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16.01.2011


    
+ Enthüllt: CENAP auf der Spur der englischen X-Akten des MoD schon 1980 +

Es soll kein X-Faktor bleiben, sondern aufgeklärt werden wie das historisch mit den britischen UFO-Akten beim Verteidigungsministerium Ihrer Königin war/Weiterer Akt der CENAP-UFOlogie-Disclosure!

Jetzt, wenn nach Stan Fulham bekanntlich die Alien-UFO-Invasion dieser Tage in England ansteht - nachdem die ätherischen ´Transi´s´ voller verpackter Heißluft-Flugobjekte die russische Hauptstadt Moskau heimsuchten -, soll ein weiteres CENAP-Geheimnis enthüllt werden.

Schon im Sommer 1980 versuchten wir näheres zu erfahren, wie das britische MoD an seinem UFO-Schreibtisch mit diesem Phänomen aller Phänomene des ´Paranormalen´ umgeht. Brigadegeneral E.S. Chandler, Luftwaffenattache der britischen Botschaft in Bonn, informierte uns am 12.August 1980:

"... Bedauerlicherweise gibt es im britischen Verteidigungsministerium KEINE Stelle, die allein mit der Aufgabe betraut ist, das Vorkommen von UFOs aufzuzeichnen, und es gibt auch KEINE Mitarbeiter, die sich diesem Thema während ihrer gesamten Arbeitszeit widmen*. Die über das Thema existierenden Unterlagen fallen unter den Public Records Act, was bedeutet, dass erst 1993 die ersten Unterlagen freigegeben werden. ... Man hat mir jedoch mitgeteilt {direkt vom britischen Verteidigungsministerium}, dass es KEINE Beweise gibt, die darauf hindeuten, dass die Beobachtungen die man über Grossbritannien gemacht hat, ausserirdischen Ursprungs waren. ..."

Steht ein ufologischer Durchbruch in England bevor?

Unter der Schlagzeile "Ein neuer Besen im Ministerium" meldete sich im amerikanischen Fachjournal ´International UFO Reporter´ (IUR) vom Januar/Februar 1994 Jenny Randles zu Worte. In England scnien es gerade einen Wandel in der öffentlichen Informationspolitik durch das ´Ministry of Defense´(MoD) zu geben; die FOIA-Sperrzeiten waren abgelaufen. Bisher kamen UFO-Forscher nur eher schwerlich an Unterlagen aus dem Archiv des Verteidigungs-Ministeriums Ihrer Majestät heran, die Extraktion von UFO-Informationen schien bisher unmöglich. Was Sie vielleicht bisher nicht wussten ist, dass das in den USA erschienene Randles-Buch ´From Out of the Blue´ (Berkley, 1993) in England wegen einer "D"(Defense)-Notierung bisher nicht erscheinen konnte. Der Hintergrund dazu ist vielleicht verständlich, wenn man sieht, dass dieses Werk sich um Ereignisse rund um die beiden Luftwaffen-Basen Bentwaters und Woodbridge im Rendlesham Forest vom Dezember 1980 konzentriert und in diesem Fall Informationen enthält, die Randles quasi von "hintenherum" aus dem MoD schleuste. "Meine persönliche Erfahrung zeigte auf, dass die britische Regierung weiß, dass das ´UFO-Phänomen´ so gesehen real ist, aber auch Angst davor hat dies bekanntzumachen, da sie total unsicher darüber ist, ob sie nun fremde Raumschiffe sind oder ob nicht. Und dies ist schließlich die Frage. Wer will schon als Regierungsoberer das Image abbekommen offiziell uneffektiv und inkompetent zu arbeiten?"

+ Dem steht aber ein Brief von Verteidigungs-Minister Michael Heseltine an Parlaments-Mitglied Merlyn Rees (ehemals selbst beim Minister der Königlichen Luftwaffe im Dienst) vom 3.November 1983 in Folge der ´News of the World´-Veröffentlichung vom 2.Oktober 1983 über den Rendlesham Forrest-Zwischenfall entgegen, worin Heseltine erklärte, es gäbe "nicht ein Körnchen Wahrheit an den Behauptungen über eine Vertuschung zu angeblichen UFO-Sichtungen. Wenn sich das Ministerium einschaltet, dann nur aus verteidigungspolitischen Gründen, um festzustellen, ob durch gemeldete UFOs an sich irgendwie eine Bedrohung aufkommt". In Sachen Rendlesham erklärte der Minister, das es weder irgendwelche Kontakte mit "Alien Beings" gab noch irgendwelche UFOs auf Radar damals aktuell gesichtet worden waren.

Randles ist sicher, dass das MoD ein paar Untersuchungen von Berichten durchführt und einige faszinierende Fakten ammelte, die bisher nicht bekanntgeworden sind -"wobei es aber wirklich aufwühlende Geheimnisse gar nicht zu verbergen gibt". Das ´Cover-Up´ ist eher eines der Themen-Ignoranz statt eines von "Geheimwissen". "Diese Sicht auf die Dinge mag richtig oder auch falsch sein", gesteht Randles zu. Seit 1982 hat sich das MoD-UFO-Tor leicht geöffnet, scheinbar aufgrund des Drucks durch die FOIA-Gesetze in den USA und Australien. Verschiedene englische Forscher bekamen gelegentlich UFO-Berichte zugespielt, die aus der MoD-Abteilung Air Staff 2A kamen. In gelegentlichen Stellungsnahmen an die Öffentlichkeit nennt das MoD auch die Anzahl jährlicher ´Sichtungsberichte´. Seit 1967 wurden so zwischen etwa 300 bis 350 ´Fälle´ pro Jahr registriert; meist Briefe aus der Bürgerschaft oder durch Zeitungsmeldungen. Diese Unterlagen sind in aller Regel mit einer 30-jährigen Sperrfrist wegen dem Persönlichkeitsschutz im Sinne des Datenschutzes für die Melder selbst gedacht versehen, so dass die ersten offiziellen UFO-FOIA-Unterlagen nicht vor 1997 zu erwarten sind. Was bisher freigegeben wurde ist ufologisch eher enttäuschend (Update 2011: - Und das was bis jetzt im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts kam ebenso...) Aus was bestanden nun diese aktenmäßigen ´Fallunterlagen´ (damals und heute)? Aus einseitig beschriebene Blätter mit fast keine Daten, zensierten persönlichen Zeugenangaben und ohne Hinweis auf irgendwelche Bewertungsversuche. Frägt man nach Details zu einem bestimmten und wichtigen Fall an, schweigt sich das MoD bisher aus.

