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13.12.2010


    
Wenn die Venus wie ein Flugzeug ´anfliegt´ und dann am Himmel wie festgenagelt steht

Spectacle of shooting stars/Starwatch: The Geminids - rich and mysterious/Heute Vormittag: ´Silber Surfer´-UFO über Mannheim/Die 6:30 h-Feuerkugel vom 21.Januar 2004 im Süddeutschen

+ Starwatch: Warm up with a meteor shower - Shooting stars set to light up the sky - Best night for 2010 Geminids - Geminid meteor show lights up winter sky; to peak just before dawn on Tuesday +

´24´-, ´Bourne´-Triologie-ZDF-Montagskino-Start (allein dies heißt einfach: WAS FÜR EINE MEGA-ACTION-KOMBINATION - da gibt ja keinen Grund draußen sich aufzuhalten, um nach den natürlichen Besuchern aus dem All zu spannen!) ... und vielleicht Geminiden-Feuerkugel-Montag in der Adventszeit, der 13.Dezember 2010! Und schnallen Sie sich mal wieder an; es kommt wieder Dicke. Garantiert. So hatte ich - Hand drauf! - dies selbst nicht erwartet. Und auch heute gilt wieder: Fakten - Fakten - Fakten, und nur an Sie als Info-Sucher sowie damit als unser aufgeklärter Leser denken. Darum geht´s ja an der Basis!

Wie der Tag beginnt - mit dem ´Jimmy Carter´-UFO:

Um 7:45 h klingelte schon ein Herr aus einem Örtchen namens Bechtheim nahe Worms Sturm, weil seit 45 Minuten schon etwas komisches hoch am südöstlichen Himmel steht sieht, was wie ein "stillstehender Flugzeugscheinwerfer" ausschaut. Er und seine Frau beobachteten dies verwundert am klaren Himmel. Zu Beginn der Beobachtung habe es sich auch wie ein "Flugzeug" dorthin bewegt und nun stehe es die ganze Zeit über still. Dies sei ja für ein "Flugzeug ungewöhnlich" - was ja auch so gesehen stimmt. Ich zog den Rollladen hoch - und hatte das Ding auch in Sicht; VENUS heißt es. Der Mann war verblüfft - ich aber auch aus zwei Gründen: 1) weil es einen wunderbaren Morgen mit durchweg freien Himmel bei aufgehender Sonne hatte* und 2) wieder einmal was die Leute alles für Eindrücke von einer sich wie ein "Flugzeug" bewegenden Venus bei Sonnenaufgang haben können. Das Verblassen der Venus bei morgendlichem Sonnenaufgang (durch die Überstrahlung durch das intensive Sonnenlicht) kennen wir ja schon als "an Ort verschwindendes UFO mit Lichtgeschwindigkeit", aber so (als Bewegungs-Illusion)... - noch nicht.

* = Das war ja tolles ´Spaceweather´, es müßte nur bis in die Nacht so durchhalten für die Geminiden-Schau!

17:30 h über Gifhorn: DA IST ES WIEDER!

Um 17:30 h meldete Frau V. aus Gifhorn. Und was jetzt kam erstaunte mich nicht schlecht! Sie sah bereits seit einer halben Stunden leicht links unter dem Halbmond "diesen komischen Stern" - und jetzt anschnallen - "der seit heute Morgen am Himmel steht"! Bereits gegen "7:30 h" war ihr dieses Ding aufgefallen, welches dann mit zunehmender Sonne verschwand - "und nun ist es am selben Punkt wieder da". Ihr Mann sagte ihr, dass das auf keinen Fall ein "Stern" sein kann, "weil sich ein solcher ja quer über den Himmel nach Westen bewegt und nicht einen halben Tag lang an einer Stelle verharrt"! Jetzt schaltete er sich auch in das Gespräch ein und bezeugte heute am Morgen und JETZT wieder "der selbe Ding zu sehen, eindeutig an der selben Stelle am Himmel - nur jetzt mit dem Mond der dazu gekommen ist". Das machte in einem natürlich Sinn und hörte sich für mich gleichsam unglaublich an und ich schaute auch raus - und mich haute es um: ES stimme genauso, wie es die Leute sagten! Ich konnte es nicht glauben; mir fielen quasi fast die Äppel aus dem Sack und die Augen quollen mir über! Genauso wie heute am Morgen es war, war es jetzt auch wieder...! Ohne Frage! Nur jetzt war der Jupiter unter dem Halbmond, zufällig als Venus-Ablösung und hier an der selben Himmelsposition! Zugestanden: Verrückt genug. Wie sage ich es nun "meinem Kinde"? Am besten genauso wie es ist - was die V.´s fassungslos entgegennahmen.

+++ Schlagzeilen des Tages in aller Welt: Asteroid debris to streak across sky Monday night - Geminidii: stanotte in arrivo una pioggia spettacolare di stelle - Meteor shower will be overhead tonight (Monday) - Llegan las gemínidas de 2010, la mejor lluvia de meteoros de este a?o - Heads up for meteor show - Karadeniz´i "Meteor" ?arpt?! - Hujan Meteor dan Gerhana Bulan di Akhir Tahun 2010 +++

Der Globus im Geminiden-Meteor-Fieber, nur Deutschland bisher nicht:

+ Gegen 8:30 h war es dann Zeit unter all den internationalen Headlines die PM "Heute und morgen Nacht: Spektakuläre Meteor-Himmelsschau der Geminiden erwartet: Die US-NASA steht bereit und in Deutschland das CENAP-´UFO-Phone´" an die Nachrichtenagenturen sowie TV-Sender auszugeben, nachdem es in der vergangenen Nacht schon eine CENAP-Newsticker-Sondermeldung als Extra "Stimmt´s -- oder nicht? Cosmic fireworks to be witnessed on Monday night..." gegeben hatte.

+ Da galt es also eine offensichtliche Lücke für und in der öffentlichen Information hierzulande zu schließen, da war einmal mehr das Informationsmanagment im Sinne der TRANSPARENZ von uns ehrenamtlich und unkommerziell als ja das ´Centrale Erforschungsnetz AUSSSERGEWÖHNLICHER HIMMELSPHÄNOMENE´ gefordert, wann nicht jetzt - wann und wozu dann? Der Geminiden-Peak ist ja unser Ding in genau diesem Sinne. Ist doch einfach und klar.

