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07.11.2007


    
Medien: Außerirdischer Aberwitz in Maischbergers Geisterstunde

Steven Greer´s großer ufologischer Zauber und einige ausführlichere Hintergründe zur neuesten Belebung der ufologisch-getriebenen ´UFO-Politik´ nach Donald Keyhoe

Mittwoch, der 7.November 2007. Zunächst überraschte die ´Neue Rheinische Zeitung´ an diesem Tag ihre Leser mit nachfolgendem Artikel ( http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.ph... ):

>Medien: Außerirdischer Aberwitz in Maischbergers Geisterstunde

ARD-UFO-Blockbuster zu Halloween

Von Hans-Detlev v. Kirchbach

Bei Kerner flog Eva Hermann aus dem Studio, da sie nicht davon herunter kam, der ´Familienpolitik´ der Nazis und den Autobahnen des Führers etwas Positives anzudichten. Da konnte sich die ARD nicht lumpen lassen, denn in Zeiten gnadenloser Quote ist ein schöner Eklat die beste Garantie für künftige Einschaltorgien. So zog die vom WDR verantwortete Maischberger-Show am 30. Oktober mit dem Halloween-adäquaten Anstalts-Thema ´UFOs und Engel - sind wir nicht allein?´ nach. Mit durchschlagendem Erfolg: Der vom historischen Jodeltalent Nina Hagen als ´Alien-Person´ angequiekte ZDF-Wissenschaftsspezialist Joachim Bublath verließ nach einer Stunde genervt das Konzil der Okkultgläubigen, das er als ´Kuriositätenkabinett´ und Therapiesitzung empfand.

Aus der Anstalt: Öffentlich-rechtliches Fernsehen

 

Mit dieser Diagnose hatte der promovierte Physiker, der in Maischbergers sonderlicher Spiritisten-Seance wie ein verirrtes Relikt der Aufklärung wirkte, durchaus recht. Allein Thema und vor allem Termin der Sendung hätten ihn jedoch vorwarnen sollen. Denn spätestens seit dem gleichnamigen Horrorklassiker ist ja allgemein bekannt, daß zu ´Halloween´ die verschärfte Psychiatrie Freiausgang genießt. So durften denn UFOs im Sinne Ninas außerirdischer Phantastereien und Engelsmärchen der Ex-TV-Moderatorin Sabrina Fox 75 Minuten kostbarer Sendezeit im ARD-Hauptprogramm okkupieren, während die gequälte Stimme der kritischen Vernunft die Selbstentfernung aus dem massenverdummenden Entertainment-Diskurs vorzog. 

Ungehörte Warnungen: Einwände gegen dieses Thema und vor allem im Hinblick auf die Besetzung des Abends hatte es von Sachkennern im Vorfeld bereits gegeben, doch prallten diese an der zur Tugend erhobenen Ignoranz der ´Verantwortlichen´ ab. U.a. klopfte die kritische UFO-Untersuchungs-Organisation CENAP vergeblich an die virtuelle Tür des - ohnehin abwesenden - WDR-Redakteurs Carsten Wiese. Ganz zu schweigen vom Verfasser dieses Artikels, der auch als langgedienter WDR-Hörfunkautor nicht zur Redaktion, sondern nur zu einem überforderten Abwimmel-Telefonisten vordrang.

 

Infotainment ignoriert Information: Die ignorierten Informations-Offerten bezogen sich primär auf einen Studiogast, der sich im Windschatten des Paradiesvogels Nina dann jedoch geradezu akademisch seriös geben konnte: Johannes Freiherr von Buttlar. Gleichwohl ist der Autor durchgängig absonderlicher, aber erfolgreicher Werke über Themen wie Zeitreisen, ewige Jugend und eben UFOs ein sprichwörtlicher Repräsentant pseudowissenschaftlicher Publizistik. ´Phantastische Wissenschaft´ - im Sinne luftiger Hypothesen - bescheinigte der Physiker Markus Pössel dem Vielschreiber, dessen Werke er neben denen Erich von Dänikens einer messerscharfen Analyse unterzog (1). Fritz Rumler verriß im SPIEGEL Buttlars Methode mit dem Sprachspiel ´Im Drüben fischen´, und ernannte den - laut Eigenwerbung - ´Autor, der aus der Zukunft kam´, zum ´Ciarlatano´ (2) - angelehnt an jenen ´Grafen Cagliostro´, der im 18. Jahrhundert vorgab, mehrere hundert Jahre alt zu sein und Blei in Gold verwandeln zu können. Kritiker wie Werner Walter von CENAP und Rudolf Henke vom ´Forum Parawissenschaften´ wollten nun verhindern, daß Buttlars geschäftstüchtiger Okkult-Vermarktung bei Maischberger ein Gratis-Werbeforum geboten werde und wenigstens ein paar kritische Fragen anregen. Nicht nur zu Buttlars ´phantastischer Wissenschaft´, sondern auch zu seinen rechten Verbindungen.

Der Wissenschaftspublizist als Märchenerzähler: Hier nur ein Exempel für Buttlars ´Wissenschaft´, anhand seines Dichtwerkes ´Die Methusalem-Formel´ (1994/96). Stärkstes Stück in diesem, so Buttlar, ´opus summum´, und Objekt schärfsten Rezensenten-Hohns war das Photo eines ´Yogi´, das der Autor von einer Expedition in den Himalaya mitgebracht haben wollte. Das diffuse Schwarz-Weiß-Bild zeigt einen splitternackten, hageren Herrn mit wallendem Bart, der scheinbar auf einem Berggipfel steht. Dieser Himmelsstürmer aber - nun kommt der Clou - sei im 14. Jahrhundert geboren und mit rund 650 Jahren noch quicklebendig. Schon vor Jahrhunderten habe er seinen luftigen Wohnsitz in wahrhaft atemberaubenden 6.800 Metern Höhe genommen. Dank absoluter Körperbeherrschung durch Yoga komme jener ´Swami Saravananda´, außer Schlürfen schmackhaften Schneewassers, ohne Nahrung und auch ohne lästige Kleidung aus, bei wohligen Temperaturen bis minus 40 Grad. Sollte aber Baron Münchhausens würdiger Erbe nicht selbst irgendeiner Berglegende aufgesessen sein und diese als ´Wissenschaftsautor´ für bare Münze nehmen, bliebe nur eine unfreundliche Vermutung. Nämlich, daß er derlei Fabeln, die noch Grimms Märchen in den Schatten stellen, lediglich seinen zahlenden LeserInnen glauben machen will, des schnöden Umsatzes halber.

