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21.11.1999


    
UFOs: Wie bei Star Trek

Im Zeichen der Leoniden

Am Mittwoch, den 10.November 1999, wurde das nördliche Italien gegen 23:15 h von einem "großen, leuchtenden Objekt" heimgesucht, welches "mit unglaublicher Beschleunigung" auf einer herabkommenden Bahn quer über den Himmel sauste und einen leuchtenden Schweif in drei verschiedenen Farben hinter sich herzog: ein intensives Weiß und Gelb sowie ein brilliantes Grün. Die Erscheinung wurde in einem 250 km langen Streifen zwischen Modena und Rom ausgemacht und von massenhaft Leuten beobachtet.

Aus Springfield, Mass., kam am 17.November 1999 eine AP-Meldung, wonach ein weiteres Feuerzeichen des Leoniden-Meteorschauers direkt vor seinem Peak aufgetaucht ist. An der US-Ostküste ging es in der vorausgehenden Dienstagnacht hoch her, weil die Behörden im Mittelwesen der Verienigten Staaten mit panischen Anrufen über Feuerbälle und abstürzende Flugzeuge eingedeckt wurden. In Indiana und Wisconsin beruhigten die Leute in den Telefonzentralen ihre Anrufer, dass das um kurz nach 19 h aufgetauchte Feuerball-Objekt nichts weiter als ein Teil des bevorstehenden Leoniden-Meteorschauers sind, auch wenn viele Leute dachten, es handelt sich um ein UFO. Mary Redd aus Anderson, Ind., war erstaunt diese Aufklärung von der Madison County Police zu hören: "Meteore? Gut, ich denke, dass das besser ist als eine Alien-Invasion!" Und in Michigan bekam die Coast Guard deswegen gar Alarmmeldungen, wonach angeblich ein brennendes Flugzeug in den Lake Michigan gestürzt ist. Küstenwacht-Pressesprecher Steve Beverly: "Da ist gar nichts in den See gestürzt, kein UFO, kein Flugzeug - nichts. Es ist nur der Meteor-Schauer."

Auch über Pennsylvania war an jenem Abend des 16.November 1999 das feurige Objekt erschienen, wo die FAA Flight Service Station in Altoona diverse Durchgaben diesbezüglich von Piloten im Luftraum erhielt, als es über ihnen von West nach Ost schoß. Hierbei sah man verschiedentlich, wie es sich hierbei um eine "Formation" von orange-glühenden Objekten handelte, die aus einem vornewegfliegenden Hauptkörper mit etwa 10 kleineren Fragmenten hinter sich im blau-weißen Schweif bestand. Die "Flotte" durchquerte den Himmel in etwa 5 oder 6 Sekunden, wobei das Leitobjekt sehr helles Licht ausstrahlte. Mancher schätzte zunächst darin eine "Reihe von Flugzeugen" zu sehen, besann sich aber aufgrund der ungeheuren Geschwindigkeit eines besseren. Andere wieder wandten sich ans National UFO Reporting Center (NUFORC), um dessen Betreiber Peter Davenport UFOs zu melden. Dort erreichten ihn Meldungen aus insgesamt neun US-Bundesstaaten.

In Ross, Ohio, gelang es einem Zufallszeugen den Feuerball sogar aufzunehmen, seine Aufnahme wurde beim ABC-Sender WCPO Channel 9 im Nachrichtenprogramm gesendet. Auch wenn in Ross ebenso verschiedene Leute eine Formation dahinhuschen sahen, war nur das Leitobjekt lichtstrak genug, um auf Video festgehalten zu werden. Weitere Videoaufnahmen soll es aus Louisville, Kentucky, sowie Lafayette, Indiana, hiervon geben. Auf letzteren zumindest soll ein feuriger Schweif zu sehen sein. Die Aufnahme von Ross ist im Internet unter der folgenden URL aufzufinden: http://cincinow.com/mmgallery/ram/s...

Die Detroit News zitierten Tim Reinman (35) aus Grosse Pointe, der auf der Autobahn fuhr und sich plötzlich wie in "Licht gebadet" vorfand und durch die Windschutzscheibe etwas sah, "was mich gleich an Star Trek denken ließ. Es war ein weißer Lichtball, der durch den Himmel schoß und kleinere Sternchen hinter sich herzog". Dwight Gulliver (47) sah in Dearborn das selbe Phänomen wie viele andere auch: "Ich schaute gerade hoch und da gab es einen spektakulären Lichtausbruch und ein dahinzischender weißlich-gelber Lichtball erschien, von dem sich bis zu zehn teile ablösten, die hinter ihm herjagten. Das war wunderschön anzusehen..."

Etwa zur selben Zeit startete die NASA mit zwei Flugzeugen, die den Meteor-Schauer von jenseits der aufziehenden Wolken beobachten werden, in den USA zog gerade eine starke Wolkenfront auf. In dieser Nacht konnte man dort schon etwa 40 Meteore pro Stunde zählen, auch wenn nach Mitternacht die Zahl auf unter 15 Meteore zurückging. Am Boden dagegen war die Stimmung entsprechend der Wetterlage getrübt und die meisten Meteorologen sahen schlechte Witterungsbedingungen auch für die Folgenächte voraus. Dort, wo wie in Florida, das Wetter gut zu werden verspricht, setzte bereits Partystimmung der "Stargazers" ein. Beim Fox Observatorium selbst hat man Extraportionen von Popcorn und die Hot Dogs bestellt.

Während der eigentliche Leoniden-Meteorschauer wegen schlechten Wetters z.B. auch in Deutschland für die "Sterngucker" zum Reinfall wurde, hatten sich also im Vorfeld bereits `Vorboten` am Himmel gezeigt, die zu mancher Aufregung führten.

Externe Links

http://cincinow.com/mmgallery/ram/spacedust111699.ram.

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