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25.09.2010


    
+++ UFO-Historie: US-Atomforschungszentrum Oak Ridge von ´Fliegenden Untertassen´ besucht +++

Damals war es es als die neue Hysterie um ´Flying Saucers´ die USA erfassten - Über dem damals geheimen Atomforschungszentrum Oak Ridge wurden UFOs und Aliens fotografiert - aber wie...

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+ US Luftwaffenoffiziere behaupten UFO´s hatten Atomwaffenstützpunkte besucht + Press conference to discuss UFO interference with US nuclear arms +

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Zu Beginn des Untertassen-Schrecks brach Panik im Land der unbegrenzten Möglichkeiten aus - und sogar die Aussage "U.S. government documents at the event that they claim will substantiate the reality of UFO activity at nuclear weapons sites extending back to 1948" stimmt (fast).

Die Oak Ridge-UFO-Affäre zur Zeit des großen "Radar-Gaps" als US-Staatsgeheimnis im anbrechenden ´Atomic Age´:

+ Die Mysterien von Oak Ridge, Tennessee. In den frühen Tagen des UFO-Phänomens war auch das abgeschirmte Atom-Forschungsgelände von Oak Ridge ins Zielkreuz gelangt. Dazu muß man wissen, dass zwar die Vereinigten Staaten von Amerika in jener Ära die einzige Nuklearmacht der Welt waren, aber gleichsam das "air defense network" im Kernland bemerkenswert schlicht ausfiel. Das damalige Radarnetzwerk war geradezu einfach gestrickt: vier Radarstationen gab es im Staat Washington, eine in Oregon, eine in Kalifornien, zwei in New Jersey und eine auf Long Island. Kleinere Luftraum-Überwachungseinrichtungen gab es zum Schutz der Atom-Forschungsanlagen von Oak Ridge, Los Alamos, Hanford und einem Testreaktor in Dayton. Unglaublicherweise waren diese Einrichtungen noch nicht einmal rund um die Uhr besetzt. Man muß es sagen, dieses frühe Schutz-System war praktisch wertlos. Auch wenn man erkennt, dass das Luftverteidigungskommando damals weitgehend mit Propeller-Flugzeugen vom Typ ´Northrop P-61 Black Widows´ und den ´P-82 Twin Mustangs´ bestritten wurde. Und wer sich hollywoodmäßige, supermoderne Einrichtungen wie bei ´James Bond´ darunter vorstellen sollte, der irrt: diese Radareinrichtungen bestanden aus schlichten Holzbarracken und einfachen Rollbahnen sowie Hangars für die dort stationierten Army Anti-Aircraft-Einheiten. Erst im Dezember 1948 wurden Pläne entwickelt, um die Situation im Projekt "Lashup" unter dem ´Continental Air Command´ (CONAC) zu verändern - um für die USA damals zusätzliche 85 Radarstellen im Sinne der nationalen Verteidigung aus dem Boden zu stampfen, damit man wirklich mal anfangen konnte von einer "radar coverage" zu sprechen. Militär und Politik taten zwar so, alles im Griff zu haben, doch wegen der gewaltigen Löchter im abzutastenden Luftraum gab es erhebliche Sorgen - gerade auch als die Zeit der ´Fliegenden Untertassen´ anbrach. Den Verantwortlichen war klar, dass trotz dieser Anstrengung der US-Luftraum zu gewaltig war, als das man ihn vollständig in absehbarerer Zeit abdecken könne. In den 40ern stand man also ziemlich nackt und nervös da, weil Flugmaschinen eine gute Chance hatten unentdeckt zu bleiben. Die verwendeten AN/CPS-5-Einheiten hatten zudem den Nachteil nur Fluggeräte über 1.500 Meter Flughöhe zu registrieren. Als 1949 der erste sowjetische Nukleartest stattfand, drehte man im Pentagon durch. Die Drähte zwischen den Generälen Muir Fairschild, Samuel Anderson und T.J.Dayharsh (dem das laufende Projekt unterstellt wurde) liefen im Projekt "Blue Book Plan" [! - hat aber dem dem UFO-Projekt Blaubuch nichts gemein] heiß.

+ Schon im Juli 1947 hatte William Presley Aufnahmen angeblich von einem unidentifizierten Objekt gemacht, welches scheinbar über Oak Ridge flog und vor einem Haus herabgekommen war.

Colonel C.D.Gasser, USAF, vom ´AMC Engineering Field Office´ des NEPA Project in Oak Ridge meldete sich am 10.Februar 1949 (!) beim Chef der Investigation Section, Security Division, der US Atomic Energy Commission, Herrn G.J.Rathman, der das Fotomaterial an Major Grant vom AMC auf Wright-Patterson AFB geschickt hatte. Nach der USAF-Analyse handelte es sich um nichts weiter als einen Entwicklungsfehler, weil ein Tropfen warmes Wasser oder Entwicklerflüßigkeit an den besagten Stellen auftrug und antrocknete und damit den vorgegebenen Effekt zur Geltung brachte. Damit war jedoch noch lange nicht die Oak Ridge-Affäre vom Tisch, jetzt ging es erst richtig los. In den FBI-Unterlagen finden sich verschiedene Papiere von Beachtung für uns. Sonach hat die CIC-Abteilung in Knoxville am 20.Januar 1951 dem FBI-HQ zu berichten gehabt, dass das Gebiet am 20.12.1950, um 12:47 h, von UFOs gekreuzt wurde. Unter den Zeugen befand sich Personal der 663.Aufklärungs-Schwadron und der 5.Kampf-Einheit am McGhee-Tyson Airport. Das Radar das Flughafens hatte einen kleinen, unidentifizierten Fleck im von Oak Ridge kontrollierten Gebiet ausgemacht, der sich sehr, sehr langsam bewegte. Hiernach fand ein "perfektes Abfangmanöver mit einem F-82-Kampfflugzeug statt, welches jedoch am Ort der Radarwahrnehmung nur eine kleine Rauchwolke" umflog.

