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08.09.2006 |
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Nachgereicht: CENAP-UFO-Meldungen aus dem Januar 2006Wie das neue UFO-Jahr begann - ein Überblick bis zur Monatsmitte Januar 06
So war der Betreff einer Wetterzentrale.de-Meldung am Abend des 1.1.06 und hier die Meldung von Andreas K.: "Habe vorhin gegen 17:30 h einen relativ hellen und blauen Boliden zwischen ca. 60° und 40° gesehen. Mein Standort war Halle in Sachsen-Anhalt und der Bolide ging östlich von mir runter. Trotz der dichten Wolkendecke war er gut zu erkennen. Eine Silvesterrakete oder Ähnliches kann ich zu 99,9 % ausschliessen. Die Leuchtdauer lag bei ca. 1 - 2 s und er schien relativ langsam zu sein. Gab es noch andere Sichtungen?" Auf meine Nachfrage führte er zudem aus: "Ja er war blau, hellblau, ähnlich einer Schweißflamme. Die Bewölkung war bei ca. 6/8. Der Bolide selber war hinter der Wolkendecke zu erkennen, vermutlich Altocumulus." Sofort startete ich diesbezügliche eine Umfrage in anderen betrefflichen Foren, halbwegs noch elektrisiert vom Fall des "Blauen Kometen" am Weihnachtsabend.
Mit der Bitte um Bewertung - zwei "UFO-Fotos" gingen ein Am 4.Januar 2006 kamen die ersten UFO-Bilder des Jahres an, Din-a-4-große Abzüge von Diamaterial. Seit etwa 1 1/4 Jahren hielt ein Zufallsfotograf aus Koblenz bereits mit mir telefonischen Kontakt (nachdem er mich auch zwecks Fotoidentifizierungen bei G.Jauch´s STERN TV gesehen hatte), weil er zwei Fotos von komischen Erscheinungen besitzt und nach einer Antwort sucht was darauf zu sehen ist. Er hatte sich lange geziert mir das Bildmaterial zu schicken, weil er eigentlich gar nichts mit "UFO"-Leuten zu tun haben will... Schließlich rang er sich doch durch mir die Bilder zu schicken.
Foto 1 - das "Hochhausbild": Mit einer Leica R3 und mit Objektiv Summicron-R 2/90 sowie einem hochauflösenden Kodak-Diafarbfilm nahm er im Mai 1978 um 20 h auf Mallorca seinen Hotelkomplex Marke ´Hotelburg´ auf (untergehende Sonne von hinten bei der Aufnahme). Gesehen wurde von dem später auf dem entwickelten Dia sich zeigenden grellen weiß-gelben Licht-Gebilde (intensiv grob-ovaler Kern mit rechts und links verlaufenden verwaschenen ´Flügeln´ mit horizontalem kurzen Lauf) knapp über dem Flachdach NICHTS. Da der Mann der Landesvorsitzende des Bunds der Diplominhaber der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien Rheinland-Pfalz ist ließ er ehemals seine Kontakte spielen und schickte das Original-Diapositiv an die Weber State University of Utah und an die technische Universität Wien zur Untersuchung ein. Ergebnis beider Stellen: Objekt nicht zu identifizieren. Der Mann ließ auch die Fotoausrüstung vom technischen Service der Leica Camera AG untersuchen. Spiegelungen und Reflexe innerhalb des Kamera-Objektiv-System wurden als Ursache ausgeschlossen.
Foto 2 - das "See im Nebel-Bild": Diese Aufnahme entstand am 13.September 1998 um 11:30 h bei Waidhofen/Thaya (Niederösterreich) an einem See um den aufsteigenden Nebel aufzunehmen. Die Kamera war diesmal eine Leica R7 mit Objektiv Vario-Elmar-R 3,5/35-70. Hochauflösender Agfa-Film CT. Situation: keine Sonne zu sehen, diesig bewölkt. Auch hier wurde nichts gesehen, das Gebilde taucht erst auf den entwickelten Diabild auf. Waagerecht verlaufend scheinbar über dem Seewasser, recht schwach ausgebildet. Gegenüberliegendes Ufer mit Bäumen scharf abgebildet, Spiegelungen der Bäume im Wasser macht das Bild recht romantisch. Verdickung des bläulich-weißen ´Objektes´ in der Mitte, unscharf aber. Schnell tritt die Suggestion auf, dass das Gebilde mitten über dem Wasser des Sees ´hängt´.
Erste Schauung. In gewissem Sinne haben beide Lichterscheinungen zunächst einmal eine Ähnlichkeit, aber bei genauerer Hinschau nicht wirklich. Wie Sie anhand der Angaben sehen können liegen die beiden Aufnahmen zwanzig Jahre auseinander und es wurden auch zwei verschiedene Kameras verwendet. Zugestanden, besonders ´aufregend´ waren beide Bilder für mich nicht, dazu habe ich schon viel zu viel aus dieser Kante gesehen. Foto 2 war von der Ästhetik her gesehen nett, auch wenn mir sofort die denkbare Lösung durch den Kopf flitzte: Ein Spinnwebenfaden mit einem Wassertropfen des Morgentaus als Zentrum darauf, sowie seinen zerlaufenden beiden Seiten - einfach erhellt vom Licht des Tages und unmittelbar vor der Kamera. Foto 1 dagegen wenig attraktiv, scheinbar aus dem Fenster einige Stockwerke über dem Boden aufgenommen und mit runtergezogener Blende (der Gesamteindruck des Bildes ist dunkel, obwohl die Gebäudefassade ja von der untergehenden Sonne voll ausgeleuchtet sein sollte - warum also das Herunterdrehen der Blende, wenn nicht ein Grund dafür besteht? Eben das grelle ´Licht´, was der einzige logische Grund dafür ist - also ein bewusster Vorgang!). Natürlich könnte man auch meinen, dass da ein (z.B. ein Decken-) Licht aus dem Raum heraus aus dem das Foto entstand sich im Glas zufällig sowie unbemerkt bei der Aufnahme spiegelte, aber dann bräuchte man ja nicht die Blende fast zudrehen. Aus ´fotopsychologischer´ Sicht macht dies einfach keinen Sinn, ganz zu schweigen davon, dass das Fotomotiv selbst nicht gerade der Urlaubers-Erinnerungs-Hammer ausmacht. Sofort schaute ich mir nach dem Einscannen der Abzüge via Photoshop die nachgezeichneten Konturen an, wobei sofort klar wurde, dass da allein der optische Eindruck sich verdeutlichte: Die Erscheinung auf Bild 1 trat fett und alles andere übertreffend auf und die Erscheinung von Bild 2 war äußerst schwach nachgezeichnet worden.
