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11.09.2003 |
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Sept. the 11th, wie man die Wirklichkeit auf den Kopf stelltOder: Dem Schwachsinn eine Schneise - von Reiner Wisser Waren die Anschläge von New York und Washington die größte Terrortat der Geschichte - oder ein gewaltiger Komplott der Geheimdienste? Verschwörungstheoretiker landen mit ihren angeblichen Beweisen Bestseller, schon ein Fünftel der Deutschen glaubt deren Halbwahrheiten. Es ist traurig und leider immer das Gleiche: Aus dem Weglassen oder Übersehen von allen Fakten werden Halbwahrheiten konstruiert und damit Kasse gemacht. Ob das die Thesen von der Ermordung Kennedy´s sind (man traut einem einfachen Mann heute noch nicht zu den damals mächtigsten Mann treffen zu konnen) oder die Behauptung die Apollo-Missionen waren nie auf dem Mond (bereits 1974 hat Bill Kaysing den Unsinn fabriziert), oder weil man nicht glauben möchte dass Lady Diana nur durch einen besoffenen Fahrer umkommen kann, deswegen entstehen sogenannte Verschwörungstheorien. Der SPIEGEL hat diese Woche in seiner Titelstory die deutschen Märchenerzähler, wie Andreas von Bülow, Gerhard Wisnewski und Mathias Bröckers analysiert und Peinlichkeiten zu Tage gefördert, dass es einem nur graut. Schlimm daran ist leider auch, das diese Personen mal ganz honorige und sachliche Leute waren (Forschungsminister unter Schmidt, WDR-Journalist, ehem. taz-Redakteur), die nun wohl aus Geldmangel dem Boulevard und dem Klatsch verfallen zu sein scheinen. Das Traurige daran auch: Sowas wird gekauft und anschließend noch geglaubt. Nur mal die ein oder andere herausgenommene Enttarnung des Unsinns obiger Schreiber: 1. Geburt einer Legende - Wie das Gerücht vom lebenden Attentäter in die Welt kam: a) Das FBI veröffentlicht drei Tage nach den Anschlägen des 11. Sept. die Namen der Attentäter, darunter Said al-Ghamdi. Daraufhin sendet ein amerikanischer TV-Sender fälschlicherweise ein Foto eines gleichnamigen saudischen Piloten. b) Die arabische Zeitung Asharq al-Awsat interviewt den gleichnamigen Piloten Said al-Ghamdi und meldet am 18. Sept., dass dieser am Leben sei. c) In der englischsprachigen saudischen Zeitung Arab News erscheint eine Meldung über angeblich lebende Entführer, die sich unter anderem auf die Asharq al-Awsat-Meldung stützt. e) BBC und englische Zeitungen berichten am 23. Sept. unter Berufung auf arabische Quellen über lebende Verdächtige. f) Das FBI veröffentlicht am 27. Sept. die Fotos der Attentäter. Die Missverständnisse sind damit ausgeräumt. Die Legende von noch lebenden Entführern geistert dennoch weiter durch die Welt. (PS: Man sollte halt auch noch wissen, dass der Name al-Ghambi in Saudi-Arabien so oft vorkommt wie bei uns Meier oder Schmidt) 2. Krater ohne Flugzeug? - Wie man Zeugenaussagen zurecht biegt und ignoriert: In Operation 9/11-Angriff auf den Globus, von G. Wisnewski wird die Frage erhoben dass an der Absturzstelle des United Airline Fluges UA 93 bei Shanksville, Pennsylvania gar kein Flugzeug abgestürzt sei. Wisnewski und sein Co-Autor Willy Brunner haben dazu den 78 jährigen Zeugen des Flugzeugabsturzes in den USA besucht und interviewt. Buchzitat: There was no airplane, sagte Ernie Stull... Vom SPIEGEL mit der englischen Übersetzung der Buchpassagen und des Filmtextes konfrontiert, verliert Stull die Fassung: Meine Aussagen wurden völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Natürlich sah ich ein Flugzeug, es war nach