 

Irreführung als Geschäftszweig - Und das nicht bloß im Hinblick auf den Verkauf seiner Bücher, sondern auch der unter seinem Namen laufenden teuren Anti-Aging-Pülverchen, die er seit Jahren auf dem Werbekanal ´HSE24´ anpreist. Gleichwohl ein karger Lohn für einen Jahrtausend-Genie. Denn wenn auch nur ein Zehntel von Buttlars Behauptungen zuträfe, müßte der Autor zehn Jahre in Folge den Nobelpreis erhalten. Doch statt bei der Nobel-Akademie gastiert Buttlar in Talkshows. Der Vermarktung von Büchern und sonstigen Buttlar-Produkten kann aber solche Massenwirkung nur zugute kommen. Denn Märchen für Erwachsene, halbwegs ´spannend´ präsentiert, verkaufen sich allemal besser als richtige, also desillusionierende, Wissenschaft. Dieser Maxime folgt erst recht das Fernsehen: ´The show must go on´. Nervende Hinweise zum Beispiel auf Buttlars Zusammenarbeit mit bekannten Eso-Faschisten mußten daher einfach von der Maischberger- Redaktion ignoriert werden.

 

Braune Kumpane der grünen Männchen - Ein Top-Obskuranten-Duo: Der ´Zukunftsautor´ Buttlar und der Wiedergeburts-Fabulant und justiznotorische Antisemit Trutz Hardo alias Tom Hockemeyer. In einem ´Schlüsselroman´ unter dem absichtsvollen Titel ´Jedem das Seine´ behauptete der ´Reinkarnations- Therapeut´, wie vor ihm schon etliche Okkult-Autoren seit den 1940er Jahren, die Juden hätten im Holocaust für Vergehen in irgendwelchen ´früheren Leben´ den verdienten karmischen Ausgleich entrichtet. Nach Strafanzeige aus der Jüdischen Gemeinde Hessen im Anschluß an eine von Antifa-Protesten begleitete Hardo-Lesung in Darmstadt wurde der Autor solch spiritueller Verklärung des millionenfachen Mordes an den Juden Europas 1998 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen verurteilt. Buttlar freilich scheint nichts dabei zu finden, mit einem Apologeten des Judenmordes gemeinsam Bücher zu schreiben - so das Opus ´Supersurfing´ über Geistreisen durch Raum und Zeit, die Buttlar zu beherrschen vorgibt.

 

Okkultismus in der ersten Reihe: Doch kamen kritische Anfragen in diese Richtung bei Maischberger nicht vor. Die Absetzung der Fliege-Talkshow, über ein Jahrzehnt das ARD-Mekka für Geistheiler, Hellseher und UFO-Unfug, hat also noch zu keiner wesentlichen Reduktion des öffentlich-rechtlichen Okkultfaktors geführt. Nach dem ARD-UFO-Blockbuster zu Halloween steht eher fest: Obskuranten rücken bei ARD und ZDF wieder in die erste Reihe - je manischer auf ´Quote´ und Unterhaltung um jeden Preis gesetzt wird, um so mehr. (PK)

1: Markus Pössel. Phantastische Wissenschaft. Über Erich von Däniken und Johannes von Buttlar. Rororo Sachbuch 60259

2: Fritz Rumler: Im Drüben fischen. SPIEGEL 23/1994 <

Blick nach Amerika, dem Land wo ufologische Träume wahr werden sollen

Was bisher geschah:

Vorspiel zur modernen amerikanischen Saga der >Fliegenden Untertassen<-Bewegung im Wust der Mystifikationen, Spekulationen, paranoider Ideen und Fantastereien - dem UFOtainment: In den 1960er Jahren versuchte NICAP-Chef Donald Keyhoe die UFO-Thematik zu politisieren - In den 1980er Jahren war die amerikanische UFOlogie wahrhaft zu einem ´Wilden Westen´ geworden und ein Eldorado für allerlei merkwürdige sowie zwielichtige Gestalten, schräge Vögel und Märchenonkels*, die hier ihre Bonanza rund um die MJ-12-´Dokumente´ (erfunden von einem UFOlogen namens William Moore, übrigens genau jener, der dass allererste Roswell-UFO-Buch zusammen mit ´Charles Berlitz´ veröffentlichte und den ganzen Rummel um Roswell II. {the new story} erzeugte) aufmachten - Ihr Sammelpunkt waren meist die ´Internationalen UFO-Konferenzen´ (viele mit schamanischem Touch im Rahmen des New Age!), die sie untereinander sich zuschusterten - Durch die Area 51-Legende zum ´Air Force Flight Test Center, Detachment 3´, dem neu-organisierten sowie zurechtgestrickten Roswell-Mythos, dem Kornkreis-Fieber sowie ´Akte X´ entstand wieder eine rebellische und erstarkte UFO-Bewegung, die in Steven Greer´s ´Disclosure Project´ mündete und vorher durch seine Operationen ´Project Starlight´ bis hin zu CSETI (Center for the Study of Extraterrestrial Intelligence) aufgebaut wurde.