Bilderrätsel. Für den UFO-Puristen ist wohl alles was an Bildmaterial reinkommt ein Ding. Für den Forscher aber sind Fälle in der Art wie hier (Foto, aber Zeuge hat nichts gesehen) gleich eine Stufe niedriger angesiedelt, wenn auch natürlich in gewisser Weise ´spannend´. Die technischen Daten und das Zustandekommen der Bilder, nebst Fotograf, waren ´bekannt´. Das Fallmaterial lag vor. Also ließ ich es auf die CENAP-Liste, dem Kompetenzteam, los. Bild 1 stand da sofort im Mittelpunkt. Frank Dörnenburg, unser ´Neuer´ in Sachen Prä-Astronautik: "Schreibtischlampe gespiegelt in Scheibe... habe selber Dutzende solcher Bilder gemacht." Ferhat Talayhan: "Hmm, eher eine Deckenlampe von der Positionierung auf dem Bild. Eine Schreibtischlampe wäre weiter unten auf dem Bild angesiedelt. Aber klassische Lampenbilder sehen anders aus." Jörg Böhme brachte dann eine zusätzliche ´Erhellung´ ins Spiel, die aber noch nicht voll der Bringer war aber den Faden weiterführte: "Das Teil ein bißchen aufgehellt und schon springts einem ins Auge. Das ist einfach eine Funzel auf dem Dach von dem Hochhaus. Man sieht unter dem Licht deutlich die Stange nach unten. Links daneben steht das gleiche Ding, nur eben dunkel, weil ausgeschaltet." Ob dies nun wirklich eine ´Strassenlaterne´ auf dem Dach war (eher unwahrscheinlich)? Oder vielleicht eher eine Antenne oder ein Kran (beides weitaus wahrscheinlicher)? Die genaue Struktur war nicht wirklich ausgeprägt ausfindig zu machen. Egal, aber der Punkt an sich war so ob eines zufälligen Sonnenlicht-Reflexionskörpers interessant. Talayhan machte darauf aufmerksam und nun fielen die ´Schuppen´ von den Augen. Böhme: "Ich meine an der linken ´Antenne´ oben auch ein schwarzen Querbalken zu erkennen, eben die ausgeschaltete Lampe/Leuchtstoffröhre." Aber diese ´Querbalken´ haben natürlich auch Kranausleger, ja noch viel eher. Und an denen befinden oftmals breite Werbeflächentafeln, Sie haben dies sicherlich auch schon mehrfach gesehen. Insgesamt sah für mich dies genauso aus, wobei wahrscheinlich aufgrund der Schwenkbewegung des potenziellen Krans die Sonnenlicht für den fotografischen Augenblick zustande kam. Norbert Esser schließlich: "Also, das Bild mit Dach zeigt eine Reflexion z.B. einer Antenne. Die Reflexion ist nur deswegen so prominent dick weil fehlender Fokus und verwackeln diesen hellen Bereich zerreißen. Eine kaskadierende Spiegelung ist weiterhin möglich. Schließe ich aber aus. Die Breite der Verwacklung/Unschärfe der Reflexion entspricht der des Gebäudes, daraus ergibt sich ein gleiches DOF-Verhältnis. Es dürfte also eine Art dünne Stange mit irgendeinem Kasten sein der da aufblitzt."
Erster UFO-Alarm 2006 - in Österreich! Am 5.Januar 2006 berichtete die ´Kleine Zeitung´ (die gar nicht so klein, sondern recht auflagenstark ist):
>UFO-Alarm über dem Ulrichsberg/Die Kamera des Einlaufvereins Wörthersee schoss ein Foto, das ein unbekanntes Flugobjekt zeigt! Von Georg Lux
Über dem Gipfel des Ulrichsberges kann man das UFO als kleinen Punkt erkennen - Foto: www.evw.at War es das Christkind oder der Weihnachtsmann? Am 23. Dezember hat eine Internetkamera des Eislaufvereins Wörthersee ein mysteriöses Foto geschossen: Die Aufnahme zeigt ein Objekt, das über dem Ulrichsberg schwebt. Spät entdecktes Foto. "Mein Sohn Rene hat das Bild erst jetzt beim Durchschauen unseres Archivs entdeckt", sagt Eismeister Helmut Riepan. Er beteuert, dass es sich dabei um keinen Scherz handelt. "Unsere am Hörzendorfersee installierte Kamera macht alle 20 Minuten automatisch ein Foto. Diese Aufnahme wurde um 8.20 Uhr gemacht. Auf den Bilder von 8 Uhr und 8.40 Uhr ist das Objekt nicht zu sehen." Auch die Untersuchung des Fotos mit einer Speziallupe brachte Riepan vorerst nicht weiter. Unbekanntes Flugobjekt. Bernd Warmuth, der für die ´Kleine Zeitung´ regelmäßig wissenschaftlich in die Sterne blickt, spricht von einem UFO, schränkt aber ein: "Das heißt nur, dass es sich dabei um ein unbekanntes Flugobjekt handelt." Der Klagenfurter Experte geht davon aus, dass sich das himmlische Rätsel mit größter Wahrscheinlichkeit ganz irdisch erklären lässt. "Ich tippe auf ein Flugzeug oder einen größeren Vogel." Riepan hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.<
Nach: http://www.kleinezeitung.at/nachric...
Tatsächlich ist der Körper auf dem gezeigten Bild wohl ein auf der Aufnahme ´eingeforener´ Vogel, der gerade durchs Bild zieht und deswegen komisch daherkommt, weil er scheinbar über dem fernen Ulrichsberg erscheint. Doch jener Berg ist scharf (Einstellung ´Unendlich´) erfasst während das "UFO" unscharf ist und weitaus näher sein muss. Interessant auch: Ein paar Eisläufer auf dem Bild schauen gar nicht hin. Nebenbei - auch hier wieder die Verwendung von "unbekanntes" anstelle UNIDENTIFIZIERTES Flugobjekt. Das Bild ist so klein, das jede Vergrößerung sofort verpixelt ist und nichts mehr hergibt. Bei Allmystery.de wurde das Thema auch so aufgemacht: "Naja ich denke schon das es ein Ufo ist aber wie der Herr Experte sagt dazu: Der Klagenfurter Experte geht davon aus, dass sich das himmlische Rätsel mit größter Wahrscheinlichkeit ganz irdisch erklären lässt. ´Ich tippe auf ein Flugzeug oder einen größeren Vogel.´ Naja muss dann wohl ein Vogel in der Größe von einer Boing 747 gewesen sein. Produktive Antworten erwünscht." Ein Teilnehmer darauf ganz richtig: "Das kann wirklich auch nur ein Vogel gewesen sein, man kann ja nicht wirklich sehen, wie weit das Objekt entfernt ist. Wenn es über dem Berg ist, ist es mit Sicherheit kein Vogel, es könnte aber auch viel näher sein." Doch leider kümmerte sich niemand um diesen Einwurf und es ging wild weiter. Und zwar wegführend weiter.