Am 13.10.50 ging ein dringendes Telegramm vom Diensthabenden des FBI-Büros in Knoxville an den Direktor hinaus. Am 12.Oktober gab es sonach Radar-Feststellungen von unidentifizierten Objekten über Oak Ridge um 19:50 h. Das Interesse der Behörde war unter "Schutz von vitalen Einrichtungen" klassifiziert. USAF-Radar hatte also bis 23:25 h elf Objekte ausgemacht, die unangemeldet über das Gebiet der Atom-Energie-Behörde von Oak Ridge zogen, dies in etwa 1.000 bis 5.000 feet Höhe und von SSO nach SO ziehend. Die Signalstärke der Objekte war etwa der eines Kleinflugzeuges mit 100 bis 125 mph. Wichtig: "Ein Kampfflugzeug versuchte die durch Radar angegebenen Ziele visuell aufzuklären, aber an den angegebenen Positionen wurde nichts ausgemacht, obwohl das Radar einen Kontakt anzeigte". Das OSI und die Luftverteidigungs-Kräfte wurden über das Geschehen informiert und sie überprüften das Ereignis. "Keine begründbare Erklärung wurde für die Radar-Echos gefunden, obgleich die Radar-Leute erfahrenes und glaubwürdiges Personal darstellen und die Radar-Anlage einwandfrei arbeitete", steht da. Am 5.Dezember 1950 ging ein Telegramm von FBI in Washington, DC an das Büro in Knoxville hinsichtlich der "Wahrnehmung von unidentifizierten Objekten über dem Gebiet Oak Ridge" im Sinne des Schutzes von wichtigen Einrichtungen zurück. Hier wurde empfohlen alle Informationen einzuholen, um etwaige Radar-Störungen durch "Ionisierung von Partikeln in der Atmosphäre" überprüfen zu können.

Das 111.CIC Detachment in Knoxville, Tennessee, fertigte am 17.1.1951 einen Bericht an, der auch in die FBI-Unterlagen gelangte: "Objekte über Oak Ridge gesichtet"! Um 21:45 h des 16.Januar 1951 waren bei klarem Wetter und guter Sichtung von verschiedenen Leuten (Radar-Operatoren von der 663rd ACandW Squadron, AEC-Wachpersonal sowie Polizisten in Oak Ridge) zwei helle Objekte am Himmel ausgemacht worden, dies östlich und westlich des McGhee Tyson-Airports. Das Objekt im Osten war ein helles Licht, "heller als alle anderen Sterne" und es gab ein unterbrochenes Glühen in verschiedenen Farben des Spektrums ab. Daraufhin wurde ein Flugzeug (F-82) unter Major Raymond C.Care aufgeschickt, um ein Abfangmanöver einzuleiten. Doch der Pilot erkannte, das er "versuchte einen Stern anzusteuern". Wetterleute erklärten daraufhin, dass die Spektralreflektion des Stern in der Atmosphäre zustande kam und physikalische Ursachen habe. Schlußendlich handelte es sich um ein Lichtbrechungs-Phänomen der Lichtwellen des Sterns durch unsere Atmosphäre. Das Licht im Westen schien herabzukommen und verschwand nach etwa einer Stunde hinter Bäumen am Horizont. Beobachter Captain L.C.M.Clevenger sah es lange Zeit durch ein kraftvolles Fernglas, wobei er erkannte, dass das Objekt "vielerlei Formen annahm und Linien zeige, Flecken habe und Schwänze ausbildete", genauso "wie man sich allgemein die Beschreibung einer Fliegenden Untertasse" vorstelle, wie er sie kannte. Im weiteren fanden zu jener Zeit auch Störungen statt, die sich auf den Radarschirmen abzeichneten, eigenartiger Weise, so wird extra vermerkt, "wurde jedoch nichts dergleichen mit dem Höhenradar AN/CPS-4 festgestellt".

Die 111.Abteilung des CIC hatte jedoch mit weiteren UFO-Meldungen zu kämpfen. So gab es einen weiteren Bericht am 14.12.1951, wonach ab 16:05 h des selben Tages für über drei Stunden auf den Radarschirmen der 663rd ACandW Squadron am McGhee Tyson-Airport bei bewölktem Himmel "Gruppen von permanenten Zielen" den Radarschirm bedeckten und die genau über den "staatlichen Projekten der Atomic Energy Commission in Oak Ridge" zu lokalisieren waren. Da man die Objekte am Radar nicht identifizieren konnte, wurde ein Aufklärungsmanöver mit Kampfflugzeugen eingeleitet. Doch da wo die Ziele auf Radar Echos lieferten, fanden die eingesetzten Kampfflugzeuge nichts vor und kehrten mit "negativen Resultaten" zurück. Verwirrt blieb man an Ort zurück und schickte die aufgenommenen Radarschirm-Bilder, "auf denen man leicht die permanenten Radar-Echos untereinander vergleichen kann" zur 30th Air Division auf der Selfridge AFB in Michigan.