*= Ein paar Namen zur Erinnerung: Larry Warren, Richard Boylan, Linda Moulton Howe, Richard Doty (der den einen ´Geschichten-vom-Alien-Gaul-Erzähler´ aus dem MJ-12-Duo ´Falcon´ und ´Condor´ spielte**), Dan Sherman, David Adair, Bob Lazar, Ed Dames, Milton William Cooper, Robert O. Dean, Wendelle Stevens. In dieser Zeit schrieb Richard Hall (Veteran aus NICAP-Zeiten und einst rechte Hand Keyhoe´s gewesen) als Autor für das amerikanische ´UFO Magazine´ eine Kolumne namens ´Realitäts-Prüfung: Die Promoter des ufologischen Unsinns´ über all diese Leute: "Es ist eine schlimme Tatsache, dass die UFO-Forschung fortgesetzt von Leuten geplagt wird, die regelmäßig jegliche reputable Forschung untergraben." Greer wurde von Hall immer als der Sieger in dieser ´Kategorie´ gesehen: "Doch der absolute Gewinner ist einsam an Platz Nr.1: Steven Greer, Direktor des "Center for the Study of Extraterrestrial Intelligence" (CSETI), wieder mal eine Gruppierung mit einem beeindruckend-klingenden Namen. Deren Ziel ist der friedvolle Kontakt mit den Aliens. Welch wunderbar-klingende Aufgabe! Obgleich CSETI sich als wissenschaftliche Vereinigung ausgibt, ist dies nur Gaukelei, da in der Praxis sich CSETI auf unbegründete Spekulationen beruft und auf verschiedenen New Age-Plattformen werkelt. Die Methoden der Forschung: Hellsehen, Bewußtseinsentwicklung und ´Coherent Thought Sequencing´ (was auch immer das sein mag). Fernziel der Gruppe: Die Schaffung eines universellen Friedens. Deswegen wird fortlaufend auch aufgerufen, ´substantielle Geldbeträge´ zu spenden. Das Kontaktlertum ist also nach wie vor am Leben, aber dieses hat nichts mit Wissenschaft zu tun."

**= Die beiden hielten sich jahrelang mit ihrer Story in UFOlogie-Kreisen, wonach die Greys einen verkümmerten Verdauungsapparat haben, einen Stimmbänder besitzen und auch keine Sexualorgane. Das impliziert, dass die Außerirdischen nicht reden, nicht essen und vor allem nicht bumsen. Drei sehr charakteristische Eigenschaften, weil sie drei Prinzipien der spirituellen Disziplin entsprechen: Schweigen, Fasten und sexuelle Enthaltsamkeit. Naja, dafür schlecken sie gerne Himbeereis...

Greer reiste als absoluter Überzeugter an die Echtheit der MJ-12-Papiere Mitte der 1990er mit Elan durch die Lande, um auf politische Funktionsträger einzuwirken und öffentliche Vorträge zu halten. Bereits damals wollte er a. UFO-Zeugen und b. UFO-Geheimnisträger hervorzulocken, die sich der Greer´schen Aktion zur Freigabe aller außerirdischen UFO-Beweise in Besitz der US-Regierung anschließen und als Zeugen auftreten. Bis Mitte des Jahrzehnte wollte Greer 107 solcher Leute ausgemacht haben, von denen aber nur 15 im April 1997 auftauchten, um bei einer CSETI-Veranstaltung in Washington, DC auszupacken und die Forderung zu unterstützen, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, dass das UFO-Thema vor den Kongreß kommt. Also die Wiederholung dessen, was Keyhoe 3 Jahrzehnte zuvor bereits getan hatte. Die April 1997-Veranstaltung wurde schon großspurig als "Stich ins Wespennest" verkauft, was aber ein Flop - nicht mal eine Biene summte vorbei. Trotzdem machte Greer wie besessen weiter und äußerte gebetsmühlenartig immer und immer wieder, dass der durch ihn repräsentierte ufologische Druck auf den US-Kongress zu einer baldigen Beendigung der "UFO-Vertuschung" (nämlich die Wahrheit der MJ-12-´Akten´) führen werde. Und dies, obwohl inzwischen der Erzeuger dieser Schriftstücke klar identifiziert worden war! Ende Oktober 1999 erklärte Greer, dass das US-Pentagon in Zusammenarbeit mit der Verteidigungsindustrie (dem militärisch-industriellen Komplex) insgeheim eine Pseudo-ET-Attacke auf die Erde als Inszenierung vorbereite, damit die Öffentlichkeit überzeugt wird, dass die außerirdischen Besucher von feindlicher Natur sind. Sinn und Zweck: Nach diesem inszenierten Vorfall werde die Menschheit nach einem Alien-Verteidigungssystem rufen, koste es was es wolle. Und damit würde man dem militärisch-industriellen Komplex und seiner Profitgier in die Hände spielen, der dann frei vom Leder ziehen könne und Gewinne wie noch nicht erwirtschaften. Damit konnte er also auch den alten kanadischen Ex-Verteidigungsminister für sich gewinnen. Die WASA-Geschichte kommt noch hinzu. Greer und seine CSETI-Aktion sind ganz schön verbissen und getrieben, um den künstlich-erzeugten ´Gordischen Knoten´ der UFOlogie selbst gebunden zu sprengen.