Und dies hat einen simplen Grund, wie JR im Herbst 1998 eingestehen musste:

+ Der sogenannte ´UFO-Desk´ (UFO-Schreibtisch) des Air Staff2(a)* in Whitehall wird nur jeweils von einer Person betreut, die routinemäßig und ohne sonderliche Qualifikation hierher versetzt wird, und im Zuge ihres amtlichen Verwaltungs-Dienstbetriebes allerlei andere Dinge wie UFOs abzuarbeiten hat, so z.B. sich um Beschwerden über Tiefflieger zu kümmern und sich mit Umweltschützern auseinanderzusetzen. Für viele der Schreibtischtäter waren die UFOs ein Greul und verursachten ihnen "a pain in the neck". Dennoch mussten sie die öffentlichen Reaktionen bewältigen und auf teilweise unendliche Briefe antworten, kein Wunder wenn da Oberflächlichkeit oberste Regel war.

* = Die Hauptrolle dieser Abteilung ist die Beratungsfunktion des Verteidigungs-Ministers und der Führungskräfte der Luftwaffe hinsichtlich politischen, taktischen und parlamentarischen Aspekten rund um RAF-Operationen und der damit verbundene Öffentlichkeits- bzw PR-Arbeit.

+ Der UFO-Redenschwinger - und dies so wie der Wind weht und der Opportunismus es gerade eben verlangt - Nick Pope* gesteht ja selbst zu, hauptsächlich als Bürohengst bei seiner zivilen Verwaltungskarriere Dienst am MoD-UFO-Schreibtisch geschoben (an einem Mittwoch Juli 1991 als Nachfolger von Owen Hartop, der sich mit Pope abgab und ihn bis Freitag zu seinem Dienstende pragmatisch und funktional-orientiert einarbeitete - und dies auch hauptsächlich bei seiner Abschlußfeier im ´Clarence Pub´ um die Ecke!) und nur nebenbei den Job erledigt zu haben, damit die Arbeitszeit irgendwie sinnvoll aufgefüllt ist. Hauptsächlich war dieser UFO-Papiere-Verwaltungskram nur eine MoD-PR-Arbeit, um mit Standardbriefen auf eingehende Anfragen der Bevölkerung brav zu antworten. Pope hat über seine Zeit als offizieller ´UFO-Officer´ Anfang der Neunziger dort berichtet, dass er keinen reinen UFO-´Untersuchungsjob´ hatte, sondern viele andersgelegene offizielle PR-Probleme in seiner Zeit zu bewältigen hatte. Er wurde einfach so im Zuge seiner Berufskarrierentwicklung vom Büro-Abteilungsleiter bestimmt, UFO-Anfragen an den Air Staff 2A zu handhaben, wobei es jenem selbst ziemlich egal war was Pope machte, Hauptsache jemand machte nebenbei den ungeliebten Job! Deswegen gab es auch keinerlei Diskussion darum. Nach wissenschaftlicher Qualifikation und persönlichem Interesse war eh nie ein ´UFO-Officer´ gefragt worden - auch nicht nach einer tiefergehenden Motivation. Das Motto war: "Du machtst den Job - und Basta!" Es hätte auch jemand anders treffen können.

* = Als man ihn im Privaten damals z.B. fragte, was er derzeit beim MoD in der Verwaltung eigentlich macht, gestand er frei heraus ein: "Ja, ich arbeite für die Regierung und untersuche dabei auch UFOs." Einige lachten deswegen, aber die meisten waren dann doch fasziniert und wollten mehr wissen, weil ja gerade ´Akte X´ erfolgreich und populär im TV lief; daher bekam Pope auch den Ruf weg der britische ´Fox Mulder´ zu sein - und dies gefiel ihm auch späterhin noch sehr und machte dies zu seinem gern verwendten Aushängeschild als Image für sich. Eine typische Frage war dann immer: "Gibt es ein offizieller Cover-Up?" Pope´s Antwort war dann immer geradeheraus: "Nein, nicht bei uns!" Und er gestand auch zu, dass es keine Spezialeinheit im britischen ´Ministry of Defence´ (MoD) deswegen oder wegen einer UFO-Fall-Untersuchungs-Studie gab oder gibt. Niemand kümmerte sich je in einem Vollzeit-Job um die Sache. Er gestand auch ein, ohne irgendwelches vorheriges Interesse an UFOs einfach plötzlich (wie die Jungfrau zum Kinde) so an und ohne formelle Einweisung** den UFO-Schreibtisch beim Secretariat(AirStaff)2a beim britischen Verteidigungs-Ministerium als ´Executive Officer´ (ein Zivilbediensteter der mittleren Führungsebene) für "non-operational RAF activities overseas and diplomatic clearance for military flights abroad" (als Hauptjob) gekommen zu sein und sollte dort auch sofort aus dem Stehgreif heraus loslegen, um öffentliche Anfragen in Sachen UFOs zu beantworten und den wenn nötig Dingen nachzugehen. Die Untersuchung von UFO-Sichtungen selbst fiel eher nebenbei an. Dies bekam auch BUFORA´s James Easton vom MoD bestätigt: "A small percentage of time is spent dealing with reports from the public about alleged ´UFO´ sightings and associated public correspondence." Pope selbst gestand in einem Artikel des englischen SIGHTINGS-Magazin (was einst Löffenverbieger Uri Geller {sic!} zuammen mit Philipp Mantle mitherausgab {sic}) ein: "Die meisten von meinen vielen Vorgänger im Amt hatten sich weitaus weniger ersthaft mit der UFO-Frage beschäftigt und begnügten sich damit Standard-Briefe auf Eingaben hin auszusenden, um damit dem Ministerium gerecht zu werden - oder was sie dafür hielten, mehr oder minder eigene Ansichten einbringend, die dann die offizielle Stellungsnahme ausmachte." Durch diese Willkür gab es im Zuge der Jahrzehnte einige Widersprüche, sodass der Nebel einer Vertuschungs-Paranoia hiervon ausströmte. Diese Vertuschungs-Paranoia ist aber völlig unberechtigt, da die Leute am UFO-Schreibtisch nur mit minimaler Kontrolle durch ihre am Thema desinteressierten Chefs dies nach eigenem Gutdünken handelten - Pope: "Ich wurde niemals aktiv von meinen Vorgesetzten blockiert, auch wenn es Zeiten gab, wo man mir die Sache schwierig machte weil meine eigentlichen Büro-Verwaltungsjobs wichtiger waren."