Bereits am 12.Oktober 1950 nahm um 23:25 h die Radareinheit auf dem Knoxville-Airport eine "Serie von unidentifizierten Zielen über der beschränkten Zone von Oak Ridge" auf. Um 23:47 h flogen Abfangjäger bereits die Position der Radar-Ziele an "um drei perfekte Anflüge auf die Ziele durchzuführen, doch sie konnten dort nichts sehen und feststellen", sie trafen auf einen völlig leeren Luftraum (abgesehen von einem großen Vogelschwarm, so der CIC-Bericht vom 18.10.50), obwohl während des Einsatzes und bis 1 h danach noch weitere Radar-Echos fremder Ziele erschienen, hierzu gab es sogar mit dem CIC-Bericht vom 19.Oktober eine illustrierende Notiz. Am 15.10.50 wurden um 15:10 h Kampfflugzeuge einmal mehr eingesetzt, um einem starken Radarziel vier Meilen hinter dem Ost-Ausgang nahe zu kommen und es aufzuklären - einmal mehr ohne Erfolg, es war einfach nichts da. Das Manöver wurde um 15:20 h vom McGhee Tyson-Airport bestätigt und von den Soldaten Rymer und Zarecki, sowie den Zivilisten Hightower und Moneymaker am Ost-Tor von Oak Ridge optisch verfolgt. Zur selben Zeit, aber einen Tag später geschah das selbe wieder, dieses Mal wurden jedoch von drei Soldaten (Isabell, Briggs und Clark) Objekte am Himmel gesehen.

In den FBI-Unterlagen wird auch erwähnt, was es mit "aufgelassenen Ballonen und einem eingefangenen Leichtluftschiff des Typs Blimp" auf sich hat, die im Nachsatz des obigen Papiers erwähnt werden. Der CIC-Bericht vom 17.10. führt aus, das am 16.Oktober fünf Personen gegen 15:20 h über K-25 von Oak Ridge, ein Objekt schweben sahen und dabei mit den Radarschirmen des Knoxville-Airports "unerklärliche Echos" registriert wurden. Man schickte eine Maschine der 5th Fighter Sqd zur Identifizierung des Objektes hoch, welches weiterhin sichtbar war. Nachdem die Kampfmaschine das Zielgebiet erreichte, nahm es ebenfalls eine Erscheinung via Radar auf. Bodenbeobachter konnten dieses Geschehen verfolgen und erklärten, dass das Kampfflugzeug unterhalb des Objektes vorbeizog. Doch der Pilot in der Maschine identifizierte das fragliche UFO als einen Blimp! Auch wenn dieser hier nichts zu suchen hatte, war er dennoch über einem Hochsicherheitsgebiet erschienen. Der CIC-Kommando-Bericht vom 25.10.beschreibt eine Sichtung durch Larry P.Riordan inmitten der Hochsicherheitszone um 16:55 h des 20.d.M. Direkt über der Agrar-Forschungs-Farm von der Universität von Tennessee sah er ein Gebilde, was ihm wie ein "Luftballon" nur ohne Korb vorkam. Mit anderen Worten, das Objekt war weitgehend rund und besaß unten herum einige Runzeln und irgendetwas hing herab. Zeuge Riordan kennt sich mit Wetterballonen aus, die hier täglich zwischen 6 h und O1 h alle Stunde aufgelassen werden und in ihrer Größe variieren. Auch wenn der Zeuge davon ausging, dass das kein Wetterballon war, hatte er dennoch den Eindruck, dass dieses Objekt ein "Gag" von Leuten der Universität war. Man stelle sich also vor: a.hier fliegt unerlaubtes Gerät wie ein Blimp herum und b.machen sich selbst die Leute von Oak Ridge gelegentlich Späße mit dem UFO-Spuk, indem sie Scherz-Ballone hochschicken.

Am 24.Oktober besuchte der stellvertretende Sicherheitschef William Fry mit seiner Frau das Autokino von Oak Ridge, als er gegen 18:45 h ein Objekt im NNW in etwa 30-40° bemerkte, welches in vielfarbiges Glühen zwischen rot, grün und blau-grün zu blau und zu orange von sich gab. Gegen 19:20 h verschwand das Objekt außer Sicht. [Das einzige paßende Objekt befand sich absteigend zu jener Zeit im SW und war der rote Mars!] Zur selben Zeit wurde genau die selbe Erscheinung von USAF-Major Lawrence Ballweg vom Garten seiner Behausung aus wahrgenommen. Am selben Tag, um 18:23 h, erschienen einige kleine, langsame Ziele auf den Radarschirmen des Knoxville-Airports. Diese Ziele bewegten sich im Südost-Sektor der "beschränkten Flug-Zone" der Stadt Oak Ridge, wie ein CIC-Bericht vom 25. ausweist. Um 18:26 h wurde ein Kampfflugzeug zur "Verfolgung" gestartet und drang zu den Eindringlingen vor, sah aber überhaupt nichts. Um 19:20 h verschwanden dann diese Ziele vom Radar und machten drei neue Ziele aus, die aber auf Flugzeuge zurückzuführen waren, die von Andrews-Field nach Stewart-Field flogen.

