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21.07.2006


    
Das besondere Flugobjekt, welches den Luftverkehr beeinträchtigt

600 Meter über Bergedorf: Drachen gefährdet Flugverkehr

600 Meter über Bergedorf: Drachen gefährdet Flugverkehr

>Neun Stunden lang beschäftigte der Höhenflug eines Kinderdrachens Polizei und Feuerwehr in Bergedorf. Stundenlang stand das rot-weiß-blaue Nylon-Objekt am Himmel über dem Hamburger Osten - in geschätzten 600 Meter Höhe. Trotz eines Einsatzes des Polizeihubschraubers und umfangreicher Ermittlungen am Boden gelang es erst nach dem Absturz des Flugobjektes, den Ankerpunkt der Leine und damit die mutmaßlichen Dracheneigner zu ermitteln. Möglicherweise war es als Scherz gedacht - doch der Drachen sorgte am Sonnabend nicht nur in Bergedorf für massiven Wirbel. Bei der Flugüberwachung in Fuhlsbüttel tauchte der Kinderflieger auf den Monitoren auf, wurde zunächst als "Unbekanntes Flugobjekt" klassifiziert. Die Verantwortlichen des Segelflugplatzes Boberg verboten den Piloten zeitweise, in die Luft zu gehen. Denn unter dem Drachen, das war nach kurzer Zeit klar, mußte sich eine lange Nylonleine befinden. Polizeisprecher Andreas Schöpflin: "Der Drachen war gegen den blauen Himmel gut zu sehen, die Leine natürlich nicht." In der Hoffnung, den Verlauf der Leine von oben erspähen zu können, stieg die Besatzung des Polizeihubschraubers "Libelle" in die Luft - trotz zweier Einsatzstunden vergebens.

Am Nachmittag brachte eine schlechte Thermik den bis dahin wie angenagelt stehenden Drachen ins Taumeln. Er stürzte in eine Tanne an der Leuschnerstraße. Zwar mißlang die Bergung des "Ufos" zunächst, doch gelang es Beamten, die Spur der Schnur aufzunehmen. Sie verfolgten sie bis in den Binnenfeldredder. Dort klingelten sie bei einer Familie im Dachgeschoß. An einem Balkongeländer war der Drachen festgemacht - doch die Mieter behaupteten, sie hätten mit der Sache nichts zu tun. Die Kripo ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. jel<

Nach ´Hamburger Abendblatt´ vom 17.Juli 2006


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