Feuerkugel, 5.1.06 - 20:20 h Wieder einmal hatte Mark Vornhusen satten Erfolg beim AKM-Forum zu vermelden: "Hallo, die Watec hat um 20:20 MEZ eine mittelprächtige Feuerkugel in Richtung Osten aufgenommen (Österreich). Von den Aufzeichungen im Logfile her, gehe ich davon aus, dass diese Feuerkugel sehr langsam war und gut 6 Sekunden gedauert hat. Vielleicht ist deswegen auch nicht die Meteorerkennung der anderen Kamera angesprungen." Das Bildmaterial dazu schaute mal wieder sehr beindruckend aus. Und bei Astroinfo.de gab es dazu eine Beobachtungsbestätigung unter dem Betreff: "Sehr große Sternschnuppe, 5.Januar 2006 um 20:20 h" durch einen Beobachter der meldete: "Habe am 5.1.06 um 20:20 Uhr etwas wie eine große Sternschnuppe gesichtet. War jedoch wesentlich größer wie eine normale Sternschnuppe und viel länger sichtbar, schätze so 1,5 bis 2 Sekunden. Von Sindelfingen aus habe ich die Sternschnuppe etwa in nördlicher Richtung gesehen (hatte keinen Kompass). Die Uhrzeit hatte ich von der Radiouhr, sollte genau sein." Ein weiterer User berichtete dann: "Ich denke, ich habe das Teil auch gesehen. Uhrzeit stimmt in etwa überein, allerdings hatte ich keine Uhr bei mir - war gerade mit dem Rad auf dem Heimweg. Sichtung in Offenburg, in östlicher Richtung oder nordöstlicher Richtung - müßte ich vor Ort nochmal mit nem Kompass prüfen. Ging mit ca. 45 Grad runter. War für mich deutlich sichtbar, dass das Objekt ne gewisse Größe hatte - Kopf relativ groß + hell. Schweif gegen die Flugrichtung dünner werdend..." Dabei war dann auch leider geblieben.
Was war das denn? So der Betreff bei Astroinfo.de am Samstagmorgen, den 7.Januar 06 und hier der Bericht dazu: "Ich habe heute morgen um 6.58 Uhr beim Rauchen meiner ersten Zigarette auf unserer Terasse etwas gesehen, wo ich nicht weiß, was das jetzt war. Es sah aus wie eine Riesen-Sternschnuppe, nur eben viel größer und viel klarer zu erkennen. Es hatte einen blau-weiß schimmernden "Kopf" und einen roten "Schweif" hinten dran. Ich habe es ca 2 Sekunden lang gesehen, danach ist es verglüht. Es war in nördlicher Richtung zu sehen und die Flugbahn war aus westl. Richtung kommend und verlief ca. im 45 Grad-Winkel steil nach unten. Hat das noch jemand beobachtet? Ich wohne übrigens in der Nähe von Trier (Rheinland-Pfalz). Was war das?????" Eine Zusatzbestätigung erhielt ich hierzu von Michael Vandeputte von der Dutch Meteor Society der ausführte: "This fireball is observed from Leuven (near Brussels, Belgium). The estimated magnitude is -6." Weitere Observationsberichte blieben jedoch aus. Das Wetter war wohl wegen flächendeckender Bewölkung zu schlecht und nur dort wo die Wolkenfront aufgerißen war, konnte das Schauspiel gesehen werden.
Sonntagabend, der 8.Januar 06 - Mars und Sirius in ´action´ Nach einiger Zeit des bewölkten Himmel war jener in weiten Teilen des Landes wieder frei. Gleich nach der ´Tagesschau´ erreichte mich eine Dame aus Tauberbischofsheim: "Da knapp links unter dem Mond steht ein seltsames Objekt, ganz nah dran. Was ist dies? Habe ich noch nie gesehen!" Sofort eilte ich auf den Balkon und sah es ebenso. Sofort warf ich mein Astroprogramm STARRY NIGHTS an - und siehe da, der Planet Mars hatte sich so in dieser Nacht so ´eingepegelt´. Im Zuge des Abends erreichten mich diesbezüglich noch weitere nachfragende Meldungen aus Mainz und Neuenhagen, Wiener Neustadt und Luzern. Die Spekulationen dazu waren zwischen Satellit, die ISS und UFO angesetzt obwohl alle Beschreibungen von "einem kleinen Stern unterm Mond sprachen". Die Helligkeit des Mondes überstrahlte dabei die leicht rötliche Färbung des ´Roten Planeten´. Nachdem schon Venus und Jupiter als Fremdobjekt neben dem Mond ´herhalten´ mussten, warum nicht auch mal der Mars?
Parallel einher erreichte mich ein ehemaliger Steward aus Herzberg (Harz), der zusammen mit einer anderen Person ebenfalls ein seltsames Objekt, ja ein "UFO" gleich benannt, vielfarbig-blinkend halbhoch am südöstlichen Himmel ausmachte. Mit dem bloßen Auge war es nur ein "weißlicher runder Punkt" leicht unterhalb des Orion, wenn auch wie "verrückt blinkend". Unter Zuhilfenahme der Digikam und eines Feldstechers bildeten sich dann weitere Farben aus, verrückte Gestalten wie eine Kugel mit drei kleinen Zusatzkugeln etc. Ich ließ mir exakt die relative Position der Erscheinung zum Mond "mit dem kleinen Sternchen" darunter und zum Orion beschreiben - exakt der Sirius, ohne Frage! Bis 22:45 h hatte ich 3 x Kontakt mit dem Berichterstatter, die Zeit bis mir das "Objekt" auch in Sicht kam und - tatsächlich - es war ein echter Blinker der augenstechenden Art am Himmel. Der Zeuge war bis dahin wahrhaft enthusiastisch gewesen, aber nach meiner "einzingelten" Ausführung zur wahren Natur war er eindeutig bitter sowie kleinlaut drauf und nur noch kurzgehalten während er zuvor ein "rauschender Informations-Fluss" mit deitlich-aufgeregter Stimme gewesen war.