Kein Wunder ob dieser Phänomene, wenn jene über sicherheitsempfindlichen und damit sensiblen Einrichtungen von ungeheurer nationaler Bedeutung und Wichtigkeit auftauchten, dass diese von besonderer Beachtung durch die Streitkräfte und Sicherheitsorgane waren, auch wenn natürlich aus heutiger Sicht die Anläße hierzu aus den Einzelfällen selbst nichtig waren. Nur wir Experten können mit unserem heutigen Spezialwissen das UFO-Phänomen handhaben, da wir es selbst in seiner historischen Tiefe und bei aktuellen Anläßen untersuchten. Im Grunde sind alle Ereignisse des UFO-Sichtungs-Spektrums bekannt und tauchen in abgewandelter Form wieder aktuell irgendwo als "neue" Phänomene auf, die die aktuell Betroffenen nicht verstehen können.

Wie auch immer, alle Zeugen von Oak Ridge wurden durch das ´Federal Bureau of Investigation´ (FBI) lt. eines Berichts vom 21.Oktober 1950 überprüft, man befragte deren Arbeitgeber und sie persönlich, um ihre Glaubwürdigkeit, Integrität und Loyalität gegenüber der Regierung der Vereinigten Staaten zu checken. Die Möglichkeit eines Ulks wurde vom FBI deshalb zurückgewiesen, auch eine Art Massen-Hysterie oder das Auslösen dieser Beobachtungen durch natürliche Ursachen abgelehnt. Besondere Aufmerksamkeit richtete man auf Fotografien von 1947 aus Oak Ridge, wo ein absonderliches Flugobjekt aufgenommen werden konnte. Vertreter der AEC waren deswegen Pro und Kontra eingestellt, die einen schloßen sich der USAF-Feststellung über einen angetrockneten Wassertropfen während des Bearbeitungsvorgangs des Fotoabzugs an, während andere diese Erklärung in Frage stellten. Das alte Spiel also. Sicher Atom-Forschungs-Experten mögen auf ihrem Gebiet hoch-spezialisiert sein, ob sie damit aber auch sofort qualifiziert sind, fotoentwicklungstechnische Probleme zu erkennen und dazu Aussagen zu machen ist anzuzweifeln. Wer unter den Leser das entsprechende Fotomaterial schon einmal im MUFON-CES-Bericht Nr.8, 1981, "Offizielle Untersuchungsberichte der Russen und der Amerikaner über unidentifizierbare Himmelserscheinungen", auf S.267 gesehen hat, wird nur den Kopf schütteln können, ob der unnötigen Diskussion hierzu, an der sich offizielle Vertreter des Eastern Air Defense Commant, Spezialagenten des OSI und Vertreter der Sicherheits-Abteilung von der AEC beteiligten und worüber der Kommando-Offizier der Third Army und dessen Geheimdienst-Offizier speziell noch einmal eingewiesen wurden. Und da wollen Sie sich noch wundern, wenn in Belgien anno 1989 die Militärs ob der Fliegenden Dreiecks-Hysterie den Boden unter den Füßen verloren haben??? Nebenbei, trotz all dieser Vorfälle und Erkenntnisse dazu, waren all diese Akten bzw Dokumente in Verbindung mit der AEC als "Informationen betreffs der nationalen Verteidigung der Vereinigten Staaten" klassifiziert, sodass die "Freigabe oder Übermittlung dieses Inhalts gegenüber unauthorisierten Personen" als krimineller Akt im Sinne der Bundesgesetze gesehen und dementsprechen bestraft wurde.

* = Wie Sie sehen war der Spaßeffekt rund um ´Fliegende Untertassen´ von Anfang an in dieser Geschichte ein tragendes Element. Doch Brown wurde das Opfer eines solchen Scherzes: Zusammen mit einem Captain William L. Davidson vom 4.AAF HQ in San Francisco untersuchte er Untertassen-Meldungen. Darunter auch den Fall der Herren Fred Chrisman und Harold Dahl, welche in Tacoma die Story aufgebracht hatten, auf ihr Boot seinen Metallteile einer Fliegenden Untertasse gestürzt. Proben dieser Teile waren nach einem Interview von Brown und Davidson von den Zeugen entgegengenommen worden und sollten von ihnen zur Untersuchung an ein AAF-Institut via Flugzeug transportiert werden, doch auf diesem Weg stürzte die Maschine in Kelso, Washington, ab und alle kamen ums Leben. In den Zeitungen der Westküste war zu dem Transport erklärt worden, dass die Maschine keine Teile von einer Fliegenden Untertasse transportierte, sondern gleich mehrere Fliegende Untertassen als solche! Hamilton Field´s 4th Army Air Force HQ war entsetzt über die Tatsache, dass der Transport in den Zeitungen gemeldet wurde, weil er "eine streng-geheime Mission gewesen war". Dies scheint mir, nebenbei bemerkt, der historische Hintergrund über entsprechende Behauptungen zu sein, die man der Roswell-UFO-Legende aus heutiger Sicht zu einem geheimen Luftabtransport entnehmen kann. Daraufhin nahm Dahl die Geschichte um die UFO-Fragmente zurück. Wie das FBI Portland am 5.8.47 dem Direktor sowie den Büros in Seattle und San Francisco in einer dringenden Meldung mitteilte, war inzwischen nach der abgeschirmten Bergung des Flugzeug-Wracks durch den AAF-Nachrichtendienst vom McChard Field das UFO-Material als Schlacke der Tacoma-Schlacke-Mühle identifiziert worden. Ein FBI-Vertreter in Portland nahm deswegen mit Major General Twining auf Wright Field, Ohio, Kontakt auf und bekam den Eindruck vermittelt, "dass die AAF-Einrichtungen am liebsten diese Untersuchung mit den gemeldeten Diskussen annullieren möchten". Verständlich, verständlich nach diesem tragischen Geschehen - aber wir wissen, dass die AAF bzw bald darauf die USAF nicht so schnell aus der Nummer herausgelangte. Wie auch immer, am 6.August 1947 bekam D.M.Ladd im FBI-Hauptquartier ein offizielles Memorandum von einem Spezialagenten der Verbindungs-Abteilung zur Army Air Force Intelligence, worin dieser erklärte, dass das Hauptquartier nach einer Konferenz von Armee-Vertretern in Portland verdrießlich war, weil man "immer noch keine ´Fliegenden Untertassen´ auftreiben konnte, aber man es weiter versuchen werde".

