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10.05.2000


    
Philip J.Corso lt. FBI ein notorischer Lügner

US-UFO-Forscher ist von Roswell-"Elite-Zeuge" enttäuscht

Vor ein paar Jahren schoß zum Ende der Roswell-Debatte der Name Philip J.Corso plötzlich ins ufologische Rampenlicht, weil dieser behauptete, dass die größten wissenschaftlich-technischen Fortschritte der US-Industrie auf dem Nachbau von Alien-Technologie basierten, die man dem bei Roswell angeblich 1947 abgestürzten Fremd-Raumschiff entnahm und duplizierte. Darüber berichtete der inzwischen verstorbene Corso in dem Buch "The Day After Roswell", der als Colonel ehemals im Pentagon diente und mit seinen "Enthüllungen" in Folge von ´Mr.Area 51´, Bob Lazar, eine moderne UFO-Legende weitersponn und angeblich brisante sowie schockierende Neuigkeiten vorstellte.

Nun hat der Forscher Larry W.Bryant die Freedom of Information Act (FOIA) genutzt um bei verschiedenen Behörden betreffs Corso und amtlichen Feststellungen zu dessen Person nachzufragen. Tatsächlich stellte die Bundespolizei fest, dass der Mann ein wenig glaubwürdiger Mensch wat. Corso tratt bereits Mitte der 60er Jahre geriet nämlich Corso ins Fadenkreuz als er behauptete, dass das FBI unerlaubte Telefonüberwachungen von Senator Strom Thurmond´s Büro durchführe, wo Corso zu jener Zeit als Berater arbeitete. Daraufhin wurde das FBI offiziell zur Untersuchung der Behauptungen eingeschaltet und schließlich wurde gegenüber FBI-Direktor J.Edgar Hoover in einem Memorandum erklärt, dass Corso damals schon als "selbsternannter Nachrichtendienst-Experte" sich als einer von Senator Thurmond´s vielen Assistenten hervortat und es liebe "erfundene Geschichten als Gerüchte in Umlauf zu bringen", "Unfug zu treiben und ausgesprochene Lügen über seine eigene Reputation als angeblicher Geheimdienst-Experte vorzutragen".

Auch Stan Friedman (selbst einer der letzten verbliebenen Roswell-Unterstützer) hat sich auf die Fersen Corso´s geheftet und überprüfte Corso´s Behauptung während der Eisenhower-Regierung dem National Security Council angehört und immer wieder NSC-Meetings besucht zu haben. Friedman besuchte die Eisenhower-Bibliothek und überprüfte alle Personalakten - nirgends war Corso auch nur am Rande erwähnt, obwohl die Unterlagen vollständig vorhanden sind. Damit wird wohl eine weiterführende Bewertung über den "Wert" des Buches von Corso und seinen Behauptungen endgültig möglich...


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