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18.01.2000


    
Spanien´s besondere UFOs: Unbekannte Frost-Objekte

Unbekannte Eisbomben fallen reihenweise vom Himmel

In Spanien fängt das mystische Jahr 2000 ganz besonders an: Eisbomben rufen eine spannende Sensation und Faszination im ufogläubigen Espana hervor. Aber es sind nicht die Eisbomben aus dem Speiseeis-Angebot einer Cafeteria, sondern teilweise fußballgroße Eisklumpen, die aus dem heiteren Himmel herabdonnern, die dpa-Meldung vom 18.Januar 2000 übertrieb dabei etwas, als erklärt wurde, dass "am Dienstag fast stündlich irgendwo in Spanien ein Eisbrocken auf die Erde stürzte" und es halbwegs einen "Eisbrocken-Regen" gab. Am 13.Januar 2000 hatte es begonnen, als den Menschen quasi "der Himmel auf den Kopf fiel" (kiloschwere Brocken können durchaus einen Schädel zertrümmern), zumindest einem Rentner knallte ein kiloschwerer Eisbrocken mitten während der Fahrt am hellen Tage in dem kleinen Ort Tofina (bei Sevilla, Andalusien) auf das Dach und Windschutzscheibe eines PKW. Der Mann erfuhr einen tüchtigen Schreck und dachte daran, dass sein Auto auseinanderbricht.

Gefrorene Reste aus einer undichten Flugzeugtoilette? Oder Eisbomben aus dem All? Supergroßer Hagelschlag? Eine ganze Nation rätselt, da inzwischen knapp zwei Dutzend solcher Zwischenfälle bekannt geworden sind. Seitdem der eisige Crash Schlagzeilen machte hagelt es in ganz Spanien Eisbomben, sodass sich inzwischen auch Wissenschaftler einschalteten, um die Überbleibsel in Madrid dieser Tage zu untersuchen. Bis zu 20 Unbekannte Frost-Objekte sind nach TV-Berichten der deutschen Privatfernsehkanäle vom 18.Januar 2000 inzwischen niedergegangen. Ungeheimlich Gefrorenes kam so in Alicante (2 Treffer), Madrid (3 Treffer), Sevilla (4 Treffer), Valencia (mindestens 5 Treffer) und Zaragoza (3 Treffer) als Folge herab. Spanien also im Fieber der himmlischen Eiskugeln. Soetwas gab´s in dieser Dichte und Häufung noch nie. Ein eisiger Angriff aus dem All? Oder gar Auswirkungen von UFO-Überflügen? Für die Menschen ist die Erklärung von undichten Flugzeug-Toiletten inzwischen unzureichend weil es soweit bekannt keine Verunreinigungen wie von Fäkalien und Farbstoff-Einschlüßen (blau-grün) der Reinigungschemikalien von Toiletten gibt. Und so denken deswegen tatsächlich viele Menschen an Reste von einem Kometen, obwohl dabei übersehen wird, dass diese trotz dem Namen "schmutzige Schneebälle" weitgehend aus festen Materialien bestehen (während die Eisbomben in Spanien zu fast 100 Prozent aus gefrorenem Wasser bestehen!) und selbst wenn dann der Durchgang durch die Atmosphäre als "eisige Sternschnuppe" unmöglich ist, da das Eis aufgrund der großen Reibungshitze durch die Luftmoleküle sofort schmelzen und verdampfen würde. Dabei käme nichts zu Boden herab. Sind es also "riesige Hagelkörner"? Doch Meteorologen weisen dies streng zurück, weil es keine Wolken am Himmel gab, als die Niedergänge verzeichnet wurden - zudem können sich solche Brummer nicht in den Wolken ausbilden, weil sie aufgrund ihrer Masse und Gewicht vorher schon zu Boden fielen. Maximal ein halbes Kilogramm könne sich als Hagel-Eisklumpe bilden.

