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31.08.2003


    
UFOs im "Hohen Norden" - in Skandinavien

News vom schwedischen "Archives for UFO Research"/AFU

Immer wieder lohnt sich einmal ein internationaler Blick auf das UFO-Geschehen. So habe ich gerade wieder einmal die Internet-Vertretung des schwedischen "Archives for UFO Research" (AFU) besucht - siehe unter http://www.afu.info . Seit meinem letzten Tripp dorthin hat sich etwas getan, was recht erfreulich ist: Eine englischsprachige Summary der letzten paar Ausgaben der Vereinszeitschrift "UFO aktuellt"! So erschien gerade die Nr. 2/2003. Wollen wir dort doch einmal hineinblicken...

Erstaunt erfährt man nun, das es am 16.März 2003 ein Treffen von Vertretern der drei großen skandinavischen UFO-Organisationen (UFO-Sweden, Scandinavian UFO-Information und UFO-Norway) in Kopenhagen gab um Vereinbarungen zu treffen, die Fallakten dieser Gruppen dem schwedischen AFU zu übergeben, wodurch sicherlich nicht nur für europäische Verhältnisse eine der größten UFO-Bibliotheken entstehen wird, wobei die AFU-Kollektion jetzt schon sehr erstaunlich ist.

Der Geschichte mit den drei Leuchtbällen. Ein Beispiel wie die Medien gerade auch bei UFO-Geschichten die Tendenz mitbringen alles zu übertreiben, um dem Publikum vermeintliche Sensationen zu bieten. In der Nacht des 4.Mai 2003 sahen zwei Frauen in Tvååker (südlich von Varberg, Schweden) wie drei mysteriöse Lichtbälle scheinbar auftauchten und die Medien ihre Schlagzeile mit "Drei UFOs landeten in einem nahen Feld" setzten. Doch die Untersuchung durch zwei Forscher (Anders Persson und Magnus Olofsson) ergab, dass der angeblich außergewöhnliche Vorfall mal wieder ganz banal zu erklären ist - nämlich durch eine neuartige Outdoor-Beleuchtung an einem nahen Bauernhof. Aus einem scheinbar unerklärlichen Vorfall wurde aufgrund sachkundiger und vor Ort durchgeführter kritischer Überprüfung etwas ganz Normales.

UFO-Forscher in Schweden macht außerirdischen Fund und gilft damit der Wissenschaft. Kurz nach 20 h am Abend des 8.April 2003 sichteten tausende Schweden den Durchgang eines Feuerball-Meteoriten, ähnlich wie hierzulande das Teil vom späten Abend des 6.April 2002. Auch dies führte im Hohen Norden zu UFO-Meldeberichten bei deren Untersuchung der schwedische UFO-Forscher Bill Odell den "point of impact" zufällig ausfindig machen und fünf Stückchen dunklen Gesteins auf dem zugefrorenen See Yngaren sichern konnte. Das Material wurde an ein amerikanischen Forschungslabor weitergegeben. Endlich wurde einmal ein UFO-"Jäger" fündig - wenn auch anders als gedacht.

Im davor erschienen Newsletter, 1/2003, berichtete AFU-Chef Clas Svahn von seinem Treffen mit James Oberg, dem amerikanischen Raumafhrt-Experten und UFO-Skeptiker. Hierbei betonte Oberg nochmals seine früher gemachte Feststellung, wonach es nicht automatisch bedeuten muss, dass durch Flugzeug-Piloten gemachte UFO-Sichtungen damit gleichsam auch wirklich unerklärlich sein müssen. Auch bei solchen Zeugen sind subjektive Vorstellungen mit der Tendenz behaftet, eine Sichtung zu ruinieren und aus einem UFO-Phänomen wird schnell ein identifizierbares Flugobjekt (IFO). Oberg: "Es ist wichtig sich zu merken, das ein Pilot kein guter UFO-Fachmann sein muss, sondern wirklich nur ein guter Pilot!"

Am Abend des 22.Dezember 2002 rief eine "UFO-Armada über Stockholm" große Beachtung hervor - zahlreiche Menschen beobachteten eine "Kette von hellen Perlen langsam über der Stadt dahinschweben". Eine Untersuchung von Svahn führte zu einer verblüffenden Lösung - ein Sportverein hatte "UFO-Ballone" (Miniatur-Heißluftballone, siehe dazu auch den CENAP-Newsflash Nr.2) zu Werbezwecken aufsteigen lassen. Gut, auch wenn die Erklärung sich mal wieder in UFOlogen-Ohren sich profan anhört in Anbetracht des himmlischen Spektakels, dennoch ist es so. Für die richtige UFO-Forschung jenseits ufologischer Traumwelten war der Fall einmal mehr wichtig, weil ein und das selbe Phänomen mit einer breiten Palette unterschiedlicher Zeugendarstellungen belegt war.

Der AFU-Newsletter 4/2002 hatte sich den "Warminister-Fotos" angenommen und ging damit auf die "UFO-Jäger" Mitte der 60er Jahre in England ein, wo man in Warminster gerne "UFO-Skywatch-Parties" feierte, welche bis in die 70er Jahre hinein in der UFO-Szene weltweit berühmt waren. Dabei nahmen auch einige jugendliche UFO-Enthusiasten UFO-Fotos auf, die um die ganze Welt gingen. Zudem gab es eine Reihe von UFO-Sichtungen die damals geheimnisvoller dargestellt wurden, als sie in Wirklichkeit sind. Selbst heute noch sind die UFOs-Fans völlig widerspenstig gegenüber die natürlichen Erklärungen dieser Fälle. Jetzt kam zudem noch heraus, das damals in den 60ern Mitglieder der "Society for the Investigation of UFO Phenomena" (SUIFOP) einige Scherze in Gang setzten, die von der UFO-Gemeinde kritiklos geschluckt wurden und auf die sie hereinfielen. Wieder einmal zeigt sich, dass die UFO-Leute einfach die Tendenz mitbringen nur das zu sehen, was sie auch sehen wollen - oder was sie erwarten zu sehen, wenn sie etwas sehen.

Im Newsletter 2/2002 gab es ein Interview mit der "Wüstenrate" Glenn Campbell, der die Area 51 sein neues zu Hause nennt und in Las Vegas gerne die "all you can eat"-Angebote nutzt. Er war es, der die Area 51 weltweit bekannt machte. Doch sein Enthusiasmus in Sachen "echte Fliegende Untertassen" ist längst verflogen und er sieht das Studium jener Leute die UFOs sehen als wichtiger an ("human factor") als die Sichtungen selbst.

Im Newsletter 1/2002 wurde über ein Interview mit meinem alten "Ziehvater" Hilary Evans aus Lewisham, außerhalb dem britischen London gebracht. Evans war über viele Jahre hinweg ein Pionier der englischen UFO-Forschung und ist Inhaber der "Mary Evans Picture Library". Auch dieser Forscher sieht nach all den Jahren den Menschen im Mittelpunkt des forscherischen Interesses. Ganz klar besteht das UFO-Phänomen aus zwei Kernkomponenten: dem berichtenden Menschen und dem was er als UFO subjektiv einschätzt. Die Antwort auf das "Fliegende Untertassen"-Phänomen, der Ikone des Weltraumzeitalters, sieht auch er nicht am Himmel oder im Kosmos gegeben, sondern in der menschlichen Psyche.

Externe Links

http://www.afu.info

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