+ Als ich die CENAP-Newsticker-Sondermeldung da vergangene Nacht aufspielte, war es am Himmel aber noch total bewölkt gewesen - und nun heute am Morgen keine Wolke am Himmel und kein Fetzchen Schnee mehr auf dem Boden -- Clear Sky! Wenn dies bis in den Abend ode rin die Nacht in etwa beibehalten wird, dann hat der ´Wettergott´ für uns Menschen was übrig, um die schulbuchmäßigen Geminiden-Flyover openair beobachten zu können - wenn sie kommmen, aber dies ist natürlich immmer so eine Sache, da die dummen Teile aus dem Universum sich nicht nach dem ´städtischen Busfahrplan´ auf Erden halten. Wir werden ja sehen, wie zuverlässig der kosmische Feuerkugel-Lieferservice ist. Der Blaue Planet war weitgehendst vorbereitet - bis auf Deutschland noch, aber da halfen wir ja heute morgen ab mit unserer Pressemitteilung - zumindest Journalisten wussten als Info-Torwächter also Bescheid. Jetzt musste es nur noch über die Ticker gehen und damit die Öffentichkeit erreichen. Ist ja mal wieder keine Schande, da nur der aufgeklärte und informierte Bürger ein guter Staatsbürger ist. Im Geiste der Informationsfreit braucht man ihm diese Informationen nur zutragen, so einfach ist es für die ´Vierte Macht im Staate´ Old Germany; klappte ja selbst in Nationen auf dem Erdball wo es mit der wahren Demkratie nicht so weit her ist und sogar Friedensnobelpreis-Träger im Knast weggeschloßen sind um ja nicht als Bürgerrechtler auf der Strasse zu wirken und so den "Himmlischen Frieden" - ähm - ´befördern´ (so gesehen rollen die ´Panzer´ gegen das eigene Volk immer noch)...

Manu Ginobili claims he saw a UFO in Los Angeles, but no big deal

Manu´s ´Silver Surfer´-UFO von LA. nun auch über Mannheim für WW?

UFO oder Meteor-Bolide; dies war für mich keine Frage, als ich um 10 h zum Einkauf ging und genau dort, wo vorher die Venus am Himmel gestanden war (jetzt vom Sonnenlicht überstrahlt) ein lautloser (totale Windstille) Düsen-Airliner aus dem Westen kommend mit seinem silbrig angeleuchteten kurzen Kondensschweif scheinbar zum Horizont (eher Erdkrümmung in der Ferne) hin "vom Himmel fiel" und dann leicht nach links scheinbar genau in die Sonne hinein abbog - dies sah tatsächlich wie ein majestätisches Himmelssurfen aus! Zugegeben eines ist unklar, von welcher Fluglinie die ´Silver Surfer´ in der Maschine kommen - ich nehme an von der Air France, da dies genau jeder Luftstrassen-Korridor auf einer West-Ost-Achse von und nach Frankreich ist; die Lufthansa kommt von Frankfurt von Norden nach Süden bzw vis-a-vis über mich; bei bestimmten Gelegenheiten am Abend ergeben sich dann so auch ´Fire in the Sky´-Effekte im Abendrot...; wir berichteten.

+ In Sachen Santa Moncia-UFO hat nun auch ein CGI-Künstler eingegriffen und ließ seinen OVNI-Fantasien freien Lauf und produzierte dieses Video - http://www.youtube.com/watch?v=bH0R... - zur Mythologie-Vertiefung aus verschiedenen Versatzstücken seiner lebhaften UFO-Legenden-Vorstellungswelt.

Am späten Nachmittag schaltete sich die BBC ein:

"Newbury astronomer says Monday is best meteor night" war ihre Headline ( http://news.bbc.co.uk/local/berkshi... ). Die BBC hatte ja letzte Woche schon zwecks dem Mittwoch-Boliden am frühen Abend berichtet; Sie wissen ja Bescheid. Auch die gerne UFO-lastige SUN war auf dem britischen Boulevard dabei - http://www.thesun.co.uk/sol/homepag... .

...Und in Old Germany? NIX ! Die CENAP-Geminiden-PM verpuffte quasi wie ein Meteor am Pressehimmel - und es gab auch keine ´Konkurrenzmeldung´ aus der astronomischen Gemeinde direkt dazu, wäre ja auch der Sache wegen nicht schlecht, wenn da jemand uns zuvorgekommen wäre, aber so: Einfach NIX, aber ganz und gar gar NIX...! Während weiterhin rund um den Globus die Geminiden-Warnungs-Headlines wie "Grab Your Winter Coat And Catch the Geminid Meteor Shower Tonight", "Geminid Meteor Shower 2010 Will Offer Over 100 Meteors/Hour Tonight", "Tonight´s meteor show could be a heavenly sight" oder "Spectacle awaits hardy stargazers" sowie aus Indien dies: "Geminid meteor shower tonight 13 December 2010 will be delightful: If you were frightened viewing UFOs, just be awaken on hours after midnight to see the real celestial wonder" inzwischen wirklich heavy auswuchsen und zum ´Big Deal´ weltweit wurden.

+ Durchweg ´Schnee´-Blindheit bei den Medien in Deutschland? Und wie war es im TV, z.B. bei der Wetterprognose? Wie ich in den Pro7 ´Newstime´ um 18 h sah - soll es zwar in Teilen Deutschlands in der Nacht der Himmel aufgeklart bleiben (im Westen schneit es aber), es kalt werden - und aber zwecks der Geminiden-Schau kam NIX ! Bei N-TV gleich darauf ähnliches - und auch hier das ´Schweigen der Lämmer´. Alleine RNF, das RTL-Regional-Fenster hier bei uns, griff das Thema der Sternenschnuppennacht aufgrund einer VdS-Meldung ("Vereinigung der Sternfreunde") aus Heppenheim kurz und ganz easy auf und die Moderatorin stieg mit "Und denken Sie heute Nacht an die Sternschnuppen..." aus. Auch die ZEIT griff dies um 19 h auf - http://www.zeit.de/wissen/2010-12/g... . Na also klasse, geht doch so auch sozusagen auf kleiner Flamme. Aber auch bei der ARD-´Tageschau´ sowie bei den RTL-II-NEWS sowie bei Sat1 Null.