In Sachen "Durchbruch der erwunschenen und herbeigesehnten UFO-Wahrheit" mittels Freigabe von Super-Ultra-Geheimnissen durch die US-Regierung: Nun gut, das von Steven Greer ins Leben gerufene Projekt fand nicht bei allen UFOlogen Anklang, so auch nicht bei Robert G.Caluette, der am 14.April 1997 im CompuServe UFO-Forum meldete: "Greer kommt mir vor wie ein Idiot der allzu schnell bereit ist, selbst die dünnste Story zum Beweis zu machen. Für ihn ist jedes Licht am nächtlichen Himmel gleich ein UFO. Als Arzt sollte er doch ein Mann der Wissenschaft sein, aber in Wirklichkeit hat er seine Objektivität verloren." CompuServe-Sektions-Leiterin Debbie F. war davon nicht angetan, weil sie schon selbst mit Dr.Greer da draußen bei der "CSETI-Feld-Arbeit" war und mit ihm "trainierte", deswegen weiß sie genau, wie objektiv der Mann ist! Er strahlt vielleicht ein bißchen zuviel Enthusiasmus aus, "aber wer will ihm dies verübeln, nachdem er schon ET-Kontakte hatte?" Vielleicht ist Caluette nur wegen der "unwissenschaftlich-klingenden Methode" des CSETI-Teams aufgebracht, aber sie kann versichern, daß die Arbeit durchaus "wissenschaftlicher als alles andere auf dem Gebiet ist". Sie verstehe nicht, was derartige Polemiken sollen, weil es doch darum geht (und dies ist schließlich wichtiger alles alles andere) "den Kontakt herbeizuführen". Auch Mark McIntyre kann die Kritik nicht verstehen, gerade auch weil Greer´s "aggressive Feld-Forschung mehr erbrachte, als was all die Schreier und P... bisher zusammen zustandebrachten. Er [Greer] hat seinen Beruf aufgegeben und verliert damit sicherlich Millionen von Dollar, um nur noch für diese wichtige Aufgabe zu arbeiten. Seine selbstlosen Anstrengungen sind unbezahlbar und Dr.Greer steht auf der Seite der Guten." Diese Selbstlosigkeit läßt sich Greer aber mit einem CSETI-Mitgliedsbeitrag von nicht weniger als $ 1.000,- aufrechnen, was schon manchem unter uns verdächtig vorkommen mag und man sich noch fragen könnte, ob wir es hier mit einem Vertreter der "Santilli-Fraktion" zu tun haben, diese Fragen stellte sich zumindest Jan Aldrich vom ´Project 1947´ am 17.April. In einem Interview mit der Februar 1997-Ausgabe des ´New Frontier Magazine´ erfuhren wir aus Greers Mund einiges mehr, auch wenn er sich weigert über sein Privatleben zu reden. Greer hat es von "unserer Mission, um einen substantiellen Kontakt zwischen der mesnchlichen Zivilisation und außerirdischen Zivilisationen herbeizuführen". Hierzu wurde das Projekt Starlight begründet. Nun gut, die Angehensweise sei "unkonventionell", aber in Anbetracht der zu erwartenden Fortschritte und bisherigen Leistungen "begründet", außerdem seien die Aliens "weitaus paranormaler als wir Menschen veranlagt", sodaß seine ganz spezielle Kontakt-Aufnahme-Methode wohl die einzig richtig sei. Die Außerirdischen nutzten nämlich eine "transzendale, lineare Realität" für die Überbrückung des Raum-Zeit-Kontinuums. Hierbei gibt es paranormale Effekte und "interdimensionale Dinge" zu beachten. Um diesen Aliens zu begegnen seien auch astrale Projektionen, präkognitive und telepathische Fähigkeiten notwendig. Derartige Fähigkeiten besaß z.B. der biblische Ezekiel und andere, die besondere Phänomene erleben. Mittels seiner "Close Encounters of the Fifth Kind Initiative" bildet er Teams aus, die in Kommunikation mit außerirdische Lebensformen treten können, die dabei verwendeten Methoden sind eben mal wieder "non-linear". Und damit sei man sehr erfolgreich.

CSETI-Mitarbeiterin Shari Adamiak berichtete Ende der 1990er Jahre über die Entsendung eines CSETI-eigenen "Rapid Mobilization Investigative Team" (RMIT) ins schottische Bonnybridge; Schauplatz einer seit 1994 laufenden UFO-Welle, die nun das Interesse von Steven und Elizabeth Greer, Shari Adamiak, Sandy Wight und Wayne Kilbourn erregte, welche auch personell das RMIT ausmachten. Dank der Unterstützung des ehemals in Bonnybridge aufgewachsenen CSETI-Mitglied Neil Cunningham aus London konnte das Abenteuer Anfang Oktober 1996 beginnen. Dort stießen sie zunächst auf Craig Malcolm, der das ´Project Skywatch Scotland´ leitet. Malcolm konnte einiges Videomaterial vorführen und zeigte dem Team die besten Sichtmöglichkeiten über Bonnybridge hinweg und brachte sie nach Falkirk, Shieldhill und California sowie ins schottische Klein-Stonehenge von Cairnpapple. Im Gebiet von Shieldhill/Calkifornia bezogen sie dann ein Nachtcamp am Fuße eines Bergrückens von wo man eine sehr gute Sicht über Stirling/Bonnybridge hat. Entland des Bergrückens machten sie dabei eine Reihe von ungewöhnlich-pulsierenden Blinklichtern aus, die sicherlich 30 Meilen entfernt waren, aber so wirkten als wären sie weitaus näher. Bald darauf erschien eine ähnliche Sequenz blinkender Lichter auf dem gegenüberliegenden Berghang. Sofort wurden die optischen Instrumente in Anschlag gebracht. Craig Malcolm hatte die Videokamera im Einsatz, mit denen die Lichter recht gut festgehalten werden konnten, "auch wenn sie auf Band weitaus seltsamer aussahen, als durch die Ferngläser und Nachtsichtgeräte".

