. Zurück C E N A P

06.04.2011


    
50 Jahre bemannte Raumfahrt, der Yuri Gagarin-Monat - und 35 Jahre CENAP

Schon Juri Gagarin hat gesagt: ´Der blaue Planet muss geschützt werden´, als er ihn aus dem All bestaunt hat - und am Wochenende ist in Rostock die YURI NIGHT mit dem CTU-´Alien-Anwalt´

ROTER SPACEMAN

+++ "Juri, mein Sohn, hast Du da draußen Gott gesehen?" fragte der russisch-orthodoxe Metropolit 1961 beim Kreml-Empfang für Juri Gagarin, den ersten Menschen im All, und Gagarin antwortete: "Nein, mein Vater." "Versprich mir Juri", bat der Kirchenfürst den Kosmonauten, "dass Du das niemanden sagst." Dann kam Chruschtschow mit einem Glas Krimsekt herüber: "Juri, Genosse, hast Du da draußen Gott gesehen?" - "Ja, Genosse Generalsekretär", antwortete Gagarin, woraufhin Chruschtschow ihn beiseite nahm: "Hör zu, Juri, dass muß unter uns bleiben." +++

In der alten UdSSR und auch im heutigen Russsland wurde er gefeiert, der erste SPACECOWBOY - und er erste Popstart im roten Osten. Zu seinem 50-jährigen Tag der menschlichen Eroberung des Weltraums wird er auch jetzt bejubelt, recht so.

+ DER ERSTE KOSMONAUT IM WELTRAUM; In memory of comrade Yuri Gagarin +

Stimmungsmäßig nehmen Sie bitte nachfolgende russische nostalgisch-romantische Dokumentation in drei Teilen mit - "50th Anniversary of Yuri Gagarin´s Flight", http://www.youtube.com/watch?v=bDUx... - http://www.youtube.com/watch?v=0xEJ... - http://www.youtube.com/watch?v=xOt_... .

Sicherlich ist es ein zu großer Zufall, dass ´Außerirdische´ (oder besser, das was für solche gehalten wurde) gerade dann anfingen, unseren Himmel heimzusuchen, als wir selbst begannen, zu den Sternen hinaufzuschauen und über die Kolonisierung anderer Welten nachzudenken. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien dies durch die schnelle, aufregende Entwicklung der Raketen-Technologie vielen Leuten als wirkliche Möglichkeit. Und dann erschienen auf einmal überall auf der Welt Dinge, die außerirdische Raumschiffe zu sein schienen. Gerade auch weil wir uns die Frage stellen können, ob der schöpferische Aufwand mit dem Universum gerechtfertigt ist, wenn es bar jeden Lebens sein sollte? Verbunden damit ist die Sehnsucht nach den Sternen und die Arbeit der Pioniere des Orbits, die Träume vom Weltall freisetzten.

Der Blick in den Sternenhimmel hat den Menschen schon immer fasziniert. Das Weltall hat die menschliche Fantasie schon immer inspiriert. Die einen sahen es als Königreich der Götter, die anderen sahen die unendlichen Weiten als ein unbezwingbares Reich an, in dem überall tödliche Gefahren lauerten. Vielleicht werden wir das Universum wohl nie wirklich erforschen können, trotzdem gibt es elementare, fundamentale Fragen wie: Woher sind wir Menschen gekommen? Und: Wohin gehen wir? Wenn die Erde die Wiege der Menschheit ist, so heißt dies nichts mehr als, dass wir sie irgendwann verlassen müssen um den Kosmos zu erobern, das Leben vielleicht als Erste hinauszutragen in die große Ödnis des Universums. All diese Fragen konzentrieren sich auch in der UFOlogie und werden mehr debattiert als die Untersuchung der UFO-Meldungen vorgenommen wird. Schon vor Tausenden von Jahren, bei den ältesten Kulturen die wir kennen, suchten unsere Vorfahren die Antworten darauf in den Sternen. Die Sterne dienten ihnen zur Orientierung, doch nicht nur dass, die Sterne waren auch die Dimensionen in der man die Götter vermutete. Die Blicke ins All haben seither manches Geheimnis um unser Entstehen und ´standing´ im Universum gelüftet, wobei das größte Abenteuer die Entdeckung des Planeten Erde (immerhin das "Haus der Menschheit") kurz vor Weihnachten 1968 war - ein Spezialkommando vermummter Männer hatte den Heimatplaneten hinter sich gelassen und sah ihn neu als blauen Edelstein in einem trostlos leeren Schwarz. Space-Cowboys übermittelten uns solche Sätze wie: "Die Erde ist so klein und zerbrechlich und so ein kostbarer kleiner Fleck im Universum, dass Du ihn mit dem Daumen verdecken kannst, und Dir wird klar, dass auf diesem kleinen Fleck, diesem kleinen blauen und weißen Ding, alles ist, was Dir etwas bedeutet." Die sich entwickelnde Astronomie blieb bis heute einer der geheimnisvollsten und überraschendsten Wissenschaften, lange bevor es es den Raumflug gab, mit dem wir uns nun eingehender mit seiner Historie und den wichtigsten Highlights beschäftigen wollen, wobei immer wieder besondere Schlaglichter auf das UFO-Phänomen werfen wollen, welches ja bekanntlich ein Kind des "Space Age" und gleichsam sein modernes Sagengebilde ist. Ich nehme an, dass dies für Sie eine interessante Exkursion wird. Meine Vorbereitungszeit hierfür waren über fünf Jahre.