** = Hammerhart: Pope musste zunächst einmal in die Bibliothek und in den Buchladen gehen, um sich in Sachen überhaupt UFOs einzuarbeiten - genauso wie Sie es vielleicht zu Beginn Ihrer ufologischen Karriere taten; niemand gab Pope Schulungen um den "interessantesten Job des Landes" zu bewältigen (nachzulesen in seinem Bucherstling ´Open Skies, Closed Minds´, S.39!). Pope weiter: "Bevor ich diese Stelle annahm, wurde ich in keinster Weise zu meinen Ansichten betreffs diesem Thema befragt - und hatte mich vorher auch gar nicht dafür interessiert. .. Die Wahrheit ist, dass ich einfach ein ganz normaler Mensch war, der an eine außergewöhnliche Position gesetzt wurde. ... Aber ich habe auch Fehler gemacht, und ich mache mir heute noch Vorwürfe, weil mir Chancen nur deshalb entgangen sind, weil drei Jahre mit eknem Nebeibeijob eine viel zu kurze Zeit sind, um sich umfassende Kenntnisse zum UFO-Phänomen anzueigenen." Damit gesteht er auch ein, das seine Bewertungen als Novize des Themas mit äußerster Vorsicht zu genießen sind und er, wie alle anderen Neulinge auch, viel zu schnell den Stempel UFO ieS vergab! Siehe Fall Cosford. Und nur ein einziges Mal kam sein Chef auf ihn auch genau deswegen mit einiger Aufgeregtheit zu, weil es einen erstaunlichen Ausbruch von UFO-Sichtungen in der Nacht des 30./31.März 1993 gegeben hatte, "worüber sich die Medien das Maul zerrissen".

Wie Jenny Randles nun im Herbst 1998 im ´International UFO Reporter´ ausführte, hatten auch die Vorgänger Pope´s alle Hände voll mit anderen Dingen zu tun und oftmals sahen sie die UFO-Frage nur als einen Job an, der ihnen "a pain in the neck" verursachte. UFO-Meldungen ging man da aus den genannten Gründen auch nicht immer nach, man nahm zwar die Fragebögen entgegen - und legte sie dann ab um sie zu vergessen. Die MoD-UFO-Offiziere mussten sich genauso wie ihre amerikanischen Kollegen bei ´Blue Book´ dagegen mit zahlreichen, teilweise endlosen Briefen aus der Bürgerschaft herumschlagen, damit man diese oftmals formal und oberflächlich beantwortete. Die meisten Leute auf diesem ´Schleudersitz´ waren froh, wenn sie im Ministerium routinemäßig zu anderen Aufgaben abberufen wurden. Randles, die mit einigen von ihnen im Laufe ihrer 25-jährigen UFO-Forschungstätigkeit zu tun hatte, erfuhr, dass die meisten UFO-Meldungen sie wenig beeindruckt hatten, auch wenn es gelegentlich Berichte von Militärangehörigen waren, aber auch diesen ging man nicht immer nach. Darüber hinaus traf Jenny 1983 schon auf eine Dame, die als ´UFO-Officer´ den Dienst getan hatte und ihr berichtete, was sie persönlich in dieser Sache praktisch getan hatte - nämlich so gut wie nichts, weil sie die ganze Angelegenheit für verrückt hielt und UFOlogen sowieso als komische Kautze betrachtete. Als Jenny ihr dann die Arbeit von BUFORA (´British UFO Research Association´) an Einzelfalluntersuchungen vorstellte, war diese MoD-Beamtin mehr als verblüfft, mit welchem Aufwand Privatleute UFO-Meldungen untersuchen - "soetwas hatte sie niemals zu einem Fall des Ministeriums erlebt"! Für die Dame war es so gewesen, dass die UFOlogen sowie die Öffentlichkeit über UFO-Beweise sprachen, die niemals dem MoD vorlagen. Und ab sofort - quasi von Heute auf Morgen - riefen Zeugen bei Jenny an und erklärten, sie wären vom MoD direkt an sie weiterverwiesen worden! Zunächst hielt sie dies für einen Spaß jener Leute, aber bald merkte sie, dass die Sache ernst war; das MoD hatte die UFO-Meldungen an sie ABGESCHOBEN!

Und - In der Anfangszeit verhielt sich Pope genauso und drückte genauso Fälle an sie ab:

"Einige Tage bevor ich diesen Artikel niederschrieb, erhielt ich den Anruf eines Mannes aus dem schottischen Lockerbie. Er hatte einige befremdliche Lichter auf Video aufgezeichnet. Zunächst hatte er den Prestwick Airport angerufen, um seinen Fall zu melden. Bald darauf erhielt er erschrocken einen Anruf vom MoD in London. Der Anrufer war niemand anderes als Nick Pope, welcher um eine Kopie des Bandes bat, aber gleichsam erklärte, für den Zeugen nichts weiter tun zu können, als den Fall zu registrieren. Wünschte der Zeuge weitere Ermittlungen und eine Weiterverfolgung des Ereignisses, sollte er sich an mich wenden. Nun läuft eine Untersuchung an und ich versprach Pope, wir würden ihn vom Ergebnis unterrichten. Damit sind die endlosen Gerüchte um ´Men in Black´ und ´Geheim-Abteilungen´ vorbei", schildert sie im ´IUR´. Rund um des großen Falls aus der Nacht des 30./31.März 1993 wurde ebenso noch an Randes verwiesen, die die Untersuchung dem BUFORA-Untersucher Doug Cooper überließ und jener hängte sich gleich an den Fall. Nicht weniger als 19 Polizisten an fünf verschiedenen Örtlichkeiten hatten das Phänomen gesehen und waren bereit mit dem UFO-Forscher deswegen zu sprechen. Der Fall löste sich bald auf, als BUFORA feststellte, dass aus Irland, Frankreich und Portugal das selbe Phänomen gemeldet worden war. Um 1:10 h war das fragliche Objekt mit niedrigerer Geschwindigkeit sowie ein Meteor erschienen und zeigten alle Anzeichen für einen Reentry-Niedergang - tatsächlich, es handelte sich um den russischen Satelliten COSMOS 2238. Während BUFORA bereit war, die Ereignisse dieser Nacht durchweg auf den Niedergang des genannten COSMOS-Satelliten zurückzuführen, wehrte sich Pope dagegen und nannte den Fall selbst "unerklärt"! Sind Sie nun überrascht, verwirrt? Wir auch. Der Clou: Dabei sind die Parallelen zu den Ereignissen aus der Nacht des 25./26.Dezember 1980 von Bentwaters {sic!} deutlich. Damals war ein spektakulärer Bolide & ein Satelliten-Reentry von zahlreichen Zeugen wahrgenommen worden, wobei ebenfalls verzerrte Darstellungen zustandekamen und zudem verschiedene andere unabhängige Stimulis zusätzlich einfloßen, um die Affäre perfekt merkwürdig zu gestalten. Ähnliches zeigte sich bereits beim Reentry des COSMOS 1068 über Britannien in der Nacht des 31.Dezember 1978. Damals hatte der respektierte Untersucher Bernard Delair bereits das selbe Muster der Verwirrung in den vorliegenden Berichten ausgemacht, "ich hatte ihm dies damals aber noch nicht in meiner frühen Einfälltigkeit geglaubt" und Jenny nahm in ihrener ufologischen Anfangszeit die selbe Haltung ein wie MoD-Pope heute zu den Ereignissen aus der Nacht des 30./31.März 1993! Ein simples IFO kann so also selbst in höchsten Kreisen für unendliche Verwunderung sorgen, wenn Naivität und Einfälltigkeit vorherrscht!