Keine 15 Minuten drauf meldete sich unabhängig davon aber aus Bensheim Frau U., die zwar keine Sternschnuppe zu melden hatte, aber mal nachfragen wollte, was da unter dem Mond schon den ganzen Abend steht...

Was jetzt kommt - ist dem diametral genau gegenüber, krass gegenüber (begreife dies wer will):

....large scale meteor showers such as this one bring an interesting flux of UFO reports...

Grelle Meteore am Morgen

Gestern hatten wir es ja von dem Teil von Calw-Leonberg (BW) bzw Lichtenfels (Franken), welches um 5:30 h unabhängig voneinander in dieser Sonntagsfrüh (!) gesehen wurde. Meisten sorgen helle Feuerkugeln eher am Abend oder Nacht für Aufsehen, weil natürlich die meisten Menschen so früh noch in den Federn liegen oder noch nicht so taufrisch unterwegs sind. Grundsätzlich gilt natürlich, das kosmische Vagabunden aus dem All eigentlich rund um die Uhr im ganzen Jahr auf die Erdhülle treffen, aber bei Tage meistens wegen der Sonne nicht (Überstrahlungswirkung) gesehen werden - deswegen gibt es Tageslicht-Boliden eher selten, aber sind nicht wirklich so ganz und gar rar. Man entsinne sich an die prächtige Tageslicht-Feuerkugel von den Rockys imAugust des Jahres 1972 - siehe http://www.youtube.com/watch?v=vBu-... . Sie entsinnen sich vielleicht, in fast allen TV-Dokumentationen über Asteroiden etc wird er gezeigt. Ich hatte ihn erstmals im deutschen Fernsehen vor über 20 Jahren in der ZDF-Sendung "So ein Zoff!" (13.Mai 1987) mit Günther Jauch gezeigt, als ich mein legendäres TV-´Obelix´-Duell mit Michael Hesemann hatte (da er nach Publikums-Entscheid in einer Jury-Wertung verlor, grolllt er mir seit damals).

In der CENAP-Geschichte für haben wir es auch da und dort schon mit frühzeitlichen Meteor-UFOs zu tun ("Der frühe Vogel fängt den Wurm!" ;-) ).

Ich entsinne mich noch lebhaft an die große Geschichte vom Januar 2004:

Der 6:30 h-Feuerball vom 21.Januar 2004 - richtig unheimlich, und da kommt ZDF-´Anchorwoman´ Marietta Slomka ins Spiel

+++ "Ja und diese UFO-Meldestelle in Mannheim, beruhigend übrigens das es sie überhaupt gibt - da man nicht weiß was da überhaupt noch kommt -, gab Entwarnung. Keine Ausserirdischen waren da im Anmarsch, sondern es gibt eine natürliche Erklärung. Ein Feuerballmeteorit." - ´Anchorwoman´ Marietta Slomka zur Eröffnung des ZDF-"Heute Journal" am Abend des 21.1.2004 +++

Bis 7 h am Mittwoch, den 21.1.04, schlummerte ich noch friedlich. Da riß mich das Telefon aus dem Schlaf. Aus Primasens meldete sich ein aufgeregter Herr, der etwa 30 Minuten zuvor auf der Autobahn einen hellen "Blitz" gesehen hatte, aus welchem sich dann ein "länglicher, floureszierender Körper" schälte der blitzschnell über den Himmel zog und dann binnen "2-3 Sekunden" verschwunden war. Bald darauf meldete sich aus der Nähe von Mainz eine Dame, welche ziemlich genau die selbe Beschreibung von "dem Leuchtkörper von 6:30 h" ab gab, als sie gerade auf dem Heimweg von der Nachtschicht kam und ihren PKW vor dem Haus abschloß. Sie berichtete: "Um mich herum war alles für den Moment taghell und dann sah ich dieses mächtige Teil dahinrasen, aber gleich darauf war es in einem leichten Bogen zum Horizont hin weg", berichtete sie. Zerbrochen sei es nicht, "es war völlig intakt, zog aber soetwas wie eine weiße Rauchschleppe hinter sich her, die aber auch gleich wieder weg war". Aus einem Saarbrücker Vorort meldete sich ein Herr, der gerade Unrat vor dem Haus beseitigt hatte und ebenfalls um "gegen 6:30 h" einen hellen Lichtblitz in den Wolken ausmachte aus denen dann zwischen den Wolkenlücken herausluckend ein "neonfarbener Ball" von "einiger Größe" dahinschießend für ein paar Sekunden zu sehen war. Aus Hambach meldete sich kurz vor 8 h ein Schüler, der beim Waschen im Bad gerade mal aus dem Fenster schaute und von einer "fliegenden Neonröhre" erschrocken wurde, die bläulich-grün durch den aufgerißenen Himmel schoß.

Gleich darauf erreichte mit der SWR (Südwest-Rundfunk) mit seinem Mannheimer Studio, weil dort ebenso aus dem Sendegebiet (Kurpfalz, Odenwald) entsprechende Anrufe und eMails zu genau dem selben Ereignis aufgelaufen waren! Ich konnte zu diesen Zeitpunkt aber noch nicht viel sagen. Kaum hatte ich dies vernommen, meldete sich der Saarländische Rundfunk (SR) mit genau dem selben Inhalt und man spielte mir sogar den Mitschnitt eines entsprechenden Zeugenanrufs vor! Gleich darauf war ich auch schon dort auf Sendung als Nachklapp der 8-Uhr-Nachrichten. Live fragte ich so über den Sender nach weiteren Zeugendarstellungen, die ab sofort ohne Unterlass bis 10 h bei mir aufliefen, nachdem die Moderatorin alle Zeugen bat sich sofort beim Sender zu melden um meine Rufnummer zu erfahren. Klasse! Aus dem ganzen Saarland sowie aus Luxemburg meldeten sich die Leute ohne Unterbrechung. Berufspendler, Jogger, Schüler, Renter die ihren Hund ausführten - alle hatte gegen 6:30 h zwischen 2-3 Sekunden diese Erscheinung gesehen. Nur ein paar von ihnen sahen eindeutig "einen großen Feuerball mit rotem Kern und weißem Schweif" über sich hinwegziehen, die meisten jedoch die mir berichteten, sahen aus der schrägen Perspektive das himmlische Phantom dahinschnellen. Ein paar meinten, dass da etwas zum Horizont hin "herabfiel", aber dies hörte ich gleichsam von Menschen in Luxemburg selbst wie auch aus dem hessischen Viernheim und Freudenstadt. Einge beschrieben das Gebilde als "fast zum Greifen nahe", obwohl es um überall dort gesehen zu werden, wo es gleichzeitig ausgemacht wurde, doch ziemlich hoch gewesen sein muss. Die meisten waren von der Geräuschlosigkeit des ´Durchgangs´ beeindruckt. Doch einige von jenen die im Freien waren hörten auch fast eine halbe Minute danach soetwas "wie ein Grummeln vom Himmel" oder ein "niederfrequentes Geräusch" oder ein "schwaches Pfeifen". So hatte ich inzwischen sicherlich weit mehr als ein Dutzend Zeugen gesprochen gehabt und war mir ziemlich sicher, was da am frühen Morgen gelaufen war. Um 9 h war ich dann nochmals live beim SR1 in der Nachrichtensendung als Aufmacher und drückte meine Überzeugung aus, dass das Geschehen "kein atmosphärisches Phänomen" wie ein "Superblitz" oder "blue strike" sei wie ich von der Moderatorin gefragt wurde, sondern allen bisherigen Informationen nach das Geschehen auf einen meteoritischen Boliden hinweise.