Noch liegt das Universum als großes Geheimnis vor der Menschheit, doch inzwischen haben wir den Schritt getan um unseren Mond zu betreten und mittels der Astronomie/Teleskopie haben wir bereits ein Tor zum ´Himmel´ aufgemacht; Weltraumsonden stoßen bereits in den interstellaren Raum vor und haben zu großen Teilen bereits unser Sonnensystem erkundet. Und 16 Nationen des ?Blauen Planeten? errichten derzeiten den größten Außenposten der Menschheit im All - die Internationale Raumstation (ISS), die ursprünglich von der NASA 1984 an Präsident Reagan herangetragen worden war um als rein amerikanische Raumstation ein neues ziviles Prestigeprojekt zu werden, wie ehemals Apollo unter Kennedy und weil mit diesem auch eine mächtige Jobmaschine in Gang kam. Als der erste Mensch auf dem Mond landete, begann nicht nur die Entdeckung ´neuer Welten´, sondern damit stand auch die Menschheit in einem harten Wettkampf um die Vormacht im erdnahen Raum. Die Erforschung dieses neuen Grenzlands ist mehr als nur eine wissenschaftliche Expedition, es ist ein Machtspiel mit nicht zu überschaubaren Folgen gewesen. Beide Seiten glaubten, dass der wer den Kosmos beherrscht auch auf Erden die Macht kontrolliert. Der Öffentlichkeit wurde dies nur langsam bewusst. Zwischen Paranoia und politischer Propaganda stieg der Menschen zu den Sternen auf, wobei übrigens für jeden neuen Raketentyp eine eigene Startrampe nötig ist, wodurch allein die ganze Angelegenheit aufwändig und teuer wird. Die US-Raumstation sollte als nationales Raumfahrtprojekt ein klares Signal an die Welt schicken, um zu zeigen, wer den Weltraum dominiert. Doch aus Kostengründen wurde daraus schließlich ein internationales Projekt als auch politisch nach dem Zusammenbruch der alten UdSSR die Zeit dazu reif war. Und doch auf dem Weg der ISS gibt es viele Steine im Weg, weil das Ding einfach so teuer ist und auch Russland überfordert (auch wenn man es so nicht zugestehen will). Der bemannte Flug zum Mars ist bereits projektiert (mal wieder); dazu muß man sagen dass Raumfahrt schon immer die Umsetzung von Visionen war um den Blick ins All zu erhaschen, da die irdische Atmosphäre den Blick in die unendlichen Weiten trübt.

