| . | Zurück | C E N A P | |
21.03.2007 |
|||
UFO-Forschung in Amerika: News For UseRückzug, Abschied und Einsichten aus dem weiten Feld der UFOlogie.../Parapsychologie beim Militär
Siehe auch:
Michael D. Hall and Wendy A. Connors: Alfred Loedding and the Great Flying Saucer of 1947 Rose Press, Albuquerque NM, 1998
als E-Book: http://www.nicap.org/loedding/Loedd...
Al Chop starb 2006 in Kalifornien. In Folge der obigen Mitteilung wurde ebenso bekannt, das der ´letzte alte Name´ aus der amerikanischen UFO-Historie aus der Liste der Lebenden gestrichen werden muss. Wie die echten UFO-Phänomen-Erforscher unter uns wissen, war Al Chop Anfang der 1950er Jahre im US-Pentagon so etwas wie vor bald 15 Jahren Nick Pope im britischen Whitehall. Chop war als Zivilangestellter zunächst offizieller Pressesprecher des Pentagon in Sachen >Fliegende Untertassen<. Seine Figur (gespielt von Tom Towers) wurde im 1956er United Artist´s Dokumentar-Kinofilm "UFO" verewigt (der Film wurde bekanntlich vor ein paar Jahren in Cröffelbach gezeigt). Schließlich wurde er sogar Mitglied in Donald Keyhoe´s NICAP, die ´neubelebte´ Internet-Version des alten NICAP finden Sie unter http://www.nicap.org . Hier fungierte er wie die meisten NICAP-´Namen´ im (nur) rhetorisch mächtig daherkommenden "Board Of Governors" als Aushängeschild und hatte selbst mit UFO-Nachforschungsarbeiten oder gar praktischen Feld-Untersuchungen nichts am Hut. Selbst bei den NICAP-Treffen war es mit Chop wie mit einem Geist, er war nie da und viele NICAPler sahen ihn überhaupt erstmals als der Film "UFO" 1965 ins Fernsehen kam. Selbst die ´rechte´ (Richard Hall} und die ´linke´ (Robert Barrow) Hand Keyhoe´s hatten nie wirklich etwas mit Al Chop zu tun - sei es via Telefon oder durch Korrrespondenz. Schickte man als NICAP-Mitglied Chop Briefe, wurden die eher nicht beantwortet. Danach ´hörte´ man von ihm praktisch nichts mehr. In späteren Jahren arbeitet Chop in Sachen PR-Arbeit bei der NASA und war gelegentlich offizieller NASA-Sprecher ("the voice of mission control") während Raketenstarts. Sein Hauptaufgabengebiet war jedoch das Heranführen der Jugend an das Weltraumprogramm und hierfür Werbung zu machen, weswegen die Hörspielserie "Snoopy: The Astronaut" aus den 60ern auf seine Kappe ging. Um so überraschender war es so, als es 1999 Brad Sparks und Thomas Tulien gelang ein Interview mit Chop für Project 1947 ( http://www.project1947.com ) zu führen.
Bleiben wir bei Interviews. Milton Frank vom ´Brazilian Ufologya Center´ interviewte Stanton Friedman, den letzten uneinsichtigen aber um so wackeren ´Roswellianer´. Das Interview wurde am 15.2.07 über UFO Updates - Toronto veröffentlicht. Hieraus erfahren wir: Es war 1958 als Friedman als 24-Jähriger von den >Fliegenden Untertassen< über entsprechende Buchtitel infiziert wurde. Damals war der junger Nuklear-Physiker um für das General Electric Aircraft Nuclear Propulsion Department in Cincinnati, Ohio, Pläne zu schmieden, um ein nuklearbetriebenes Flugzeug zu bauen. Danach zog er nach Kalifornien um, wo er an anderen Nuklearprojekten im Westinghouse Astronuclear Laboratory arbeitete - genauer an Pläne für eine nuklearbetriebene Rakete. Wie wir alle wissen, war das atombetriebene Flugzeug ein Reinfall, ein Flop. Ebenso die Rakete mit Atomantrieb. In dieser Zeit wurde er APRO- und NICAP-Mitglied und begann in den USA herumzureisen, wo er seinen Vortrag "Flying Saucers ARE Real" hielt und damit gut ankam. 1970 war in seinem Beruf nicht mehr viel drin (was man aufgrund der damit verbundenen Pleiten auch verstehen kann) und wurde nun zum beruflichen Vortragsredner mit seinem bereits laufenden ´Programm´ in den ganzen USA und Kanada. Das brachte erhebliche Presse mit sich, weswegen er zum UFO-Fachmann aufstieg und so seine ufologische Karriere begründet wurde. Auch durch das Artikelschreiben für UFO-Kioskmagazine, TV-Auftritte und UFO-Bücher kann er sein Leben bestreiten.