Zwischenzeitlich erreichten mich auch diverse weitere Radiosender (und weitere Berichtersatter), um nachzufragen was da am Himmel los gewesen war. Bis vielleicht 10:30 h hatte ich so mit sicherlich zwei Dutzend Leuten gesprochen - so ähnlich war es auch in der Nacht des 6.April 2002 wegen dem Süddeutschland-Feuerball gelaufen. Nur damals hatte es absolut klaren Himmel gegeben, weswegen noch viel mehr Leute a) das Geschehen beobachteten und b) hauptsächlich den Feuerball als solchen. Gegen diese Zeit fragte auch die Nachrichtenagentur dpa schon nach und ich erklärte das Geschehen aufgrund meiner Informationen als "Feuerball-Meteorit", ähnlich wie letzthin über Deutschland am Abend des 2.September 03 gesehen oder am 4.Januar 04 über Spanien am Nachmittag. Erstaunt war ich ob des neuerlichen ´Angriffs aus dem All´ schon, weil das Wetter eigentlich nicht so optimal gewesen war und es einige Wolkenfelder im Sichtungsgebiet gab. Was schon für einige Leuchtkraft des heruntergehenden, ausserirdischen Besuchers spricht, der hier sein himmlisches Natur-Kunstwerk hingezaubert hatte. Irritierend war wieder einmal ein wildes Durcheinander in Sachen Richtungsangaben, würde man allein danach gehen dann "kurvte" das Phänomen gleichzeitig wild durch die Gegend, obwohl ALLE Zeugen eindeutig nur eine lineare Bewegung beschrieben. Grob ergab sich aber eine Bewegung von W nach SW, mit dort dann gebeugtem Niedergang. Bis ca 12 h hielt die Telefoniererei an, insbesondere meldeten sich Radiosender und Zeitungs-Redaktionen bis hin zur B.Z. aus Berlin zwecks Stellungsnahmen zum Geschehen. Als ich etwas Luft bekam, schaute ich sofort mal im I-Net bei Astronomie.De sowie bei der Wetterzentrale.De nach - und siehe da auch hier waren schon die ersten Meldungen dazu vertreten, genauso wie auf der NAA-Liste erste Mails diesbezüglich aufliefen. "Riesen-Bolide über Südwestdeutschland?" fragte man sich bei Astronomie.De (immerhin gab hier ein Teilnehmer aus Babenhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg zu: "Ein Meteorit kam mir spontan gar nicht in den Sinn...") während bei Wetterzentrale.De man es von einem kurzen Polarlicht oder Flugzeugscheinwerfer hatte, bis ein Teilnehmer dies berichtigte.

Um 11:30 h war diese dpa-Meldung über die Ticker gegangen:

Greller Lichtblitz beunruhigt Bevölkerung

>Mainz/Mannheim (dpa) - Ein greller Lichtblitz hat am Mittwochmorgen die Menschen im Rhein-Main-Gebiet und bis ins Saarland beunruhigt. Bei dem "Superblitz", der für einen Moment den frühen Morgen taghell erleuchtete, handelte es sich vermutlich um einen verglühenden Meteoriten. Entsprechende Vermutungen nannte Prof. Walter Flury von der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt wahrscheinlich: "Das wird es wohl gewesen sein, vielleicht in 50 bis 100 Kilometern Höhe", sagte der Wissenschaftler. Ungewöhnlich sei dies nicht, meist aber wegen dichter Bewölkung nicht so gut und weit zu sehen. Nach Angaben der Mainzer Polizei meldeten sich am frühen Morgen zahlreiche Menschen, die von einem grellen Blitz und einem anschließenden Knall berichteten. Zahlreiche besorgte Anrufe verzeichnete auch das Mannheimer UFO-Telefon aus dem Raum Luxemburg, Saarland, Südhessen und Nordwürttemberg, teilte Experte Werner Walter mit. Er gab aber UFO-Entwarnung. Auch nach Einschätzung des Amateurastronomen handelt es sich um einen hoch oben in der Atmosphäre verglühenden "Superfeuerball, dem ganz großen Bruder der gewöhnlichen Sternschnuppe".<

Quelle: Yahoo-News - http://de.news.yahoo.com/040121/3/3...

Die ´Stuttgarter Zeitung´ brachte alsbald in ihrer Onlinie-Ausgabe dies ausführlicher: >"Die Interpretationen für das Himmelsphänomen gingen von einem Superblitz bis zu einem mächtigen UFO", berichtete der Experte Werner Walter. "An das, was es tatsächlich war, dachte allerdings niemand." Nach Angaben von Walter wurde im September vergangenen Jahres bereits ein ähnliches Himmelsphänomen in Deutschland gesichtet. Damals seien die Menschen von Bremen bis Dresden in Aufregung versetzt worden, erklärte der UFO-Experte.< Inzwischen hatte ich bei Google-News reingeshaut und gesehen dass das Thema des "Unheimlichen Lichtblitz über Südwestdeutschland" von einige Zeitungen magisch angezogen hatte und sie entsprechende Agenturmeldungen auf ihre Seiten setzten. Als ich dann knapp vor Mitternacht dort nochmals nachschaute, waren die Meldungen derweilen deutlich vermehrt. Dies ließ schon auf eine große Presse-Resonanz am nächsten Tag schließen.

