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06.05.2002


    
Ein weiterer Sender der Kirch-Media-AG greift zu den Fantastien um sich über Wasser zu halten

Nachdem "Planetopia" bereits versagte, steht nun das nächste Debakel bei Pro 7 und "Galileo" an

Es ist schon erstaunlich, wie die Medienlandschaft dirigiert wird, insbesondere die der privaten TV-Anbieter. Zuletzt wurde dies ganz deutlich als alle Nachrichtenorgane aus der Kirch-Schiene zum vorgeblichen "Bayern-Feuerball" sensationalisierte Darstellungen brachten, die wenig mit den realen Begebenheiten zu tun hatten. Ein Lob hier an RTL und die öffentlich-rechtlichen Sender, die zumindest in ihren Filmbeiträgen zum Geschehen SF-Elemente herausließen - auch wenn in den ARD-Tagesthemen Herr Wickert etwas völlig anderes sagte, als der redaktionelle Beitrag danach ausführte. Wickert hatte es nach wie vor vom "Satelliten-Reeentry" während der Beitrag die Sache zurückwies und es korrekt vom Boliden hatte. Kopfschüttel.

Wie auch immer, auch Pro7 wird demnächst über Aliens im "Wissensmagazin" Galileo berichten. Und zwar so wie gehabt und gewohnt auf taffen BILD-Niveau. Bereits Mitte März kontaktierte mich die ausführende Redakteurin zwecks dem Thema "Aliens", weil man dieses Thema (als "neues Thema") für eine Galileo-Spezialsendung aufgreifen wolle - und zwar am Beispiel, festschnallen, von Area 51. Natürlich erklärte ich ihr sofort, dass dieses Thema genauso wie Roswell eigentlich selbst in ufologischen Kreisen erledigt ist und es da wichtigere Dinge gäbe, um "ufo-thematisch" mal aufklärerisch aufgegriffen zu werden (so z.B. die Aufklärung des Brandenburger-"UFOs" sie ähnlichem und wie via Videokameras ufologische Falschbilder entstehen) - insbesondere bei einer Sendung wie Galileo. Man gestand mir zu, dass dies "gute Ideen" seien, aber die Chefs möchten einfach nur einen Beitrag über Area 51 ausstrahlen - und damit leben diese Chefs neben der Welt und haben nur ihre fantastischen Ideen im Kopf. Sie sind keinen Deut besser als der Durchschnitts-UFOloge mit seinem merkwürdigen Vorstellungen. Beschämend und enttäuschend zugleich ob der Ohnmacht, Hilflosigkeit und des Mangels an Innovation in einem solchen Format. Vor allem auch, um sich der Wirklichkeit zu stellen.


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