Dies ließ mich veranlassen einmal im Netz über die Foren zu schauen. Beim Astrotreff.de gabs was zum Staunen. Unter dem Betreff "Hat der Mond einen Mond?" - und hier die Geschichte dazu: "Hi, hab am Abend den Mond beobachtet (mit blossem Auge), und konnte links unterhalb einen hellen Punkt sehen. Ich sag es jetzt mal plump, das muss ein Stern gewesen sein der (in der Projektion) hinter dem Mond lag, oder, so dachte ich, vielleicht ein Wetterballon. Da der Punkt aber 10 Min später immer noch an der selben Stelle war, konnte ich einen Wetterballon ausschliessen. Als ich dann 2 Stunden später wieder nachschaute (der Mond war bereits um einiges weiter ´gewandert´), war der Punkt immer noch an der selben stelle. Kann mir jemand sagen was ich da gesehen habe?" Unter anderen Sternfreunden waren die beiden Objekte ein gern betrachtetes und vielfach fotografiertes Himmelsgebilde. Und bei AllMystery.de wurde ich da fündig. Da wurde das Thema "Leuchtender fixierter Punkt 08.01.2006/21:11h" aufgemacht wegen der Erscheinung knapp unterhalb des Mondes aufgemacht: "Was ist das? Es scheint dass es sich bewegt, aber nicht vom Fleck kommt?????" Eine Reaktion darauf: "Normalerweise müsste der Mond mit seiner Helligkeit den Punkt überstrahlen ist ja komisch." Ein User: "Oha, jetzt hab ich den Punkt auch gesehen, und der Punkt ist so anders gefärbt." Ein anderer: "Ich vermute mal, das ist ein Satellit, der vor dem Mond steht..." Oder: "Das Objekt da unterhalb ist recht seltsam, wir habens draussen als Lichtpunkt gesehen." Bzw: "Ist ja kurios gibt es irgendwelche Nachrichten von den Sternwarten?" Als ein User einwarf, dass dies der Mars sei, stieß dies alsbald auf Unglauben. Und mich warf man auch als Betrachter des Forums ganz raus. Selbst eine Neuanmeldung wurde mir verwehrt. Am Montag, den 9.Januar 06, war mir dies eine PM Wert, welche ich um 11 h verschickte: >"Unheimliches Objekt" beim Mond und "Superblinker" beim Sternbild Orion lösten UFO-Alarm aus< Jene wurde nicht aufgegriffen, aber um kurz nach 14 ging diese dpa über die Ticker (was mir schier schon als eine Art ´Gegenwehr´ vorkam):
>Mars und Mond am Nachthimmel über Berlin "ganz nah" beieinander! Berlin (dpa) - Die kalten und klaren Nächte offenbaren zurzeit ein relativ seltenes Himmelsschauspiel: Der Mars steht als schwach rötlich funkelnder Lichtpunkt scheinbar ganz dicht neben dem Mond. Astronom Dietmar Fürst von der Archenhold-Sternwarte sagte: "Es ist der Mars, aber der Eindruck täuscht, der Planet ist zur Zeit etwa 215 Millionen Kilometer weg von der Erde und damit auch weit weg vom Mond." Die scheinbare Nähe zum Erdtrabanten entsteht, weil Mars und Mond zurzeit ungefähr auf den gleichen Breitengraden kreuzen.<
Natürlich war zum Zeitpunkt der Meldung das eigentliche astronomische Ereignis schon erledigt und ab sofort zogen Mond und Mars immer weiter auseinander, weswegen natürlich der einmalige Eindruck aus der Sonntagnacht auch nicht mehr gegeben war. In der selben Nacht schon drei Handbreiten am ausgestreckten Arm. Zudem war das Ereignis aus der vorausgehenden Nacht nicht über Berlin zentriert gewesen. Jens Lorek dazu: "Der letzte Satz der Meldung ist natürlich auch Unfug. Mars und Mond ´kreuzen´ sich nicht ´auf dem gleichen Breitengrad´, sondern sie stehen beide ungefähr am selben Punkt der Ekliptik, und das hat mit dem Breitengrad nix zu tun. Folglich ist die Nahbegegnung von Mond und Mars nicht nur über Berlin zu sehen gewesen, sondern überall auf der Welt, wo Nacht war und der Mond über dem Horizont stand." Kurzum, überholt und faktisch nicht ganz korrekt. Was soll das? Um so mehr ist es eine ´Überraschung´ als ich gegen 23 h dann mal auslotete, ob die Meldung vom "Mars und Mond über BERLIN" überhaupt jemand in der restliche Republik interessierte. So warf ich zunächst Paperball.de an und wurde verblüfft: Zwischen ´Aachener Nachrichten´ über die ´Heilbronner Stimme´ bis über den ´Kölner Stadtanzeiger´ bis zu den ´Passauer Neueste Presse´ und Stern.de hatten zugegriffen, genauso wie RTL II. Google-News warf etliche zusätzliche Quellen hierfür aus: ´N-TV´, ´Backnanger Kreiszeitung´, ´Offenbach Post´, ´Münchner Merkur´ oder ´Reutlinger General-Anzeiger´. Die Yahoo-Nachrichten wiesen ziemlich genau das selbe Resultat aus um zu berichten, dass die beiden Körper in den nächsten Nächten über BERLIN zu sehen sind. War also schon für die Redaktionen ein großes Thema (im Sinne um zu meinen, dass dies für die Leserschaft interessant sein werde), weswegen sie entschieden die Agentur aufzugreifen. Die Sterngucker werden sich sinnlos die Augen ausgucken.
Nachrichten im Wandel der Zeit. Obige Zeilen stellte ich auch in diversen Foren als Medienkritik ein, und binnen Stunden wurde diese beim AKM-Forum von einem Verantwortlichen kommentarlos getilgt.