Bei Wetter.Com fand sich diese Meldung, wie uns Jochen Schäfer mitteilte:

Seltsames Lichtphänomen erschreckt Rheinland-Pfälzer

>Ein seltsames Lichtphänomen am Himmel hat am frühen Mittwochmorgen viele Menschen in Rheinland-Pfalz erschreckt. "Gegen halb sieben gab es einen extrem hellen Lichtblitz, der die Umgebung taghell erleuchtete", berichtete ein Sprecher der Mainzer Polizei. Viele Bürger hätten sich deswegen telefonisch bei der Polizei gemeldet. Der Lichtblitz sei bis nach Kaiserslautern, Aachen und an die Bergstraße sichtbar gewesen. Ein Sprecher des Kontrollzentrums der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in Darmstadt sagte im Südwestrundfunk, der Lichtblick sei möglicherweise ein Meteor gewesen. Der Polizeisprecher sagte weiter, der Blitz sei "fast beängstigend gewesen, als hätte jemand da oben eine riesengroße Neonröhre für kurze Zeit eingeschaltet". Das Licht sei "stufenweise, aber ganz schnell sehr hell" geworden und habe vielleicht zwei Sekunden gedauert. Die Erscheinung sei heller als ein Autolicht und länger als ein normaler Gewitterblitz gewesen. Eine Joggerin in Mainz habe berichtet, sie habe nach etwa 90 Sekunden einen Donner gehört. Ein Kollege in Enkenbach bei Kaiserslautern habe sogar von einer Art Kometenschweif gesprochen. "Es war unheimlich, so etwas habe ich noch nicht gesehen", fügte der Polizeisprecher hinzu.<

Über einen GWUP-Interessierten bekam ich zudem mitgeteilt, dass die SWR3-Web-Site sich ebenso der Erscheinung angenommen hatte:

"Lichtblitz in SWR3-Land - Viele SWR3-Hörer haben sich heute morgen beunruhigt bei uns gemeldet. Sie alle haben einen Lichtblitz am Himmel gesehen. Danach gab es einen lauten Knall. Die Erscheinung wurde auch in Rheinhessen und im Rheingau beobachtet, berichtete die Polizei, bei der ebenfalls viele Anrufe eingingen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen verglühenden Meteorit. SWR3-Hörerin Karin aus Pirmasens hat den Lichtblitz mit ihrer Außenkamera eingefangen. In der Abfolge der Fotos kann man die plötzliche Erhellung sehen..." Das Bildmaterial, drei Einzelbilder, ist nicht spektakulär und von dem Feuerball sieht man nichts. Es handelt sich um eine Industriegebiet-Szenerie, deren dunkler, weitgehend wolkenverhangener Morgenhimmel hinter den Wolken für eine Aufnahme leicht aufgehellt ist.

GWUPler Stephan Raßmann teilte später am Nachmittag folgenden Hinweis zwecks einer aktuellen AP-Meldung bei Yahoo-News von 16:52 Uhr mit:

Möglicherweise Meteorit über Südwestdeutschland niedergegangen

>Frankfurt/Main (AP) Über Südwestdeutschland ist am Mittwochmorgen möglicherweise ein Meteorit niedergangenen. Noch ist aber nach Angaben von Wissenschaftlern völlig offen, ob Teile eines kleineren Himmelskörpers (Meteoroid) am Boden gelandet sind. Beim Rundfunksender SWR1 Rheinland Pfalz berichteten zahlreiche Anrufer von einem grellen Lichtblitz sowie donnerartigem Grollen. Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) deutet dies auf einen Meteor hin, der beim Verglühen eines Meteoroiden entsteht. DLR-Experte Jürgen Oberst sagte der Nachrichtenagentur AP, er hoffe, dass zwei im Schwarzwald und in der Eifel installierte Kameras Spuren des Meteors entdeckt hätten. Die Filme könnten jedoch frühestens am (morgigen) Donnerstagabend entwickelt sein. Die von der DLR betreuten Kameras sind Teil des so genannten Feuerkugelnetzes, das mit 25 Kamerastationen Leuchterscheinungen über dem Himmel Westeuropas verfolgt. Laut Oberst waren die Kameras im rheinland-pfälzischen Daun und im badischen Gernsbach eingeschaltet, als die Erscheinungen um 06.30 Uhr gesichtet wurden. Oberst schränkte aber ein, dass eine genaue Bahnberechnung des Himmelskörpers schwierig werde, da dafür drei bis vier Kameras nötig wären. Zudem sei der Himmel in der Zeit teilweise bewölkt gewesen. Walter Flury von der europäischen Raumfahrtagentur ESA sagte, der Meteor sei vermutlich von einem sehr kleinen Objekt von etwa 10 bis 30 Zentimetern Durchmesser ausgelöst worden. Ob ein solcher Himmelskörper heil den Boden erreicht, hängt laut Flury von einer ganzen Reihe von Faktoren ab - unter anderem, ob der Meteoroid aus Eisen oder Stein besteht.

Das Lichtphänomen mit anschließendem Knall war offenbar in weiten Teilen Südwestdeutschlands zu beobachten. Nach Angaben von Anrufern soll der Himmel über Rheinland-Pfalz kurz nach halb sieben durch einen ungewöhnlich hellen Blitz erleuchtet worden sein. Andere berichteten von grünen oder blauen Lichterscheinungen, denen ein lautes Grollen gefolgt sei.

Werner Walter vom Mannheimer UFO-Netzwerk CENAP erklärte, er sei ab 06.30 Uhr mit Meldungen aus einem Raum von Luxemburg bis Nordwürttemberg und Südhessen eingedeckt worden. Anrufer hätten von einem ´Superblitz´ berichtet, der den frühen Morgen taghell erleuchtet habe. Von grob Südwest nach Nordost sei demnach "ein mächtiger grünlich-bläulicher Neonstrahler" geräuschlos dahingeschossen und am Horizont verschwunden. Einige Leute hätten geglaubt, das Objekt nur knapp über den Wolken auszumachen, sagte Walter. Im südhessischen Ried sei danach ein "niederfrequentes Grollen" am Himmel wahrgenommen, nahe Mainz habe hinterher "ein Pfeifen in der Luft" gelegen. Ein Pendler nach Luxemburg habe direkt über sich "einen grellen Feuerball mit rotem Kern und langem weißen Schweif" gesehen.