Wir haben die Frage bis heute nicht klären können, ob es außer uns noch andere intelligente Wesen im Kosmos gibt, bisher haben sie jedenfalls noch nicht angerufen. Aber ihre Existenz ist wahrscheinlich, was wieder etwas anderes ist als ´bewiesen´. Die Frage, ob es andere Planeten gibt, auf denen sich eine ähnliche Evolution abgespielt hat oder abspielen wird, wie auf der Erde, können wir dagegen mittlerweile positiv beantworten. Wir können uns dank der Astronomen heute in der glücklichen Lage schätzen, nicht mehr glauben zu müssen und sind damit nicht mehr der Willkür und den Schergen einer Kirche ausgeliefert. Wir wissen heute: Es gibt noch weitere Welten! Das Universum ist homogen und isotrop. Dies ist die Grundannahme der modernen Kosmologie. Homogen bedeutet, dass die physikalischen Gesetze nicht nur auf der Erde oder im Sonnensystem sondern im ganzen Universum gültig sind. Alle Newtons des Universums können auf ihren Planeten dieselbe Beobachtung machen, dass der Apfel vom Baum auf die Erde fällt. Isotropie besagt, dass ein beobachter in allen Raumrichtungen, im kosmischen Maßstab betrachtet, praktisch das Gleiche sieht. Das Universum ist vorne nicht kürzer als hinten, und rechts sehe ich genauso viele Sterne wie links. Der Unterschied in der Verteilung der Materie über die Entfernung von zehn Milliarden Lichtjahren hinweg betrachtet, liegt im Mittel bei weniger als einem Zehntausendstel! Im ganzen Universum gibt es keine einzige Region, die sich gegenüber anderen Regionen durch irgend etwas auszeichnet: Insbesondere ist unser Planet Erde nichts Besonderes - wir sind nicht der Mittelpunkt der universellen Schöpfung. Diese Vorstellung eröffnet uns die Perspektive, in die unendlichen Räume des Kosmos selbst vorzustoßen und diese zu besiedeln, irgendwann. Denn überall, wo wir hinkommen finden wir dieselben physikalischen gesetzmäßigkeiten. Da diese Gesetzmäßigkeiten bereits zu unserem Wissensschatz gehören, können wir die Zustände dort genauso manipulieren und überlisten, wie wir das hier auf der Erde tun. Homogen und isotroph heisst nichts anderes, als dass wir in großen Teilen des Universumd überleben könnten. Dies sind wahrlich gute Voraussetzungen dafür, das Universum zu kolonisieren - doch soweit ist es noch lange nicht.

Und wir haben dazu auch noch Zeit, sogar eine vom Kosmos vorgegebene Zeit. Die Lebensdauer der Sonne ist begrenzt und die Zeit, wie lange es auf der Erde wohnlich bleibt, ist noch sehr viel knapper bemessen. Je älter die Mutter Sonne wird um so intensiver strahlt sie. Schon in ungefähr einer Milliarden Jahre wird es auf der Erde zu heiß für die Biosphäre (= unser biologischer Lebensraum) werden, die Ozeane werden anfangen zu kochen. Die Erde wird, wie die Venus in ihrer Frühzeit, ihr Wasser an das Weltall verlieren. In 4-5 Milliarden Jahren wird die Sonne sich zu einem Roten Riesen aufblähen, der über die Umlaufbahnen der inneren Planeten hinaus reicht. Dies spätestens wird das Ende des Planetensystems sein, so wie wir es kennen: Die Entwicklung unseres Heimatsystems ist auf die endgültige Vernichtung der Erde hin ausgerichtet (so oder so, da gibt es nichts zu diskutieren und aufzuschieben). Falls die Form von Leben, die auf unserem Planeten entstanden ist, über das Ende des Sonnensystems hinaus weiter existieren will, muss sie sich bis dahin neue ökologische Nischen erschlossen, sie muss den Weltraum besiedelt haben. Spätestens damit wird klar, dass Technik eine notwendige Entwicklung der Evolution ist, um langfristig den irdischen Spezies das Überleben zu sichern. Im Rahmen der Evolution wird die Raumfahrt dafür sorgen, dass die Erde nicht zur "Todesfalle" des Lebens der Terraner wird, sondern die Keimzelle eines sich beliebig weit ins Weltall ausbreitenden Ökosystems der Menschheit, der irdischen Menschheit. Noch betrachten wir die Weltraumfahrt als eine Art abenteuerliche, primitive Reise. Früher oder später aber wird sie Leben im Weltall bedeuten und ganz andere Dimensionen haben, als wir sie derzeit kühl kalkulieren.