Tatsächlich, UFO-Meldungen die aufgrund der verteilten Fragebögen eingingen, wurden behördenmäßig bearbeitet - entgegengenommen, weggeschlossen und vergessen. Selbst bei Meldungen durch Militärangehörige ging man den Dingen nicht immer nach, was den Freund des phantastischen UFO-Wunders verwundern mag, da er in den Militärunterlagen immer das "ultimate secret" erwartet, um das kosmische Watergate aufzuschlüßeln. Randles die im Zuge der Zeit mit verschiedenen UFO-Offizieren sprechen konnte mußte so in Erfahrung bringen, dass die eingehenden UFO-Meldungn zumeist überhaupt nicht aufregend waren und teilweise den Dienstbetrieb nur störten. Gerade auch in den ersten Phase in den Jahren 1950 bis 1954 war man in Whitehall ziemlich kopflos gewesen und die eingehenden UFO-Berichte wanderten irgendwie ziellos durch die einzelnen Ministerien und deren Abteilungen. Man bekam sie zwar offiziell rein, aber was man mit ihnen anfangen sollte, wußte niemand so recht. Zwar bekam Premier-Minister Winston Churchill auf seine Anfrage vom Juli 1952 an Lord Cherwell, Air Ministry for State, von diesem erzählt, dass es eine "special study" des Themas seit 1951 gab, aber es gab keine zentrale ´Nervenzentrale´ hierfür und je nach augenblicklichem Interesse nahm sich mal dieser oder jener Dienst, jene Gruppe oder jenes Individuum einer solchen Geschichte an. Es herrschte ein Durcheinander. So ist der Fall von Group Captain Cartmel bekannt geworden, der damals seinen Beobachtungsbericht ans Ministerium schickte und dessen Akte 1988 im ´Public Records Office´ (PRO) wieder ans Tageslicht kam, abgestempelt mit Eingangsstempeln von drei Abteilungen des Ministeriums. Man schob diesen einfach nur hin und her, Cartmel selbst wurde weiter nie kontaktiert. Doch wichtig ist für uns eine Notiz auf dem Bericht durch irgendjemand, der den Bericht auf dem Schreibtisch hatte und den einzigen Vermerk überhaupt zu diesem Fall machte: "Ich nehme an, Berichte dieser Art werden eines Tages wertvoll zur Analyse sein - ich kann mir momentan aber nicht vorstellen, wer etwas damit anfangen kann. Hebt ihn für künftigen Gebrauch auf." Thats It...

Background und eine weitere Hintergrundstory zur Story, wie bekannt unser Ding

+ "UFO-Forscher kann nur von Fehlanzeigen berichten: Mannheimer studierte viele Dokumente aus aller Welt" hieß es am 3.Dezember 1983 in einer dpa-Meldung, die auch von der ´Südwest Presse´ abgedruckt wurde:

>Seit drei Jahren führt der Einzelhandelskaufmann Werner Walter in Mannheim in seiner Freizeit eine lebhafte Korrespondenz mit Geheimdiensten, Polizeibehörden, militärischen Sicherheitsorganen und diplomatischen Dienststellen in aller Welt. Thema seines Briefwechsels ist die Frage, ob es irgendwo auf dem Globus einen "Beweis für die Existenz außerirdischer Flugkörper" gibt. Das Resultat seiner Freizeit-Arbeit faßte er nun so zusammen: "Bisher gibt es für den Besuch ´Fliegender Untertassen´ auf der Erde keine ernsthaften Nachweise. Die sechs oder sieben Vorfälle von wirklich rätselhafter Natur sind in sich so verschieden, dass man aus ihnen keine ernsthafte Theorie irgendwelcher Art ableiten könnte." Nachfragen des Mannheimer UFO-Forschers in Bonn erbrachten Fehlanzeigen:

Bundesdeutsche militärische Nachrichtendienste oder andere behördliche Einrichtungen befassen sich nicht mit UFO-Erscheinungen. Um so umfangreicher dagegen war die Resonanz aus Amerika. Nach Angaben von Werner Walter wurden ihm nicht nur die Protokolle überlassen, die von der US-Luftwaffe von 1947 bis 1967 über UFO-Beobachtungen erstellt worden sind. Auch CIA und FBI sandten, auf Vermittlung der deutschen Botschaft, einige hundert Blatt Papier. Viele dieser Dokumente tragen den Stempel "Vertraulich" oder gar "Geheim". Allerdings sind sie älteren Datums, und ihre Geheimhaltungsfrist ist abgelaufen. In dem Papier-Berg, den der Mannheimer Kaufmann durchforstete, sind rund 12.000 angebliche UFO-Beobachtungen erwähnt. Beim Studium der US-Papiere stieß Werner Walter auf einen Hinweis, wonach das kanadische Verteidigungsministerium jahrelang Meldungen über sogenannte "Nichtmeteorische Sichtungen" sammelte. Auf Anfrage erhielt er tatsächlich vier Mikrofilme mit dem Text von vielen hundert Schreibmaschinenseiten. Zur Auswertung dieses Materials auf einem Spezial-Sichtgerät wurde die Hilfe der Uni Mannheim gewährt. Selbst die Vereinten Nationen haben sich schon mit Fliegenden Untertassen beschäftigt. Bei der 33.Tagung des Unterausschusses für Weltraumfragen stand, auf Antrag des Karibik-Inselstaates Grenada, das Thema "UFO" auf der Tagesordnung. Die Protokolle dieser Sitzung wurden Werner Walter ebenfalls zur Verfügung gestellt. Auch die enthielten keinen Beweis für Besuche aus dem Weltall.<