ESA-Experte Flury wertete das Geräusch als Beweis für einen großen Meteor. Die so genannten Feuerkugeln erzeugen beim Eintritt in die Erdatmosphäre typischerweise ein Donnergrollen. Flury verwies auf den Meteoriten, der im April 2002 über Südbayern für Aufregung gesorgt hatte. Im darauf folgenden Juli wurden seinen Angaben zufolge insgesamt drei Reste des Himmelskörpers entdeckt, darunter ein 1,5 Kilogramm schwerer Brocken, der nahe Schloss Neuschwanstein gefunden wurde.<

Der deutsche Feuerball-Fall im deutschen TV:

Die ARD setzte auf ihren Videotext, S.532, die Meldung "UFO-Alarm im Rhein-Main-Gebiet" und das ZDF hatte auf S.142 die Meldung "Lichtblitz beunruhigt Bevölkerung" drauf. HR3 brachte um 18 h im ´Maintower´ sowie der ´Hessenschau´ einen Filmbeitrag dazu, ebenso die ZDF-Nachrichtensendung ´heute´. Im Hessischen Fernsehen, so als Nebennote, tauchte so auch Markus Landgraf von der ESA/ESOC auf, der den Fall schließlich ebenso als Feuerball-Meteor erklärte (wir kennen ihn ob seiner ´Identifizierung´ nach einem Viertel Jahr "Analyse" von einem silvesterlichen Videofilm von 2000 aus Neuburg b.Augsburg aus der ´Neuburger Rundschau´ vom 21.April 2001, wonach das dort zu sehende acht Minuten lang gefilmte Leuchtobjekt entweder ein Meteor oder ein Raketen-Re-Entry sei!). Hansjürgen Köhler wurde vom RTL-Regionalfernsehen RNF ins Studio zum live-Gespräch geladen (und hatte auch tagsüber einige Meldungen sowie Mediennachfragen erhalten).

+ Später machte das "Heute Journal" im ZDF das Programm in der Moderation von Marietta Slomka {so wie heute Abend wieder, welch ein Zufall - und in dieser Sendung wurde in Sachen Wetter tatsächlich erwähnt, dass die Nacht der Sternschnuppen von den Geminiden ansteht!} mit dem Vorfall "Morgendliches Spektakel: Himmelskörper verglüht über Südwestdeutschland" auf. Astronom Peter Dillschneider von der Sternwarte Peterberg erklärte hier:

"Ich habe von einer UFO-Meldezentrale in Mannheim gehört, das dort die Telefone nicht stillgestanden haben." Frau Slomka darauf: "Ja und diese UFO-Meldestelle in Mannheim, beruhigend übrigens das es sie überhaupt gibt - da man nicht weiß was da überhaupt noch kommt - , gab Entwarnung. Keine Ausserirdischen waren da im Anmarsch, sondern es gibt eine natürliche Erklärung. Ein Feuerballmeteorit."* Hier wurde übrigens das Bildmaterial von "Karin aus Pirmasens" von der SWR3-Seite gezeigt**, ebenso Filmmaterial von einer Mongolei-Expedition 2001, welches den Teilnehmern der Cröffelbacher-UFO-Konferenz vom selben Jahr bereits umfassend bekannt ist, als es uns Andre Knöffel vom europäischen Feuerkugel-Netzwerk vorführte! Man setzte alle Hoffnungen nun auf die Kameras des Feuerkugelnetzwerkes. Zwei Stationen kämen in Frage: 1) Daun in der Eifel und 2) Gernsbach nahe Baden-Baden im Schwarzwald, wo die Erscheinung auch Betreuer Thomas Feigner selbst am Morgen gesehen hatte. (Später hörte man dann nichts mehr in dieser Sache, sodass wohl kein Foto entstanden war.)

* = Bereits in der selben ZDF-Hauptabendnachrichtensendung vom 31.10.2003 hatte Moderator Klaus Kleber jene damals in Sachen "Sonnensturm-UFOs" so aufgemacht: "Guten Abend. Letzte Nacht war dramatisch für Werner Walter, sein Telefon stand nicht still. Um 3 Uhr morgens hat er dann den Hörer neben die Gabel gelegt. Amateurastronom Werner Walter betreibt nämlich eine Servicenummer, das ´UFO-Phone´, wo Menschen merkwürdige Himmelsbeobachtungen melden können. Und gestern dachten Tausende, der Himmel brennt. Das ist es was sie sahen - Polarlichter auch über Bayern..."

** = Mehr dazu in der ´Pirmasenser Zeitung´ vom 22.Januar 04: >Recht spektakuläre Aufnahmen hat gestern Morgen eine der Überwachungskameras am Convar-Betriebsgelände auf der Pirmasenser Husterhöhe festgehalten. Die Licht-Erscheinung, die um 6.33 Uhr im gesamten Süden Deutschlands zu sehen war, beschäftigte gestern viele, die das Phänomen selbst beobachtet oder später davon gehört hatten. Convar-Geschäftsführerin Karin Hensel hatte den vermeintlichen Blitz am gestrigen Morgen nach dem Aufstehen selbst mitbekommen: "Wie viele dachte ich an ein aufziehendes Gewitter oder so, bis ich im Radio davon hörte", erzählt sie. In der Firma habe man sich dann die Bilder der Überwachungskameras angeschaut. "Unsere Kameras sind rund um die Uhr aktiv. Eine spezielle Software überwacht das eingehende Bildmaterial kontinuierlich. Immer nur dann, wenn sich die Bildinformation ändert, werden die Daten gespeichert", erklärt die Convar-Chefin.<

Am Abend erreichte mich telefonisch Ole Henningsen (bekanntlich Urgestein der dänischen UFO-Gruppe ´Skandinavisk UFO-Information/SUFOI´) zwecks dem Feuerball. Er hatte überraschende Informationen parat: Demnach gab es auch etwa ein Dutzend Beobachtungs-Meldungen im Ostseeraum Dänemarks zu der Erscheinung die bei der SUFOI aufgelaufen waren - Uhrzeit, Phänomen sowie Klassifizierung als Meteor aber ident wie in Deutschland! Nur, es kam in Dänemark von Süden daher*. Da runzelt man doch schon die Stirn, ob dem bereits vorherrschenden Beobachtungsdurcheinander zwecks den bereits bekannten Richtungsangaben, was wahrscheinlich aufgrund ungenauer Observationen ob der vorherrschenden Wolken zustandekam. Merkwürdig auch: Aus dem ganzen Norden Deutschlands liefen keine Meldungen hier auf, bzw wurden auch nicht aus den Medien soweit bekannt. Was aber an einer durchaus dickeren Wolkendecke gelegen haben kann.