In den 70ern griff er sich das Thema Roswell-UFO-Absturz, konnte seinen Freund Bill Moore davon überzeugen und so bildeten sie das erste Roswell-Untersuchungs-Team. Daraus entstand dann das Buch "The Roswell Incident" mit dem die neue Version der alten Geschehnisse ins Leben gerufen wurde und eine eigene Dynamik entwickelten, um sich immer mehr vom Original zu entfernen, um dafür aber "Akte X"-Qualität zu erreichen. Übrigens erschien das Roswell-Buch, als der Zünder für eine ganz neue Saga, unter den Autorennamen Charles Berlitz und Bill Moore während Friedman fallengelassen wurde und Berlitz selbst nur seinen Namen gegen Honorar hergab und mit der ganzen Angelegenheit gar nichts zu tun hatte. Berlitz war nur eine Promotionmaßnahme. Seither ist Friedman in die Roswell-Geschichte vernarrt und nennt z.B. die beiden großen ´Anti-Dokumentationen´ der USAF dazu "Meisterwerke der Falschdarstellung und Lügen". Mit der Area 51 hat er nichts am Hut und Bob Lazar ist für ihn ebenso ein Lügner und Falschspieler, keineswegs ein Wissenschaftler. Für ihn gehört dies wie in einer "Goofy-Komödie" zusammen. Zumindest in diesem Punkt kann man Friedman zustimmen. Ansonsten sagt er der ´Nachwelt´ nach seinen "49 Jahren von Studium und Untersuchung", "das Außerirdische ganz sicher die Erde besuchen und nur ganz wenige Leute in der US-Regierung dies seit 60 Jahren davon wissen".
Das Interview mit Clas Svahn von UFO Sweden wurde am 10.März 07 vorgestellt. Svahn wurde 1974 von der UFO-Forscher als 16-jähriger Amateurastronom erfasst, nachdem er schon seit ein paar Jahren UFO-Literatur gelesen hatte. Eine wahrer >Fliegende Untertassen<-Fan war er aber nicht, sondern wollte ´nur´ in Erfahrung bringen was wirklich hinter den seltsamen Geschichten über UFO-Sichtungen steht - herauszufinden was wirklich in Sachen UFOs los ist. So schloss er sich der 1970 gegründeten Vereinigung UFO Sweden mit Zentrale in Sundsvall an, http://www.ufo.se . Zusammen mit Anders Liljegren von der AFU untersuchte er über viele Jahre hinweg das Phänomen der skandinavischen Geister-Raketen von 1946. Ausgangspunkt hierfür waren die Unterlagen dazu aus schwedischen Militärarchiven. Davon waren wohl die meisten Sichtungen "Misinterpretationen von natürlichen Objekten, Meteoren". Ebenso untersuchte Svahn den ganz großen skandinavischen Kontaktler-Fall um Gosta Carlsson. Am Ende die Lösung: Carlsson´s Erlebnisse geschahen nicht in unserer physikalischen Welt, sondern in seiner eigenen Seelenleben-Welt. Heute weiß Svahn, dass das UFO-Enigma keine Einzelerklärung hinsichlich seiner Auflösung mit sich bringt, sondern die Herkunft und Natur von UFO-Meldungen "mulitkausal" ausfällt. Es gibt nicht EIN UFO-Phänomen, sondern viele Ereignisse individueller Natur und Herkunft werden als EIN Phänomen missverstanden - woraus sich das UFO-Problem ergibt. Wer dies nicht bewusst begreift wird immer damit ein eigenes Problem haben. Ob es ein UNERKLÄRLICHES Phänomen namens U.F.O. in der physikalischen Welt gibt, kann Svahn auch nach 30 Jahren und sorgfältigen Untersuchungen nicht sagen. Mit der Extra-Terrestrischen Hypothese (ETH) kann er sich bis heute nicht anfreunden, weil dazu er selbst viel zu viele der zunächst toll-klingenden UFO-Sichtungen als banale IFOs aufklärte, auch wenn die Zeugen Stein und Bein geschworen haben, da etwas total jenseits von unserem Alltag auf Erden gesehen zu haben und auch fast alle Menschen in der UFOlogie sich nur dafür interessieren um über "Aliens" zu diskutieren ohne wirklich je eine große Anzahl von eigenen Untersuchungen zu konkreten Meldungen durchführten. Deswegen hält er sich heute auch aus fruchtlosen UFO-Diskussionen heraus. Ansonsten hat er abschließend eine bittere Pille parat, gerade auch weil es ebenso bei seiner UFO-Gruppe einige noch unerklärte UFO-Meldungen gibt:
"Echte UFOs sind sehr selten und bisher auch kein Beweis für eine reale Existenz von irgendetwas, man fand nur noch keine Lösung für diese Fälle aus verschiedenen Gründen. Die grundsätzliche große Gefahr ist dabei, dass die wenigen verbleibenden noch-ungeklärten Fälle wahrscheinlich nicht sauber durchuntersucht wurden, mangelhafte Recherchen stattfanden und es irgendwo Fehler gab. Entweder in der objektiven Sichtungsbewertung oder in der subjektiven Bewertung hinsichtlich es Melders/Zeugen. Praktisch jeder ernsthafte UFO-Fall-Untersucher hat so schon IFOs als UFOs durchgehen lassen, dies kommt vor wie spätere Fallbewertungen aufgrund neuer Informationen immer wieder zeigen und der Status ´echter UFO-Fall´ wieder zurückgenommen wird. Jeder verantwortungsvolle UFO-Phänomen-Erforscher geht mit dem Stempel ´echtes UFO´ sehr sorgfältig um und wenn er aufgrund seiner Erfahrungen dabei noch ein Grummeln im Bauch hat, um so besser. In diesem Sektor ist nur eines sicher: Alles ist unsicher. Deswegen darf sich niemand einen Fall zu sehr in der Seele verankern lassen, insbesondere dann nicht weil man dann geneigt ist weiterhin deswegen ´blind´ zu sein. Genauso schlimm ist es, wenn man irgendeine Art Freundschaft mit einem UFO-Melder schließt, ab dann verteidgt man nicht nur seine berichtete Erfahrung, sondern ihn selbst - und ab da will man auch die Fakten nicht mehr sehen. Selbst bisher noch unerklärte UFO-Meldungen stehen für ein unidentifiziertes Flugobjekt und für mehr nicht. Dies wird allzu schnell vergessen. Die weltweite UFO-Nachforschungserfahrung zeigt nämlich, dass die UFO-Lieblingsfälle schneller weg vom Fenster sind als man hofft. Selbst die meisten in den UFO-Büchern als echte UFOs vorgestellten Fälle sind IFO-Geschichten, auch wenn man es Ihnen nicht sagte oder es gar vor Ihnen verheimlichte. Mein Tipp, wenn Sie sich mit UFOs beschäftigen: ´Kill your darlings!´. Seriöse UFO-Phänomen-Erforschung hat nichts damit zu tun ´UFOs´ oder UFOlogie zu verteidigen, sondern die Wahrheit herauszufinden. Und dies ist ein schmerzhafter Weg, weil alle ihre urspünglichen Vorstellungen zum Thema sich dabei erledigen werden - und zwar als falsch erledigen werden. Viele von uns haben als treue UFOlogie-Fans begonnen und begegneten dann in Anbetracht der Fakten unerwartete Antworten..."
Thomas Eddie Bullard kam als nächster Interviewpartner von Milton Frank an die Reihe, das Interview wurde am 17.März 07 vorgestellt. Bullard ist ein Kind der "Alien Invasion"-Filme der frühen 1950er Jahre, der SF- und Superhelden-Comics aus seiner Kinderzeit. Als 8-Jähriger las er dann von den UFOs in den Zeitungen von 1957 in Folge des Sputnik-Schocks. Da begann die Faszination und der Weg zu FATE-Magazine und Ray Palmer´s ´Flying Saucers´ war nicht mehr weit - und von da hin zu den Büchern Keyhoe´s, welche Eddie in der öffentlichen Bibliothek verschlang. Mitte der 60er wurde er Mitglied bei APRO und NICAP nachdem er schon etliche Ordner voller Zeitungs- und Illustriertenartikel angesammelt hatte. Damit begann für ihn seine "UFO-Lehre". Heute ist er bei MUFON, CUFOS un d dem Fund for UFO Research. Schließlich blieb er bei den Geschichten von Menschen hängen, die erklären Entführte von Aliens aus UFOs zu sein. Zumindest als irgendeine Art von persönlicher Erfahrung sieht er derartige "Alien-Abductionen" an. Aber ob diese dann auch Erfahrungen aus der echten Welt - so wie wir sie alle erleben - sind, dafür mag er nicht die Hand ins Feuer legen - auch wenn viele dieser Erfahrungen mit Überzeugung und Emtionen rübergebracht werden. Aber Menschen die von ihren eigenen Fantasien besessen sind reagieren genau so. Trotzdem, für ihn ist da irgendetwas dran, auch wenn er sich nicht als ´Gläubigen´ in Sachen Entführungen hält. Für ihn haben unterschiedliche Menschen so etwas wie die selbe Art von Erlebnissen, die etwas mehr sind als nur Imgainationen. Dies basiert für ihn auf seinen Textstudien der Fallbeschreibungen, wo er eben zuviele ´Muster´ sieht, die er nicht dem Zufall zuschreiben kann. Mehr kann er auch nicht sagen, außer davon auszugehen, dass diese Geschichten unterhalb unserer Allerwelt-Erfahrung liegen, aber oberhalb der reinen Fantasie oder des Schwindels.