+ Hierzu meldete auch am 9.August 1947 die in San Francsico erscheinende Tageszeitung ´Examiner´: "Vierte Luftwaffe läßt Scheiben-Untersuchung fallen, Suche forderte Opfer!" Lt.Col.Donald L.Springer, Geheimdienstchef der Fourth Air Force, erklärte, dass nach dem Flop von Tacoma sein Hauptquartier die Finger von der Untersuchung der fliegenden Scheiben lassen wird. Zwei Mitarbeiter seines Dienstes seien beim Abtransport von angeblichen Metallteilen von einer Fliegenden Untertassen in ihrem Flugzeug abgestürzt und umgekommen. Die Maury Island-Geschichte fand damit ein unglückliches Ende und das geborgene Material sah wie "Schlacke" aus. Für Col.Springer sei der Fall eine Lehre gewesen und er sah keinerlei Beweis dafür, "dass die umgehenden Geschichten über ´Flying Disc´ eine Basis in der Realität" haben.

+ Um mehr über die Bedeutung von Oak Ridge zu erfahren, siehe so auch: "Oak Ridge: The Secret City´s Most Secret Secret" (UFOs), http://www.youtube.com/watch?v=Gdvp... ; "Albert Einstein and the Manhattan Project (Big Bomb) in Oak Ridge Tennessee" - http://www.youtube.com/watch?v=nUNs... ; Oak Ridge und die Bedeutung für ´The Manhattan Project´ - http://www.youtube.com/watch?v=iAOb... . Und so schaut es heute vor Ort im dortigen Atom-Museum aus - http://www.youtube.com/watch?v=sShM...

Die Lücke im ´Radarzaun´ der USA wird langsam geschlossen

+ In Anbetracht der Atomwaffe schwebte seither über jeder Krise der Nachkriegszeit drohend der Schatten des Atompilzes als mächtiges "Wahrzeichen" dieser neuen Superwaffe. Vom 24.Juni 1948 bis 12.Mai 1949 ließ die Sowjetunion, welche Osteuropa dominierte, die Westsektoren Berlins blockieren und zog den Eisernen Vorhang hoch - das Motto für die Westalliierten und Bevölkerung hieß ab sofort: "Berlin bleibt frei!" Damit begann die ersten Schlacht im Kalten Krieg und das Säbelrasseln setzte ein, fast 300.000 Mal flogen Rosinenbomber gen Berlin. Die Sowjetunion stationierte Truppen im Iran, bei den Vereinten Nationen führte dies zu einer ernsthaften Krise. Die USA spielt sich zur "Weltpolizei" hoch und zur Verteidigerin des Kapitalismus und der Freiheit. Die Teilung der Welt durch zwei Bündnissysteme zeichnete sich ab. Ab 1950 wurde der Korea-Krieg zur großen Krise, ein konventioneller Krieg mit einer gefährlichen Dynamik, als Mao Tse Tung sich in China durchgesetzt hatte und anfing überregional Feuer zu legen. Die USA sahen sich hier herausgefordert und mischten sich ein, um den chinesischen Kommunismus ´vor Ort´ zurückzuwerfen. Korea ist zwar ein kleines Land und Tausende Meilen von Amerika entfernt, aber was dort geschah, war für jeden Amerikaner von Bedeutung:

Der Einfall kommunistischer Streitkräfte dort wurde als Warnung vor weiteren Akten der Aggression in weiteren Teilen der Welt aufgefasst. Mit $ 40 Milliarden entschied der US-Kongress die Kommunisten in Korea zu bekämpfen, was auch Folgen für die Heimat hatte - der Luftverteidigungs-Radarzaun Nordamerikas behielt weiterhin seine Lücken (1) weil a) die Gelder dafür nicht zur Verfügung standen, b) das am Radar ausgebildete Personal sich weitgehend im Kriegseinsatz in der Ferne befand und c) die Personal-Fluktuation wegen des eintönigen und ermüdenden Jobs sehr gross war und daher auch kaum Personal mit langer Erfahrung mit und am Gerät zur Verfügung stand. Kaum die Hälfte aller Radarleute dieser Ära hatten wirklich erste Qualifikationen mit dieser Technik einzubringen, was auch alle Werbekampagnen des ADC nicht beseitigen konnte. Dies führte auch dazu, dass das verbleibende Personal teilweise in der Woche 100 Stunden am Gerät sitzen musste und übermüdet war. General Benjamin Chidlaw reklamierte diesen unhaltbaren Zustand, aber mehr konnte er auch nicht tun. Ähnlich war es übrigens auch bei den Abfangjäger-Einheiten, deren langweiliger Job nicht gerade von den Fliegern geliebt wurde. Sie waren in Kontainern untergebracht, dies an ungastlichen Orten fernab des Lebens und schoben hauptsächlich Bereitschaftsdienst (wer beim Militär war wird sich mit Grauen darin erinnern - kurzum: Langeweile pur). Dies sorgte auch für Personalprobleme, weil viele Soldaten-Flieger einfach zur attraktiven Luftfahrtindustrie abwanderten. Daraus ergab sich auch ein Air Force-PR-Programm über Hollywoodfilme (z.B. mit John Wayne) um die USAF-Jobs als die der von Flieger-Helden zu verkaufen. Der nordamerikanische Kontinent war sozusagen mit "heruntergelassener Hose" in diesem Sinn zurückgeblieben. Gleichsam begann Amerika mit der "Operation Ivy", dem Test einer thermonuklearen Bombe, der H-Bombe - 1000 x stärker als die Atombombe. Inzwischen gab es in Amerika einen A-Waffen-Spionageskandal nach dem anderen. Amerikaner hatten Russland das Geheimnis der Nuklear-Bombe verraten. Doch beim Korea-Krieg möchte ich kurz wegen einer signifikanten historischen Note verbleiben: Mitte April 1951 sorgte der Krieg für einige Überraschungen, nachdem China interveniert hatte und General Douglas MacArthur als Oberbefehlshaber der pazifischen Streitkräfte bereit war die Atombombe einzusetzen, was Truman aus Furcht vor einem Dritten Weltkrieg mit Rotchina ablehnte (da es mit Russland einen Verteidigungspakt geschlossen hatte) und MacArthur sich dem Oberbefehlshaber (Commander-in-Chief, was historisch betrachtet durch die US-Verfassung geregelt ist) widersetzte und glaubte sein eigenes Ding jenseits der Politik und damit der zivilen Macht durchführen zu können. Truman (2) setzte MacArthur deswegen ab und ersetzte ihn durch dessen Stellvertreter. Ein Falke war zurückgerufen worden, weil er seinem Präsidenten den Gehorsam zu verweigern drohte. Ein Sieg der zivilen Macht im demokratischen Amerika, auch gegenüber einem der einflussreichsten Militärs und Nationalhelden wie es nun einmal mit dem Mann mit der Pfeife galt.

(1) = Das so genannte "Air Defense Network" der USA war in jenen Jahren ein bemerkenswert primitiver Apparat, wie man heutzutage weiss. Kaum Feststationen, fast nur mobile Einheiten auf Lastwagen. 1948 z.B. gab es nur NEUN permanent besetzte militärische Radareinheiten: vier im Staate Washington, eine jeweils in Oregon sowie Kalifornien, zwei in new Jersey und eine auf Long Island. Unglaublich, aber wahr. Kein Wunder, dass dies als ein Staatsgeheimnis gehütet wurde. Ein Verantwortlicher damals gestand ein, dass der "Radarzaun" praktisch wertlos war. Und die in Flugzeugen eingesetzten Radaranlagen waren ebenso technisch gesehen nichts weiter als "primitiv". Das gerade gegründete ´Strategic Air Command´ (SAC) war zu jenen Tagen ein zahnloser Tiger, genauso wie das ´Continental Air Command´ (CONAC) welches in jener Zeit insgeheim sich davor fürchtete, dass demnächst Hochgeschwindigkeitsjets auftauchen würden und elektronische Störsignale technische Fortschritte machen könnten. Man sah gute Chancen, dass da Feinde von jenseits des Pols unbemerkt in die USA vordringen konnten, was man aber nicht eingestehen konnte. Deswegen war man wegen den Untertassen einigermassen beunruhigt, aber da sie keine ANGRIFFE flogen und keine weitere Bedrohung zeigten war man einfach nur unruhig. Als man 1949 erstmals einen sowjetischen Nukleartest verzeichnete war man im Pentagon sehr nervös geworden und ´Air Force Vice Chief of Staff´, General Muir Fairchild, forderte den sofortigen und schnellen Ausbau des Radar-Heimatschutz-Systems. Daraus ergab sich eine Studiengruppe namens ´Blue Book Plan´ mit einem ersten Treffen mit den Joint Chiefs of Staff am 2.März 1950. Bis zum 1.Juli 1952 sollte das System (genannt Lashup-Network) stark ausgebaut werden, basierend auf dem aktuellen General Electric AN/CPS-6B-Luftraumüberwachungsradar (mit dem Problempunkt, das man hier kaum Flug-Objekte unterhalb von knapp 2000 Metern ausmachen konnte und zahlreiche technische Probleme in Sachen Höhenbestimmung sowie genauer Vektorierung der georteten Ziele mit sich brachte und die Differenzierung zwischen echten und falschen Signalen zum Problem machte [im Sommer 1951 z.B. gab es derart viele anomale Falschsignale bei den bereits eingerichteten Units, dass man im Pentagon deswegen schier durchdrehte und als dann noch Anfragen vom Untertassen-Projekt Grudge deswegen kamen, platzte machem Verantwortlichen der Kragen], was selbst sofort zur Geheimsache gestempelt wurde). Grund: Bis zu jenem Datum fürchtete man als "kritischen Zeitrahmen bis dahin die Sowjets eine gefährliche Bedrohung darstellen könnten". Konkret: General Charles Cabell fürchtete, dass bis zu jenem Datum die UdSSR imstande sei bis zu 90 Nuklearbomben an Bord von Tu-4-Bombern (Nachbauten der Boeing B-29) auf den Weg zu Zielen in den USA zu schicken. Man ging davon aus, das ein Viertel davon ihre Mission dann auch erfüllen könnten und damit wurde diese Option zu einer ersten wirklichen nationalen Bedrohung. Daher wird auch klar, welche Bedeutung die Washingtoner-"Untertassen-Invasion" im Sommer 1952 zu dieser kritischen Zeit hatte! Doch es ging nicht nur um die reine Radarverfolgung feindlicher Fluggeräte, sondern auch (und noch wichtiger) um die eigene Fähigkeit solche Objekte wirksam mit Kampfmaschinen abzufangen. Und auch in diesem Punkt gab es gewaltige Probleme, die man nicht zugestehen wollte. Kurzum: Man war fast "impotent" diesbezüglich. Die damals zur Verfügung stehenden Abfangjäger kann man keineswegs mit den Überschall-Killer-Maschinen mit Allwetterfähigkeiten der 90er Jahre vergleichen! Und Raketen waren an Bord von Flugzeugen noch Zukunftsvorstellungen. Einen Bomber im Flug einfach so abzuschiessen ist gar nicht so leicht gewesen. Was man hatte waren einfach nur Maschinengewehre mit leichten Kalibern an Bord der Abfangjäger.