* = Inzwischen stellte sich dies als ein Sprachmanko heraus - natürlich waren die Beobachtungen von Dänemark aus gegen Süden/Südwesten hin erfolgt, wohin der Feuerball geflogen war - also Richtung Old Germany. Damit haben sich luxemburgische Zeugen wohl geirrt und die Bahnbewegung war grob N nach S entlang dem Südwesten Deutschlands. Dazu gleich mehr.

Etwas später erreichte mich Peter Davenport von amerikanischen NUFORC ("National UFO Reporting Center") via eMail, um zu berichten, er habe einen Telefonanruf zu dieser Geschichte aus Deutschland erhalten! Der Berichterstatter fuhr kurz nach 6:30 h östlich auf der Autobahn A 63 von Kaiserslautern nach Mainz, als er einen gewaltigen bläulicher Blitz wahrnahm, der zunächst schwach war und binnen 2 Sekunden immer kräftiger wurde. Der ganze Morgenhimmel war davon erhellt worden... Da staunt man nur noch.

Hansjürgen Köhler telefonierte inzwischen mit Christian Morgenthaler im Elsass von der damals neuen SPICA-Organisation um nachzufragen, was man dort über einen Feuerball-Vorfall an diesem Morgen wisse. Schließlich liegt Frankreich direkt ´hinter´ Luxemburg und wenn das hier behandelte ´Teil´ von Richtung Luxemburg gekommen sein soll, dann sollte etwaig über Frankreich bereits das Spektakel aufgetreten sein... Doch Morgenthaler wusste von einem Feuerball nichts.

Bald darauf übernahm auch der RTL-Videotext (S.129) die Geschichte wenn auch ungewohnt recht spät mit der Schlagzeile UFO-Alarm: Meteor sorgt für Aufregung - >UFO-Alarm in Süddeutschland! Grelle Blitze, ein mächtiger grünlich-bläulicher Neonstrahl und ein donnerähnliches Grollen sorgten über dem Rhein-Main-Gebiet bis ins Saarland für Aufregung. Von "Superblitzen", einem "mächtigen UFO" und einem Knall berichteten aufgeschreckte Anrufer beim Mannheimer UFO-Telefon und der Mainzer Polizei. Entwarnung kam jedoch schnell: Ein verglühender Meteroid hatte für das morgendliche Spektakel gesorgt.<

Donnerstag, der 22.Januar 04 - die Nachwehen in der Presse. BILD hatte auf S.1 unten die Schlagzeile "Meteorit am Himmel über Deutschland explodiert!" zu diesem sensationellen Lichtphänomen aufgesetzt: "Erst am Nachmittag konnten Wissenschaftler das Phänomen erklären." Wie es scheint, wusste ich von der Erklärung des Geschehens schon Bescheid, als die meisten von jenen gerade zur Arbeit gingen und noch keine Ahnung hatten, was auf sie zukommt. Der hiesige ´MM´/´Mannheimer Morgen´ hatte unter "Grelle Blitze erschrecken die Menschen - UFO oder Naturschauspiel? Meteor über Süddeutschland sorgt für helle Aufregung" einen größeren Artikel im Blatt. Die ´Rhein-Neckar-Zeitung´ nahm die Überschrift "Es kommt so viel vom Himmel herunter - UFO-Alarm in Süddeutschland" auf. ´Die Rheinpfalz´* berichtete unter "Unheimliches Phänomen über Südwestdeutschland - Drei Sekunden grelles Licht durch verglühenden Meteoriten berunruhigte Hunderte von Menschen" über den Zwischenfall und hatte dazu mit Köhler gesprochen, nachdem die Zeitung ebenso von anrufenden Zufallszeugen kontaktiert worden war (ähnlich war es mit BILD Rhein-Main gelaufen woe es dann hieß:

>Es war wie beim Kino-Thriller ´Unheimliche Begegnung der dritten Art´...

Panische Beobachteter meldeten sich beim Mannheimer UFO-Telefon. Erzählten von mächtigen Flugobjekten. "Den ersten Anruf bekamen wir um 6:29 h", erzählte Hobby-Astronom Hansjürgen Köhler, 47. "Von der Erscheinungsweise her war uns aber ziemlich schnell klar, um was es hier ging."<). Ein Blick in den Blätterwald im Internationalen Presseshop des Mannheimer Hauptbahnhofs zeigte auf, dass die meisten der dort angeboteten Zeitungen den Vorfall erwähnten und als das erklärten, was dahintersteckte. So auch die ´Saarbrücker Zeitung´ auf S.1: "Über Südwestdeutschland lodert die Furcht vor geheimnisvollen UFOs auf". In mehr als der Hälfte dieser von mir ein gesehenen Meldungen war ich namentlich, CENAP und die UFO-Meldestelle in Mannheim genannt - so in den ´Nürnberger Nachrichten´, der ´Frankfurter Allgemeinen Zeitung´, der ´Frankfurter Rundschau´ ("UFO-Alarm in Rhein-Main"), der ´Allgemeinen Zeitung Mainz´ (ausgerechnet die AZ-Bad Kreuznach stellte den Artikel auch ins Internet), den ´Westfälischen Nachrichten´ sowie der ´Westdeutschen Allgemeinen Zeitung´ oder die ´Main-Post´ ("Plötzlich war´s taghell. Vom Himmel fiel ein weißer Ball, der aussah wie eine überdimensionale Sternschnuppe, aber ohne Schweif. Sekunden später war alles verglüht. Irgendwie beängstigend." So Robert Schuld in Heidingsfeld.) bzw ´Kieler Nachrichten´ ("Meteoroid löst UFO-Alarm in Süddeutschland aus"). Einige Zeitungen hiervon sind Mantelblätter für ganze Groß-Regionen.