Im gerade von M.Hesemann übernommenen ´Magazin2000´ vom Sommer 1984 (Nr.5/6) erschien dann der Artikel "Europäische Regierungen über UFOs unterrichtet". In einer weiteren konzertierten Aktion wurden diverse europäische Regierungen also über das "brennende Problem der Unbekannten Flugobjekte" {immer wieder wird trickreich das Wort der UNBEKANNTEN Flugobjekte bewusst zur Ablenkung aber auch zur ufologisch-zielführenden Irritations-Lenkung eingesetzt, während es nur um UNIDENTIFIZIERTE Flugobjekte geht!} informiert. Angekurbelt war dies durch ICUFON in New York geworden. Anstelle in friedlichen Kontakt mit den galaktischen Verbänden zu treten, würde man auf sie schießen und ICUFON stehe für eine "friedliche Lösung des UFO-Problems" ein, wozu man sich Unterstützung erwarte. IGAP-Direktor Hans C.Petersen hatte in der Dokumentation "Außerirdische Weltraumschiffe existieren wirklich" die Regierungen der skandinavischen Länder, der Benelux-Staaten und Frankreich aufgefordert, "die offensichtliche Irrefühung der Öffentlichkeit endlich zu beenden".

+ Doch keiner der etwa 30 mit dieser Dokumentation konkret angesprochenen Politiker war zu überzeugen gewesen. Erstaunlich, weil gerade auch in Frankreich die GEPAN offiziell in Sachen UFOs engagiert war und man wenigstens dort auf ´offene Türen´ hätte treffen müßen, wenn man den Inhalt ernst nahm. Auch die deutsche Bundesregierung reagierte nicht anders, als sie Hesemann´s Dokumentation "UFOs gibt es!" in die Gremien bekam und sich mit der Forderung konfrontiert sah: "Einrichtung offener UFO-Studien in Zusammenarbeit mit Deutschlands führenden Universitäten, der Bundeswehr und den UFO-Organisationen." Hesemann hatte in "persönlichen Briefen mit eindringlichen Appellen" sogar Bundeskanzler Kohl angesprochen, der aber scheinbar lieber zu Pfälzer Wein und Saumagen aus seiner Heimat griff. In München dagegen hatte noch einige Monate zuvor Franz Josef Strauß als CSU-Oberer gegenüber dem Österreicher Reinhard Habeck schriftlich erklärt: "Eine staatlich beauftragte Untersuchungsstelle für UFO-Beobachtungen ist vorstellbar, sinnvoll und bestimmt zielführend. Eine solche Stelle sollte am besten mit den Einrichtungen der Luftverteidigung zusammenarbeiten."

Schließlich hatten sich die UFO-Freunde des Fantastischen einen besonderen Werbegag für sich ausgedacht und riefen zum "Bonner UFO-Forum" in der Aula des Bonner Beethoven-Gymnasiums im Oktober 1983 mit VonKeviczky als Stargast. Hierzu wurden sämtliche 519 Abgeordneten des X.Deutschen Bundestags schriftlich eingeladen, genauso die in Bonn akkreditierten Diplomaten und sämtliche Bonner Zeitungsredaktionen. "Keiner kam - drei Abgeordnete schickten ihre Sekretäre, ein Beamter eines Ministeriums fotografierte", ist der unrühmliche Kommentar zu diesem Flop, der das Desinteresse der Politik an den UFOs markiert.

Im österr. Nachbarland hatten die ICUFON/IGAP-Leute Helmut Hajek und Karl Grün die Idee des deutschen Memorandums übernommen und durch eigene Fälle ergänzt. Tatsächlich reagierte auch am 25.Juli 1983 das Bundesministerium für Landesverteidigung mit Major Pucher vom Büro für Wehrpolitik. Hesemann wertete dies als einen "entscheidenden Durchbruch in der UFO-Frage", auch wenn für jedermann der spöttische Unterton des Antwortbriefes deutlich wird - und der im übrigen nichts konkret beinhaltet und in einer zukünftigen Möglichkeitsform geschrieben ist. Ansonsten seien UFO-Sichtungen dem Ministerium durchaus "aus den Medien sehr wohl bekannt", aber entsprechende Verifizierungen waren "leider noch nicht möglich", wogegen man aus Filmen wie "Begegnung der Dritten Art" sowie "E.T." gewisse Anregungen entnahm. Dennoch, was blieb auch anderes übrig, war dies "für die UFO-Forscher eine Sensation" und wurde als der verdiente Lohn für ihr Engagement verkauft. So kann man es natürlich auch sehen! Freundlicherweise lud dann das Ministerium, eben Major Pucher, im September 1983 den ungarischen Ex-Major VonKeviczky zu einer vertraulichen Unterredung ein, woraus dann ein neunzigminütiges Treffen mit Bundespräsident Kirchschläger wurde, der aber keinerlei konkrete Möglichkeit sah, von sich aus zu handeln. Auch ein Referat vor 40 Offizieren des Generalstabs eine Woche später auf der Luftwaffenbasis Langenlebarn unter Einladung von General Golja und seinem Stabschef Obert Pabisch blieb ohne weitere Resonanz, scheinbar wurde Colman nur eingeladen, um den wortgewaltigen ´Nachbarn´ mit seinen komischen Idee vorzuführen. Durch die alte K&K-Monarchie war man ja mit den Ungarn immer noch etwas verbunden. Drei Monate lang versuchte sich VonKeviczky nach seiner Landung am 8.September 1983 auf dem Frankfurter Flughafen in einem "Kreuzzug" als "Good-will-Ambassador", um die Regierungen mit seinen "schwärren Beweisen" aufzurütteln. Dies in der Hoffnung: "Damit überzeugen wir die Regierungen."