Am nächsten Tag besuchten sie Stirling Castle und auf dem frühabendlichen Weg zu einem indischen Restaurant machten sie einen silbernen Diskus im Licht der untergehenden Sonne aus, die Frau berichtet: "Sofort fühlte Dr.Greer die Anwesenheit einer außerirdischen Intelligenz und begann auf der Fahrt überall um sich zu schauen. Einen Moment später ergriff auch mich ein deutliches Gefühl, als wenn ein leichter Druck auf meiner Brust läge. Dr.Greer empfand ebenso. Zu seiner rechten kam aus einer ungewöhnlichen, sichelförmigen Wolke ein silberner Diskus geschoßen und flog außer Sicht davon. So kurz dies auch war, dies war ein wichtiger Vorgang. Es war eine CE-5-Encounter gewesen." Aufgrund eines aufkommenden Sturms wurden jedoch alle weiteren Observationen an diesem Tag eingestellt. Während das CSETI-Team sich in der Gegend umschaute, traf es immer wieder auf Anwohner die von seltsamen UFO-ET-Erfahrungen sprachen und nur eines gemeinsam hatten: das sie eben nichts gemeinsam haben. Sie wollten am folgenden Abend einen Posten am Loch Lomond aufbauen, aber dabei lief nichts sonderliches, sodaß sie nach 2 h wieder in ihre Pension zurückfuhren. Doch auf dem Rückweg passierte dann das, was bei ihnen kommen mußte. Sie sahen einen blauweißen Lichtball über dem Bergkamm aufblitzen, weswegen sie anhielten und weiter beobachteten. Das Licht veränderte seine Position und transformierte sich in eine große, dreieckige Maschine mit einem roten Blitzlicht an einer Stelle und einem blauen Blitzlicht an einer anderen, was es wie ein konventionelles Flugzeug aussehen ließ. Dennoch, in seiner Mitte befanden sich zwei sehr große, runde und weiße Lichter. Obwohl der Motor abgeschaltet war, die Seitenfenster sowie das Schiebedach geöffnet waren, hören sie keinerlei Geräusch als das Ding über den Bergkamm zog, hinter einem kleinen Turm mit seinen drei roten Blinklichtern flog und dann hinter dem Bergrücken in Richtung Take Me Down-Park verschwand.

Also nichts wie ihm nach, wo sie bei ihrer Ankunft ein paar schwache, weiße Lichter gegen den Bergrücken aufblitzen sahen. Mehr geschah nicht und das Team fuhr halbwegs enttäuscht in seine Unterkunft zurück. Am nächsten Abend fand im Restaurant von Craig´s Vater in Falkirk ein Treffen des CSETI-Teams mit UFO-Forschern und -Zeugen aus der Gegend statt, etwa 15-20 Leute kamen hier zusammen. Greer rief nach Beweismaterial für seine Projekt Starlight-Operation auf und einige Leute versprachen daraufhin, ihre Videos einzuschicken. Soweit diese Geschichte. Ein sehr spezielles Ereignis erwartet die Gemeinde während des 22.-28.Juli 1997 in England. Genannt wird diese Fortbildungsmaßnahme "Ambassadors to the Universe" (Botschafter für das Universum) und feiert damit den fünften Jahrestag einer "fast-Landung" von einem "großen, strukturierten Raumschiff" in Alton Barnes anno 1992. Für die Botschafter-Ausbildung nimmt sich der "international bekannte CSETI-Gründer und Extraterrestrier-Forscher Steven M.Greer" extra Zeit, um die Ausbildung zu leiten, Forschungsdirektorin Shari Adamiak wird die Fortbildungsmaßnahme koordinieren. Was steckt nun hinter dieser Nummer? Nichts weiter als das Erlernen von "RV-2", die hohe Kunst des Hellsehens oder auch technisch "remote sensing" inzwischen genannt. Tagsüber die Theorie und nachts dann praktische Anwendung in der "Feld-Forschung" ist angesagt, wozu das CSETI Working Group Training Kit jedem Teilnehmer ausgehändigt wird. Leider können nur 20 Personen daran teilnehmen, die jeweils nur $ 2.100 für diesen ufologischen Unfug aufzuwenden haben. Plus Flugreise natürlich, die ist da noch nicht drin. Jene, die sowieso den Trainings Kit haben, dürfen aber $ 75 von der Summe abziehen. Da werden wohl eifrige UFO-Fans ihre Bestellungen für dieses außerirdische Seminar recht schnell bei der Mail-Box von Dr.Greer aufgegeben haben, der sich übrigens für die E-Mails den Namen "Dr.ET" gegeben hat...

Mal wieder standen die Fahnen im Sturm der ufologischen Bewegung! Bereits zur US-Präsidentschaftswahl 1996 streuten einige UFOlogen, u.a. Richard J.Boylan im ´Nexus Magazine´ vom April-Mai 1996, gedankenverwirbelnde Gerüchte als Fakten aus, die vielversprechend klangen, sich aber einmal nicht so recht bewahrheiteten. Boylan, der bereits seit 1947 sich für UFOs interessiert haben will und seit 1989 als Entführungs-Forscher auftritt und 1992 sowie 1994 entsprechendes Buchmaterial vorstellte, sprach von einer Oktober-Überraschung (1996), wenn das Thema UFOs Bestandteil der Wahlkampagnen sowohl der Demokraten wie auch der Republikaner werde. Beide Parteien sollen in ihren Stäben sich Gedanken gemacht haben, ob das von UFOlogen vorgetragene Cover-Up legitim ist und wenn nicht, es als politisches Wahlkampf-Thema zu verwenden. Boyland will dies von den "gut-unterrichteten Quellen" ohne Namen erfahren haben. Sonach soll z.B. der republikanische Führer Hailee Barbour seine Fühler ausgestreckt haben, um Kontakt mit verschiedenen Astronauten zu bekommen, damit er von ihnen direkt erfahre, was sie über UFOs wissen. Bereits in der Wahlkampage anno 1992 soll Ross Perot einige UFO-Erhebungen angestellt haben. Uns wird ein Durchbruch nach dem anderen nun schon seit Jahrzehnten verheißen, passiert ist natürlich nix. Nun liegt es an Dr.Steven Greer vom CSETI (Center for the Study of Extraterrestrial Intelligence) in den USA (wo sonst?), der Anfang Februar 1997 mittels zwei Veranstaltungen mindestens 25.000 US-Dollar einkassieren will, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit eine Anzahl von UFO-Zeugen im Zuge des Jahres nach Washington, DC reisen kann, um dort offiziell Stellung zu beziehen. Im sonnigen Kalifornien war also Greer unterwegs, um nach Spenden aufzurufen, damit endlich im Frühjahr eine Kongreß-Einweisung in Sachen UFOs zu bewerkstelligen*, Bargeld lacht - Kreditkarten: Nein, Danke. Dies soll der Beginn einer Reihe von Aktionen sein, die schließlich darin münden werden, dass das offizielle, nun schon sechszigjährige UFO-Cover-Up betreffs den außerirdischen Besuchern aufgehoben wird - so stellt sich der Mann dies nun einmal vor.

