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09.12.1999


    
Breaking UFO-News von Down Under

UFO-Crash in Australien?/Update

Am Donnerstagabend des 9.Dezember 1999 liefen erste Meldungen über ein aktuelles UFO-Ereignis in Australien auf. Zunächst meldete sich telefonisch Rudolf Henke vom Forum Parawissenschaften, Sandhausen, um zu berichten, dass die Pro7-Sendung "taff" um 17 h eine kurze Meldung gebracht habe, wonach soetwas wie ein UFO in Australien abgestürzt sei. Leider habe ich den Beitrag versäumt - konnte ihn aber in der frühmorgendlichen Wiederholung der Sendung aufnehmen. Bereits am Abend fanden sich erste Meldungen hierzu auf der Project 1947-Liste. "Unidentified objects slams into NSW twon´s water supply" hieß es bei dem australischen Broadcasting-Network ABC. Im Norden des Bundeslandes New South Wales waren in Guyra die städtischen Notfall-Behörden in den Einsatz gegangen, nachdem irgendetwas vom Himmel kommend in das städtische Wasserreservoir (mehr eine teichähnliche Anlage) nahe seines Damms eingeschlagen war und stark genug gewesen war um auf 15 Meter Länge und sechs Metern Breite Schlamm und niedriges Schilf aufzuwühlen. Polizei, Feuerwehr, Stadtrat und Wissenschaftler setzten eine Untersuchung des Ereignisses an. Die Gefahrstoff-Abteilung der Feuerwehr sperrte sicherheitshalber das schilfige Gebiet nahe des Damms ab und leitete Untersuchungen des Wassers durch, um zu sehen, ob das Gewässer durch irgendwelche fremden Gifte verseucht wurde. Solange die Analysen nicht abgeschlossen sind, wurde vom Stadtrat Guyra´s ein Verbot der Trinkwasser-Nutzung aus dem städtischen Trinkwasser-Pool ausgesprochen und ein Einleitungen von Wasser aus dem Reservoir in Stadt und Gemeinde unterbunden.

Auch die britische Sky-News-Corporation berichtete inzwischen über das Geschehen; "Mysterious crater attracts global interest" hieß es hier bereits übertrieben. Ein geheimnisvolles Flugobjekt welches in Australien landete, hinterließ einen mächtigen Krater und versank im Schlamm. Die 250 Meilen nördlich von Sydney liegende Stadt Guyra richtete das Interesse der Welt auf sich, weil man Ort heftig darüber debattiert was da in den das Wasser-Reservoir eingeschlagen sein mag. Die Gerüchte sind zwischen "solch unglaublichen Sachen wie fremde Raumschiffe bis hin zu eher realistischen wie einem sich von einem Passagierflugzeug abgelösten Eisbrocken" angesiedelt. Die Behörden ließen das Gebiet zwecks Radioaktivität ausmessen, doch man fand nichts. Der Niedergang des seltsamen Objektes muß zwischen Montag und Mittwoch dieser Woche geschehen sein, als man jetzt den `Einschlagskrater` fand. Ein Regierungsangestellter fand bei Routine-Überprüfungen zufällig das seltsame Loch im Schlick und Schilf vor dem Damm. Es scheint so als sei irgendetwas in einem 45°-Winkel herbeigekommen, aufgeschlagen, kurz abgeprallt und dann wieder aufgeschlagen, um dann zu versinken. Die verblüfften Anwohner wußten aber nichts von der Beobachtung einer herabkommenden Sternschnuppe, lauten Geräuschen oder Erdrumpeln aus den letzten Tagen, was irgendwie damit in Verbindung stehen könnte. Taucher wurden inzwischen herbeigerufen, um am Grund vor dem Damm nachzuschauen, ob man dort etwas findet, was den Krater verursacht haben mag.

Greg Bearup von der Massenzeitung The Age berichtete bereits unter der Schlagzeile "A bolt from the loo? A town deals with an alien experience" im Internet, was am kommenden Freitag in der Zeitung stehen würde. "Deutlich ist, sie kommen nun", erklärte der Konzert-Pianist und Verschwörungs-Theoretiker Roger Woodward bei der Betrachtung des eingesunkenen Gebiets am Fuß des Dammes von Guyra und spricht von einem "unidentifizierten Projektil". Andere wieder, die von dem Crash-Gerücht gehört haben und nun an den Ort voller Neugier fahren, sprechen von der Spur eines "unidentifizierten Flug-Objektes", die hier in der Great Dividing Rang im nördlichen New South Wales hinterlassen worden ist. Woodward war zwecks Erwerbung einer Immobile gerade in der Gegend und wurde von den Nachrichten überrascht, genauso wie andere "space cadets" zog ihn der Krater magisch an. Taucher fanden einen 40 cm durchmessenden und tiefreichenden "Tunnel", der von der Oberfläche in Richtung Boden getrieben ist. Man erwartet jedoch nicht, dass vor Freitagmorgen mehr zu erfahren ist, wenn man dann schweres Gerät herbeigeschafft hat, um sich zum Boden des Reservoirs durchzuarbeiten. Der Entdecker der Spur wird hier zitiert. Es ist Peter Starr von der Wasserbehörde in Guyra: "Ich war gerade bei meiner Routine-Überprüfung des Damms, als ich das niedergedrückte Schilf sah und mir nicht einleuchtete, warum dies so niedergedrückt war. Mir war nur klar, was auch immer dafür verantwortlich war - es kam von oben." In der Nähe von Guyra befindet sich ein RAAF-Bombenabwurfs-Übungsgelände. Aber wie die Polizei versicherte, hatte die RAAF in den letzten Tagen keinerlei Übungen in der Gegend durchgeführt und noch nicht einmal Flugzeug am Himmel gehabt. Sergeant Larry Hoffman machte so seinen Spaß: "Ich weiß auch nicht, was da los war, aber ich würde mich nicht wundern, wenn Sigourney Weaver aus dem Sumpf ganz abgekämpft herauskommen wurde."