Der Auftakt, so werden es vielleicht wohl die wenigsten Leser wissen, war der Besuch der CENAP-UFO-Arbeitsfachtagung in Mannheim! Vor der versammelten Crew des CENAP, Vertretern der GEP und der dänischen SUFOI packte er seine Beweise aus, die aber von den meisten Teilnehmern an die Wand genagelt wurden. Kein Wunder, wenn es hitzige Debatten hierzu gab, die aber in freundschaftlich-jovialer Atmosphäre abliefen - ganz anders, als UFO-Freunde des Phantastischen gerne CENAP-Veranstaltungen ausgibt, um uns zu diffamieren. Bereits vorher und auch nachher hatte uns eine etwas schräge Freundschaft mit dem immerhin zu diesem Zeitpunkt bereits 74 Jahre alten Mann der UFOlogie verbunden.

Auch mit Prof. Hermann Oberth traf sich der ICUFON-Chef in Feucht. Danach besuchte der den "13.Kongreß für UFOlogie und Geisteswissenschaften" der DUIST in Wiesbaden. Wie Hesemann in ´Magazin2000´ vom September 1984 berichtete, war er "unwillig von DUIST-Präsident Veit nach langem Zögern eingeladen worden; zwischen Veit und dem Ungarn bestanden seit Jahren Meinungsverschiedenheiten darum, ob die Bedeutung der UFOs in ihrer religiösen Botschaft (Veit) oder in ihrer weltpolitischen Rolle (VonKeviczky) lag". Schließlich besuchte der "Kreuzritter" auf Einladung von Johannes Freiherr von Buttlar noch Schloß Zwesten. Wie auch immer, selbst die Medien hatten wenig für diese Nummer übrig, sodass mit dem Rückflug am 9.Dezember 1983 Europa immer noch nicht erwacht war, auch wenn VonKeviczkys Auftritt in Österreich als "eine Beratertätigkeit ICUFONs bei der Wiener Regierung" vollmundig vorgestellt wurde, was man aber durch Hesemann durchaus gewohnt ist. Zumindest ein kurzes ´Bunte´-Gespräch kam zustande, in welchem VonKeviczky gefragt wurde: "Hat es schon sogenannte ´Begegnungen der dritten Art´ zwischen Außerirdischen und Menschen gegeben?" Seine verblüffende Antwort: "Fantastische Geschichten gibt es genug, aber die interessieren uns nicht, weil sie wahrscheinlich erfunden sind!" Kein Wunder wenn Karl Veit von der DUIST wie folgt reagierte: "Colman kommt wie ein Wirbelwind dahergefegt und legt all das in Scherben, was wir mühevoll aufgebaut haben." Doch zumindest als Audiokassette konnte Colman dann zum interessierten Publikum sprechen, als Hesemann das Band "Das UFO-Rätsel muß gelöst werden" als 2000-Leserservice für DM 20,- anbot.

+ Am 3.November 1983 nutzte ich einen Kontakt zum BM für Verteidigung auf der Bonner Hardthöhe, Führungsstab der Luftwaffe, den ich bereits im laufenden Jahr aufgebaut hatte. Eine CENAP-Abordnung aus Mannheim/Heilbronn (Köhler, Walter, Ickinger, Gehardt) war 1 1/2 Stunden im Kern der deutschen Territorial-Verteidigung zum "vertraulichen Gespräch" durch Oberstleutnant Janssen eingeladen worden, um auch über die Qualität und den Wert des Memorandums zu sprechen. Janssen hatte ein Jahr lang unsere Aktivitäten begleitet und fand schließlich, dass nur "die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit unbekannten Flugobjekten sicherlich der geeignete Weg ist, Meldungen über ´Fliegende Untertassen´ richtig zu bewerten und Unruhe von der Bevölkerung fernzuhalten. Auch im Bundesministerium der Verteidigung laufen hin und wieder Meldungen über ´Phänomene´ ein, die zunächst nicht einzuordnen sind. Nachforschungen haben bislang jedoch in jedem Falle zu einer natürlichen Erklärung geführt; insofern gibt es zumindest im Bundesministerium der Verteidigung keine Geheimnisse und daher auch keinen eigentlichen UFO-Spezialisten... Ich biete Ihnen an, bei einem gelegentlichen Besuch in Bonn das Thema im Führungsstab der Luftwaffe im Referat III 2 zu erörtern."

+ Wir alle blieben wohl zutiefst beeindruckt zurück: Im Panzerschrank des Ministeriums befand sich kein absonderliches Geheimnis, sondern eine Thermoskanne Kaffee für uns. Ansonsten tauschten wir uns über Erfahrungen im Umgang mit UFO-Sichtungen aus, die wir selbst alle kannten. Wie auch immer, eines der allergrößten Geheimnisse bestand darin, daß das deutsche Militär sich wenig zu UFO-Ereignissen äußere, um nicht den Wirkungsgrad von stationären und mobilen Radaranlagen offenzulegen. Authentischer Besuch aus dem Kosmos hatte zumindest die deutsche Luftwaffe noch nie festgestellt, wenn es auch zweifelsohne Radarkontakte zu unidentifizierten Flug-Objekten im Sinne des eigentlichen Wortes zuhauf gab. Man darf die Bedeutung des Begriffs UFO nicht außer Sinn verlieren, UFOs sind sonach schlichtweg einfach nur a. nicht gemeldete und daher unbekannte Flugkörper und b. Erscheinungen, deren Herkunft man nicht ermitteln kann. Nur die Buchautoren, eine bereitwillige Sensationspresse, sogenannte "Experten" und UFOlogen, aber auch die Filmwelt Hollywood gaben uns völlig andere Konzepte zum Verständnis der UFO-Frage. Das ´Memo an die Bundesregierung´ war ein Flop gewesen, welcher aber von Hesemann mal wieder schöngeredet wurde, weswegen er für den CENAP REPORT (CR) Nr.7/1987 einen Leserbrief einbrachte: "´UFOs gibt es´ hat in Fachkreisen [der UFOlogen] sehr viel Anklang gefunden [ist gut verkauft worden]. Was Ihr unter ´Vergeistigung´ und ´indische Zigeunern´ versteht ist die weltweite Bewegung des ´Neuen Bewußtseins´, die ein integriertes Welt- und Menschenbild vertritt."

Das Berliner Lokal-Fernsehen FAB setzte am 26.März 1995 eine fast einstündige UFO-spezifische Folge der Reihe "Die andere Wirklichkeit" ins Programm, "das einzige esoterische Magazin für Berlin-Brandenburg".

