgen. Das Paar stieg aus und beobachtete vom Standstreifen aus das sich immer und immer wieder wiederholende Himmels-Phantom weitere 20 Minuten. Der Berichterstatter rief nun aus "Wer seid ihr?" Doch, es gab keine Antwort, sondern die Lichter kreisten weiter. Deswegen gaben die beiden schließlich auf, stiegen wieder ein und fuhren endgültig nach Hause, wobei sie immer noch diesen "Begleitungs- oder Verfolgungseffekt" ausmachten. Sie parkten den PKW in der Garage und schauten sich vom Hof die kreisenden Lichter kurz noch an, auch wenn sie sich nun gegen den Uhrzeigersinn drehten.

Wichtig für das Geschehen hier sind auch die Witterungsverhältnisse, die uns der Berichterstatter liefert: kalt, leicht dunstig, neblig. Bereits unzählige Male hat genau diese Erscheinung auch in Deutschland für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt, seit knapp zehn Jahren wird die deutsche UFO-Hotline (0621-701370) mit derartigen Meldungen immer zum Wochenende hin heimgesucht. Nicht nur die Zeugendarstellungen sind weitgehend ident, sondern auch die Witterungsbedingungen! Die Lösung des Rätsels: Aus Gründen der Attraktion werden "outdoor" von Großveranstaltungsörtlichkeiten (meist Discos) sogenannte Lichteffektgeräte namens "Skytracker", "Skybeamer" oder "Skyflower" mit "Laserwirkung" eingesetzt, um in den Nachthimmel wie weiland das berühmte "Batsignal" die Botschaft zu setzen "Hier sind wir, kommt zu uns!" Derartige Gerätschaften können fest installiert sein, sind aber auch für Events mietbar. Diese Geräte haben einige tausend Watt Lichtleistung und können bis zu 70 km hoch strahlen (seit der Millenniums-Feier in Berlin den meisten Fernsehzuschauern bekannt) - flach in die Region zum Himmel hoch projiziert sind sie bis zu 20-25 km weit vom Projektionsort aus zu sehen. Durch versetzte Blenden innerhalb der Projektionslampe entstehen dann einzelne Lichtkreise, die rotierend hochgebeamt werden. Die Super-Lampe ist auf elektrischen Motoren montiert und diese können mittels eines kleinen Computerprogramms dann beliebige Bewegungen der "Spacecannon" zum Himmel senden.

Der für uns wichtige "UFO-Effekt" kommt nur dann zustande, wenn die Wetterbedingungen den hochführenden "Lichtkanal -oder Lichtfinger" unsichtbar lassen, es also an einem Reflexionsmedium wie Regen, Staub, Nebel oder Dunst im Bodenbereich und knapp darüber mangelt. Erst wenn die Lichtstrahlen dann sich an Wolkenfetzen reflektieren (daher natürlich auch in diesem Fall die wolkenartige Erscheinung der einzelnen Lichter) tauchen die "UFOs" auf... Mal sind die Wolken tief und niedrig angesetzt, dann ist die Möglichkeit der "UFO-Sichtung" natürlich erheblich reduziert, aber wenn dann die Wolken recht hoch sind kann man diese Erscheinungen im weiten Umfeld beobachten.

Irgendwo in Deutschland: Ein verschwindendes Licht

Ralf Höhn machte zusammen mit seiner Familie im Sommer 1999 eine für ihn interessante Beobachtung. "Etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang wollte ich mit meinen Kindern nach Sternschnuppen Ausschau halten. Wir beobachteten in etwa halber Höhe zum zenit für etwa zwei Minuten einen sehr hellen Lichtpunkt. Er war deutlich heller als ein Planet oder die hellstern Sterne und war sehr auffällig. Da er sich nicht bewegte und kein Geräusch hörbar war, rätselten wir was es war. Von einem Moment zum anderen verschwand der Lichtpunkt." Herr Höhn selbst geht davon aus, dass das dahinterstehende Objekt "zumindest etliche Kilometer hoch war". Da dieser merkwürdige Lichtpunkt völlig unbeweglich war, scheiden also Flugzeuge und Satelliten als Erklärung aus. Der Berichterstatter weiter: "Ich halte z.B. einen größeren metallisierten Gasballon ggf von einem Volksfest in großer Höhe für denkbar, der in der Höhe das letzte Licht der Sonne reflektierte und dann z.B. zerplatzte. Dagegen spricht jedoch, dass sofern die angenommene Höhe stimmt, der Ballon kaum sichtbar gewesen wäre und sicher nicht so stark leuchtet. Eine ähnliche Lösung, z.B. die zeitweise beliebten `Mini-Heißluftballons` mit kleinem Brenner an Bord halte ich auch nicht für wahrscheinlich, da das beobachtete Licht relativ hell leuchtete."

Soweit also dieser Beobachtungsbericht. Dutzende von ähnlichen Meldungen erreichten uns im Zuge der Jahre aus ganz Deutschland und natürlich darüber hinaus. Genauso wie im Fall des "Monster-UFO" bei Budapest war der erste Gedanke des Beobachters der (fast) richtige gewesen: Wetterforschungsballone (einiges größer als ein Fun-Ballon) steigen sehr hoch bis in die Stratosphäre (25-30 km) auf und werden dort noch von der Sonne angeleuchtet während es am Boden bereits dunkel geworden ist. Durch die weitere Neigung der untergehenden Sonne rast schließlich auch der Erdschatten quasi durch die Stratosphäre und `trifft` schließlich auch das hochstehende Objekt, wodurch es so wirken kann, als würde es plötzlich ausgeschaltet.


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