Um 18 h wurde festgestellt, dass das Wasser aus dem Teich keinerlei Giftstoffe beinhaltet und absolut trinkbar ist, weswegen es ab sofort wieder zur Versorgung der Stadt freigegeben wurde. Nun will auch ein Augenzeuge aufgetaucht sein, der gegen 21 h am Montagabend eine "Sternschnuppe" herabkommen gesehen haben will: "Sie war blau und etwa so groß wie ein Golfball. Sie kam aus östlicher Richtung und kam in einem 45°-Winkel herb." Inzwischen hat ein örtlicher PKW-Händler eine Werbung in der Gemeindezeitung geschaltet, die bereits auf den Vorfall eingeht: "For Sale. Second Hand UFO Parts. Limited Supply Only."

Spät am Abend meldete sich John Auchtel von der Gruppe "Phenomena Research Australia" (PRA) aus Mulgrave (Victoria) auf der Project 1947-Liste mit einer in Australien ausgegebenen Pressemitteilung, nachdem er zusammen mit seinem Kollegen Ron Barnett am Tage in Guyra gewesen war und feststellte, dass die ganze Affäre als ganz normale "Polizei-Angelegenheit" dort gehandhabt wurde. Ihnen fiel an Ort auf, dass es im Schilf vor dem Damm oberflächliche Verbrennungsspuren gab und um sie herum das Schilf "weggeblasen und flachgelegt" wirkte, "es sah keineswegs nach einem Weltraummüll- oder Meteoriten-Einschlag aus, mit einem Explosivkörper würde man eine ähnliche Spur wohl erzeugen können" (!), solange sich am Teichboden schließlich nichts findet, "muß man von einem bewußten Schwindel ausgehen oder die Spur entstand in einem anderen Zusammenhang und wurde dann `ufologisch` umgedeutet. Eine angebliche UFO-Story damit zu verbinden ist ohne Begründung."

Der bekannte australische UFO-Forscher Bill Chalker meldete sich parallel und berichte davon, "dass die Medien hier ihren Festtag haben", eine außerordentliche "Zirkusatmosphäre" an Ort vorherrscht und seitdem man auch das Wort vom UFO umgehen ließ, plötzlich Meldungen über "seltsame Licht-Aktivitäten in der Montagnacht oder während des Dienstags" aus dem Boden schießen; ein 74jähriger behauptete sogar morgens um 2:30 h auf der Fahrt von Armidale nach Glen Innes ein "merkwürdiges Lichtdisplay" vor sich ausgemacht zu haben, während der gleichsam starke Radio-Empfangsstörungen, einen Hitzeausbruch und einen rot-orangenen Lichtausbruch in seinem Wagen vermerkte sowie darüber hinaus noch einen "Augenschaden" davongetragen haben will, so als wenn er zu lange in eine Schweißerflamme geblickt habe. Dies jedenfalls laut einen Telefonanruf, den der Gentleman bei Kevin McCue vom Seismic Center in Canberra machte. Chalker vermerkte auch, dass der Teich am Montag-Nachmittag letztmals eingesehen wurde und man dabei an jener Stelle nichts besonderes sah. Erst am Mittwoch-Nachmittag war dem örtlichen Damm-Inspektor der komische Schaden aufgefallen.

Die Geschichte wurde durch Behauptungen von einem "Krater" mehr als über Gebühr mystifiziert. Die eingesehene "taff"-Aufzeichnung (eine Luftaufnahme des betroffenen Stücks) machte deutlich, was man dem dem Ereignis zu halten hat: Es handelt sich um ein sogenanntes "UFO-Nest" wie einstmals im Sumpf von Tully (eine verschlafene Kleinstadt, nördlich von Brisbane/Queensland, 1966), sozusagen der Urmutter aller späteren Piktogramme Englands, die Doug & Dave legten! Es gab eben keinen Krater, sondern nur niedergelegtes und wie von einer Art Explosion weggeblasenes Schilf knapp vor dem (natürlichen) Damm. In den TV-Aufnahmen glaubt man tatsächlich entsprechende gelblich-bläuliche Spuren im Kern des eher muschelartig-wirkenden "Nests" zu sehen.


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