Dennoch plagen ihn auch Zweifel ob der Realität dieser Erfahrungen, weil trotz all der Überwachungskameras noch nie eine glaubwürdige und überzeugende Entführung festgehalten wurde; sich bisher trotz aller gegenteiliger Beobachtungen noch kein ´Implantat´ als wirklich echt im Sinne einer außerirdischen Sonde etc herausstellte. Und überhaupt ist der überzeugende physikalische Beweis für das Wirken Außerirdischen, und dies obwohl sie trotz aller UFO-Berichte hier dem Menschen so nahe wie nirgends kommen, genauso Null. Gleiches gilt für Behauptungen über ´missing-fetus´-Storys etc - auch hier gibt es bis zum heutigen Tag keinerlei akzeptabler Nachweis. In vielen Teilen sieht Bullard auch "psychological causes rather than alien activity" in diesem Thema gegeben. Zudem machen der Logik nach viele der Entführungen auch für potenzielle Aliens gar keinen Sinn. Es gibt viel zu viele Geschichten um Entführungen, "but no hard evidence". Zudem gibt es überhaupt keinen Fortschritt in der ganzen Thematik: "This lack of progress (ours and theirs) characterizes the history of a belief but not the history of discovering a real-world phenomenon." Trotzdem, "irgendetwas mag wirklich geschehen". Und es mag so wie mit den >Fliegenden Untertassen< am Ende sein, es ist alles "Lost in the Myths" im sozialen und kulturellen Verständnis unserer eigenen Zivilisation, in der sich "Wahrheiten" schon etablieren können, indem man einfach Inhalte eines gar komplexen Glaubens-Systems oft genug und breit angesetzt wiederholt ausbreitet - so können Mythen als ein sich selbstbestätigendes Element aufgrund der menschlichen Befriedigung seiner eigenen Wünsche und Bedürfnisse in die Welt springen. Also, den Geist aus der Flasche lassen. Deswegen wahrscheinlich auch Bullard´s eigene eingestandene Konfusion zum ganzen Themenkreis.
===
Und schließlich am Rande noch etwas zum Thema "Parapsychologie beim Militär":
"Das britische Verteidigungsministerium startete Anfang November 2001, als man bereits vermutete, dass Bin Laden in die Höhlensysteme von Tora Bora geflohen sein könnte, ein geheimes parapsychologisches Projekt mit Hellsehern, das bis Ende des Jahres dauerte. Wie aus dem über das Informationsfreiheitsgesetz erhaltenen, 120 Seiten umfassenden Bericht des Verteidigungsministeriums hervorgeht, wollte man herausfinden, ob Menschen "Fernsehen" (remote viewing) können. Dazu suchte man Räumlichkeiten, die möglichst große Konzentration zulassen, und Hellseher, die ihre Fähigkeiten im Internet anpriesen. Die antworteten auf die Anfrage aber nicht oder lehnten die Kooperation ab, weswegen man auf andere Versuchspersonen zurückgreifen musste. Als Vorbild dienten Versuche, die in den 7oer und 80er Jahren im Auftrag der CIA am Stanford Research Institute in Menlo Park durchgeführt worden waren. ..." Kompletter Artikel: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2...
Darüber berichtete auch die BBC: http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/63885...
Was hiervon blieb ist überdeutlich: "Die Studie folgerte, dass die Hellseherei wenig Wert für das MoD hat und deswegen nicht weiter verfolgt wird." Den ganzen originalen MoD-Bericht über das englische ´Remote Viewing´-Programm beim Defence Intelligence Staff (genau jener, der auch die UFOs ´unter sich hatte´) in Folge des offenkundigen Para-/PSI-´Reinemachens´ mit dem Condign-Report betreffs UFOs finden Sie als pdf-Dokument hier:
http://www.mod.uk/DefenceInternet/F... Externe Linkshttp://www.nicap.org/loedding/LoeddingBook.pdfhttp://www.nicap.org http://www.project1947.com http://www.ufo.se http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24715/1.html http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/6388575.stm http://www.mod.uk/DefenceInternet/FreedomOfInformation/DisclosureLog/SearchDisclosureLo... |
|||
Views: 3530 | |||
| |||