Gewitter in Eckernförde So war der Betreff einer eMail am 8.1.06 von Frank Möller aus Hamburg (1). Er führte aus: >Aufgrund Ihrer gelegentlichen Präsenz in der Astronomie-Mailingliste bin ich mit Ihrer Tätigkeit als UFO-Entzauberer bestens vertraut. Köstlich fand ich kürzlich Ihre Schilderung des Kontakts zur Bildzeitung. Es ist schon unglaublich dreist, wie so ein Redakteur funktioniert. Ich möchte fast sagen: So einer kommt vom andern Stern... Ich schreibe aber aus einem anderen Grund. Und zwar gehe ich davon aus, dass Sie immer an der Schilderung von Naturphänomenen interessiert sind, um bei bestimmten Anfragen kompetente Antworten geben zu können. Daher erzähle ich Ihnen folgende kleine Begebenheit: Am Abend des 27. Dezember 2005 war ich zusammen mit meinem Vater im Auto auf Landstrassen in Schleswig-Holstein zwischen der Schleibrücke bei Lindaunis und Eckernförde unterwegs. Es lag Schnee, und die Fahrt durch die einsame Dunkelheit wurde ab und zu durch teilweise heftiges Schneegestöber beeinträchtigt. Ja, zugegeben, so fangen einschlägige Hollywood-Filme an. Und in der Tat: ganz unvermittelt war der gesamte Horizont (vor uns lagen in diesem Moment Ackerflächen in einer weiten Niederung) hell und gelb-weiß erleuchtet; kein Flackern und kein bläuliches Licht wie bei einem Gewitter, sondern angeknipst wie eine riesige Zimmerbeleuchtung. Nach einer Sekunde wurde diese von vorn kommende Beleuchtung ebenso plötzlich wieder abgeschaltet, auf einen Schlag, so wie sie gekommen war. Danach kam nichts mehr.
(1) = Wie Michael Hammer-Kruse noch nachreichte: "Frank Möller ist der Autor von >Besser ausgerüstet als Gelileo Galilei<, ein einführendes Buch aus dem Oculum-Verlag über kleine Amateurfernrohre und was man damit machen kann und was man nicht von ihnen erwarten darf."
Weil es gerade so schön passt. Weitere interessante Impressionen zu optisch-atmosphärischen Erscheinungen diverser Art, Herkunft und Natur unter: http://ukazy.astro.cz/gallery.php
UFO-Alarm während Hochzeit durch Laserlichtshow War die Headline des ´The Scotsman´ an jenem Montag, den 9.Januar 06. Eine Reihe von UFO-Sichtungen war sonach am vorausgehenden Samstag-Abend aufgrund einer Hochzeitfeier mit Laserlichtshow im Dalhouse Castle Hotel nahe Bonnyrigg in Midlothian proviziert worden. Polizei und Radiostationen wurden mit Anrufen überflutet, weil die Menschen seltsame Lichter ind Lichtgestalten am Himmel auszumachen. Ein Sprecherin der Polizei: "Zunächst waren wir eine Weile deswegen aufgebracht, aber dann stellte es sich als Lasershow während einer Hochzeitsfeier heraus..."
Geheimnisse der Weltraumeroberung - SKYLAB und Area 51 Die Eroberung des Weltenraumes durch den Menschen und durch die raumfahrtbetreibenden Nationen ist in unseren Tagen nicht mehr so das große Abenteuer wie noch vor Jahrzehnten. Dennoch, so manches Geheimnis aus der Raumfahrthistorie ist ganz spannend aufzudecken. So berichtete ´The Space Review´ am 9.Januar 2006 in einem Beitrag von Dwayne A.Day zum Thema "Astronauts And Area 51: The Skylab Incident" aufregende Nachrichten ( http://www.thespacereview.com/artic... ).
Um was geht es? Die Existenz von Area 51 am Groom Lake von Nevada wäre beinahe durch nicht-eingeweihte US-Astronauten während des amerikanischen SKYLAB-Programms verraten worden. Anfang 1974 hatten die Astronauten an Bord der ersten US-´Raumstation´ SKYLAB (eine nicht genutzte und leergepumpte bzw innen für die neue Nutzung umgebaute Saturn-V-Trägerrakete aus dem Apollo-Mondlandeprogramm) ihre Kamera aus dem Fenster gehalten und die Erdoberfläche fotografiert - und dabei Bilder einer US-Einrichtung aufgenommen die es gar nicht geben soll und auf keiner Landkarte verzeichnet war. Als sie zur Erde zurückkehrten und das Bildmaterial entwickelt wurde, sorgte es bei der NASA schnell für Kopfschmerzen, einfach weil es tatsächlich seit Beginn des US-Raumflugs für die Astronauten klare Anweisungen gab diese oder jene Gegenden NICHT zu fotografieren. Und doch hatten sie es in diesem Fall getan! Der CIA und das Verteidigungsministerium hielten deswegen den Atem an. Am 19.April 1974 erhielt der damalige CIA-Direktor William Colby ein Memorandum vorgelegt und wurde dort auf "ein kleines Problem" aufmerksam gemacht. Betroffen war die dritte und letzte SKYLAB-Crew, welche am 16.November 1973 in den Orbit gestartet war - Gerald Carr, Edward Gibson und William Pogue. Alles NASA-Astronauten-Frischlingen. Carr ein ein Navy Commander, Pogue ein Air Force-Flieger aus dem ´Thunderbirds´-Team und Gibson ein Wissenschaftsastronaut der Ingenieurswissenschaften. Und während ihrer Arbeiten hatten sie zufällig Bilder von der Geheimanlage am Groom Lake aufgenommen. Nach 84 Tagen im Weltgraum kehrten sie am 4.Februar 1974 mit ihrer brisanten Fotofracht zur Erde zurück und wurde 280 Kilometer südwestlich von San Diego in ihrer gewasserten Raumkapsel geborgen, an Bord der USS New Orleans gebracht, wo sie ihr Material der NASA übergaben.
Seit Beginn das Gemini-Programms gab es zwischen NASA und der US-Geheimdienstgemeinde ein Übereinkommen wonach alle Astronautenbilder von der Erde zunächst erst einmal vom National Photographic Interpretation Center im Gebäude 303 der Navy Yard von Washington, DC begutachtet werden sollten ehe man das Material der NASA endgültig übergab. NPIC (ausgesprochen "En-Pick") war damals eine Organisation unter der Führung der CIA, welche Satelliten- und Luftaufnahmen auszuwerten bzw zu interpretieren hatte. Die Details der Übereinkunft mit der NASA blieben lange Zeit geheim. Aber das Ziel der Geheimdienste war festzustellen, ob die Astronauten Fotomaterial aufgenommen hatten, welches der eigenen Fernaufklärung (= Spionage) dienlich sein könnte. Auch wenn die Ergebnisse seit Gemini nicht gerade diesbezüglich berauschend waren, so gab es doch ein paar interessante Bilder. Aber insgesamt war dies wenig erfolgreich, weswegen die USAF ihr eigenes ´Manning Orbiting Laboratory´-Programm andachte. Aber es gab noch einen anderen Grund warum der CIA einen ersten Blick auf die Astronauten-Bilder werfen wollte - dort könnten ja Aufnahmen vorhanden sein, die der feindlichen Aufklärung dienlich sein könnten. Solche wie vom Groom Lake. NPIC hatte vorher schon alle ´Images´ von Groom aus den eigenen Spionage-Satellitenfilmen entfernt und ein geheimen Kammern versteckt, nur damit nicht zufällig eigenes unauthorisiertes Personal dies zu Gesicht bekäme. Nur wenige Fotoanalysten des NPIC hatten die notwendige "clearence" wirklich alle Bilder zu sehen. Dies galt auch für Aufnahmen von U-2-Testflügen, Drohnen-Einsätzen und abkassierten sowjetischen Kampfflugzeugen die dort testgeflogen wurden. Der normale Fotoanalyst wusste wohl das U-2 und Blackbird am Groom zu sehen waren, aber wenn dort eine B-52 mit Drohnen oder eine MIG-21 am Boden stand, sollte es jenen nichts angehen.