Wir können gespannt sein, was sich in Sachen der "unbekannten frostigen Objekte" noch ergeben wird, die inzwischen zu einem nationalen Medienereignis für Spanien geworden sind. Wollen wir nicht hoffen, dass dies alles nur ein Hysterie ist, die gehörig von Spaßvögeln angeheizt wird, die einfach zurechtgeschliffene Eiskugeln auslegen... In Murcia schlug ein Brocken neben einer Gruppe spielender Kinder in die Erde. Was sonst noch bleibt sind Überlegungen wieder in Zusammenhang mit Flugzeugen: Könnten sich diese Eisklumpen außen an Flugzeugen gebildet haben und dann herabgefallen sein. Viele Experten sehen darin die Erklärung, aber in mindestens zwei Fällen wo Eisbrocken in Cadiz und Soria herabfielen ist weit und breit keine Flugroute gegeben, wie die Flughafenbehörde AENA kundtat. Und wenn dem so wäre, da müßte aufgrund der Flugfrequenzen und Luftraumbelegung Europas dies fortlaufend als Dauerproblem längst bekannt sein.

Sofort setzte ich mich daran, um für den Interessierten in Deutschland weitere Informationen zusammenzubekommen. Hier die Feststellungen meiner ausländischen Kollegen bis zu diesem Abend: Vincente Ballester-Olmos von der spanischen Vereinigung Anomaly informierte uns soeben, dass die Ereignisse um niederrasende Eisblöcke seit dem 8.Januar in Spanien verzeichnet werden und inzwischen eine multidisziplinäre, wissenschaftliche Kommission vom "Scientific Research Superior Council" (CSIC) über des Bildungsministerium einberufen wurde, um als schnelles Reaktionsteam den Dingen nachzugehen. Derzeit laufen erste chemische Analysen und es wird erwartet, dass das Ergebnis hiervon am Freitag veröffentlicht wird.

Kollege Matias Morey schickte mir folgende URL-Liste mit Informationen und Bildmaterial in dieser Angelegenheit zu:

http://www.elpais.es/p/d/20000118/s...

http://www.abc.es/abc/fijas/socieda...

http://www.el-mundo.es/diario/socie...

http://www.lasprovincias.es/

http://www.lasprovincias.es/cgi-bin...

http://www.lanuevaespana.es/hoy/soc...

http://www.gara.net/00/01/18/giz03....

Die letzten Eisbomben 1999...

fielen in im kühlen Schweden. Wie uns der Leider von UFO-Sweden, Clas Svahn, soeben mitteilte, fiel die erste "ice-bomb" auf einen Wagen in Eskilstuna am 25.Oktober und verbeulte das Dach. Die nächste himmlische Überraschschlag passierte am 8.November im Norden Trelleborg´s auf einem Golf-Kurs, wo ein eisiger Klumpen nahe zwei Sportlern ins Grün raste. Wie UFO-Sweden feststellte hatten beide unmittelbar Verbindung mit einem vorüberfliegenden Flugzeug.

Inzwischen meldete sich auch Jenny Randles aus Großbritannien in Mannheim, um ihre langjährige Erfahrung in dieser frostigen Angelgenheit bekanntzugeben. Auch in ihrer Heimat ist seit Jahren der Niedergang von Eisbrocken ein Randthema der UFO-Forschung, aber fast alle Vorfälle dieser Art passierten entlang der regionalen Flugkorridore und alle bisherigen Analysen erwiesen, dass das Material nichts weiter als Wasser, Fäkalien und Desinfizierungschemikalien beinhaltete. Obwohl die Herkunft ziemlich klar ist, hat bisher nie eine Fluggesellschaft zugestanden, für diese besondere Art von Umweltverschmutzung verantwortlich zu sein, da undichte Flugzeug-Toiletten sicherlich kein Renomee fördern. Und Jan Aldrich vom amerikanischen Project 1947 meldete, dass derartige Fälle selbst in den 50er Jahren bereits bei Projekt Blaubuch verzeichnet worden sind und damals schon immer auf das Ausspülen von Flugzeug-Abfallbehältern im Sanitärbereich zurückgeführt wurden, als man noch keine Reinigungs- und Desinfizierungs-Chemikalien beimischte. Selbst Leute wie Richard Hall und James McDonald hatten mit solchen Fällen zu tun gehabt.

Externe Links

http://www.elpais.es/p/d/20000118/sociedad/cuadro26.htm
http://www.abc.es/abc/fijas/sociedad/010pa00.asp
http://www.el-mundo.es/diario/sociedad/
http://www.lasprovincias.es/
http://www.lasprovincias.es/cgi-bin/show_news?sec=vas&fecha=18_01_2000&fich=01a18vs28
http://www.lanuevaespana.es/hoy/sociedad/sociedad5.html
http://www.gara.net/00/01/18/giz03.htm#03-01

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