(2) = Harry Truman erklärte am 4.April 1950 übrigens auf einer Pressekonferenz: "Ich kann Ihnen versichern, dass ´Fliegende Untertassen´, sollten sie denn existieren, von keiner Macht der Erde gebaut werden." Aber weitaus wichtiger ist das Problem, welches die Truman-Administration grundsätzlich nach dem Krieg hatte. Historiker sprechen hier vom Regierungs-"Chaos". Berühmt wurde Truman´s Regierung durch die "politischen Geheimhaltungs-Löcher" da zu stark die unterschiedlichen Fraktionen und Interessengruppen jeweils ihr eigenes Süppchen kochten und dazu die Zeitungen benutzten und die Dinge hinter den Kulissen ins Rampenlicht der Medien trugen um über die Öffentlichkeit einen Platzvorteil zu erfahren. Eine grosse Kontroverse in dieser Zeit war die zwischen US-Marine und Luftwaffe über das Nuklearwaffen-Monopol, die dafür sorgte, dass Präsident Truman immer im Hintertreffen war und die "Revolte der Admiräle" nicht wirklich in den Griff bekam. Es war richtiggehend ein öffentlich-vorgetragenes "Hauen und Stechen" über das was die Militärs für wirklich wichtig hielten und im Rahmen ihres ´Besitzstandes´ in einer verbitterten öffentlichen Kampagne verteidigten und Truman ohnmächtig daneben stand. Eine "Fliegende Untertasse" von einer anderen und überlegenen Zivilisation würde doch zweifelsfrei in dieses Machtmittel-Spannungsfeld gehören. War sie aber nicht!

+ In der Epoche des Kalten Kriegs herrschte eine Atmosphäre, in der eine scheinbar unwichtige Information sich zu einer Lawine aus übertriebenen Reaktionen entwickeln könnte. Derart paranoide Tendenzen könnten schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen, gerade auch dann, als die Öffentlichtkeit gespannt die Meldungen über Untertassen verfolgte und wenn man sich dazu die Furcht einer Gesellschaft und eines Landes vor Augen hält, das soeben einen Weltkrieg überstanden hatte, das vor den Gefahren des Kommunismus zitterte und dessen Festlandsgrenzen noch nie von einem Eindringling überschritten worden waren. Man wird staunen, wie der (demokratische) US-Präsident einen ruhmreichen 5-Sterne-General so problemlos absetzen konnte, der dem ultra-konservativen rechten Flügel der Republikaner angehörte. In Frankreich z.B. wäre soetwas nicht vorstellbar, weil dort ausgezeichnete Führungsoffiziere eine solche Autorität genießen, weswegen sie fast unangreifbar für die Politik sind. Hier sind Zivilisten von der Macht ausgeschlossen, aber in den Vereinigten Staaten ist traditionsgemäß das Gegenteil schon immer der Fall gewesen. Man kann sich schwerlich vorstellen, dass da z.B. ein französischer Staatschef seine Armee in einem Feldzug anführt. In den USA hat die zivile Macht immer Vorrang vor der Militärischen, deswegen kann letztendlich nie die zivile Macht dort vom Militär etc bedroht werden. Mit jeder neuen Regierung (Administration) wird so nämlich auch das Führungspersonal fast komplett ausgetauscht, was z.B. in Deutschland undenkbar wäre. So kann es über Jahre hinweg und regierungswechselübergreifend auch keine dauerhafte Klügelbildung in den obersten Etagen geben. Der jeweilige neue Präsident bringt nämlich sein eigenes und vom ihm ausgesuchtes Personal mit, um eben auch neben dem vorhergehenden politischen Gegner in Form des Präsidenten dessen jeweiliges Personal zu entfernen, um wirklich eine neue Politik durchzuführen und durchzusetzen. Deswegen ist es undenkbar, dass es in den Vereinigten Staaten eine dauerhafte militärische Verschwörung gegen den Präsidenten geben kann; der Präsident war noch nie durch die militärische Macht seiner Nation bedroht.