der Explosion nur nicht mehr viel davon übrig. So war no airplane gemeint... hinterher gab es kein Flugzeug mehr.Andere Zeugen werden dafür erst gar nicht gehört. Lee Purbaugh, Arbeiter in Shanksville: Ein unvorstellbar lautes Grollen habe ihn zum Himmel blicken lassen und da hing das riesenhafte Flugzeug praktisch über meinem Kopf. Sekunden später, um 10.06 Uhr, bohrte sich die Boeing 757 in den Boden. Eric Peterson, er stand in seinem Laden als er den Lärm der Triebwerke vernahm. Er trat hinaus und beobachte das Flugzeug, bis er hinter einem nahen Hügel verschwand. Unmittelbar danach stieg ein Feuerball auf. Sofort machte er sich mit seinem Geländewagen auf zur Unglücksstelle. Als er dort ankam, sah er in weitem Umkreis um den noch brennenden Einschlagskrater Flugzeugtrümmer. In den Ästen der umstehenden Bäume hingen Kleidungsstücke. 3. Cruise Missile im Pentagon? - Teil 2 von Zurechtbiegen von Zeugenaussagen: Buchzitat von Wisnewski: Wie in Shanksville besteht auch beim Angriff auf das Pentagon der Verdacht, dass eine Bombe oder Rakete im Spiel gewesen sein könnte. Alles wie gehabt: Das Loch - für ein Flugzeug scheinbar zu klein; die Trümmer - kaum mehr identifizierbar. Alles Unfug! Zum nachrechnen: Lt. NTSB (amerikanische Luftfahrtunfallbehörde) wog die Boeing 757 rund 82 Tonnen. 16 davon entfielen auf Treibstoff. Die Masse aus Aluminium, Kerosin, Kabinenauskleidung, Gepäck und Passagiere traf das US-Verteidigungsministerium mit 850 Stundenkilometer. Nach dem Einschlag zerbröselte die Boeing komplett. Als habe sich der Rumpf beim Aufschlag nach außen gestülpt, fanden sich Leichenteile der Terroristen, die sich mutmaßlich im Cockpit befanden, nahe der Fassade des äußeren Rings. Körperreste der Passagiere dagegen wurden noch tief im Inneren des Pentagon entdeckt. Ein regelrechter Trümmerbrei mit explodierendem Kerosin schoss ins Gebäude und erzeugten eine Brandtemperatur von mehr als 900 Grad Celsius. Auch hier werden Zeugen ignoriert und einem wichtigen Zeugen einfach Aussagen gestrichen. Der Fernsehjournalist Mike Walter, der auf seinem Weg zur Arbeit das Flugzeug und den Einschlag sah. Er dient als Zeuge für die These, dass das Pentagon von einer Rakete oder Lenkflugkörper getroffen worden sei. Eine Manipulation, die Walter noch immer in Wut bringt, denn er sah die Maschine in einer weichen Kurve auf das Gebäude zufliegen und beschleunigen: Dann ging sie in den Sinkflug über und knickte einen Lichtmast. Kurz danach jagte sie ins Pentagon. Die Flügel knickte, ich hörte die Explosion und sah den Feuerball. Der Kerl, der so flog, wusste was er tat. Es wirkte wie eine Cruise Missile." Das ist das vollständige Zität, im Buch Der inszenierte Terrorismus von Meyssan wird nur der letzte Satz verwendet und damit die Behauptung konstruiert. So, damit erst mal genug. Es sollte nun klar geworden sein wie schändlich, peinlich und geradezu frech hier gelogen wird. Ach nein, es wird halt nur was verschwiegen, und schon kann man spinnen und konstruieren, dass sich die Balken biegen. So entstehen Gerüchte, Legenden und Märchen, die noch in vielen Jahrzehnten um die Welt geistern. Dank des Internets sind sie schnell verbreitet und keiner schaut auf den Wahrheitsgehalt oder hat überhaupt die Möglichkeit diesen zu prüfen. So werden aus spekulativen Fragen dann wie von selbst Behauptungen zu Wahrheiten die gar keine sind. (Den vollständigen Artikel im aktuellen SPIEGEL, 37/8.9.03, Titelgeschichte) |
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