So verkaufte schon vor zehn Jahren Greer seine Story als "legalen, moralischen und patriotischen Dienst", wenn seine Zeugen auspacken dürften und alle ihre persönliche Sicherheit gewährleistet bekämen. Ein großer Dienst für die Menschheit wird uns hier schon jetzt verkündet, hat sich Greer und sein Team an die Brust geheftet. Die geheime UFO-Forschung sei sonach eine wirkliche Bedrohung für die nationale und internationale Sicherheit, ja sie halte sogar den Weltfrieden auf! Die US-Regierung sollte schon vor über 10 Jahren gezwungen werden, Farbe zu bekennen, noch ehe in den nächsten "2-10 Jahren die Außerirdischen sowieso öffentlich landen" (ausgehend von 1995, heute schreiben wir 2007 und die angesagt Zeit ist total ereignislos vergangen!!!)) und die Öffentlichkeit in Panik gerate, weil sie darauf nicht vorbereitet ist! Ganz zu schweigen, dass der ´Krieg der Welten´ bereits heimlich stattfindet: Glaubwürdige, first Hand-Quellen erklärten gegenüber CSETI, dass bereits zwei Mal geheimgehaltene irdische Weltraum-Waffensysteme fremde Raumschiffe vernichteten und damit die Gefahr für einen feindlichen, außerirdischen Gegenschlag im Raume steht. Allein schon wegen dieser Gefahr für den Globus sei das UFO-Geheimprogramm zu eliminieren und rechtsstaatlich zu kontrollieren. Soweit Steven Greer am 30.August 1995 auf seiner ´Institut-s´eigenen Internet-Homepage ( http://www.cseti.com) in einer Einweisung für die interessierte ufologisch-gepeilte Cyperspace-Welt.

Am 6.Januar 1998 erging ein Offener Brief an den "Mr.President" und an die "Honorable Members of the House and Senate" betreffs der ´Matter of Extraterrestrial Related Phenomena´. Zwei Wochen vor Beginn der "Oral Office"-Affäre namens "Fornigate". Ganz sicher wird Präsident Clinton gänzlich andere Probleme gerade am Hals gehabt haben, als sich mit der langsam langweilig und penetrant werdenden Greer-Aktion herumzuschlagen. Greer und die Unterzeichner dieser Petition wollten mit dieser Aktion die "Aufmerksamkeit" der angesprochenen Damen und Herren auf die nun mehr als 50-jährige "Politik der Regierungs-Geheimhaltung und Fehldarstellungen über die Anwesenheit von außerirdischen Lebensformen" lenken, damit diese endlich einmal aufgegeben wird und zum "Zusammenbruch" kommt. Tausende von (UFO)-Forschern in aller Welt hätten derart viele Beweise (es wird gar von einer "mass of evidence" gesprochen) zusammengetragen, dass der Besuch von Außerirdischen gar nicht mehr zu leugnen ist. "Der Strom von derzeitigen und ehemaligen Regierungs-Angestellten wächst an, die bereits öffentlich oder unter vorgehaltener Hand über ihre persönlichen Erfahrungen mit den Außerirdischen verbundenen Phänomenen berichteten", führt man hier aus. Deswegen wäre es also an der Zeit, einen Kongress-Ausschuß ins Leben zu rufen, um all dies einmal festzuhalten. Hierbei wird insbesondere der Name von Ex-Lt.Col.Philip J.Corso in den Vordergrund geschoben und das Spaceshuttle-Videomaterial mit den Eiskristallen etc pp betont...

Die Story ist damit noch nicht zu Ende und neue Mitspieler tauchten auf

Wie wir wissen, gab es einige wenige Leute, die damals finanzstark dieser Art von UFOlogie unter die Arme halfen, dazu zählt der Grundstücks-Makler und Millionär Robert M.Bigelow aus Las Vegas, Nevada. Ende der 1880er Jahre finanzierte er zusammen mit dem Prinz von Liechtenstein die erste TREAT-Entführungskonferenz sowie Anfang der 1990er die MIT-Abdurctee-Forschungs-Konferenz. 1994 sorgte der Mann dank seiner Kapitalkraft für eine einmalige, wenn auch kurzweilige ufologische Koalition zwischen CUFOS, MUFON und FUFOR in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er stellte Gelder einem aus Vertretern aller drei Gruppen gebildeten Rat zur Verfügung, womit unter anderem Jan Aldrich´s "Project 1947" gefördert wurde und eine aktuelle Version von Richard Hall´s NICAP-Klassiker "UFO Evidence" erstehen sollte. Das Gesamtprojekt der UFO-Koalition hielt etwa ein Jahr, dann stellte Bigelow die Zahlungen ein, da er sich mehr den "borderline"-Themen wie Kornkreise und Viehverstümmelungen hinwenden wollte und die drei Gruppen keinerlei bestätigten Beweis für eine UFO-Verbindung darin sahen. Daraus entstand Streit zwischen Forschern und Förderer. FUFOR-Vertreter Don Berliner: "Er versucht alle möglichen und unmöglichen Randthemen einzubinden, die wir kaum als wissenschaftliche Probleme ansehen. Dann wollte er alle Kontrolle über seine Gelder haben, obwohl er zuerst die Verantwortung dafür uns gegeben hatte." Richard Hall: "Wir konnten keine Einigung mehr mit der Bigelow Foundation über den Fortgang der UFO-Forschung finden." Aber in der UFOlogie Amerika sorgte die Einbindung Bigelow´ eindeutig für größe Beachtung und es hieß: "Wenn schon so einer sich für UFOs interessiert..."