Warum die SKYLAB-Astronauten nun trotzdem ein Bild vom Groom Lake anfertigten ist unklar, zu vermuten ist aber dass der AF-Pilot Pogue nur ein Erinnerungsfoto davon machen wollte - und zwar weil er selbst an der Nellis AFB dort seine Trainingseinsätze flog und man damals die abgeschirmte Area 51 nur "the box" nannte und jeder verboten bekam in deren Luftraum einzufliegen. Damit wird auch deutlich, dass die Astronauten selbst mit der Sache nicht angegangen wurden und man sie wohl auch deswegen heraushielt, weil dies zuviel Staub aufgewirbelt hätte. Egal was der Grund war, die Aufnahme alleine sorgte für Aufregung bei den Geheimdiensten. Das CIA-Memo an Colby vermerkte, dass das Foto intern durch die Agency-Kanäle gegangen war und man nun auf einen Beschluss warte, wie man damit umzugehen hat - da es bisher diesbezüglich keinerlei Anweisungen gab da niemand jemals daran dachte, dass dieser Sonderfall auftreten könnte. USAF, NRO, JCS und ISA wollten das Bild vor der Öffentlichkeit zurückhalten während die NASA und sogar das Außenministerium es freigeben wollten. Es gab also zwei Ansichten dazu, die beteiligten Behörden verkomplizierten dies nun alles. Colby beschloss den Deckel draufzuhalten (1) und der Fall wurde bis heute geheimgehalten. Inzwischen aber sind die Dokumente zum Vorfall durch die CIA freigegeben worden und damit kam die Geschichte ans Licht.
(1) = Seine Begründung war: "Solange jedenfalls bis die USSR solche Bilder selbst mit ihren eigenen Satelliten aufgenommen hat." Gleichsam fragte er sich, ob das Bild viel hergibt und wirklich etwas zeigt, was man geheimhalten soll, andererseits könnte es Fragen aufwerfen, welche Art von "klassifizierter USAF-Arbeit" dort auf dem Gelände betrieben wird. Um unangenehmen Fragen da wie dort aus dem Weg zu gehen, wurde die Geschichte als geheimzuhalten eingestuft. Dazu muss man auch die Einstellung des Geheimdienstes kennen. Ein Beispiel ist das National Reconnaissance Office (NRO), über welches 1971 erstmals in einem Artikel der ´New York Times´ erwähnt wurde, aber dessen Existenz die USA erst im September 1992 bestätigten. Selbst Geheimnisse die jeder kennt werden so lange wie möglich bewahrt.
Geheimnisse zu bewahren bis es nicht mehr geht, dies gilt auch für den Groom Lake selbst. Dabei ist dessen Existenz nebst dem Ausbau des Flugplatzes dort seit seines Ausbaus bekannt. Wenig bekannt wurde dies dennoch. So gibt es hiervon zwei Luftbildaufnahmen der US Geological Survey aus den Jahren 1959 und 1968, die zwar in öffentlichen Archiven auslagen, welche aber erst viele Jahre später als das erkannt wurden was sie zeigten. 1999 erst gab die USAF bekannt, dass die "Area 51" wirklich existiert. Inzwischen hatten längst sowjetische Spionagesatelliten des Gebiet in höchster Auflösung fotografiert gehabt.
Insgesamt aber macht dieses Thema hier einen bemerkenswerten Punkt auf, nämlich die Frage WARUM Astronauten-Fotos "konfisziert" worden sind. Entsprechende Gerüchte-Geschichten gehen ja tatsächlich in der UFO-Szene um!
Kometenkapsel kehrt zur Erde zurück! Am 9.Januar 06 machte Joel Carpenter auf der Project 1947-Liste darauf aufmerksam, dass die Reentry-Rückkehr der "Stardust"-Sonde für den 15.Januar angesagt ist. Die Sonde sammelte Proben des Kometen ´Wild 2´ ein und bringt sie zur Erde zurück. Laut AP sei für die Menschen im amerikanischen Westen damit ein prächtiges Lichtschauspiel verbunden. Das Sonde soll mit 29.000 km/h in die Erdatmosphäre eintreten und dann schließlich an Fallschirmen über Utah´s Dugway Proving Ground niedergehen. Zuvor aber soll sie über Nord-Kalifornien, Oregon, Washington, Idaho, Nevada und Utah zwei Stunden nach Mitternacht (Ortszeit) als brillianter, glühender meteorartiger Funkenstreifen erscheinen. Den NASA-Berechnungen nach soll entlang der Interstate 80 in Nevada die beste Beobachtungslage gegeben sein. Die Sichtdauer etwa 90 Sekunden. Ein NASA-Team wird in einer DC-8 den Flug begleiten - und versuchen aufzuzeichnen sowie live über den NASA-Kanal zu übertragen. In Deutschland wird dies wohl gegen 11 h sein, also eine komfortable Zeit für uns in Old Germany um bei CNN oder BBC-World reinzuschauen und die Videorekorder scharf zu halten, wenn spektakuläre Aufnahmen entstehen sollten. Mehr Infos unter: http://www.nasa.gov/mission_pages/s... http://www.nasa.gov/centers/ames/re... http://reentry.arc.nasa.gov/conditi... Besuchen Sie auch http://spaceweather.com wo es sogar Tipps für Amerikaner gibt, wo man die besten Chancen für das Viewing hat.