Gleiches gilt für die Sicherheitsdienste, beim FBI (1) dagegen gab es unter Edgar Hoover eine Ausnahme, da dieser über Jahrzehnte hinweg seinen eigenen Machtapparat ausgebaut hatte und insgeheim ´Schmutzwäsche´ über alle relevanten Politiker sammelte, wogegen sich selbst neue Präsidenten machtlos zeigten und den überaus erfolgreichen Hoover im ´Polizeidienst´ beliessen (aber auch weil das FBI nicht jene Machtfülle besitzt, wie z.B. das Militär und die Geheimdienste wie CIA etc). MacArthur kehrte übrigens dennoch in einem Triumphzug in seine Heimat nach seiner Absetzung zurück und wurde dort vom Volk in einer der berühmtem Konfetti-Paraden im New Yorker "Canyon der Berühmten" wegen seines mythischen Image gefeiert, obwohl man den Mann gar nicht kannte, der seit 1938 nicht mehr amerikanischen Boden betreten hatte. MacArthur lebte nur von seinem Heldenbild, welches die US-Wochenschauen über ihn aufgebaut hatten und die republikanische Partei verstand es geschickt damit MacArthur für ihre Ziele einzuspannen. Vergessen wir nicht, dass die Japaner auf MacArthurs "USS Missouri" ihre Kapitulation vor Amerika vor ihm auf Deck und vor den Kameras der Welt unterschrieben, die Bilder kennen wir alle. Und auch im Kongress wurde er deswegen mit ´standing ovations´ empfangen, um schließlich mit einem "Good Bye" von seiner ansonsten unbestrittenen militärischen Karriere Abschied zu nehmen. In den meisten anderen Ländern wäre dies unmöglich gewesen (in Frankreich oder England bzw sogar in Deutschland nahmen wegen weitaus geringeren ´Problemen´ hohe Ex-Militärs den Strick), nicht so aber in den Vereinigten Staaten.

(1) = Der Jobgeber für die TV-Agenten Mulder & Scully aus der ´Akte X´ wurde im Juli 1908 gegründet, als der der Staatsanwalt Charles J.Bonaparte unter Präsident Theodore Roosevelt, eine Spezialeinheit innerhalb des Department of Justice (DO) gründete, woraus dann schnell das FBI wurde. Das HQ der Bundespolizei befindet sich in Washington, DC und quer über das Land unterhält es in allen US-Bundesstaaten Büros mit Tausenden von Mitarbeitern. Die primäre Aufgabe des FBI ist die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Verfolgung von Verletzungen der Bürgerrechte, Geldwäsche aus kriminellen Geschäften, Kapitalverbrechen, Drogendelikte, aufspüren von feindlichen Geheimagenten etc. Gelegentlich begegnete das FBI auch der kontroversen Welt des "Unerklärlichen". Daraus entwickelte sich der Akte X-Plot, welcher eine neue Facette aufgriff - normale FBI-Krimiserien gab es seit den 30ern ansonsten schon zur Genüge. Sie werden verschiedene wie "The Untouchables" oder "FBI" selbst kennen.

Der "Innere Feind" und die große Hysterie

Der Kalte Krieg führte dazu, das Amerika überkommene Werte neu entdeckte und neue Ebenbilder amerikanischer Tugenden schuf - die Amerikaner sollten sich als Teilhaber eines großen Unternehmens verstehen lernen. Und der Kommunismus Stalins war damit der größte Feind Amerikas. In den Wochenschauen der Kinos im ganzen Land warnte die Regierung vor der roten Subversion. Und der US-Kongress ließ ein Komitee gegen unamerikanische Umtriebe einrichten, weil man überall kommunistische Spione, Verschwörer und Agitatoren glaubte sehen zu müssen - kommunistische Agenten würden Amerika unterwandern, hieß es überall. 1947 nahm sich der Ausschuß gerade in öffentlichen Anhörungen Amerika´s Traumfabrik, Hollywood, an. Selbst der Schauspieler Gary Cooper wurde vorgeladen, weil sein Kollege Ronald Reagan ihn halbwegs denunzierte. Dies war Gesinnungsschnüffelei der üblen Art und Schwarze Listen kursierten. Washington haderte in dieser Zeit auch gewaltig mit der eigenen Verfassung und den Grundrechten der Bürger in der "freiesten aller Demokratien". Aufgrund des rüden Vorsitzenden, Senator Joe McCarthy (der glaubte Amerika an der Heimatfront verteidigen zu müssen und deswegen zu einer unvergleichlichen Hexenjagd blies), nannte man diese dunkle Zeit die "McCarthy-Ära" (aber auch Richard Nixon war einer dieser ´Saubermänner´, die man "stramme Kommunistenfresser" nannte). Anti-Kommunismus wurde zum stolzen Ausdruck amerikanischen Patriotismus und den Republikanern liefen scharenweise neue Mitglieder zu. Wer auch nur den Hauch von kommunistischen Überzeugungen vertrat hatte schwere Zeiten vor sich und es gab manche Ausschreitungen bei denen schon mal mit Baseballschlägern zugelangt wurde. Alles was "Links" stand galt als gefährlich und subversiv - selbst Gewerkschaften litten darunter. In dieser Zeit vermischten sich auch Rassenhass mit Kommunistenfurcht, weswegen z.B. auch gemischtrassige Paare schwere Zeiten erfuhren. Die Ultra-Rechten waren am Zug und das FBI wurde eingespannt, um die "roten Agentenhorden" zu jagen. Und in der UdSSR verschwanden Millionen Menschen in Straf- und Arbeitslagern, den gefürchteten GULAGs - ein Teil des von Stalin ausgerufenen "sozialistischen Realismus".

Fortsetzung dieser spannenden Hintergrundgeschichte folgt gleich...

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=Gdvp5aLgZaA
http://www.youtube.com/watch?v=nUNsnMF-keY
http://www.youtube.com/watch?v=iAOblD8TCJM
http://www.youtube.com/watch?v=sShM5y7cXcU.

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