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02.06.2007


    
(Aber-)Glaube: Horoskope und Co

Sternenglaube in der Kirche, wohin auch religiöser Glaube führen kann

(01. Juni 2007/lr.) - Eine Umfrage ergab Unerwartetes: Jeder dritte regelmässige Kirchgänger in Deutschland vertraut den Aussagen von Horoskopen.

In einer 2005 veröffentlichten Studie zur Astrologiegläubigkeit in Deutschland stellte der Heidelberger Soziologe Edgar Wunder fest, dass auch 34 Prozent der Befragten, die wöchentlich einen Gottesdienst besuchen, den Aussagen von Horoskopen Vertrauen schenken. Das sind zwar deutlich weniger als der Durchschnitt von 41 Prozent, die sich vom Horoskop beeinflussen lassen. Doch das Ergebnis wirft Fragen auf.

Ein tieferer Blick in die Umfragestatistik ist überaus ernüchternd. Immerhin 45 Prozent derjenigen, die angeben, an einen persönlichen Gott zu glauben, 55 Prozent derjenigen, die biblische Wunder für real halten und 56 Prozent derjenigen, für welche die Bibel verbal inspiriert ist, vertrauen auch den Aussagen der Astrologie.

Eine Zuordnung der Befragten zu bestimmten Glaubensausrichtungen war nicht Gegenstand dieser Untersuchung. Erschreckend bleibt, dass gerade Menschen, die sich selbst als gläubige Christen bezeichnen, für Horoskope besonders anfällig sind. Sie liegen in dieser Erhebung weit über dem deutschen Durchschnitt von 41 Prozent. Dr. Edgar Wunder sieht in seinen Ergebnissen einen Hinweis auf eine gesellschaftliche Tendenz, sich seinen Glauben aus verschiedenen religiösen Angeboten individuell selbst zusammenzustellen.

Der Hang zu einer privaten Patchworkreligion scheint auch vor Menschen mit einem traditionell christlich geprägten Glaubenshintergrund keinen Halt zu machen. Dazu trägt neben der ständigen Präsenz der Horoskope in den verschiedenen Medien auch das Bemühen des Deutschen Astrologen-Verbandes (DAV) bei. Die Astrologie will sich als seriöse Erfahrungswissenschaft etablieren. Doch hier ist prüfende Vorsicht angesagt. Auch die tiefenpsychologisch geprägte Astrologie, die vom DAV heute in den Vordergrund gestellt wird, ist weder naturwissenschaftlich noch empirisch haltbar. Nach dem biblischen Zeugnis führt die Astrologie in die Irre und ist mit dem christlichen Glauben in jeder Hinsicht unvereinbar. Es erscheint offensichtlich nötig, diesen Sachverhalt in der Gemeindearbeit der Landes- und Freikirchen stärker zu betonen.

Die astrologischen Tierkreiszeichen wurden mit ihren Kalenderdaten um 150 v. Chr. festgelegt. Die heute am Sternenhimmel beobachtbaren Sternbilder haben sich demgegenüber um fast ein ganzes Tierkreiszeichen verschoben. Längst stimmen sie nicht mehr mit den Sternbildern überein. Diese naturwissenschaftlichen Hintergründe sind praktizierenden Astrologen bekannt. Für die uninformierte Öffentlichkeit werden die verwendeten Symbole zu Trugbildern.

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 4/2007, Seiten 28 und 29.

Nach: http://www.factum-magazin.ch/wFactu...

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