Obiges war kurz vorab auf dem CENAP-UFO-Newsticker gesetzt worden. Übrigens hieß die Rakete mit der SF-Roman-Serienheld ´Perry Rhodan´ einst in der gleichnamigen Romanserie mit Nr.1 auch Stardust (Romantitel "Unternehmen Stardust", erschienen 1964). Der Niedergang der Kapsel selbst war nach den live-Bildern nicht ganz so spektakulär und wurde mit einer FLIR-Wärmebildkamera aus dem NASA-Flugzeug heraus übertragen. Jenseits dessen hatte die Maschine aber vorher das meteorartige Eindringen der Kapsel in die Erdatmosphäre auch aufgezeichnet gehabt und entsprechend spektakuläres Bildmaterial stand auch bei Spaceweather.com zur Verfügung. Verschiedene US-Zeitungen wie die ´Salt Lake City Tribune´ publizierten danach auch Amateuraufnahmen des "Stardust´-Meteors. Im Gegensatz zum Crash der ´Cassini´-Sonde eineinhalb Jahre zuvor war ´Stardust´ sauber gelandet bzw aufgekommen. Besonders gespenstisch sah es aus wie die Sonde dann wie eine kleine ´Fliegende Untertasse´ nächtlings auf dem Wüstenboden auflag und via Hubschrauber geborgen wurde. Wie ich erst am 3.Februar 06 erfuhr, hatte die DC-8 der NASA den STARDUST-Reentry selbst mit der Wärmebildkamera gefilmt - und dies live übertragen. Es waren wahrhaft spektakuläre Filmaufnahmen! NUR - kein Sender hat die jemals gezeigt - obwohl sie im Nachrichtenpool auflagen. Wieder einmal ein typischer Fall von medialem Versagen. Begreife es wer will, ich jedenfalls mal wieder nicht. Die NASA hat den Clip unter http://stardust.jpl.nasa.gov/anim/s... abgelegt (Achtung: 6,1 MB!).
Auf zu neuen Horizonten - Plutosonde "New Horizons" Am Dienstag, den 17.Januar 06, wollte die NASA dann den weitesten Start ins Weltall mit der Raumsonde "New Horizons" durchführen - mit dem "schnellsten Raumschiff seither". Erstmals sollte eine Raumsonde konkreten Kurs auf den bisher fernsten Planeten des Solarsystems, Pluto, nehmen - um ihn 2015 zu erreichen. Wieder mit einer gehörigen Portion an Plutonium an Bord (als Kraftstoffzelle für den Betrieb der Sonde). Doch der Start verzögerte sich immer wieder und wurde schließlich um 24 Stunden verschoben. Und dann noch einmal um einen Tag. Am Donnerstag, den 19.1.06, ging Punkt 20 h MEZ dann die Trägerrakete in den blauen Himmel Floridas ab. Nachgereicht: Pluto wurde erst 1930 durch den Astronomen Clyde Tombaugh entdeckt, welcher 1997 im Alter von 90 Jahren verstarb. Seine 93-jährige Frau Patricia war während des Starts der Rakete mit der Sonde an ihrer Spitze anwesend, begleitet von ihrer Tochter und deren Mann. Grund: Ein Teil von Tombaugh´s Asche war an Bord des Raumschiffs. Patricia: "Mein Mann wäre am 4.Januar 100 Jahre alt geworden. So ist es schön, wenn er in dieser Form doch noch an dieser Mission teilnehmen kann."
Bleiben wir noch in fernen kosmischen Welten. Am 26.Januar 06 wurde von der Entdeckung eines weiteren Exo-Planeten unter einer anderen Sonne berichtete und bei SpiegelOnline.de fand sich an dem Tag dieser Bericht unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/... : >PLANETENFUND: Forscher wollen bis 2010 fremdes Leben finden Mithilfe mehrerer Teleskope haben Astronomen den bislang kleinsten erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems aufgespürt. Manche glauben, dass noch in diesem Jahr ein echter Zwilling der Erde gefunden wird, der gute Bedingungen für Leben bietet. Sein Name klingt nicht gerade attraktiv: OGLE-2005-BLG-390Lb taufte ein internationales Forscherteam den kleinsten Planeten, der bislang außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurde. Der Exoplanet kreist im Sternbild Schütze außerhalb unseres Sonnensystems um einen Stern, berichten die Astronomen im Magazin "Nature". Der Planet sei etwa fünfeinhalb Mal so schwer wie die Erde und verfüge über eine mit Eisseen bedeckte felsige Oberfläche. Die Temperaturen liegen Schätzungen zufolge bei rund minus 220 Grad. Damit sei es dort ähnlich frostig wie auf dem Eiszwerg Pluto am Rande unseres eigenen Sonnensystems, berichten die Forscher. Das mache Leben auf dem neu entdeckten Himmelskörper unwahrscheinlich, erklärte Pascal Fouqué vom Astrophysikalischen Labor von Toulouse und Tarbes. Die Entdeckung zeige jedoch, dass Planeten von solcher Größe in "wohnlichen Regionen" durchaus häufiger anzutreffen seien, sagte Stephen Kane von der University of Florida. Keith Horne von der St. Andrews University glaubt sogar, dass ein tatsächlich erdähnlicher Planet schon bald gefunden werden könnte. Sauerstoff in einer Atmosphäre, und damit Indizien für außerirdisches Leben, könne man möglicherweise schon in diesem Sommer nachweisen. "Ich tippe jedoch auf das Jahr 2010." Der jetzt entdeckte Exoplanet wurde mit Hilfe einer für die Planetenjagd relativ neuen Technik aufgespürt, dem sogenannten Mikro-Gravitationslinseneffekt. Dabei verrät sich der normalerweise in keinem irdischen Teleskop sichtbare Planet durch seine Schwerkraft, die das Licht eines dahinter liegenden Sterns beugt, wenn er zufällig vor diesem vorbeizieht. "Das ist der dritte Planet, den wir mit diesem Linseneffekt gefunden haben", sagte Horne. Die Methode ermöglicht, auch Planeten aufzuspüren, die deutlich kleiner seien als bisher bekannte Exoplaneten - möglicherweise sogar solche, die nur ein Zehntel der Größe der Erde haben. An der Entdeckung des mehr als 20.000 Lichtjahre von der Erde entfernten Planeten waren Forscher aus 32 Ländern, unter anderem auch aus Deutschland, beteiligt. Rund 170 Exoplaneten sind bislang bekannt. Die meisten davon haben sich durch die Schlingerbewegung verraten, die sie ihrem Stern durch die eigene Schwerkraft aufzwingen. Entsprechend sind diese Exoplaneten in der Regel viel größer als die Erde, etwa wie der Riesenplanet Jupiter, der rund 300-mal so viel Masse besitzt wie unser Heimatplanet.<