Der Flug in den Kosmos hat auch etwas mit großem Entdeckergeist zu tun, mit Grenzüberschreitung. Das Wort Begeisterung drückt aus, dass etwas sehr Hohes, spezifisch Menschliches, nämlich der Geist den Menschen beherrscht. Enthusiasmus ist ein Begriff aus dem Griechischen und bedeutet das Durchdrungensein der menschlichen Existenz vom Heiligen - und dazu kann man alles machen. Das Jahrhundert der Entdeckungen in seiner 20.Ausgabe begann mit Helden auf Hundeschlitten, und es endete mit Pauschalreisen zu den Steinzeitvölkern Irian Jayas. Charles Lindbergh, Robert Peary, General Nobile, Neil Armstrong oder Chuck Yeager seien als Glanzlichter nur mal so in den Raum geworfen. Die Besteigung des Mount Everest ohne Sauerstoffgerät, Heißluft-Ballonfahrten um die Erde, Durchquerung der Antarktis usw sind Unternehmungen, deren augenscheinlicher Sinn sich so recht keinem von uns erschließt. Trotzdem bewundern wir diese Abenteurer und würden uns insgeheim gerne selbst solchen ´unlogischen´ Herausforderungen stellen. Die Begeisterung für Anstrengungen weit gesteckter Ziele zu erreichen ist stammesgeschichtliches Erbe der Menschen. Menschen neigen dazu, sich Herausforderungen zu stellen und sie letztlich zu meistern, irgendwie. Nur diese Gabe ermöglichte Kolumbus, Amerika zu entdecken, auf die vage Vermutung hin, die Erde könnte eine Kugel sein. Abenteurer werden auch in Zukunft Gewinner der Evolution sein, weil sie zwei wesentliche Begabungen haben: Begeisterung und Kooperationswillen. Beides sind unabdingbare Voraussetzungen, den Weltraum als Lebensraum zu erobern und so das Leben im Kosmos zu verbreiten.

+ Unsere Geschichte ist voller Beispiele dafür, dass sich Menschen Aufgaben verschrieben haben, die nur mit äußerster Anstrengung zu erreichen waren, aber deren Sinn nicht direkt im Materiellen lag: Der Turmbau der Babylonier oder der Bau der Pyramiden, um nur zwei zu nennen. Wie erstaunlich der Bau der ägyptischen Pyramiden war, zeigt sich darin, dass wir immer noch nicht im Detail wissen, wie die alten Ägypter solche baumeisterlichen Herausforderungen haben meistern können. Und so hat sich sogar ein langes Garn esoterischer Vermutungen darum gesponnen: Manche Hobby-Forscher glauben allen Ernstes daran, dass Außerirdische den Pharaonen dabei zur Hand gegangen sind. Diese Erklärung fällt wohl Ockhams Rasiermesser zum Opfer, demzufolge unwahrscheinliche Hypothesen zurückzuweisen sind. Aber die Frage nach dem "Wie" ist eher nachrangig im Vergleich zum "Warum". Warum hat sich überhaupt eine Nation solche entbehrungsvolle Mühe gemacht, Pyramiden in den Sand zu setzen. Diese höchst unnützen künstlichen Hügel, deren Bau ja einen großen Teil der Ressourcen der Bürger am Nil beanspruchte, scheinen keinen erkennbaren Nutzen für das Volks selbst gehabt zu haben. Aber Pyramiden konnten vielleicht etwas, was sie heute auf alle Fälle allerbestens können. Zumindest verdienen die Nachfahren dieses uralten Kulturvolkes damit eine Menge Geld: Pyramiden können begeistern. Pyramiden oder ähnliche monumentale Bauwerke, die nur unter allergrösster Anstrengung vieler Menschen realisiert werden konnten und nur sehr immaterieller Wertschöpfung dienten, finden sich überall auf der Welt. Offensichtlich gibt es einen kulturübergreifenden Antrieb im Menschen, sich solchen Aufgaben zu verpflichten. Die Vermutung liegt nahe, dass der Wert dieser Unternehmungen vor allem darin lag, eine Gesellschaft in Entbehrung zusammenzuschweißen. Dies geschah durch die Definition von Zielen, mit denen sich eine große Anzahl von Individuen eines Staatengebildes direkt identifizieren konnten, weil sie daran beteiligt waren: "Ich war dabei, ich habe mitgeholfen, ein solch monumentales Werk zu schaffen, das alle Welt beeindruckt." Vergleichbare Erlebnisse boten wahrscheinlich früher sonst nur der Krieg.

Der SPACEMAN - Tribut für 108 Minuten, die damals die Welt veränderten:

+ Und als würdiger Abschluß gönnen Sie sich nachdenklich und dennoch gut gelaunt Jean-Michel Jarre (!) mit "Hey Gagarin", http://www.youtube.com/watch?v=OP-N... .

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=bDUxV_6murc
http://www.youtube.com/watch?v=0xEJMdm5N24
http://www.youtube.com/watch?v=xOt_u9D5Zg8
http://www.youtube.com/watch?v=OP-NflapTU4

Views: 6724