Nun hatte der Förderer von Untersuchungen paranormaler Phänomene ein neues Arbeitsfeld gefunden, wie am 21.Oktober 1996 die ´Desert News´ zu berichten wußte. Im Juli 1996 (passend zur ID4-Hysterie) trat die Farmer-Familie rund um Terry Sherman in den Schlagzeilen auf, weil auf ihren Bauernhof nahe Fort Duchesne im Uintah County Ereignisse stattfinden sollen, die nicht alltäglich erklärbar sind: Hier sollen verschiedene UFO-Typen aufgetaucht sein, die aus dimensional übergeordneten "Doorways" zu uns herüberkommen und diverse Landespuren hinterlassen haben. Bigelow kaufte den Leuten ihren Besitz im September 1996 für 200.000 $ ab, um das Land dem von Bigelow gegründeten ´National Institute for Discovery Science´ (eindrucksvoll-toller Name, da sgehört in Amerika einfach dazu) zur Verfügung zu stellen, auf dem Farmer Sherman als Vorarbeiter nach wie vor seine Anstellung findet. Über die dortigen Untersuchungen jedoch fiel ein Schweigevorhang. Das ´National Institute for Discovery Science´ hat John B.Alexander {! - der vom ´Stargate´-Projekt der ´Hellseher´}, ehemals Direktor für non-lethale-Waffentests am Los Alamos National Laboratories in Neu Mexiko, für sich gewinnen können. Gegenüber der Zeitung erklärte Alexander: "Unsere Angehensweise ist eine gute, hochqualitative Forschung auf den Standards der wissenschaftlichen Arbeitsmethode, sodass wir hoffen, harte Daten zu erhalten. Schließlich werden wir unsere Feststellungen auch veröffentlichen, da dies die Hauptaufgabe des Instituts ist." Der Fall auf der ehemaligen Sherman-Ranch ist inzwischen auch von anderen UFO-Forschern betrachtet worden. So auch von Ryan Layton aus dem Davis County und Chris O´Brien aus Crestone, Colorado. Beide besuchten noch vor dem Eingreifen Bigelow´s den Ort. O´Brien, Autor von "The Mysterious Valley" (Colorado´s San Luis Valley), erklärte: "Dies ist der beeindruckendste Fall, den ich jemals untersuchte und die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, alles zu erfahren, was da vor sich geht."

Frau Linda Moulton Howe (die "Animal Multilations Queen", gelegentlich in der Szene auch ´Linda Moldy Cowe´ spöttisch genannt), die 1994 Gelder für ihre Rindviech-Verstümmelungs-Forschungen von Bigelow erhielt, ist vom Interesse ihres Sponsors nicht überrascht: "Es gibt derzeit viele Spekulationen über mögliche Öffnungen im elektromagnetischen Feld unseres Planeten. Für die Öffentlichkeit mag dies wie Science fiction klingen. Dennoch gibt es in der Quanten-Physik heute Überlegungen betreffs der Raum-Zeit, Wurmlöchern und schwarzen Löchern. Die Gestalt der Realität hat etwas zu tun mit der Verbindung des elektromagnetischen Spektrums und den Gravitationskräften." Schöne Worthülsen. Egal, auch Gary Hart, ein Untersucher von "hyperdimensionalen Phänomenen" aus Bloomington, Ill., glaubt an das Wunder von der Sherman-Ranch und nennt die Zone einen "interdimensionalen Durchgang". Derartige Startgates hat er angeblich in Sedona (Arizona), Pine Bush (New York) und drei anderen US-Örtlichkeiten sowie sonstwo auf der Welt ausgemacht: "Leute in Russland haben sehr klare Kontakte mit anderen Zivilisationen über diese Wege aufgenommen und sagen eindeutig, daß dies alles für uns sehr wichtig ist. Aber zunächst haben wir den Angstfaktor davor zu überwinden. Überall gibt es Örtlichkeiten, wo Menschen in die nächste Dimension Einblick nehmen können. Wenn man an einem bestimmten Platz steht, kann man Dinge sehen, die man schon 30 Meter davon entfernt unmöglich sehen kann." Dies erklärt angeblich auch, weshalb die Menschen rund um die Sherman-Ranch von all den abenteuerlichen Geschehnissen dort niemals etwas sahen und mitbekamen. Die ´Desert News´ befragte die vier unmittelbaren Nachbarn zu den Sherman´s, doch niemand konnte die Darstellungen bestätigen und sie können kaum glauben, was die Sherman´s da vorbringen.

In einer Presseerklärung vom 2.März 1996 wurde das ´National Institute for Discovery Science´ (NIDS) als in Las Vegas gegründet erklärt, für diese Mitteilung zeichnete Dr.Hal Puthoff {der Löffelbieger Uri Geller´s Magie als echtes PSI-Phänomen durchgehen ließ} verantwortlich, ein Wissenschaftler der lange Zeit in die von der Regierung finanzierte Forschung um Fernwahrnehmungen verwickelt war und der durch seine theoretische Arbeit über die Physik der sogenannten "Null-Punkt-Energie" auffiel. NIDS ist eine privat-getragene Forschungs-Organisation, um sich der wissenschaftlichen Erkundung von gelegentlich unkonventionellen Observationen und Theorien zu widmen. Das Institut beschäftigt sich in einer fundamentalen Forschungsarbeit mit Dingen wie die Natur und Evolution des Lebens und unseres Bewußtseins im Universum sowie die wechselseitige Interaktion beider Elemente. In der Erklärung wird betont, das ein "wissenschaftlicher Beratungsstab der Weltklasse" zur Seite steht, um die Resultate der Forschungsarbeit zu überprüfen. Eine Freigabe von Materialien über wissenschaftliche Journale und entsprechende Medien soll nur dann erfolgen, wenn nach einer umfangreichen Studie und Begutachtung alles als wasserfest abgesegnet wurde, will heißen durch die wissenschaftliche Gemeinde akzeptiert wurde. Wozu es aber nie kam. Und die Phänomene auf der gekauften Ranch sich auch nicht mehr zeigten, als die NIDS-Leute sich dort einquartierten...