* = Hier wurde ein vorbildlicher Infokasten zum Stichwort Meteor noch eingebracht, dessen Inhalt von der AP geliefert wurde: "Als Meteor bezeichnet man eine Himmelserscheinung, die vom Eintritt eines kleinen Himmelskörpers in die Atmosphäre verursacht wird. Der Himmelskörper selbst heißt Meteorid, so lange er sich im All befindet. Erreichen Teiles eines Meteoriden die Erdatmosphäre, nennt man diese Meteoriten. Normalerweise verglühen Meteoriden aber beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Das dabei entstehende Licht ist die klassische Sternschnuppe. Hellere Meteore sind sehr viel seltener und werden Feuerkugeln oder Boliden genannt. Meist haben die verglühenden Meteoriden nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern. Feuerkugeln werden dagegen von entsprechend größeren Himmelskörpern erzeugt. Das Wort Meteor und seine Ableitungen Meteorit und Meteroid kommen vom alt-griechischen Meteoron, das eigentlich ´Lufterscheinung´ bedeutet."

Etliche Millionen Deutsche (und damit potenzielle ehemalige UFO-Zeugen!) hatten so wieder von uns erfahren - und sie hätten einmal mehr die Chance bekommen über ihre ehemals vielleicht gemachten UFO-Sichtungen zu berichten und vielleicht diesbezüglich Rat einzuholen. Hätten... Doch es kamen zunächst nur Anrufe von Leuten mit ihren "komischen Geschichten" wie ein Rentner der mir die Geschichte der Haunebu-Flugscheiben aus dem "Großdeutschen Reich" nahebringen wollte und eine spinnerte Oma die "auf den grünen Himmel als Zeichen Gottes" warte. Also die üblichen Verdächtigen die so ein Thema wie "UFOs" herbeilocken.

Am Abend des 22.Januar 04 erfuhr ich noch von Joel Carpenter, dass die "Meteorite-List" inzwischen den Fall "Fireball Seen From Germany, Belgium" diskutierte und ein NASA-JPL-Mitarbeiter namens Ron Baalke inzwischen Bezug auf einen Artikel bei http://www.expatica.com (einer holländischen News-Seite) nahm: Hiernach sahen auch viele Menschen in Holland die bekannte Erscheinung zur deutsch-belgischen Grenze hin, wie die Dutch Meteor Society (DMS) erklärte. Viele der Zeugen waren hierbei Teilnehmer der "Star Watch Association" in Heeren, Limburg und Groningen. Das Bild wurde nun runter. Von Dänemark ausgehend war das Teil an der holländisch-belgischen Grenze zu Deutschland dahin geschrappt und wurde auf diesem Korridor insbesondere hierzulande ziemlich falsch in seiner Bahnbewegung eingeschätzt. Egal, wie die Leute beschworen ihr Erscheinung von da nach da fliegend gesehen zu haben.

+ Erst Mitte April 04 erfuhr ich aus dem ´Regiomontanus-Bote´ Nr.2/2004 mit dem Beitrag "Meteore über Süddeutschland" (Matthias Gräter), dass am 21.Januar 04 auch die ´Nürnberger Astronomische Arbeiutsgemeinschaft´ (NAA) den Anruf von einem Augenzeugen erhielt, der diesen Meteor quasi aus nächster Nähe beobachten konnte:

"Michael Pfister ist Flugkapitän bei der Deutschen BA und war gerade auf seinem Flug von Hamburg nach München, seine Position war ca 51 Grad Nord und 11,5 Grad Ost (ca Erfurt). Die Flughöhe 33.000 Fuß (ca 10.000 Meter). Kurs 180 Grad (Süd) als ihnen gegen 6:30 h der Meteor direkt von hinten 1500 Meter höher über Cockpit flog und sie überholte. Die Richtung betrug 210 Grad, also etwa in Richtung Würzburg/Frankfurt. Die Fluggeschwindigkeit lag bei 930 km/h, der Meteor war ca doppelt so schnell. Pfister schätzte die Helligkeit deutlich heller ein als der Vollmond, der Meteor war weiß glühend und ca 10-15 Sekunden zu sehen. Während des Fluges platzten auch Teile des Meteors ab. Die zuständige Radarüberwachung hat nichts bemerkt, was aber nichts Besonderes ist, da sie sich nachts (und es war ja noch dunkel) hauptsächlich auf sekundäre Ziele (Flugzeuge mit aktivem Transponder) konzentrieren, da keine Sichtflüge unterwegs sind, und deshalb solche Phänomene nicht weiter beachten."

+ Sie haben es gesehen: Gell, eine Wahnsinnsgeschichte mal wieder!

Und gab es jetzt in der Vorweihnachtszeit ein Geminiden-Peak an diesem Abend als himmlisches "Wünsch Dir was!" für Beobachter? Das wurde jetzt spannend, um betreffs unerwarteten ´Advents´-Überraschungen aus dem Kosmos zu warten, was zu leuchtenden Augen bei Zufallsbeobachtern führt! Die ´24´-Countdown-Uhr lief... SOLLTE es zwecks Boliden an unserem Himmel ´rund gehen´, werden Sie in einem weiteren Extra in dieser Nacht noch informiert.

Schreck lass nach: Tiroler-Bolide als "UFO Crashes In Austrian Alps" bei den UFO-Exos

Unter dieser Headline war beim amerikanischen UFO-Examiner ( http://www.examiner.com/ufo-in-cana... ) die bekannte Total-Fehlinformation wie schon bei den ´Austria Times´ aufgelaufen! ´Gut´ - es ist ja ´normal´ aus einem nicht-erkannten IFO ein UFO zu machen, aber aus einem ERKANNTEN IFO ein UFO zu basteln ist ja sowas von ganz krass!

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=bH0RqwAf5lQ
http://news.bbc.co.uk/local/berkshire/hi/people_and_places/nature/newsid_9281000/928161...
http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/3274236/Heads-up-for-UK-meteor-show.html?OTC-...
http://www.zeit.de/wissen/2010-12/geminiden-sternschnuppen
http://www.youtube.com/watch?v=vBu-yUzWXqg
http://de.news.yahoo.com/040121/3/3ukb7.html
http://www.expatica.com
http://www.examiner.com/ufo-in-canada/ufo-crashes-austrian-alps
Hypnose NTE/OBE Frankfurt

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