´Stargast´: Michael Hesemann. Die O.Dean-Behauptungen über die geheime NATO-Studie Angang der 60er Jahre findet Eingang, welche ergeben haben soll, dass "wir von Minimum drei außerirdischen Kulturen besucht werden". Sogar UFO-Crahs gab es hierzulande: der Timmendorfer Fall wird angeführt, der sich nie bestätigte - und Sascha Schomacker als modernes UFOlogie-Märchen knackte... Neu: Inzwischen hat Hesemann von "weiteren Militärs erfahren, die von der Studie wissen", aber in "Bonn wil niemand etwas davon wissen, und wir werden vom Verteidigungs-Ministerium regelrecht für dumm verkauft". Das vielleicht die UFOlogie und die vielleicht bewußte Kurzsichtigung der UFOlogen uns alle für dumm verkaufen, darauf kommt der Promoter nicht.

Aktuell wieder aufgeheizt durch zumindest in Deutschland gezeigte ufologische Pseudo-Enthüllungs-Aktivitäten entsteht eine "Stimmung", die sich auch in der öffentlichen Gewahrwerdung eines zum Problem gemachten "Nicht-Problems" niederschlägt. Am 11.Juni 1998 brachte so das ARD-Boulevard-TV-Magazin ´Brisant´ in seiner Wunschbox einen Herrn Sommer: "Mich interessiert, warum in Deutschland die Existenz von Außerirdischen nachhaltig geleugnet wird. Ich denke da einfach an andere Länder, die sind da wesentlich kulanter, so z.B. Mexiko - da gibt es auch Veröffentlichungen darüber im Magazin 2000." Immerhin wurden, laut GfK, 2,41 Millionen Menschen (MA 16,5 %) mit diesem Gedanken konfrontiert. Weitere 170.000 Menschen konnten in der MDR-Wiederholung um 18 h diesen Gedankengang nochmals erfahren.

Begonnen hatte der ganze Spuk mit dem ´Magazin 2000´ vom Febr./März 1996, als auf dem Titel eine Schlagzeile erschien, die das Fass ohne Boden öffnete und zur Büchse der Pandora wurde: "UFO-Akten der Bundeswehr? Keiner will sie kennen!" In der Inhaltsübersicht wurde dann von Autor Hesemann verkündet, er würde enthüllen, "was die Bundeswehr verschweigt"! Im Editorial wurde schweres Geschütz aufgefahren: "In keinem Land der Erde wird die Wahrheit über unbekannte Flugobjekte so vehement unterdrückt wie in Deutschland." Hier wurde versprochen, dass die Zeitschrift, schließlich das "Internationale Forum der Grenzwissenschaften", mit seinem nachfolgenden Artikel "mitten ins Hornissennest" steche und einmal mehr "unbequeme Fakten" präsentiere. Nun, die Wahrheit ans Licht, weil "nach wie vor Bonn schweigt". Im September 1994 hatte nämlich Hesemann Bundes-Verteidigungsminister Rühe "aufgefordert", die "ganze Wahrheit [betreffs UFOs] zu sagen". Der Verteidigungs-Minister wurde zudem aufgefordert: "Geben Sie endlich zu, dass Sie seit 1955 UFO-Berichte sammeln und geben Sie zumindest einige davon, meinetwegen zensiert, frei. Als Gegenleistung versichern wir Ihnen unsere volle Kooperation in der Aufklärung zukünftiger verteidigungsrelevanter UFO-Vorfälle sowie die bei der Durchführung eines ´Educational Programmes´ für die Öffentlichkeit nach amerikanischen Vorbild, um das Risiko einer Panik zu minimieren." Starke Worte, bei denen man sich gut vorstellen kann, dass im Ministerium ob dieses Papiers mancher Lacher durch die Hallen dröhnte. Großspurigkeit ist sicherlich beim Verfasser des Schreibens kein Charakteristikum für eine mangelnde Überheblichkeit. Wie wollte Hesemann mitwirken, UFO-Fälle aufzuklären, wenn er selbst fortlaufend auf Scharlatane blauäugig hereinfällt und sein internationales Forum mit als UFOs ausgegebenen IFO-Fällen schmückt?

Was heißt hier übrigens Erziehungsprogramm für die Öffentlichkeit, wie es es in den USA durch ganz bestimmte Sensations-Kanäle der Oberflächlichkeit gibt??? Sollen ´National Enquirer´, ´Sightings´ und ähnliche unkritische, sensationsheischende, boulevardorientierte Massen-Medien etwa den puren Kapitalismus nun als als Deckmantel für eine "seriöse öffentliche UFO-Information" als Werkzeuge der UFO-Industrie nutzen? Wenn diese Art von Gaukler-Journalismus ein "Erziehungsprogramm" sein soll, stimmen die Begrifflichkeiten nicht mehr, wir würden dies eher ein Verdummungs-programm nennen. Anstelle von Minister Rühe antwortete der Führungsstab der Luftwaffe am 26.Oktober 1994 zurück. Eine nichtssagende Antwort folgte also, was völlig unverständlich sei, weil "drei Fälle von UFO-Sichtungen durch Bundeswehrangehörige" der Redaktion vorlagen. "Sollten diese auf der Hardthöhe etwa nicht bekannt sein", fragte spöttisch der Chefredakteur. Vogel-Strauß-Politik oder werden die Bürger dieses Staates "frech belogen"? Nun, der zuständige Führungsstab der Luftwaffe antwortete keinesfalls "nichtssagend", sondern war sogar ganz konkret in einigen entscheidenden Punkten: Die Hesemann-Behauptung, dass man im Geschäftsbereich des Bundemsinisterium der Verteidigung seit 1955 UFO-Berichte sammelt, wurde zurückgeweisen: "Dies ist nicht der Fall". Weder beim MAD und beim BMVg werden "solche Berichte amtlich gesammelt", gab es klipp und klar zur Antwort. Die von O.Dean behauptete NATO-UFO-Studie im belgischen Shape-HQ anno 1964 war aufgrund von "angestellten Nachforschungen" im Ministerium "unbekannt". Eingestanden wurde dagegen, dass es Meldungen über die Sichtung von UFOs immer mal wieder gibt, "eine große Anzahl dieser Meldungen findet eine Erklärung als Naturerscheinungen oder Fehlbeobachtungen. Eine gewisse Anzahl von Beobachtungen bleibt nicht schlüssig erklärbar. Ein Beweis für die Existenz von UFOs läßt sich daraus aus hiesiger Sicht jedoch nicht herleiten." Punktum, Basta - doch nicht für UFO-Freunde, jene Freunde des Phantastischen! Nein, Hesemann konstruierte daraus die Annahme in einer eigenwilligen Übersetzung namens "Klartext": "Bei uns wurden zwar UFOs gemeldet, aber diese Fälle sind noch lange kein Beweis für die Existenz der UFOs." Dies sei, wenn es stimmt, eine "gefährliche Ignoranz". Deswegen wurden alle Leser aufgefordert, sich mittels eines Protestschreibens an das Ministerium in Bonn zu wenden, weil das Antwortschreiben aus einer "Reihe von Halb- und Unwahrheiten" bestände, zudem sei es sowieso "ein Skandal"! Eine konzertierte Aktion mit Fernwirkung nahm ihren Lauf... - ohne darüber nachzudenken, ob die Quellen von Hesemann überhaupt seriös sind! Da liegt nämlich der berüchtigte Hase mal wieder im Pfeffer. Alle lügen und betrügen, nur die UFOlogen und ihre Freunde nicht - dies ist eine sehr vereinfachte Sicht, wie wir meinen. ...