Anfang März 1996 schaltete Bigelow für seine abenteuerliche Unternehmung im ´Science´-Magazin eine Werbung, um geeignete Wissenschaftler für sein Projekt zu gewinnen: "Wir suchen dabei nach Spitzenkräften und hoffen, das sich dann das Institut zu einer sehr sinnvollen Sache für jedermann entwickelt." Sicher ist jedoch das Ex-Colonel John Alexander, der schon lange ein deutliches Interesse an UFOs und Fernwahrnehmung hat, eine Schlüßelrolle beim N IDS spielt und die Verbindungsstelle zwischen dem Institut und der wissenschaftlichen Gemeinde darstellt. Auch der in Las Vegas ansäßige TV-Journalist und UFOloge George Knapp (Unterstützer der Bob Lazar-Story) gehört zu den Gefolgsleuten des NIDS.

Auf der anderen Seite stand der damals fast neunzigjährige Milliardär Laurance Rockefeller*, der Dr.John Mack und Dr.Steven Greer finanziell unterstützte und zudem eine Dokumentation 8150 Seiten) namens "The Best Available Evidence" in 1.000 Exemplaren herausgeben ließ, um sie an die Regierungen und ihre hohen Persönlichkeiten zu verschicken. Dies geschah mit der Absicht, die Regierungs-Führer über die Natur und Dringlichkeit des UFO-Problems zu alarmieren. Rockefeller drängte ebenso Präsident Clinton über dessen Wissenschaftsberater John Gibbons dazu, öffentlich die Realität der UFOs anzuerkennen. Clinton bedankte sich für diesen Ratschlag damit, das er in Irland erklärte, von einem Raumschiff-Absturz in oder bei Roswell nichts offiziell zu wissen.

*= Am 8.April 1996 brachte der ´New York Observer´ einen Artikel mit der Headline "Rockefeller Greets Aliens! A Rich Guy´s UFO Dream." Dies kam auf, weil Rockefeller eine Dokumentation finanzierte, die den Titel "UFO Briefing Document: The Best Available Evidence" trägt. Frau Marie Galbraith ist die Frau des Investment-Bankers und ehemaligen Botschafters für Frankreich Evan Galbraith. 1995 ging sie zu Laurance Rockefeller, dem Umwelt-Aktivisten und Milliarden-Kapitalisten, um von ihm Geld für eine 169seitige Dokumentation zu erhalten, die sie mit dem ufologischen Luftfahrt-Journalisten Don Berliner für den Fund for UFO Research verfaßte. Nun wurde dieser Bericht an die "Führer der Welt" verteilt oder wie Frau Galbraith es formulierte: "Wir haben ihn nur an Top-Leute weitergegeben und nicht an gewöhnliches Volk wie Sie und ich. Ich habe nur deswegen eine Ausgabe davon, weil ich an dem Ding mitgeschrieben habe." In der Danksagung ist Laurance Rockefeller als erster "wegen seiner Vision und seiner Unterstützung" genannt. Fraser Seitel, Mr.Rockefeller´s Sprecher, bestätigte das Rockefeller tatsächlich diesen Report mit etwa 30.000 $ finanzierte, auch wenn er dessen Feststellungen nicht unterstützen könne: "Er ist an Regierungs-Freigaben in dieser Sache interessiert, aber er ist auf der anderen Seite nicht von dem überzeugt, was der Report aussagt. Nun ist er daran interessiert zu sehen, was die Regierung in ihren Akten noch hat." Seitel erklärte, das Mr.Rockefeller ansonsten nichts weiter zu dem Bericht zu sagen habe. Zwischen 1993 und 1995 erhielt Mack´s ´Center for Psychology and Social Change´ dennoch jeweils 250.000 $ von Rockefeller, um die Entführungsstudie durchzuziehen. Gemäß Michael Luckman vom ´New York Center for UFO Research´ finanzierte Rockefeller darüber hinaus noch zwei Treffen einer Gruppe namens ´Starlight Coalition´, bestehend aus ehemaligen Nachrichtendienst-Offizieren und hochrangigen Militärs aus dem ´Stargate´-Projekt mit Alexander und Dame, die sich zu Gesprächen über außerirdische Kontakte trafen. Darüber hinaus ließ Rockefeller eine UFO-Konferenz auf seiner JY Ranch in Jackson Hole, Wyoming, abhalten. "Der Rockefeller-Report - Die 18 besten UFO-Fälle aus aller Welt - Weltexklusiv!", so jedenfalls die Titelschlagzeile des ´Magazin 2000´ für Aug./Sept.1996. Geziert wird der Titel einfallslos mit einer Aufnahme aus der alten Fälschungsserie des Paul Villa. Kein Wunder wenn das Editorial den Namen "Alles Lug und Trug?" bekam. Natürlich wird im Heft selbst der ´Rockefeller-Bericht´ aufgeblasen, als wäre damit der politische Durchbruch zu allen UFO-Mysterien vollbracht. Der ´Rockefeller-Bericht´, jedenfalls die deutsche Kurzversion beim M2000, ist als Sonderteil, als ein "2000-Dossier", zu verstehen, welches die Leser herausnehmen und an deutsche Minister, den Bundeskanzler oder ihren Abgeordneten schicken sollten. Der amerikanische ´Rockefeller-UFO-Report´ ging an nahezu 1000 Politiker, US-Senatoren, Kongreßabgeordnete und Präsidenten rund um den Globus. Clinton bekam einen, Henry Kissinger und Colin Powell genauso wie Hill-Norton, Jacques Chirac und Charles DeBrouwer etc. Während NICAP Mitte der 1960er Jahre einen wirklich dicken Fall-Katalog als ´UFO Evidence´ zusammenstellte und diesen als politisches Druckmitteln in den USA bei Politikern verteilte, ist die aktuelle ´Rockefeller´-Aktion genauso beschränkt wie das WASA-Dokument und das "Memo an die Bundesregierung" aus den frühen 1980er Jahren. Sorgte aber in der UFO-Gemeinde für Wirbel. Frei nach dem Motto: "Ja, wenn schon Rockefeller..."

Fortsetzung folgt...

Externe Links

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11696
http://www.cseti.com)
Sexuelle Geschichte

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