Gigantische Zwitter streben in die Lüfte Am 11.Januar 06 wurde ich bei T-Online.de auf diesen Beitrag von Gerhard Hegmann aufmerksam, der von der ´Financial Times Deutschland´ übernommen wurde:
>Größer, schneller, weiter. Das mögen amerikanische Generäle und Ingenieure gern. Besonders dann, wenn es um schweres Gerät geht. Wie bei dem nun geplanten Mischling aus einem Zeppelin und einem Flugzeug. Dieses Hybrid-Luftschiff soll bis zu 500 Tonnen Fracht über gut 22.000 Kilometer Entfernung in weniger als sieben Tagen transportieren. Ermöglichen soll diese Höchstleistungen eine neue Technik. Sie kombiniert die Auftriebseigenschaften eines Flugzeugs mit dem Leichter-als-Luft-Prinzip eines Zeppelins. Überwachungsplattform für Raketenabwehrsystem: Das Projekt "Walrus" der Pentagon-Entwicklungsbehörde Darpa ist das derzeit spektakulärste Luftschiffprojekt, das staatlich finanziert wird. Daneben planen die US-Militärs für 149 Millionen Dollar noch den Bau eines extrem hoch fliegenden unbemannten Luftschiffs. Es soll bis spätestens 2011 in 20 Kilometern Höhe als Überwachungsplattform für das Raketenabwehrsystem der USA operieren. Cargolifter ist gescheitert: Die Beispiele zeigen, dass vor allem die USA das Leichter-als-Luft-Prinzip beim Flugzeugbau fördern. Seit Jahren gibt es immer wieder Visionen solcher Projekte, was häufig als Renaissance der Technologie gewertet wird. Doch viele kommerzielle Modelle wie der deutsche Cargolifter sind gescheitert oder fristen ein Nischendasein. Kosten bis vier Milliarden Dollar: Die Entwicklungskosten für ein Hybrid-Luftschiff dieser Leistung betragen nach einer Studie für den US-Kongress etwa drei bis vier Milliarden Dollar. Dabei sei selbst dieser hohe Betrag unsicher, heißt es mit dem Verweis auf das deutsche Cargolifter-Projekt: Das 2002 bereits in der Entwicklungsphase gescheiterte deutsche Lastenluftschiff für 160 Tonnen Nutzlast kostete bis zur Pleite schon fast 400 Millionen Dollar. Zwei Teams im Wettstreit: An dem Walrus-Projekt arbeiten derzeit zwei Industrieteams. Die Entwicklungsagentur Darpa wählte Ende August den größten US-Rüstungskonzern Lockheed Martin sowie das kalifornische Luftschiffunternehmen Aeros Aeronautical Systems aus einer breiten Bewerberschar aus. Wie Darpa-Sprecherin Jan Walker sagte, sollen sie "binnen zwölf Monaten im Wettbewerb das beste Konzept und Design entwerfen". Die US-Militärs wollen ein zuverlässiges und schnelles Transportmittel, um Hunderte Soldaten und schweres Gerät weltweit an jeden Ort zu befördern. Rennen ist offen: Der Sieger aus dem Konzeptwettstreit soll am Ende einen Prototyp bauen. "Noch steht nicht fest, welche Luftschifftechnologie eingesetzt wird", sagt Darpa-Sprecherin Walker. Möglich wäre beispielsweise ein Starrluftschiff mit einem Gerüst im Innenraum wie beim Zeppelin aus Friedrichshafen. Oder mit einem festen Kiel und aufgeblasener Hülle (Blimp) wie beim Cargolifter. "In etwa drei, vier Jahren könnte der Demonstrator fliegen", sagt Walker. Entladen ohne Gewichtsausgleich: Zu den Anforderungen gehört, dass das Luftschiff ohne Gewichtsausgleich auf der Erde entladen werden kann. Dies wäre eine komplett andere Technologie als sie beim Cargolifter geplant war. Das deutsche Luftschiff sollte, von Seilen gefesselt, über dem Frachtabsetzpunkt schweben und als Ausgleich für das Frachtgewicht bis zu 160.000 Liter Wasser tanken. Walrus hingegen soll "als Hybrid-Luftschiff den Auftrieb aus einer Kombination aus Aerodynamik und Gasauftrieb gewinnen", erläutert Walrus-Programmchef Preston Carter. Zivile Einsatzmöglichkeiten: Zu dem Forderungskatalog gehören auch Senkrechtstart- und -landefähigkeiten. Die US-Firma Millennium Airship plant daher spezielle schwenkbare Triebwerke. Millennium sieht auch zivile Einsatzmöglichkeiten für einen Himmelslaster (Sky-Freighter). Enormer Aufwand für Auftriebsregulierung: Auf große technische Herausforderungen beim Bau eines Hybrid-Luftschiffs verweist der deutsche Luftschiffexperte und Vorstand der Wiesbadener LTA-Technologie, Ingolf Schäfer. "Das Auftriebsverhalten zwischen einem Flugzeug und einem Luftschiff ist ganz unterschiedlich. Daher muss ein enormer Aufwand für die Auftriebsregulierung betrieben werden." Gigantische Ausmaße: Noch stehen die genauen Ausmaße des Walrus-Luftschiffs nicht fest. 300 Meter lang, 90 Meter breit und bis zu 220 Stundenkilometer schnell, heißt es in der im September 2005 abgeschlossenen Studie für den US-Kongress. Zum Vergleich: Die USS "Akron", 1931 das größte Luftschiff der Welt und fliegender Flugzeugträger, war 239 Meter lang - bei 40 Metern Durchmesser. Der Cargolifter war mit 260 Metern Länge und 65 Metern Durchmesser geplant. Und der 1937 verunglückte Zeppelin "Hindenburg" maß 245 Meter.< Externe Linkshttp://www.kleinezeitung.at/nachrichten/regionen/kaernten/klagenfurt/artikel/_753793/in...http://ukazy.astro.cz/gallery.php http://www.thespacereview.com/article/531/1 http://www.nasa.gov/mission_pages/stardust/main/index.html http://www.nasa.gov/centers/ames/research/exploringtheuniverse/stardust.html http://reentry.arc.nasa.gov/conditionsstardust.html http://spaceweather.com http://stardust.jpl.nasa.gov/anim/stardust_reentrya.mov http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,397377,00.html |
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