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09.03.2007


    
Das UFO-Phänomen und sein Problem: Wenn alles durcheinander läuft

Keiner weiß wirklich Bescheid und damit setzt sich der UFO-Mythos unbegründet fort, ein aktuelles Beispiel zeigt dies klar und deutlich auf...

Am Mittwoch, den 7.März 2007, berichtete der ´Evansville Courier Press´ unter der Headline "Police: ´UFO´ probably a plane" folgende Story: Am vorausgehenden Sonntagabend sei ab 18:30 h laut einer Berichterstatterin aus dem Warrick County nach ein "strange object" am südöstlichen Himmel aufgetaucht, welches grün-weißes Licht von sich gab als es am Himmel in Richtung Yankeetown und Red Bush ´schwebte´. Doch die Beamten glaubten nicht daran, dass diese Erscheinung "out of this world" war. Chief Deputy Brett Kruse konnte das Objekt ebenso nach der eingehenden Meldung aus seinem Wagen heraus für 15 Minuten sehen und schätzte es als ein Flugzeug aber nicht als >Fliegende Untertasse< ein. Er fuhr so zur Wohnung der Zeugin und als er nach weiteren zehn Minuten dort ankam, war von dem Objekt nichts mehr zu sehen. Zwei Tage später berichtete die gleiche Zeitung unter "No UFOs, but a pair of close meteor encounters" dies aufgrund der Meldung eines anderen Lesers: "Die UFO-Geschichte erinnert mich an Besucher aus dem Weltraum, die ich zwei Mal bereits gesehen habe." Kurzum: Feuerball-Meteore. Doch so einfach ist es ja ganz klar zum aktuellen Fall auch nicht! Ein bisserl Nachdenken hätte da schon geholfen. Prächtige Feuerkugel-Sichtungen sind maximal für ein paar Sekunden anhaltend und die Objekte schweben (= stehen still) am Himmel, sondern rasen quer durch ihn hindurch. Dies ist einfach der physikalische Parameter - auch in Evansville, Illinois, wo einst Hynek sein Center for UFO Studies (CUFOS) betrieben hatte und dann mit neuer Besetzung wegzog. Was man hier sehen konnte war einfach Ohnmacht der Presse mit der Geschichte sachgerecht umzugehen.

Aber auch die Flugzeug-Erklärung hinkt gewaltig! Natürlich kann ein Flugzeug aufgrund seines Landescheinwerfers und des roten und grünen Flügellichtes in der Dunkelheit bei direktem Anflug wie stillstehend ausschauen, minutenlang. Warum hier aber das rote Licht nicht erwähnt wird bleibt rätselhaft - außer wenn es kein Flugzeug niedrig am Himmel war (so muss es ja gewesen sein, wenn der Deputy Chief es aus seinem Streifenwagen heraus sah). Dagegen spricht zudem die lange Beobachtungszeit von 15 Minuten allein durch ihn selbst! Zwischen Erstsichtung 18:30 h (Beginn der Dämmerung) und dem Entschluß dieses Licht zu melden dürfte auch einiges vergangen sein und selbst dann noch konnte der Polizist das Licht ruhig am Himmel sehen. Da wird einiges an Zeit vergangen sein! Dies allein lässt den in UFO-Dingen erfahrenen UFO-Phänomen-Untersucher an etwas ganz anderes denken, als das, was hier bereits eingebracht wurde: Nämlich an ein astronomisches Objekt. Und welches ist da wegen seiner ´Färbung´ prätestiniert? Freilich der Stern Sirius, wie aus etlichen anderen UFO-Meldungen auch zu sehen ist. Klar ist, dass dies weder Zeugen noch Journalisten wissen können und deswegen im Nebel herumstochern. Ruft man dann aber als erfahrener Untersucher ein astronomisches Planetariums-Programm als Standard-Werkzeug der UFO-Forschung wie mein ´Starry Nights´ auf, so ergibt sich für die gegebene Geografie zur genannten Uhrzeit an jenem Tag und mit der verzeichneten Himmelsrichtung: Nichts weniger als eben der aufgehende Stern Sirius als prominente Himmelserscheinung am Himmel. Bleibt noch der Punkt, wonach das grün-weiße Licht bei Ankunft des ´Chief´ bei der Zeugin nicht mehr zu sehen war. Leider wird auch gar nichts über die Wetterverhältnisse in beiden Artikeln ausgesagt, aber ein ´Verschwinden´ kann schlichtweg nur durch aufziehende Wolken erklärt werden. Wie auch immer, in der angegebenen Himmeslrichtung - und da geht kein Weg vorbei - war einfach der hellste Stern am Himmel sichtbar und der wird sehr gerne als grün-weiß in seiner Farbe geschildert. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

Mittels erfahrungswissenschaftlicher Angehensweise kann also so ein Fall von einem Fachkundigen der Lageklärung nahegebracht werden, auch unter der intellektuellen Fähigkeit assoziative Schlüße ziehen zu können. Dies gehört einfach zur UFO-Phänomen-Erforschung grundlegend dazu, bringt man dies nicht mit ein, kann man alles schlichtweg vergessen und es bleibt beim unqualifizierten Stammtischgeschwätz. Was mich hier nur wundert ist: selbst über die Project 1947-Liste, über die ich zum Fall informiert wurde, kam bisher eine diesbezügliche Überlegung auf - nicht nur dies, sondern überhaupt keine. Dabei ist eine solche Geschichte noch auf dem untersten Level des Forschers angesiedelt und leicht zu ´knacken´.

Zum Sirius-´Problem´ siehe auch: http://deutschland.astronomie.info/...

Externe Links

http://deutschland.astronomie.info/forum/viewtopic.php?t=2829

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