... Aus Hesemanns eigenwilliger Konstruktion der Antwort vom Führungsstab der Luftwaffe war es kein großer Schritt zu einer weiteren Konstruktion: "Doch wo sind die Akten über die Meldungen über die Sichtungen von UFOs, die der Ministerialbeamte erwähnte?" An keiner Stelle hatte der Antwortgeben jedoch anklingen lassen, dass das Ministerium Meldungen von UFOs erhalten und darüber Akten anlege - dies ist eine subtile Suggestion durch Hesemann und nichts weiter. Er ist nicht dazu aufgefordert, den klaren negativen Text des Antwortgebers neu zu deuten und daraus einen neuen "Klartext" zu dichten. Wenn aber eine solche Methode sein Verständnis für Journalismus ist, dann gute Nacht Deutschland! Es ist uns völlig unverständlich, wie Hesemann´s Leserschaft nicht lautstark dagegen protestiert, ob dieser deutlichen ´Führung´. Was sich daraus entwickelte, siehe oben. Wie bereits erwähnt, Hesemann lagen drei "solche Berichte" vor, die sich vor den Augen von Bundeswehroffizieren ereigneten und über die Meldung "gemacht worden sein muß", was eindeutig daraus hinweist, dass auch dies nur eine Spekulation ist, weil nicht von "Meldung gemacht wurde" gesprochen wird, was der ganzen Geschichte natürlich sofort eine weniger dramatische Wendung gibt. Da ist natürlich auch die Frage "Wo aber sind die Akten dazu?" natürlich völlig aus der Luft gegriffen.

1) Ein Ingo D. aus Düsseldorf, heute Einzelhandelskaufmann, leistete von Januar 1975 bis März 1976 seinen "Grundwehrdienst" in der Hammsteinkaserne in Wesendorf (Kreis Gifhorn), er war als Richtschütze auf einem Marder-Schützenpanzer eingesetzt. Er lieferte den Bericht "Leuchtkugel bei Bundeswehrmanöver gesichtet" ab: Irgendwann Ende November 1975 gab es eine Nachtübung in einem Waldstück. Die Nacht war eiskalt und sternenklar. Irgendwann sah er im Osten eine weiß-leuchtende Kugel von Vollmondgröße, die sich sehr langsam unter der herannahenden Wolkendecke bewegte, um dann über dem Gebiet zu schweben. Diese Sichtung haben auch Kameraden von ihm angeblich gesehen.

Fall 2 ist der vom "UFO über Bundeswehr-Übungsgelände" Vogelsang vom 27.Januar 1993. Zwei Zeugen, Helga F. und Wolfgang C., befanden sich nicht als Soldaten unterwegs, sondern standen gegen 20 h auf dem Balkon ihres Hauses, als sie ein seltsames Leuchten etwa über dem Übungsgelände sahen. Mittels Fernglas sahen sie eine Erscheinung die ihre Farbe zwischen einem grellen Gelb und einem blassen Rot wechselte, dann drehte sie ab und verschwand. Soll dies etwa von der Bundeswehr nicht bemerkt worden sein, auch wenn es gerade dort auf ihrem Gelände zu jenem Zeitpunkt keinerlei Aktivitäten gab?

Fall 3 ist der von der "Bundesmarine", die ein Bumerang-UFO sichtete. Bereits ob der oben gezeigten "zur Schau getragene Ignoranz der Bundeswehr in Sachen UFOs" munkelte Hesemann gleich von "Methode" auch hinsichtlich des Falls, den René R. aus Flensburg darlegte. Nach Schule und Berufsausbildung war der Zeuge als Unteroffizier freiwillig zur Bundesmarine gegangen, um etwas von der Welt zu sehen - und bald darauf bekam er schon als Waffenmechaniker an Bord etwas zu sehen. Aufgrund seiner Lehrgänge als Soldat zur See versichert er, "jede Erscheinung am Himmel richtig erkennen" zu können, naja jedenfalls alle Kampfflugzeuge, Hubschrauber, Linienmaschinen und Sterne. Am 24.11.94 nun befand er sich auf der Rückfahrt von Danzig und passierte dabei östlich die Insel Rügen. Hier sahen er und die Leute auf der Brücke ein bumerangartiges Flugobjekt schweben, welches die Sonnenstrahlen spiegelte. nach ca zehn Minuten nahm das Objekt eine Drehung vor und zeigte sich nun von der Seite, wobei es sich nun als eine ovale Scheibe entpuppte. Auch der Kommandant kam auf die Brücke, schaute aber in die andere Richtung. Tja, Hesemann erfuhr nun, dass das Schiff das Flugkörperschnellboot S45 "Leopard" war und aus Flensburg stammte. Zeuge René R. gab extra an: "Ein Bericht für das Bundesministerium der Verteidigung wurde in diesem Fall nicht verfaßt." René R. spekulierte so, ob es einen Geheimbefehl für Offiziere gäbe, UFOs einfach zu ignorieren... Doch wie Sascha Schomacker im JUFOF Nr.118 berichtetet, hatte er das betreffende Geschwader angeschrieben, welches ihm tatsächlich mitteilte, dass am angegebenen Tag das Boot auf dem René R. gedient haben will, gar nicht in dem angeblichen Sichtungsgebiet war! ...

Fortsetzung folgt wahrscheinlich in diesem heutigen Tagesbericht..

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